Hermann Gröhe (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Hermann Gröhe
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
25.02.1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, CDU-Generalsekretär
Wohnort
Neuss
Wahlkreis
Neuss I
Ergebnis
47,8%
Landeslistenplatz
13, Nordrhein-Westfalen
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(...) Angela Merkel zum Gedenken des Endes des Zweiten Weltkriegs ist eine wichtige Versöhnungsgeste der russischen Führung. (...) Das Verbot von Stalin-Plakaten bei der Feier aus Anlass des Kriegsendes und die Anerkennung der stalinistischen Verbrechen von Katyn zeigen, dass das Russland von heute dabei ist, sich auch den dunklen Seiten seiner Geschichte zu stellen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Integration
11.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Gröhe,

mit Interesse habe ich den von Ihnen vor eingen Tagen verfassten Gastbeitrag im evangelischen Wochenmagazin ideaSpektrum zur Debatte um den Parteikurs gelesen. Darin werfen Sie dem Initiator der "Aktion Linkstrend Stoppen", Friedrich-Wilhelm Siebeke, meines Erachtens völlig zu Recht Geschichtsklitterung vor, weil er die gegenwärtige Situation Deutschlands wie folgt beschreibt: "Noch nie in seiner tausendjährigen Geschichte war unser Vaterland so bedroht. Diesmal nicht von außen, sondern von innen." In einer Erwiderung auf Ihren Vorwurf in Form eines öffentlichen Briefes schreibt Herr Siebeke in einer ungeheuerlichen Präzisierung seiner Einschätzung nun an Sie: "Die Nazi-Barbarei hat das deutsche Volk mit seinen Werten und seinem abendländisch geprägten Charakter unbeschädigt überstanden. Entwickelt hat sich hingegen eine muslemisch geprägte Multi-Kulti-Gesellschaft, eine Gesellschaft, die sich zunehmend zu einer Bedrohung unserer Gesellschaftsordnung ausweitet."

Meine Frage ist nun: Was werden Sie als Abgeordneter und CDU-Generalsekretär bzw. CDU-Führung und CDU-Mandatsträger ganz allgemein zukünftig tun, um sich in ultimativer Unmissverständlichkeit von Parteimitgliedern/-organisationen abzugrenzen, die im islamischen Teil der Bevölkerung Deutschlands eine Bedrohung ansehen, die jene des Dritten Reichs sogar noch übersteigt? Inwieweit sehen Sie als Vertreter einer modernen Integrationspolitik es als Ihre Verantwortung an, den Muslimen in Deutschland in aller Deutlichkeit öffentlich wahrnehmbar zu signalisieren, daß es weder christlich noch konservativ ist, unter dem Label der CDU ein derartiges Geschichts- und Islamverständnis zu verbreiten?

In der Hoffnung auf eine klare Antwort und den Mut zu einer klärenden Debatte verbleibe ich mit freundlichen Grüßen.
Antwort von Hermann Gröhe
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21.07.2011
Hermann Gröhe
Sehr geehrter Herr ,

es freut mich, dass mein Gastbeitrag im evangelischen Wochenmagazin "ideaSpektrum" Ihr Interesse gefunden hat. Seien Sie versichert, dass ich mich auch in Zukunft, gerade auch im Rahmen meiner Arbeit als CDU-Generalsekretär, gegen die von mir kritisierte Geschichtsklitterung wenden werde. Dabei liegt mir daran, festzuhalten, dass die von mir kritisierte Aussage nicht "unter dem Label der CDU" gemacht wurde.

Soweit es um unser Verhältnis zu den Muslimen in unserem Land geht, hat die Union stets deutlich gemacht, dass uns an einem guten Miteinander der Menschen verschiedener Religionen in unserem Lande ebenso gelegen ist wie an einer gelingenden Integration von Zuwanderern. Unsere aktive Integrationspolitik sowie die Begründung der Islamkonferenz zeigen dies. Ein gutes Miteinander mit der ganz überwältigenden Mehrheit rechtstreuer und friedliebender Muslime in unserem Land kann zudem einen ganz wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Bekämpfung jener sehr kleinen, durchaus aber gefährlichen islamistischen Minderheit leisten, deren Gewaltbereitschaft viele Menschen in unserem Lande sehr besorgt, aber nicht Anlass für einen ungerechtfertigten Generalverdacht gegen alle Muslime in unserem Land sein darf.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Hermann Gröhe
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Frage zum Thema Finanzen
13.07.2011
Von:
-

