Heinz Paula (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Heinz Paula
Geburtstag
24.04.1951
Berufliche Qualifikation
Lehrer
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Augsburg
Wahlkreis
Augsburg-Stadt
Ergebnis
19,6%
Landeslistenplatz
7, Bayern
weitere Profile
Sie beziehen sich auf den Art. 146 des deutschen Grundgesetzes, der besagt: "Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist."

Sinn dieses Artikels im Grundgesetz war ursprünglich, die Möglichkeit der Schaffung einer neuen Verfassung nach Vollzug der deutschen Wiedervereinigung (auf die man ja hoffte) zu garantieren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Heinz Paula
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Arbeit
14.06.2013
Von:

Grüß Gott Herr Paula,
nach 10 Jahren in Bayern bin ich ja erfahren das Bayern anders als der Rest der Welt ist. Das Sie aber nun der Meinung sind das Hunde ins Parlament gehören schockiert mich. Ich könnte ja noch verstehen wenn Sie der Meinung sind das Esel ins Parlament gehören, bei den Auftritten der Parlamentarier wäre dies kein Wunder. Bitte teilen Sie mir doch einmal mit wie Sie auf Hunde ins Parlament kommen. Ich darf meinen Hund auch nicht mit ins Büro nehmen. Soll dies Aktion ein Scherz sein oder haben Sie und Ihre Kollegen/Kolleginnen im Bundestag keine wichtigere Themen. Ich könnte Ihnen einige Themen empfehlen
Antwort von Heinz Paula
bisher keineEmpfehlungen
17.06.2013
Heinz Paula
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail. Als Tierschutzbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Tierschutzvereins Augsburg möchte ich Ihnen gerne antworten.

Wir sind stolz darauf, dass es unter unserer Regierungsverantwortung gelungen ist, den Tierschutz im Grundgesetz zu verankern und werden dieses Prinzip auch auf die Einzelgesetzgebung anwenden. Zugleich geht die fraktionsübergreifende Aktion "Kollege Hund", auf die Sie sich beziehen, selbstverständlich keineswegs auf Kosten anderer Themen, wie mitunter suggeriert wird. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auch sehr gerne auf alle Forderungen und die Politik der SPD verweisen, die Sie unter www.spd.de einsehen können.

Darüber hinaus möchte ich richtigstellen, dass es nicht unsere Absicht ist, Heimtiere in den Plenarsaal zu bringen. Dies wurde so von einzelnen Abgeordneten der Regierungskoalition dargestellt, ohne sich mit der Thematik Heimtiere zu befassen. Dies zeigt aber umso mehr, wie sehr die Scheuklappen der CDU/CSU und FDP deren Sicht stark einschränken können.

Über 22 Millionen Heimtiere gibt es in Deutschland. In 13 Prozent der deutschen Haushalte leben Hunde. Zahlreiche Studien belegen positive Effekte auf den Menschen. So können Hunde allein durch ihre Anwesenheit Stress reduzieren. Sie fördern die Gesundheit und stärken die Konzentration. Insbesondere im pädagogischen Bereich nehmen Tiere einen hohen Stellenwert ein. Auch im Arbeitsalltag vieler Menschen sind Hunde nicht mehr wegzudenken. Sie verbessern das Arbeitsklima, fördern die Motivation und das Miteinander. Der Deutsche Bundestag ist auch Arbeitgeber für schätzungsweise über 6.000 Menschen mit Büroarbeitsplatz. "Kollege Hund" hat zum Ziel, die Bedeutung von Heimtieren im Arbeitsalltag zu fördern, auch im Deutschen Bundestag. Wir unterstützen dabei auch die gleichnamige Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes, bei der jährlich über 1.000 Unternehmen und Arbeitgeber teilnehmen, die Hunde im Arbeitsalltag zulassen.

Entgegen der mitunter übertriebenen öffentlichen Berichterstattung möchten wir nicht nur, dass die Hausordnung des Bundestages dahingehend geändert wird, dass auch Hunde in den Büros zulässig sind. Insbesondere möchten wir auf den Tierschutz aufmerksam machen. Angesichts der verheerenden Missstände in der Intensivtierhaltung oder den teilweise völlig überfüllten Tierheimen muss endlich etwas getan werden. Nachdem in der laufenden Wahlperiode jeder SPD-Antrag für mehr Tierschutz von der Regierungskoalition blockiert wurde, ist es mir ein besonderes Anliegen das öffentliche Bewusstsein für den Schutz unserer Mitgeschöpfe zu stärken.

