Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Jahrgang
1942
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Wahlkreis
Wiesbaden
Landeslistenplatz
1, Hessen
weitere Profile
Ich danke Ihnen für Ihre Anfrage zum schiitischen Frauengesetz in Afghanistan. Auch ich war entsetzt, als ich von der Verabschiedung des Gesetzes erfahren habe. Ich habe daraufhin sofort reagiert und mit allen Gerbern zusammen die afghanische Regierung aufgefordert, dieses Gesetz niemals in Kraft treten zu lassen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
nicht beteiligt
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
JA
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
NEIN
28.11.2008
Haushalt 2009
nicht beteiligt
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
nicht beteiligt
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
JA
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
nicht beteiligt
14.12.2007
Postmindestlohn
nicht beteiligt
16.11.2007
Diätenerhöhung
nicht beteiligt
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
nicht beteiligt
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
nicht beteiligt
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
nicht beteiligt
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
nicht beteiligt
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
nicht beteiligt
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
nicht beteiligt
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Heidemarie Wieczorek-Zeul
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Integration
10.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

mit dem Thema Integration und Zuwanderung ist ein Thema angesprochen, dem offensichtlich in zweierlei Hinsicht eine gestiegene Bedeutung zuzukommen scheint:

(1.) im Hinblick auf die Problematik der Integration der Immigranten und deren Kinder in die Aufnahmegesellschaft, ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand und der Partizipation am öffentlichen Leben.

(2.) Im Hinblick auf die "demographische Schieflage", welche aus volkswirtschaftlicher Sicht Zuwanderung nahelegt.

Dem Integrationsplan zufolge ist die SPD vorrangig um Bildungs- und Arbeitsmarktpartizipation von Migranten bemüht. Damit beschreitet die SPD den Weg der Integration über Partizipation und setzt auf die bildenden Instanzen als vermittelnde Institutionen. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen ist sicherlich unumstritten, ebenso aber ihre Effektivität [...] - und dies v. a. auch im Hinblick auf die bestehenden Arbeitsmarktrestriktionen.

Die Frage lautet nun: wie soll eine auf Partizipation ausgerichtete Integrationspolitik funktionieren, wenn die Kapazität des Arbeitsmarktes dem Gesamtvolumen an Humankapital nicht entspricht? Dem volkswirtschaftlichen Interesse an Zuwanderung stehen auf der anderen Seite gesellschaftliche und individualbiographische Folgekosten auf Seite der Immigranten entgegen, welche eine Rechnung nach "Bruttoregistertonnen", bzw. privaten Gewinnen und SteuerEinnahmen anderseits als durchaus unbegabt erscheinen lassen.

M. a. W.: Welchen Kurs verfolgt die SPD im Hinblick auf die Problematik "Intergration vs. Immigration", also die offensichtliche Behinderung der Integrationsbeühungen durch volkswirtschaftliche Interessen? Und wie lässt sich dies wiederum auch mit Arbeitnehmerinteressen vereinbaren? Und wie rechtfertigen sich kostenintensive Interventionsprogramme, die letzten Endes nichts als Verschiebungen in den Relationen, nicht aber ein mehr an Teilhabe verwirklichen können?

Mit freundlichen Grüßen

H.
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
1Empfehlung
25.08.2009
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Email zum Thema Integration und Zuwanderung, ich möchte Ihnen darauf gerne antworten.

Integration ist zunächst einmal, so steht es auch im Regierungsprogramm der SPD, eine zentrale Aufgabe für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Dies gilt für alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens: in der Kultur, in der Bildung sowie im Erwerbsleben. Für uns ist klar, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und wir eine Kultur der Anerkennung brauchen, die die kulturelle Vielfalt nicht leugnet, sondern kulturelle Unterschiede als Möglichkeit neuer Gemeinsamkeit begreift.

Unsere Antworten in der Integrationspolitik sind vielfältig: wir wollen den Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft erleichtern, mehr Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen und die Vereinfachung der Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland erleichtern. Dies ist besonders wichtig, da viele Einwanderer zwar sehr gut ausgebildet sind, sie jedoch hier nicht arbeiten können, da ihre Ausbildung in Deutschland nicht anerkannt wird. Wir wollen eine größere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland erreichen – und dies ist für alle Menschen, die hier leben, wünschenswert.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Heidemarie Wieczorek-Zeul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Internationales
27.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Wieczorek-Zeul,

im Anschluß an Ihre aufschlußreiche Antwort auf Herrn Zolls Frage möchte ich gerne mit einer weitergehenden Frage nachhaken.
Zunächst finde ich finde es tröstlich, daß die vierzig männlichen Todesopfer der diesjährigen Beschneidungssaison in Südafrika nicht in ihrer sexuellen Selbstbestimmung beeinträchtigt sind, und es nunmehr bestimmt nicht werden. Auch den Angehörigen, vor allem den Eltern dieser Kinder, wird dies sicherlich über ihre Trauer hinweghelfen und zudem den Männerrechtlern gewaltig Wind aus den Segeln nehmen. Ich sehe, Sie haben erkannt, worauf es im Leben eines Mannes wirklich ankommt.