Sehr geehrter Hermann Gröhe,

im UN-Staatenbericht rügt die UNO die deutsche Sozialpolitik. Der Bericht steht im starken Kontrast zu der CDU/CSU-Broschüre "Dem Land geht es gut". Hauptkritikpunkt der UNO ist die zunehmende Armut in unserem reichen Land. 13 Prozent der Deutschen leben unter der Armutsgrenze, sagt der Bericht. Zudem gewähre die Grundsicherung von Hartz-IV-Empfängern "keinen angemessenen Lebensstandard". Als Abgeordneter sind Sie von uns gewählt, um die Interessen aller Bürger zu vertreten. Das ist das Privileg der repräsentativen Demokratie. Wir haben Ihnen unser Vertrauen gegeben!
Deshalb meine Fragen:

1. Wie ist es möglich, dass Sie Gesetzen zustimmen konnten, die ausschließlich einen Bruchteil der Bevölkerung begünstigt?

2. Die Regierung hat Beschlüsse gefasst, die dem Staat Milliarden Steuermindereinnahmen bescheren. Ich nenne hier nur die Stützungen der IKB und der Commerzbank. Die geheimen Absprachen zwischen Politik und Finanzwirtschaft wird von etlichen Seiten als "politische Korruption" bezeichnet. In beiden genannten Fällen lag genügend belastendes Beweismaterial für eine Strafanzeige vor. Geschehen ist nichts. Was haben Sie gegen diese Vorgänge unternommen? Was gedenken Sie zu tun, um die im GG geforderte Rechtsstaatlichkeit wieder herzustellen?

Milliarden Steuergelder werden in geheimen Abmachungen verscherbelt, ohne dass wir Bürger auch nur ansatzweise etwas überprüfen könnten. Und das Kontrollgremium PARLAMENT unternimmt nichts, um unsere Interessen wahrzunehmen.

Wenn das Parlament – die Abgeordneten – weiter unsere Interessen so extrem ignorieren, müssen wir Ihnen das Vertrauen entziehen. Sie verwirken die Legitimation, in unserem Namen zu handeln. Das werden wir in den Wahlkreisen thematisieren, um die bereits beschädigte demokratische Grundstruktur des GG wieder herzustellen, denn auf kommunaler Ebene wirken sich die fehlenden Gelder besonders verheerend aus.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Hermann Gröhe
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05.08.2011
Hermann Gröhe
Sehr geehrte Frau ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 14. Juli, die mich über das Internetportal www.abgeordnetenwatch.de erreicht hat.

Die Bundesrepublik Deutschland nimmt regelmäßig am internationalen Berichtsverfahren der Vereinten Nationen (UN) zur Sozialpolitik teil. Im Frühjahr 2011 hat die Bundesregierung einem Ausschuss der UN umfangreiche Informationen zu vielen schriftlichen Nachfragen zukommen lassen, die sich aus dem 5. Staatenbericht Deutschlands aus dem Jahr 2008 ergeben haben. Dabei hat die Bundesregierung verdeutlicht, dass die einzelnen im Sozialpakt der UN niedergelegten Rechte bei uns selbstverständlich in hohem Maße verwirklicht sind.

Die Bundesregierung unterstützt alle Maßnahmen der UN zur Überprüfung der weltweiten Umsetzung von Menschenrechten und misst diesen einen hohen Stellenwert bei. Die zuletzt seitens der UN geäußerte Kritik ist dabei aus meiner Sicht allerdings nicht in allen Punkten nachvollziehbar, teils mit veraltetem Zahlenmaterial erstellt worden und zudem leider nicht hinreichend durch wissenschaftliche Fakten belegt.

Nicht nachvollziehen kann ich zudem Ihre Kritik an der politischen Entscheidung, mehrere in ernsthafte Schwierigkeiten geratene Banken (z.B. IKB und Commerzbank) zu unterstützen: Diese und vergleichbare Entscheidungen wurden getroffen, um die Ersparnisse der Kundinnen und Kunden dieser Banken und die Kreditversorgung zu sichern.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Gröhe
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Frage zum Thema Wirtschaft
12.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Gröhe,

wie ich den Medien entnommen habe, will die Regierung die Leerverkäufe von Aktien verbieten.

Meine Frage:

Meines Erachtens gibt es noch andere Instrumente, wie z. B. Optionen, mit denen die gleichen Spekulationen wie mit Leerverkäufen möglich sind. Ist das Verbot der Leerverkäufe, was sicher sinnvoll ist, ausreichend, um die Spekulationswut einzudämmen?

