Hubert Hüppe (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Hubert Hüppe
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswirt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Unna I
Landeslistenplatz
22, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
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(...) Bei meinen Recherchen habe ich Folgendes erfahren: bereits im Oktober 2004 wurde vom damaligen Bundesinnenminister Otto Schily MdB ein Personalaustauschprogramm „Öffentliche Hand – Privatwirtschaft“ initiiert. Ziel des Projektes sollte der Abbau der bestehenden Grenzen zwischen Politik und Wirtschaft sein. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
NEIN
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
NEIN
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
NEIN
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
JA
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
nicht beteiligt
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
nicht beteiligt
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
JA
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
NEIN
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
JA
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Hubert Hüppe
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
13.06.2009
Von:

Hallo Herr Hüppe,
werden Sie bei der kommenden Bundestagswahl wieder einen sicheren Listenplatz bekommen, oder wollen Sie sich nicht endlich mal dem Wähler stellen und es als Direktkandidat versuchen?

Mit bestem Gruß
Edelgart
Unna
Antwort von Hubert Hüppe
6Empfehlungen
03.07.2009
Hubert Hüppe
Sehr geehrte Frau ,

mit großem Erstaunen habe ich Ihre Frage gelesen, die für jeden, der im Kreis Unna politisch interessiert ist und zumindest ab und zu Zeitung liest, völlig unverständlich ist. Aber auch wenn diese Voraussetzung nicht gegeben wäre, müssten Sie eigentlich bei Abgeordnetenwatch selbst erkennen, dass ich bei den letzten Wahlen sowohl als Direkt– als auch als Listenkandidat für den Bundestag aufgestellt wurde. Nun wollte ich Sie eigentlich direkt anrufen und bei Ihnen nachfragen, ob es eine ernstgemeinte Frage ist oder ob Sie Abgeordnetenwatch nur für eine Wahlkampfaktion missbrauchen. Leider konnte ich weder eine Telefonnummer noch eine Adresse im Telefonbuch oder im Internet ermitteln. Trotzdem antworte ich natürlich.

Ich habe bisher immer auch als Direktkandidat kandidiert. Zunächst für den Wahlkreis Hamm/Unna II mit den Städten Lünen, Selm, Werne und Hamm. Seit 2002 kandidiere ich für den Wahlkreis Unna I mit den Städten Bergkamen, Bönen, Fröndenberg, Holzwickede, Kamen, Schwerte und Unna.

Bei meiner ersten Kandidatur im Wahlkreis Unna I im Jahr 2002 konnte ich 0,7 % bei den Erststimmen dazugewinnen, während mein Gegenkandidat von der SPD 2,9 % verlor. 2005 konnte ich dann nochmals 2,1 % zulegen, während Herr Stöckel weitere 1,6 % verlor. Dass ich innerhalb von zwei Wahlen den Abstand um 7,3 % verringern konnte und ich als Kandidat bei den Erststimmen 5 % mehr bekam als die CDU bei den Zweitstimmen, ist zumindest ein Zeichen dafür, dass meine Arbeit im Wahlkreis anerkannt wird. Auch wenn Sie ins Archiv der regionalen Zeitungen gehen, sehen Sie, dass dort mehr über meine Arbeit berichtet wurde als über die anderer MdBs. Offensichtlich hat meine Arbeit im Wahlkreis auch dazu geführt, dass die SPD-Basis mit ihrem Abgeordneten bei einem Vergleich mit mir so unzufrieden war, dass sie ihn bei der letzten Kandidatenaufstellung durch einen bisher unbekannten Kandidaten ersetzt hat.

Also – Sie können mich auch bei der Wahl am 27. September direkt wählen. Wenn Sie wollen, geben Sie mir Ihre Telefonnummer. Ich rufe gern zurück.

Mit freundlichen Grüßen

Hubert Hüppe MdB
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Frage zum Thema Internetsperren
19.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hüppe,

Sie haben für das Gesetz "Bekämpfung von Kinderpornografie" gestimmt.

An der Bekämpfung von Kinderpornografie habe ich auch nichts auszusetzen. Aber was versprechen Sie sich von diesem Gesetz?