Sie erwähnen am Ende auch, daß solchen Menschen Hilfe zukommen muß, was ich sehr nett finde. Da ich mir nicht vorstellen kann, daß ein nicht mal zehnjähriger Junge wirklich imstande ist, sein Recht auf Anzeige wegen Körperverletzung in Anspruch zu nehmen (insbesondere, wenn dieser Junge tot ist), möchte ich Sie nun Fragen:

Für welche Hilfe für männliche Beschneidungsopfer werden Sie sich sich konkret einsetzen, die über das bloße Recht auf eine Anzeige wegen Körperverletzung hinausgeht?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
2Empfehlungen
28.09.2009
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrter Herr ,

das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist die Selbstverpflichtung eingegangen, die gesamte entwicklungspolitische Arbeit systematisch an menschenrechtlichen Standards und Prinzipien zu orientieren (Menschenrechtsansatz).

Menschenrechtspolitik ist ein Schlüsselbeitrag zur Bekämpfung von Armut und Diskriminierung. Denn das Recht auf körperliche Unversehrtheit und ein höchstmögliches Maß an Gesundheit gehört ebenso zur Verwirklichung der Menschenrechte, wie der Zugang zu angemessener Nahrung und sauberem Trinkwasser, das Recht auf Bildung oder das Recht auf Vereinigungsfreiheit, das zivilgesellschaftliche Beteiligung stärkt.

In den Partnerländern setzt sich das BMZ daher im politischen Dialog und in konkreten Programmen für die Umsetzung der Menschenrechte ein. Auch die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NROs), die wir finanziell unterstützen, leistet einen wichtigen Beitrag in diesem Bereich. Südafrika ist in einen solchen Politikdialog eingebunden. Darüber hinaus wird auch ein gemeinsamer europäisch-südafrikanischer Menschenrechtsdialog geführt.

Ziel des Menschenrechtsansatzes ist die Schaffung institutioneller und zivilgesellschaftlicher Strukturen, die die Achtung der Menschenrechte garantieren und überwachen und die es jedem Menschen, dessen Rechte verletzt wurden, ermöglichen, medizinische, psychologische und juristische Hilfe zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre

Heidemarie Wieczorek-Zeul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
31.08.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

der Vorschlag des SPD-Kanzlerkandidaten Steinmeier, Ulrich Folgart als "Agrarexperten" in sein Kompetenzteam aufzunehmen, ist ob dessen Ansichten zu genmanipuliertem Ackerbau und Massenhaltung von Masttieren mit dem Verbraucherschutz nicht zu vereinbaren.
Was haben Sie getan, den Kanzlerkanditdaten Steinmeier zu einem Umdenken und Austausch des "Agrarexperten" zu bewegen?
Sollte es bei dieser Personalie bleiben, werden Sie meine Erststimme bei der Bundestagswahl entgegen meiner bisherigen und bei mindestens der letzten zwei Wahlen geübten Gepflogenheit nicht bekommen.
Meine Zweitstimme erhält sowieso die Partei Bündnis 90 - DIE GRÜNEN.

Freundliche Grüße


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Inneres und Justiz
01.09.2009
Von:

Guten Tag,

ich bin einer von vielen Pokerinteressierten in unserem Land. Leider ist es so, dass das Pokerspiel hierzulande einen immer noch anrüchigen Status hat. Poker ist lt. Definition ein Spiel "dessen Ausgang überwiegend vom Zufall abhängt".

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Wissenschaftlichen Untersuchungen, welche genau das Genegteil belegen oder zumindest mit dem Attribut "überwiegend" aufräumen.
Daher steht die Forderung Poker zu einem Geschicklichkeitsspiel zu deklarieren aus. Ähnlich wie Schach oder Backgammon. Ich weiß nicht ob Sie selber Poker spielen oder jemanden kennen der das tut. Wenn dem so ist so wissen Sie, dass beim Poker langsfristig die Spieler gewinnen, welche das Spiel beherrschen. Es gibt, auch in Deutschland Spieler, welche professionell Poker spielen um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Das kann man nicht mit einem auf reinen Zufall basierten Konzept (z.B. Roulette).
Leider wird der Pokersport durch die unklare Gesetzeslage in die Illegalität gedrängt. Millionen von pokerbegeisterten Spielern in Deutschland machen sich also, streng genommen, strafbar wenn Sie im Freundeskreis Poker spielen. Auf Grund der Gesetztesgebung trauen sich auch viele Pokerveranstallter nicht, Turniere zu veranstallten da sie der behördlichen Willkür ausgesetzt sind.

Meine Frage nun: Setzen Sie oder Ihre Partei sich dafür ein, dass Poker nicht mehr den Status Glücksspiel erhält?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Heidemarie Wieczorek-Zeul
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.