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Hermann Gröhe
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26.08.2011
Hermann Gröhe
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage zum Verbot der so genannten Leerverkäufe von Aktien, die ich mit Interesse gelesen habe. In der Tat war das Verbot bzw. die Einschränkung der Leerverkäufe ein wichtiger Beitrag, um den weltweiten Finanzmarkt in Zukunft weitaus wirksamer als in den vorangegangenen Jahren regulieren zu können.

Dieses Verbot war aber nur einer unter zahlreichen weiteren Schritten auf dem Weg zu einem klaren, nachhaltigen Regelwerk für die Finanzbranche. Deshalb hat die unionsgeführte Bundesregierung in den vergangenen Jahren zahlreiche gesetzliche Maßnahmen umgesetzt, um Finanzkrisen zukünftig besser vermeiden zu können bzw. um besser auf etwaige Krisensituationen vorbereitet zu sein. Ich nenne eine verbesserte Aufsicht über Ratingagenturen und die Vermeidung von falschen Anreizen innerhalb der Vergütung bei Banken und Finanzdienstleistern als zwei der deutlichsten Beispiele, mit denen wir auf Fehlentwicklungen in der Finanzbranche reagiert haben. Gleiches gilt für die nachhaltige Stärkung der staatlichen Aufsicht (in Deutschland insbesondere der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)) über die private Finanzbranche: Auch dies war ein wichtiger Schritt insbesondere im Interesse eines verbesserten Verbraucherschutzes innerhalb der Finanzbranche.

Mit den genannten Maßnahmen ist unsere finanzpolitische Arbeit allerdings noch nicht abgeschlossen. Deshalb arbeiten wir derzeit intensiv an weiteren gesetzlichen Regelungen für eine verbesserte Finanzmarktregulierung. Eine wesentliche politische Aufgabe besteht dabei darin, dass die in Deutschland bereits verbesserte Finanzmarktaufsicht auch auf der europäischen bzw. der internationalen Ebene umgesetzt wird: Wir stehen noch immer vor finanzpolitischen Herausforderungen, um der Ihrerseits beklagten "Spekulationswut" Grenzen zu setzen, die nicht verletzt werden dürfen. Auch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene ist in diesem Zusammenhang ein ganz wichtiges Ziel, wie Angela Merkel und Nicolas Sarkozy jüngst noch einmal betont haben.


Mit freundlichen Grüßen
Hermann Gröhe
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
15.08.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Gröhe,

morgen wird Frau Dr. Merkel zu einem weiteren Euro-Rettungsgipfel nach Paris fahren.
Heute wurde in den Medien die Haltung der Bundesregierung veröffentlicht, einer Einführung von sog. Euro-Bonds nicht zuzustimmen, bzw. dass dieses Thema nicht Gegenstand dieses Gipfel ist.

Wie man es als deutscher Bürger in den letzten 12 Monaten leider Gottes öfter erleben musste, wird Frau Dr. Merkel wohl auch wieder Herrn Sarkozy nachgeben.

Ich würde gerne von Ihnen 2 Dinge wissen:

1.) Wann wird die Bundesregierung gemäß ihres Wahlauftrages endlich wieder die Interessen der deutschen Bürger vertreten?

2.) Auf dem Internetportal der Rheinischen Post haben Sie, Herr Gröhe, gesagt, daß Euro-Bonds "Gift" seien.
Falls vom Bundestag über Euro-Bonds abgestimmt werden muss, wie werden Sie sich verhalten? Stehen Sie zu ihrem Wort und stimmen mit Nein oder kommt dann doch der Fraktionszwang?

mit freundlichen Grüßen
H. (Ex-CDU-Wähler)


PS: Ich wünsche Ihnen ein schönes und sonniges Schützenfest! :-)
Antwort von Hermann Gröhe
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24.08.2011
Hermann Gröhe
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage vom 15. August, die ich mit Interesse gelesen habe. Gerne antworte ich auf Ihre beiden Fragen zur Zukunft der Eurozone.