Ich bin mir sicher, das "Kinderpornografie" eher über Tauschbörsen gehandelt wird als über Webseiten. Von daher ist diese "Stopp-Seite" doch nutzlos. Und den Kindern wird damit auch nicht geholfen.

Es wurde auch beteuert, das dieses Gesetz nicht auf andere Bereiche ausgeweitet werden soll. Doch wenige Stunden nach der Abstimmung werden jetzt erste Stimmen laut, die für eine Ausweitung auf sogenannte "Killerspiele" sind (Thomas Strobl, CDU).
Wie stehen Sie dazu?

Mit freundlichen Grüßen
T.
Antwort von Hubert Hüppe
10Empfehlungen
03.07.2009
Hubert Hüppe
Sehr geehrter Herr ,

bevor ich Ihre Frage beantworte, möchte ich Ihnen vorweg schreiben, was mich an der Diskussion zur Bekämpfung von Kinderpornographie im Internet stört -- ja wütend macht. Wie Sie vielleicht wissen, sind viele, die gegen die Stopp-Seiten sind, stolz darauf, dass Sie die Petition mit den meisten Unterstützern eingebracht hätten. Ich habe in den letzten Wochen auch einige Protestmails gegen das neue Gesetz bekommen.

Für den Schutz von Kindern vor Missbrauch und Vergewaltigung habe ich in der gesamten Legislatur keine einzige Mail erhalten. Die Not der Kinder scheint kaum jemanden zu interessieren. Stolz wird im Internet noch gezeigt, wie man die Stopp-Seiten umgehen kann, damit auch der letzte, der im Internet nicht so firm ist, sich daran aufgeilen kann, wie Kleinkinder, sogar Säuglinge vergewaltigt werden.

Es gibt sogar den Verdacht, dass einige Kinder nach der Produktion getötet worden sind.

Ich habe vor einiger Zeit in eine Gerichtsakte Einsicht erhalten, die vom Kindesmissbrauch von Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren berichtet wurde. Obwohl von verschiedenen Seiten Verdacht geäußert wurde, hat es Monate gedauert bis die Kinder in Sicherheit gebracht wurden. Nach dem ärztlichen Gutachten waren die Kleinkinder im Schambereich brutal verletzt worden.

Es mag ja sein, dass diese Stopp-Seiten nicht viel bringen. Aber wieso wird denn noch versucht, die Wirksamkeit noch weiter durch Hinweise zu reduzieren?

Sie schreiben, Sie hätten an der Bekämpfung von Kinderpornographie nichts "auszusetzen"! Was soll das heißen? Sind Sie für die Bekämpfung oder haben Sie nur nichts dagegen?

Natürlich bin ich auch für die Bekämpfung von Tauschbörsen, aber das eine schließt das andere nicht aus und natürlich ist das auch schon jetzt strafrechtlich verboten.

Dann kommt jetzt oft der Vorwurf der Zensur. Natürlich ist das Zensur -- genauso wie ein ganzes Buch verboten wird, wenn es nur eine Seite Kinderpornographie enthält.

Aber das halte ich auch für richtig.

Natürlich wollen wir, dass solche Internetseiten gelöscht werden, aber in manchen Ländern kommen wir da nicht weiter.

Die Stopp-Seiten sollen zufällige Besuche auf Kinderporno-Seiten verhindern. Nutzer, die durch Links in Spam-Mails auf diese Stopp-Seiten gelangen, müssen nicht mit Strafverfolgung rechnen. Wir wollen natürlich auch nicht harmlose Nutzer verfolgen, die durch Zufall oder Dummheit auf solche Seiten stoßen.

Zusätzlich wurde ein Expertengremium mit fünf Mitgliedern, die der Datenschutzbeauftragte benennt, eingerichtet, die jederzeit die Sperrliste beim Bundeskriminalamt einsehen und überprüfen können.

Gesperrt wird nur dort, wo löschen nicht möglich. Sichergestellt wurde auch, dass Sperrmaßnahmen nur auf kinderpornographische Seiten beschränkt bleiben. Die Aussage von dem Kollegen Strobl ist nicht die Meinung der Fraktion.

Und außerdem soll das Gesetz nach zwei Jahren überprüft werden.

