Herbert Behrens (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Herbert Behrens
© Die LINKE
Geburtstag
30.05.1954
Berufliche Qualifikation
Gewerkschaftssekretär
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Osterholz-Scharmbeck
Wahlkreis
Osterholz - Verden
Ergebnis
8,5%
Landeslistenplatz
6, Niedersachsen
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Es gibt eine EU-Führerscheinrichtlinie, die bis Januar 2011 in nationales Recht umgesetzt werden muss. (...) Aus Gründen der Verkehrssicherheit sind wir dagegen und wollen die alte Regelung behalten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
05.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Behrens.

Als Gewerkschaftsmitglied verfolge ich die Aktivitäten der Linken im Bereich Arbeitnehmerrechte und Mitbestimmung – so bin ich auch auf den Betriebsrat der Abgeordnetenmitarbeiter gestoßen:

Nachdem Kollegen in der Fraktion DIE LINKE im Bundestag 5 Jahre für eine gemeinsame Interessenvertretung gekämpft hatten, wurde Anfang Juli 2011 ein büroübergreifender Betriebsrat für die Abgeordnetenmitarbeiter gewählt. Zuvor hatte die eigens gegründete Abgeordnetengemeinschaft, der rund 40 der insgesamt 75 Linken-Abgeordneten (MdB) angehören, mit ver.di einen Tarifvertrag abgeschlossen. Laut ver.di-Bundesvorstandsmitglied Meerkamp "komme diese Beschäftigtengruppe erstmals in den Genuss der institutionalisierten Mitbestimmung. Ich hoffe, dass die Abgeordneten der anderen Bundestagsfraktionen dem Beispiel der Linken folgen" (…).

Für die Partei DIE LINKE, die sich Arbeitnehmerrechte und Mitbestimmung auf die Fahnen geschrieben hat, müsste eine solche Interessenvertretung eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. So fordert die Fraktion DIE LINKE im Bundestag u.a. die "Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung: (…) Die Gründung von Betriebsräten in kleinen und mittelständischen Unternehmen wie in Filialbetrieben ist gesetzlich zu erleichtern. Mitbestimmungsfreie Zonen darf es nicht mehr geben."

Doch leider sind längst nicht alle MdBs der Linksfraktion auch Mitglied der Arbeitgebergemeinschaft. Deshalb 3 Frage an Sie:

Welchen Stellenwert hat für Sie als Mitglied der Linken die betriebliche Mitbestimmung allgemein und der Betriebsrat der MdB-Beschäftigten ganz konkret?

Sind Sie selbst Mitglied der Abgeordnetengemeinschaft? Falls nein, aus welchen Gründen?

Wenn Sie in den nächsten Bundestag gewählt und Mitglied der Linksfraktion werden, treten Sie dann in die Arbeitgebergemeinschaft ein und ermöglichen damit die Wahl eines gemeinsamen Betriebsrates der MdB-Mitarbeiter? (Antwort bitte mit Begründung)


Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Herbert Behrens
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15.04.2013
Herbert Behrens
Welchen Stellenwert hat für Sie als Mitglied der Linken die betriebliche Mitbestimmung allgemein und der Betriebsrat der MdB-Beschäftigten ganz konkret?

Der Betrieb darf keine demokratiefreie Zone sein. In diesem Sinne habe ich mich in meiner zwanzigjährigen Tätigkeit in der Produktion für eine aktive Betriebsratsarbeit eingesetzt. Aber die Rechte eines Betriebsrates sind eingeschränkt. Gewerkschaftliche Vertrauensleutearbeit ist für eine gute Betriebsratsarbeit unerlässlich. Darum habe ich auch später in meiner Arbeit als Gewerkschaftssekretär in den Betrieben bemüht. Betriebliche Interessenvertretung ist in jedem Betrieb möglich, in dem mehr als fünf ständig Beschäftigte arbeiten, von denen mindestens drei wählbar sind (§ 1 BetrVG). Fast jedes Abgeordnetenbüro hat diese Zahl der Beschäftigten. Darum war es immer möglich, in jedem Abgeordnetenbüro einen Betriebsrat zu wählen. Die Linksfraktion hat sich entschieden, einen Tarifvertrag mit ver.di abzuschließen, um für eine Abgeordnetengemeinschaft einen gemeinsamen Betriebsrat gründen zu können. Das führt konkret dazu, dass die Mitbestimmungsrechte insofern erweitert werden können, als dass die Angleichung der Arbeitsverhältnisse in den verschiedenen Büros verhandelt werden kann. Theoretisch wäre das auch möglich, wenn sich die Betriebsräte in den einzelnen MdB-Büros zusammen arbeiteten. Strukturierter geht es aber in einer gemeinsamen Interessenvertretung. Keine andere Fraktion im Bundestag sind diesen Weg gegangen. Einige fordern zwar die Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung in ihren Wahlprogrammen, aber …