Der Tierschutz nimmt in der SPD eine dem Auftrag des Grundgesetzes entsprechende Stellung ein. Denn gute Tierschutzpolitik geht einher mit guter Agrar-, Verbraucher, Arbeits- und Sozialpolitik und Umweltschutz. Davon zeugt nicht zuletzt die Vielzahl von Gesetzesanträgen und Vorschlägen auf Bundesebene, die vom Verbot der Eingriffe an Tieren (z. B. betäubungslose Ferkelkastration oder Enthornung von Rindern), Verbesserungen in der Intensivtierhaltung über ein Verbot von Wildtieren im Zirkus bis hin zum Verbot der Kleingruppenkäfigen bei Legehennen und des Schenkelbrands reichen, um nur einige zu nennen. Großen Wert haben wir dabei stets auf das gesellschaftliche Tierschutz-Engagement und das Fachwissen des Deutschen Tierschutzbunds gelegt. Doch kämpfen wir damit zugleich gegen die zwei Blockiererparteien CDU/CSU und FDP, die den Schutz unserer Mitgeschöpfe ständig hinter Einzelinteressen stellen.

Ich möchte Sie auch auf all unsere parlamentarischen Initiativen und die Tierschutzbemühungen in dieser Wahlperiode für mehr Tierschutz sowie eine Übersicht derselben verweisen (siehe www.heinzpaula.de ). Darüber hinaus hat die SPD unter reger Bürgerbeteiligung ein Regierungsprogramm (ab S. 90) www.spd.de beschlossen, in dem der Tierschutz Berücksichtigung findet. Bitte unterstützen Sie uns in diesem Ziel. Wir müssen uns heute die Frage stellen, wo es künftig hingehen soll. Wollen wir mehr oder weniger Tierschutz? Meine Meinung: Wir müssen uns endlich gemäß dem Auftrag des Grundgesetzes mehr um unsere Mitgeschöpfe kümmern. Artikel 20a "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Paula
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Integration
16.06.2013
Von:

Hallo Herr Paula

Ich las in der Neuen Osnabrücker Zeitung von Ihren Bemühungen einen Hund mit ins Parlament nehmen zu dürfen.

Da fiel mir auf, dass es ja noch gar keine Regelungen für das Mitbrigen von Tieren an den Arbeitsplatz gibt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ein sehr braver Hund in einem nicht von Kunden frequentiertem Büro niemanden stört, bzw. im Gegenteil sogar die Ruhe und Harmonie fördern kann.

Ich würde mich sehr freuen - auch wenn ich nicht aus Ihrem Wahlkreis bin - von Ihnen eine Meinung zu hören.

Vielleicht kann man ja irgend etwas in dem Sinn machen.

Ich habe nämlich auch einen Hund, wo ich immer Pronbleme bekomme, wenn ich zur Arbeit muss. Dabei wäre es sowohl vom Wesen des Hundes, als auch von der Arbeitsumgebung möglich ihn mitzunehmen. Ich weiß, dass bei 5 Millionen Hundebesitzern dieses Problem gar nicht so selten ist.

Einen schönen Sonntag noch

Gruß
Antwort von Heinz Paula
2Empfehlungen
17.06.2013
Heinz Paula
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail und Ihre Unterstützung. Sie reihen sich damit in die große Zahl von Tierfreunden ein, die zwar oftmals nicht laut aber dafür unermüdlich genug sind. Als Tierschutzbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion und Vorsitzender des Tierschutzvereins Augsburg möchte ich Ihnen gerne antworten.

Wir sind stolz darauf, dass es unter unserer Regierungsverantwortung gelungen ist, den Tierschutz im Grundgesetz zu verankern und werden dieses Prinzip auch auf die Einzelgesetzgebung anwenden. Zugleich geht die fraktionsübergreifende Aktion "Kollege Hund", auf die Sie sich beziehen, selbstverständlich keineswegs auf Kosten anderer Themen, wie mitunter suggeriert wird. In diesem Zusammenhang möchte ich Sie auch sehr gerne auf alle Forderungen und die Politik der SPD verweisen, die Sie unter www.spd.de einsehen können.