Ich gebe zu, meine Antwort klingt zumindest am Anfang hart -- aber vielleicht haben Sie auch Verständnis dafür, dass mir der Schutz von Kindern am Herzen liegt. Vielleicht treffen Sie mal jemanden, der in der Kindheit missbraucht worden ist. Diese Menschen leiden ein ganzes Leben unter den Folgen. Überlegen Sie mal, wie diese Person darüber denkt.

Mit freundlichen Grüßen

Hubert Hüppe
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
04.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hüppe,

über mehre Links habe ich diese Seite erreicht und finde es interessant, Abgeordneten direkt Fragen stellen zu können.

Nun ist das Thema, welches ich anspreche, längst aus den Medien verschwunden.
Es geht um den Aufschrei in der Politik, wenn (leider) wieder ein Amoklauf stattgefunden hat.
Killerspiele müssten verboten werden, da sie ja die Jugend verrohten.

Sehen Sie dieses Thema auch so engstirnig? Oder haben Sie eine erweiterte, auf mehrere Aspekte bezogene Meinung.
Was ist mit den Eltern, die ihre Kinder diese Spiele trotz USK spielen lassen?
Was ist mit dem sozialen Umfeld der Kinder? Werden sie ausgegrenzt, sitzen sie den ganzen Tag alleine zuhause oder haben sie den falschen Umgang?
usw.
Dies sind nur einige Fragen, die man sich stellen könnte. Und ich sehe die Probleme bei diesen Fragen meist im sozialen Bereich.

Wenn ein solches Unglück stattfand, durchsucht man den Rechner des Täters und wird Killerspiele finden; das ist für mich kein Wunder.
In der heutigen Produktion ist fast jedes 2.-3. Spiel auf seine Art mehr oder weniger gewaltverherlichend. Wenn ein Jugendlicher also z.B. 4 Spiele besitzt, wird mindestens eines ein Killerspiel sein.
Aber man kann nicht alle Spiele über einen Kamm scheren.
Counterstrike 1.6 , die ältere Version, sieht so unrealistisch aus, der Modus ist unreal (festes Spielfeld, 5 gegen 5 im offenen Feld). Es erinnert eher als ein Fußballspiel gekreuzt mit den Ich hau dem Biber auf dem Kopf-Spielen von der Kirmes.

Wie wäre es mit einem Punktesystem für solche Spiele. Eine Skala von 1-10 im Gewaltgrad.
Es würde der USK eine für den Verbraucher auf den ersten Blick durchsichtigere Einstufung ermöglichen und auch den Eltern helfen, ungefähr zu wissen, was ihr Kind spielt.
Doch meistens interessiert sie das leider nicht einmal.

Ich könnte noch mehr darüber schreiben, doch die Zeichen begrenzen mich.
Was halten sie von der ganzen Debatte?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Hubert Hüppe
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28.08.2009
Hubert Hüppe
Sehr geehrter Herr ,

bei dem von Ihnen angesprochenem Thema bin ich absolut kein Fachmann. Meine Hauptthemen sind die Politik für Menschen mit Behinderungen und Bioethik.

Das brutalste Computerspiel, das ich persönlich bisher gespielt habe, war die Moorhuhn-Jagd. Deswegen bin ich bei diesem Thema sehr zurückhaltend. Wie Sie vielleicht einer vorhergehenden Frage zum selben Thema entnehmen können, bin ich auf keinen Fall ein Fan von sogenannten "Killerspielen". Ich bin aber nicht grundsätzlich für ein Verbot. Es sei denn, es gäbe zum Beispiel rassistische Hintergründe, was aber jetzt schon verboten ist.

Stattdessen wäre ich tatsächlich für mehr Aufklärung bei den Eltern, die oft nichts über die Spiele wissen und zum Teil sogar selbst ihren Kindern solche Spiele schenken. Insofern frage ich mich, inwieweit die Weitergabe geduldet werden kann. Ein zusätzliches Punktesystem halte ich auf den ersten Blick nicht für so sinnvoll. Dafür bräuchte ich ja wieder eine neue Kommission. Ich hoffe, ich konnte Sie mit meiner Antwort zufrieden stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Hubert Hüppe, MdB
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Frage zum Thema Arbeit
22.09.2009
Von:

seit 26. märz 2009 ist das übereinkommen der vereinten nationen für menschen mit behinderung in deuschland verbindlich.