Sind Sie selbst Mitglied der Abgeordnetengemeinschaft? Falls nein, aus welchen Gründen?

Ich bin seit der Gründung der Abgeordnetengemeinschaft dort Mitglied.

Wenn Sie in den nächsten Bundestag gewählt und Mitglied der Linksfraktion werden, treten Sie dann in die Arbeitgebergemeinschaft ein und ermöglichen damit die Wahl eines gemeinsamen Betriebsrates der MdB-Mitarbeiter? (Antwort bitte mit Begründung)

In der nächsten Legislaturperiode würde ich als Abgeordneter wieder einer Abgeordnetengemeinschaft beitreten. Dann muss aber nach den Erfahrungen, die wir jetzt gemacht haben, die Frage der Finanzierung der Betriebsratsarbeit in der Weise gelöst werden, dass die Kosten der Betriebsratsarbeit (Literatur, Seminare, Freistellungen von der Arbeit usw.) von der Bundestagsverwaltung übernommen werden. Der Ältestenrat des Bundestages hat von unserer Fraktion eine entsprechende Aufforderung bekommen, lösen wollte er die Frage bislang nicht.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
14.05.2013
Von:

Sehr geehrter Abgeordneter Behrens,

ich stelle Ihnen diese Frage, da sie in diesem FA als "nächster regionaler Nachbar" vertreten sind.

Was ist seitens des Bundestages oder der entscheidenden Fachgremien in nächster Zukunft angedacht, um die nicht enden wollenden Peinlichkeiten seitens der Telekom in puncto "Breitbandinternet für alle" zu beenden?

Es grenzt mittlerweile an eine grenzenlose Frechheit - beinahe schon Betrug, was die heutige Telekom als ehemaliger Monopolist sich gegenüber Kunden herausnimmt. Die T. führt sich immer noch wie ein Monopolist auf und hindert Kunden daran, die bezahlte Leistung wahrzunehmen, selbst die vertraglich garantierten Mindestleistungen werden dem Verbraucher verwehrt. Es ist dem Verbraucher dank dem früheren Monopol nicht einmal möglich, einen alternativen Anbieter auszusuchen, da die Telekom noch immer "den Daumen" auf den zu Monopolzeiten verlegten Netzen und Leitungen hat.

T. weigert sich schlichtweg, die Leitungen zu modernisieren, drosselt seit Jahren - nicht erst künftig - schon bis deutlich unterhalb der garantierten Mindestleistung, kassiert aber weiter die Standardgebühren für das jeweilige Tarifpaket. Als Landbewohner bin ich im Zweifel gezwungen, Verträge bei der T. abzuschließen, um wenigstens einwandfreien Service in Anspruch nehmen zu können - das einzige, was die T. den Mitbewerbern voraus hat. Wettbewerber sind dazu leider nicht in der Lage, verkaufen ihrerseits aber auch Tarife, die sie allerdings im Gegensatz zu T. nicht einhalten können. T. will einfach nicht und ist sich nicht zu schade, sich ständig mit ziemlich dümmlichen Ausreden und Rechtfertigungen zu entblöden.

Wie lang müssen wir als Verbraucher uns das noch gefallen lassen? Wann wird die T. endlich entmachtet und zu dem gemacht, was sie ist: nämlich zu einem Wettbewerber wie viele andere auch?

mit freundlichen, aber entnervten Grüßen,

A.

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