Den engen Dialog, den insbesondere Frankreich und Deutschland bzw. Staatspräsident Sarkozy und Bundeskanzlerin Dr. Merkel über die Zukunft der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion miteinander führen, begrüße ich ausdrücklich. Den Euro zu stabilisieren, ist im Interesse der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes die wichtigste finanzpolitische Herausforderung der gegenwärtigen Zeit. Ein krisenfester Euro und eine gut funktionierende Wirtschafts- und Währungsunion sind auch und gerade für uns in Deutschland besonders wichtig. Die Stabilität unserer Währung ist ein hohes Gut. Deutschland ist die größte und im Wettbewerb erfolgreichste Volkswirtschaft Europas. Ein starker Euro und der europäische Binnenmarkt nützen uns, weil dies bei uns für wirtschaftliches Wachstum und Arbeitsplätze sorgt. Zudem hatte der Euro entscheidenden Anteil daran, dass wir die Finanz- und Wirtschaftskrise im weltweiten Vergleich gut bewältigen konnten. Mit unserer Politik dienen wir deutschen und europäischen Interessen.

In der Tat habe ich in der Rheinischen Post (15. August 2011, www.rp-online.de ) vor Eurobonds gewarnt und damit auch die Meinung der Führungsgremien unserer Partei wiedergegeben.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Gröhe
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Frage zum Thema Finanzen
21.09.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Gröhe,

in der "vorläufigen Arbeitsübersetzung" des Entwurfs zum ESM befindet sich eine Tabelle mit dem vorgesehenen Aufteilungsschlüssel der einzelnen Mitglieder des ESM.

Mit erstaunen muß ich feststellen, daß auch die Hellenische Republik, Spanien, Italien, Irland und Portugal dort mit einem Anteil von summiert etwa 36 Prozent der vorgesehenen 700 Mrd. Euro bürgen sollen. Dies entspricht ungefähr einer Summe von 288 Mrd. Euro.

Wenn ich zur Bank gehe, um einen Kredit zu beantragen, der Bankkaufmann mich nach einem Bürgen fragt und ich ihm dann einen offensichtlich bankrotten Bürgen benenne, wird mein Kredit wohl kaum gewährt werden.

Mit welcher Glaubwürdigkeit können also Ihrer Meinung nach Länder wie die Hellenische Republik und andere "Krisenstaaten" im ESM für sich selbst bürgen?

Nach Artikel 8 Absatz 2 des Entwurfs zum ESM sollen 80 Mrd. Euro als Startkapital in den ESM eingezahlt werden; der Anteil der Hellenischen Republik beträgt nach dem Aufteilungsschlüssel etwa 2,8 Prozent. Dies bedingt also eine reale Zahlung von 2,24 Mrd. Euro von der Hellenischen Republik an den ESM.

Wie soll Ihrer Meinung nach die Hellenische Republik diese Summe aufbringen, wenn schon die Auszahlung der Oktober-Gehälter für die Bediensteten des dortigen öffentlichen Dienstes nur durch eine Freigabe weiterer Mittel durch den EFSF gesichert werden kann?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Hermann Gröhe
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02.11.2011
Hermann Gröhe
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM), die ich mit großem Interesse gelesen habe. Gerne gehe ich auf die Ihrerseits angesprochenen Punkte ein.

Für einen wirksamen Einsatz des ESM sind nicht so sehr die Garantien einzelner Staaten von Bedeutung, sondern vielmehr der gesamte Aufbau dieses Instruments. Die Wirkung des ESM beruht vor allem auf dem dafür eingezahlten Kapital. Deshalb sind im Verhältnis zum Ausleihvolumen von rund 500 Milliarden Euro deutlich weniger Garantien erforderlich als bei der Europäischen Finanzstabilisierungs-Stabilität (EFSF), dem derzeit wirksamen "Euro-Rettungsschirm". Der ESM ist deutlich weniger abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Mitgliedsstaaten als die EFSF.

Natürlich wird auch Griechenland seinen Beitrag an den ESM leisten müssen, ebenso wie alle anderen Mitgliedstaaten, die den entsprechenden Vertrag unterzeichnet haben. Die Bareinzahlung wird für alle Staaten über fünf Jahre gestreckt sein. Dadurch sind die Belastungen des jeweiligen Staatshaushalts deutlich geringer. Es ist gleichwohl natürlich nicht vollständig auszuschließen, dass der Beitrag - je nach weiterer Entwicklung in Griechenland - zum Teil auch aus den Hilfskrediten der Europäischen Union bzw. des Internationalen Währungsfonds finanziert wird.

Abschließend empfehle ich Ihnen, sich einmal die Website eurorettungsschirm.cducsu.de anzusehen. Hier hat die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag alle aktuellen Fragen zur europäischen Finanzpolitik anschaulich erläutert. Unter eurorettungsschirm.cducsu.de wird die Wirkung des ESM erklärt.

Mit freundlichen Grüßen
Hermann Gröhe
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