Laut artikel 27 haben behinderte menschen das recht auf frei gewälte arbeit. wie sollen die behinderten an arbeit kommen?gibt es ein programm wie den menschen geholfen werden kann?
Antwort von Hubert Hüppe
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Hubert Hüppe
Sehr geehrter Herr Haertle,

Die Union hat sich in dieser Legislaturperiode im Vorfeld der Ratifikation der UN-Konvention und danach mit der Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderungen auf zwei von mir initiierten Kongressen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit jeweils über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern befasst. Wichtig war mir dabei, Menschen mit Behinderungen sowohl auf den Podien, als auch im Publikum zu beteiligen. Die Kongresse haben dazu geführt, das Thema "Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen" auf die Tagesordnung zu bringen und wichtige Gesetzesinitiativen anzustoßen.

Bereits in der laufenden Legislaturperiode hat die Union etwa einen Beschäftigungszuschuss für Langzeitarbeitslose geschaffen, der auch vielen Menschen mit Behinderungen zugute kommt. Bis zu 75 % des Arbeitsentgelts können mit dem Beschäftigungszuschuss gefördert werden. Dieser Zuschuss kann sogar - und dies ist neu - dauerhaft gezahlt werden. Die neue Maßnahme "Unterstützte Beschäftigung" schafft eine Alternative zu einer Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Insbesondere Abgänger aus Förderschulen werden mit der "Unterstützten Beschäftigung" bessere Chancen haben, in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten.
Dauerhaft ausgelagerte Werkstattplätze im Arbeitsbereich und ausgelagerte Werkstattplätze im Berufsbildungsbereich sind jetzt ausdrücklich im Sozialgesetzbuch IX genannt. Werkstätten haben dadurch mehr Rechtssicherheit bei ausgelagerten Werkstattplätzen und können zusätzliche Plätze in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes schaffen. Diese Klarstellung habe ich für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion angeregt und vorangetrieben. Wir haben beschlossen, Integrationsämtern mehr finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Integrationsämter können mit den zusätzlichen Mitteln helfen, Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihren Arbeitsplatz zu sichern.

Für mich ist klar: den Umsetzungsprozess im Bereich Art. 27 der UN-Konvention, den wir mit den obigen Gesetzesinitiativen bereits begonnen haben, werden wir in der nächsten Legislaturperiode fortsetzen. Die Arbeitslosigkeit unter schwerbehinderten Menschen ist weiterhin höher als bei allen Arbeitssuchenden, auch wenn sie in den letzten Jahren gesunken ist. Menschen mit Behinderungen können immer noch nicht selbstbestimmt wählen, ob sie Teilhabeleistungen in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder außerhalb der Werkstatt in Anspruch nehmen wollen. Handlungsbedarf besteht deshalb aus meiner Sicht beispielsweise für eine verbesserte Vermittlung und für neue Instrumente, wie einen Kombi-Lohn und ein Budget für Arbeit. Um mehr Menschen mit Behinderung Zugang, z.B. zum Persönlichen Budget für Arbeit zu ermöglichen, will ich für spezielle Beratungs- und Unterstützungsangebote kämpfen. Ich will "gemeinsame Servicestellen", die diesen Namen auch verdienen.

Bei der Umsetzung der UN-Konvention halte ich die Beteiligung von Betroffenen und ihrer Verbände für unerlässlich. Hierbei kann auch das von Ihnen genannte "Programm" zur Sprache kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Hubert Hüppe
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
10.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hüppe,
warum ist es zulässig, dass die Organisation Pro Familia Schwangerschaftskonfliktberatung nach § 219 StGB anbietet und gleichzeitig Schwangerschaftsabbrüche in den zur Organisation gehörenden med. Zentren durchführt.
Es ist davon auszugehen, dass die Beratung objektiver verläuft, wenn Beratung und med. Eingriff nicht in einer Hand liegen. Lässt sich dem ein Riegel vorschieben?

Mit freundlichen Grüssen


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