Heinz Dabrock (FAMILIEN-PARTEI)
Kandidat Saarland 2012
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Heinz Dabrock
Jahrgang
1956
Berufliche Qualifikation
Studiendirektor
Ausgeübte Tätigkeit
Studiendirektor
Wohnort
St. Ingbert
Wahlkreis
Neunkirchen , Listenplatz 1
Landeslistenplatz
4
(...) 2. Das kostenfreie dritte Kindergartenjahr ist für mich eine unerlässliche Maßnahme zur Hebung der Chancengleichheit und zur Förderung der Integration. (...)
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
14.03.2012
Von:

Sie sind Studiendirektor. Ihr Motto "lebenslänglich für die Bildung". Sind Sie also der Ansicht, dass unser Bildungswesen, in dem Sie selbst mitarbeiten (?), so schlecht ist? Was müsste sich Ihrer Meinung nach ändern? Im Wahlprogramm Ihrer Partei sind Sie aber eher für den Status Quo?
Antwort von Heinz Dabrock
2Empfehlungen
15.03.2012
Heinz Dabrock
Sehr geehrter Herr ,

lebenslänglich für die Bildung ist natürlich ein Wortspiel, das Sie sofort erfasst haben.
Das Erfordenis lebenslanger Bildung und ein (Gerichts)Urteil über Bildung werden miteinander vermischt.

Im Kern soll damit ausgedrückt werden, dass sich in der Bildung einiges ändern muss hin zu mehr Chancengleichheit und Nachhaltigkeit. Ich unterscheide dabei ganz klar das formale Bildungssystem und die inhaltliche Ausgestaltung. Die Beibehaltung des "status quo" im Wahlprogramm bezieht sich auf den ersteren Aspekt, eingeschränkt auf die Schule. Eine Bildungsreform braucht meiner Einschätzung nach etwa 10 Jahre, bis sie bei allen Beteiligten angekommen ist und sich fundierte Routinen und Selbsteinschätzungen auf breiter Ebene gebildet haben.

Formal wurde seit/mit der Einführung von G8 sehr viel Reformhektik betrieben. Die jeweiligen Änderungen (z.B. bei den Stundentafeln, der Lehrpläne oder bei der Gestaltung der Abschlussprüfungen) hatten oft nicht Gelegenheit, auf ihre wirkliche Bewährung in der Praxis hin ausprobiert zu werden bzw. sich zu festigen, da stand bereits wieder die nächste Reform ins Haus. Und aktuell wurde die Einführung der Gemeinschaftsschule beschlossen. Diese REform muss dann aber für längere Zeit genügen. Man kann die Lehrer, Eltern und Schüler nicht fortwährend verunsichern - es muss Planungssicherheit hergestellt werden, damit sich inhaltliches Engagement und Innovation mittelfristig bewähren kann.

Nun zum Inhaltlichen. Mit der bundesweiten Einführung der Bildungsstandards und der Ausrichtung auf Kompetenzen ist ein zukunftsfähiger Weg eingeschlagen. Auf Lehrerseite herrscht vielfach Verunsicherung, wie die neue Ausrichtung mit den tradierten Wegen in Einklang zu bringen ist. Hier engagiere ich mich beruflich im Fortbildugnsprojekt KOSINUS. Eine weitere "Baustelle" im schulischen Bereich ist das Fördern von Schülern. Vielerorst wird hier schulintern nur die Förderung schwacher Schüler betrieben, viel seltener auch die Förderung der Besten. Und als Instrument wird häufig das Einbinden in zusätzliche Lerngruppen außerhalb des regulären Unterrichts gewählt. Hier muss das Ziel eine stärkere und qualitativ hochwertige Binnendifferenzierung sein. Um die einzelnen Lehrer/innen nicht über zu belasten, muss in der Schule höherem Maße auf Teamarbeit bzw. auf arbeitsteiliges Arbeiten in den Fachkollegien hinorganisiert werden.

Und schließlich ein Wort zur Ausstattung der Schulen. Moderne Medien sind kein Allheilmittel, aber sie müssen in weitaus höherem Umfang in den Klassenräumen verfügbar werden. Aber auch hier besteht in der Lehrerschaft ein hoher Fortbildungsbedarf, diese Medien auch mit Mehrwert für die Schüler/innen einzusetzen. Über Klassengrößen muss differenzeirt nach Alter und Schulform nachgedacht werden. Hier bietet die demographische Entwicklung einige Chancen, birgt aber auch Risiken.

