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Sehr geehrter Herr Förster,
mit großer Verwunderung habe ich Ihre Aussage vom 01.02.12 zum Führungsverbot von Messern gelesen. Mir scheint, Sie kennen sich weder mit Messern noch mit dem aktuellen WaffG besonders gut aus.
Ihrer Ansicht nach "gibt es keinen Grund ein feststehendes Messer, außerhalb der Notwendigkeit zur Berufsausübung, in der Öffentlichkeit zu führen." Falls Sie den § 42a WaffG schon einmal gelesen haben, ist Ihnen vielleicht aufgefallen, dass der Gesetzgeber aber den Messerträger dazu "zwingt" genau das zu tun: Das Führen von modernen Taschenmessern ohne berechtigtes Interesse wurde verboten, während man feststehende Messer bis 12 cm Klingenlänge weiterhin – auch ohne einen Grund – in der Öffentlichkeit führen darf. Also muss man als friedlicher Bürger, der ein Messer als Werkzeug nutzen will, von Taschenmessern auf feststehende Messer umsteigen, wenn man keine OWI begehen will.
Warum sind Sie persönlich der Meinung, dass es (außer dem Beruf) keinen Grund zum Führen eines feststehenden Messers in der Öffentlichkeit gibt? Ist Ihnen bewusst, dass dann auch beim Picknick oder Brotzeit im Biergarten niemand mehr sein Brotzeit / Küchenmesser dabei haben dürfte? Welche besondere Gefahr geht Ihrer Ansicht nach von feststehenden Messern (z. B. im Vergleich zu Klappmessern) aus?
Die Einstellung, alles zu verbieten, was man persönlich nicht kennt / braucht, kenne ich bisher eher von der Partei "Die Grünen". Warum genau sind Sie in der Piratenpartei, die gegen eine unnötige Einschränkung der Bürger ist, wenn Sie persönlich z. B. im Bezug auf nützliche Gebrauchsmesser genau das Gegenteil fordern?
Ist Ihnen die AG Waffenrecht der Piratenpartei bekannt? Dort wird z. Zt. an einem Programm gearbeitet, in dem u. a. die Aufhebung des Messer-Trageverbots gefordert werden soll (
wiki.piratenpartei.de ). Sind Sie der Ansicht, dass ihre persönliche Einstellung zum Programm der Piratenpartei passt?
Mit freundlichen Grüßen
