Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Heidemarie Wieczorek-Zeul
© spdfraktion.de
Geburtstag
21.11.1942
Berufliche Qualifikation
Lehrerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Wiesbaden
Wahlkreis
Wiesbaden
Ergebnis
32,6%
Landeslistenplatz
1, Hessen
weitere Profile
(...) Abgesehen davon, dass ein solches Bürgergeld entweder klar unter ALG II-Sätzen liegen würde oder aber aus Steuermitteln nicht finanzierbar wäre, würden damit Anreize zu eigener Anstrengung zunichte gemacht. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Heidemarie Wieczorek-Zeul
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Wirtschaft
28.01.2010
Von:

Wann gedenken Sie den unsinnigen Kammerzwang ( IHK ) abzuschaffen. ?????

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
09.06.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Wieczorek-Zeul,

Wäre jetzt nicht genau der richtige Zeitpunkt für das Bürgergeld 50+ ??? und so Milliarden von Euros bei den Kommunalen Arbeitsvermittlungen einzusparen??? Herr Althaus hat das Thema Bürgergeld in die Öffentlichkeit gebracht.
Ich bin über 50 Jahre alt und nehme z. Zt an einer "Maßnahme" teil.
Da bekommen Leute Geld dafür, dass sie mir sagen, wie ich im Internet nach offenen Stellen suchen muss. Bin ich zu dumm dazu?
Falls ich eine Stelle bekommen sollte, kassieren diese Leute "Kopfgeld". Dafür, dass ich mich beworben habe?  
Haben Sie sich schon mal mit Harz IV-Empfängern über ihre Erfahrungen mit den Leistungsabteilungen unterhalten? Ich glaube nicht!
Die vielen tausende Gerichtsurteile gegen die Entscheidungen der Leistungsabteilungen sind doch Zeugnis genug für deren Arbeitsweise.
Bürgergeld für Jüngere halte ich für unklug. Es könnte sich eine gewisse Trägheit bzw. Arbeitsunlust entwickeln.
Aber für alle über 50, die auf dem Arbeitsmarkt so gut wie keine Chance mehr haben, würde das Bürgergeld 50+ dem Staat helfen Milliarden einzusparen.
Wie gesagt - jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, endlich mal ganze Sachen zu machen anstelle von Geflicke.

Mit freundlichen Grüßen
L.
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
bisher keineEmpfehlungen
17.06.2010
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben sich mit dem Vorschlag an mich gewandt, ein "Bürgergeld 50+" einzuführen. Offenbar sind Ihre Erfahrungen mit der örtlichen Betreuung Arbeitsuchender nicht befriedigend, wenn Sie in dieser Hinsicht konkrete Beschwerden haben, können Sie sich gerne über mein Wahlkreisbüro an mich wenden. Ich glaube aber nicht, dass Sie daraus den Schluss ziehen sollten, über 50-Jährige sollten im Falle von Arbeitslosigkeit zu Empfängern eines Bürgergeldes - oder "bedingungslosen Grundeinkommens" - gemacht werden. Denn: was auf den ersten Blick vielleicht als bestechend einfache Lösung vieler Probleme erscheinen mag, ist in Wirklichkeit ein Programm zur Entwertung von Leistung und Arbeit. Abgesehen davon, dass ein solches Bürgergeld entweder klar unter ALG II-Sätzen liegen würde oder aber aus Steuermitteln nicht finanzierbar wäre, würden damit Anreize zu eigener Anstrengung zunichte gemacht. Ich halte diesen Vorschlag für nicht sozial, auch weil nach allen diesen Modellen das Geld unterschiedslos an jedermann gezahlt werden würde, verbunden mit einer "Flat Tax", die unterschiedslos von Arm und Reich bezahlt werden müsste. Ein solidarisches Gemeinwesen lebt aber davon, dass alle Menschen entsprechend ihren Fähigkeiten teilhaben und beitragen - die Starken mehr, die Schwachen weniger. Woran es mangelt, ist die angemessene Wertschätzung der Leistungen, die Menschen im sogenannten Niedriglohnsektor erbringen. Dagegen hilft aber nur die Einführung flächendeckender gesetzlicher Mindestlöhne, kein Bürgergeld, das Arbeit und Leistung völlig entwertet.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Heidemarie Wieczorek-Zeul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.06.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Wieczorek-Zeul,

es freut mich sehr, dass Sie sich offensichtlich mit der Idee des bedingungslosen Grundeinkommens befassen. Gleich vorweg muss ich aber feststellen, dass Sie die Frage nach der Gerechtigkeit des bedingungslosen Grundeinkommens doch differenzierter betrachten sollten. Daher frage ich Sie, warum messen wir die Gerechtigkeit heute an dem, was jemand an Transferleistungen bekommt? Warum messen wir nicht die Gerechtigkeit an der Stelle, wo es jemand ausgibt? Wenn Sie sich ernsthaft auf dieses Gedankenspiel einlassen, werden Sie feststellen, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen weder gerecht noch ungerecht ist. Das bedingungslose Grundeinkommen sorgt einfach nur dafür, dass der Mensch unabhängig von seinen sonstigen Einkünften seine Grundbedürfnisse befriedigen kann, um dann für die Gesellschaft oder aber für sich arbeiten zu können. Dieser Gerechtigkeitslogik folgt heute schon die Auszahlung des Kindergeldes. Dies bekommt nämlich schon heute jeder, ob arm oder reich.