Fazit: Die Familien-Partei will nicht weiter am formalen Rahmen rumexperimentieren (der soll zur Ruhe kommen), sie will die im schulischen Kontext handelnden Personen und die unterrichtlichen Rahmenbedingungen ins Zentrum ihres politischen Handelns stellen.

Anbei noch eine kleine Stellungnahme, die ich für die Homepage hrrp://www.familien-partei-saarland.de verfasst hatte. Dort finden Sie Hinweise über meine Position zur "Bildung", soweit sie nicht die Schule betrifft. Hinsichtlich der Studienbedingungen finden Sie anbei eine Datei betreffend die Wahlprüfsteine des ASTA der Universität des Saarlandes.


Herzlichen Gruß und vielen Dank für Ihr inhaltliches Interesse.

Heinz Dabrock
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Frage zum Thema Energieversorgung
19.03.2012
Von:

Herr Dabrock,

Ihre Familien-Partei hat sich im Wahlkampf die Energie Wende auf die Fahnen geschrieben. Man will mit weniger Energie auskommen und möglichst viel Energie im Land selber erzeugen.
Welche Maßnahmen wollen Sie konkret durchführen, um Ihre Ziele zu erreichen?

Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Heinz Dabrock
2Empfehlungen
20.03.2012
Heinz Dabrock
Guten Tag, Herr ,

folgende Maßnahmen sind angedacht:

  • bei anstehenden Renovierungen an der Außenhülle auch energetisch dämmen
(günstige Kreditprogramme auflegen, auch für ältere Kreditnehmer)
  • Anlegen von Energieeffizienzkatastern öffentlicher Gebäude
  • Erforschung und Bewerbung von Passivhausstandards
  • dezentrale Blockheizwerke und Blockheizkraftwerke
(Kraft-Wärme-Kopplung)für die "Anliegerversorgung"
  • Nahwärmeschienen statt Einzelanlagen
  • Solarthermie bei Warmwasserbedarf fördern
  • geologische Erkundung von für Geothermie geeigneten Standorten
  • Wärmepumpen in Wohngebäuden fördern
  • Bürgerbeteiligungen an regionalen Windparks gesetzlich stützen
  • Biogasanlagen an landwirtschaftliche Betriebe ankoppeln
  • Solarkataster mit Investorenpools zusammenbringen
  • preiswettbewerbsfähiger ÖPNV
  • abschließbare Radfahrboxen an allen Bahnhöfen und Mitfahrparkplätzen

Für weitere Anregungen sind wir offen. Gerne setzen wir uns mit Ihren Vorschlägen auseinander.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Dabrock, Spitzenkandidat der Familien-Partei im Landtagswahlkreis
Neunkirchen
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
21.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dabrock,

ich habe mehrere Fragen an Sie und freue mich, wenn Sie sich noch bis zum Wochenende die Zeit nehmen könnten, diese zu beantworten. Sicherlich ist dies auch für viele andere Wähler interessant.

1. Wie stehen Sie persönlich dazu, innerhalb der Woche die Ladenöffnungszeiten zu verlängern? Ich möchte sicher keine amerikanischen Verhältnisse, in denen der Einzelhandel nie zur Ruhe kommt, aber gerade für mich als Berufstätige wird es neben dem Gang zu Ämtern doch häufig stressig, bis 20 Uhr alle Einkäufe erledigt haben zu müssen.

2. Befürworten Sie ein kostenfreies letztes Kindergartenjahr?

3. In Hamburg ist eine geminsame Schulzeit aller Kinder bis zur sechsten Klasse ja durch einen Volksentscheid verhindert worden. Wie sehen Sie die Chancen für eine solche Lösung im Saarland? Würde hiermit nicht mehr Chancengleichheit ermöglicht?

4. Was ist Ihre Meinung zum erneut angestrebten Verbot der NPD?

5. Und, wie sähe eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes aus?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Heinz Dabrock
1Empfehlung
24.03.2012
Heinz Dabrock
Sehr geehrte Frau ,

gerne beantworte ich Ihre Fragen:

1. Wenn sich alle an die 10 Stunden gesetzliche Arbeitszeit halten, gibt es im Zeitfenster zwischen 7.00 Uhr und 20.00 Uhr ausreichend Gelegenheit zum Einkauf. Allenfalls anfreunden könnte ich mich mit einem "langen Einkaufsabend am Donnerstag" bis 22.00 Uhr.
Ich sehe nicht nur im Einzelhandel umfassenden Umorganisationsbedarf der Arbeitszeiten, damit diese familientauglicher werden.