Darüber hinaus möchte ich richtigstellen, dass es nicht unsere Absicht ist, Heimtiere in den Plenarsaal zu bringen. Dies wurde so von einzelnen Abgeordneten der Regierungskoalition dargestellt, ohne sich mit der Thematik Heimtiere zu befassen. Dies zeigt aber umso mehr, wie sehr die Scheuklappen der CDU/CSU und FDP deren Sicht stark einschränken können.

Über 22 Millionen Heimtiere gibt es in Deutschland. In 13 Prozent der deutschen Haushalte leben Hunde. Zahlreiche Studien belegen positive Effekte auf den Menschen. So können Hunde allein durch ihre Anwesenheit Stress reduzieren. Sie fördern die Gesundheit und stärken die Konzentration. Insbesondere im pädagogischen Bereich nehmen Tiere einen hohen Stellenwert ein. Auch im Arbeitsalltag vieler Menschen sind Hunde nicht mehr wegzudenken. Sie verbessern das Arbeitsklima, fördern die Motivation und das Miteinander. Der Deutsche Bundestag ist auch Arbeitgeber für schätzungsweise über 6.000 Menschen mit Büroarbeitsplatz. "Kollege Hund" hat zum Ziel, die Bedeutung von Heimtieren im Arbeitsalltag zu fördern, auch im Deutschen Bundestag. Entgegen Ihrer Vermutung, ist laut Hausordnung des Deutschen Bundestages (§ 4) ist das Mitbringen von Tiere nicht zulässig. Wir unterstützen dabei auch die gleichnamige Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes, bei der jährlich über 1.000 Unternehmen und Arbeitgeber teilnehmen, die Hunde im Arbeitsalltag zulassen.

Entgegen der mitunter übertriebenen öffentlichen Berichterstattung möchten wir nicht nur, dass die Hausordnung des Bundestages dahingehend geändert wird, dass auch Hunde in den Büros zulässig sind. Insbesondere möchten wir auf den Tierschutz aufmerksam machen. Angesichts der verheerenden Missstände in der Intensivtierhaltung oder den teilweise völlig überfüllten Tierheimen muss endlich etwas getan werden. Nachdem in der laufenden Wahlperiode jeder SPD-Antrag für mehr Tierschutz von der Regierungskoalition blockiert wurde, ist es mir ein besonderes Anliegen das öffentliche Bewusstsein für den Schutz unserer Mitgeschöpfe zu stärken.

Der Tierschutz nimmt in der SPD eine dem Auftrag des Grundgesetzes entsprechende Stellung ein. Denn gute Tierschutzpolitik geht einher mit guter Agrar-, Verbraucher, Arbeits- und Sozialpolitik und Umweltschutz. Davon zeugt nicht zuletzt die Vielzahl von Gesetzesanträgen und Vorschlägen auf Bundesebene, die vom Verbot der Eingriffe an Tieren (z. B. betäubungslose Ferkelkastration oder Enthornung von Rindern), Verbesserungen in der Intensivtierhaltung über ein Verbot von Wildtieren im Zirkus bis hin zum Verbot der Kleingruppenkäfigen bei Legehennen und des Schenkelbrands reichen, um nur einige zu nennen. Großen Wert haben wir dabei stets auf das gesellschaftliche Tierschutz-Engagement und das Fachwissen des Deutschen Tierschutzbunds gelegt. Doch kämpfen wir damit zugleich gegen die zwei Blockiererparteien CDU/CSU und FDP, die den Schutz unserer Mitgeschöpfe ständig hinter Einzelinteressen stellen.

Ich möchte Sie auch auf all unsere parlamentarischen Initiativen und die Tierschutzbemühungen in dieser Wahlperiode für mehr Tierschutz sowie eine Übersicht derselben verweisen (siehe www.heinzpaula.de ). Darüber hinaus hat die SPD unter reger Bürgerbeteiligung ein Regierungsprogramm (ab S. 90) beschlossen, in dem der Tierschutz Berücksichtigung findet. Bitte unterstützen Sie uns in diesem Ziel. Wir müssen uns heute die Frage stellen, wo es künftig hingehen soll. Wollen wir mehr oder weniger Tierschutz? Meine Meinung: Wir müssen uns endlich gemäß dem Auftrag des Grundgesetzes mehr um unsere Mitgeschöpfe kümmern. Artikel 20a "Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung."

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Paula
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Heinz Paula
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:

Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Spamschutz - wie viel ist 11 + 4:
  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de einverstanden. Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.