2. Das kostenfreie dritte Kindergartenjahr ist für mich eine unerlässliche Maßnahme zur Hebung der Chancengleichheit und zur Förderung der Integration.

3. Bereits heute driften die vierten Grundschulklassen in ihren internen Leistungsunterschieden gewaltig auseinander. Das Problem stellt sich somit nicht in der Frage der äußeren Organisation von Unterricht, sondern in wirklich tauglichen schulinternen Förder- und Unterrichtskonzepten, die auch entsprechend zusatzpersonalisiert werden müssen. Wir haben in Deutschland das Kernproblem sozial bedingter Bildungsausgrenzung oder Bildungserschwerung - so groß wie in keinem anderen Land Westeuropas!

4. Ob die NPD verboten ist oder nicht wird den rechtsradikalen Kräften weder helfen noch sie unterstützen.
Und ohne Wähler erhält eine NPD auch keine Wahlkampfunterstützung. Die Frage ist doch: Wer wählt NPD und warum? Unsere Jugend braucht Perspektiven und Bildung! Gut gebildete Menschen durchschauen die Kurzschlussargumentationen der rechten Szene. Und ganz wichtig: In Deutschland soll niemand mehr Angst vor brauner Bedrohung haben.

5. Ein hoher Spitzensteuersatz mit tausend Schlupflöchern nützt niemandem etwas. Geld verdienen muss sich lohnen. Rangegangen werden muss an Vermögen (Wiedereinführung der Vermögenssteuer) und an (spekualtive)Geldtransaktionen

(Transaktionssteuer). Geld muss im Umlauf bleiben und dabei einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen.

Ich hoffe, hiermit ausreichend auf Ihre Fragen eingegangen zu sein. Weitere
Details finden Sie auf www.familien-partei-saarland.de


Mit freundlichen Grüßen

Heinz Dabrock
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Frage zum Thema Finanzpolitik
21.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dabrock,

werden heute Schulden gemacht, dann müssen diese unsere Kinder zahlen.
Wie stehen Sie und die Familien-Partei dazu?

Falls die 5%-Hürde im Sarrland fällt, wird in Zukunft mindestens ein Abgeordneter der Familien-Partei im Landtag für die saarländischen Familien sitzen .Damit würden die Stimmen für dei Familien-Partei nicht unter den Tisch fallen.

Was wollen Sie gegen die Schulden im Saarland unternehmen?

Herzliche Grüße
K.
Antwort von Heinz Dabrock
1Empfehlung
24.03.2012
Heinz Dabrock
Sehr geehrter Herr ,

zunächst müssen die Schulden raus aus der allgemeinen Haushaltsrechnung, damit dort Gelder, die bislang für Tilgung und Schuldenzinzen aufgebrachte werden müssen, neue Gestaltungsspielräume eröffnen. Raus aus der allegemeinen Haushaltsrechnung bedeutet für die Familien-Partei ein Schuldenfonds, der aus einer gesonderten Vermögensabgabe bedient wird. Diese Vermögen wurden während der Zeit der Staatsverschuldung aufgebaut, wogegen der Staat unterfinanziert war - also eine Altlast im Handeln. Die während dieser Zeit aufgehäuften Vermögen betragen übrigens ein Vielfaches der heutigen Staatsschulden.
Nach Auslagerung der Schulden aus dem Haushalt:
  • grundsätzlich Verbot der Neuverschuldung
  • ausgeglichene Haushalte
  • Verschlankung des Regierungsapparates
  • Neuregelung der Altersversorgung der Minister und der Landtagsabgeordneten
  • Erwirtschaftung des Werteverzehrs an Infrastruktur (Abschreibungen zum Wiederbeschaffungswert in Rücklagen stellen)
  • Investitionen auf Kredit nur in Verbindung mit einer aus dieser
Investition sachbezogenen Einnahmestelle

Weitere Maßnahmen im Detail finden Sie auf unserer Haomepage
www.familien-partei-saarland.de .

Gerne nehme ich auch Ihre Vorschläge in unsere parteilichen Überlegungen mit auf.

Herzlichen Gruß

Heinz Dabrock, Kandidat der Landesliste und Spitzenkandidat im
Landtagswahlkreis Neunkirchen
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