Finden Sie also nicht, dass wir über Gerechtigkeitslogiken diskutieren sollten?

Mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 10 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Wirtschaft
13.10.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Wieczorek-Zeul,

ich bin nicht beim Hochtiefkonzern beschäftigt und stehe auch in keinerlei sonstiger Verbindung mit dem Unternehmen. Gleichwohl beunruhigt mich die geplante Übernahme von Hochtief durch den spanischen Baukonzern ACS sehr.

Die Sorgen der Beschäftigten um ihren Arbeitsplatz erscheinen mir nachvollziehbar, zumal Übernahmen in dieser Größenordnung immer von "Restrukturierungen" und "Synergiemaßnahmen" begleitet sind.

Was mich besonders irritiert, sind die Hintergründe (wie in der Zeit vom 26.09.10 klar dargelegt ( www.zeit.de ):

ACS ist vor allem durch die in großem Maße von Deutschland geleisteten EU-Transferzahlungen an Spanien groß geworden (zwischen 1999 und 2008 allein aus der sogenannten Kohäsionsförderung 70,4 Milliarden Euro).

ACS hat enorm von der protektionistischen Abschottung des spanischen Marktes profitiert, die natürlich zu Lasten ausländischer Konkurrenz, z.B. von Hochtief, ging.

ACS ist im Gegensatz zu Hochtief hoch verschuldet.

Ich bin mir sicher, dass die Politik hier viele Möglichkeiten zur Intervention hat und das das im Interesse Deutschlands und insbesondere der Hochtiefangestellten auch geboten wäre.

Ich vermute, dass die große Mehrheit der Bürger kein Verständnis dafür hat, dass einem hoch verschuldeten Unternehmen, dass zumindest mittelbar mit deutschen Steuergeldern enorm wachsen konnte und dessen Heimatmarkt zu Lasten auch der deutschen Wirtschaft abgeschottet war, eine Übernahme eines wichtigen deutschen Unternehmens ohne Intervention gestattet werden soll.

Die Zeit drängt. Was gedenkt Ihre Partei zu tun?

Mit freundlichen Grüßen

G.
Antwort von Heidemarie Wieczorek-Zeul
bisher keineEmpfehlungen
22.10.2010
Heidemarie Wieczorek-Zeul
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Email, die mich über abgeordnetenwatch.de erreicht hat. Ich ärgere mich genauso wie Sie über die drohende Übernahme des Hochtief-Konzerns durch den spanischen Baukonzern ACS. Am wichtigsten ist es jetzt, konkrete Vorschläge zu machen, um die Übernahme doch noch abzuwenden. Die SPD wird den anderen Fraktionen im Bundestag eine Novelle des Übernahmerechts vorschlagen, die einen fairen Wettbewerb ermöglichen soll. Wir sind mit Hochtief im Gespräch, vor allem auch mit den Beschäftigten. Ich denke es ist wichtig, dass das Unternehmen Unterstützung erfährt, nicht nur durch die Politik, sondern auch durch die Bevölkerung. Schwarz-gelb scheint ja nach wie vor keine Notwendigkeit darin zu sehen, Hochtief zu unterstützen. Hier erwarte ich mir deutlich mehr Aktivität der Bundesregierung. Insofern kann ich Sie nur ermuntern, entsprechende Aufrufe an die Vertreter dieser Bundesregierung zu senden.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Heidemarie Wieczorek-Zeul
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Internationales
26.10.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Wiezoreck-Zeul,

1)in der chinesischen Volkszeitung befürchtet Milligan-Whyte, daß die Finanzkrise nicht vorbei ist und die USA sich quasi"entschulden" und den Dollar als internationaler Reservewährung in den Abgrund stürzen könnten.
( english.people.com.cn ) Seine "New School of American-Chinese Partnership" schlägt daher vor, daß die USA und China einen Neubeginn machen sollen.
Die USA solltenihre Außenpolitik sinisieren und sich entsprechend Deng Xiaoping und den 5 Prinzipen der Friedlichen Koexistenz ausrichten.Ökonomisch indem die USA ihre Billionen von Auslandsschulden an China in reale Werte transformieren (equity swap), d.h.daß die US-Regierung sich aktiv chinesischen Investitionen öffnet und gemeinsame sinoamerikanische global ventures gründet, die die materielle Basis für eine neue Art G-2 bilden sollen.Als Vorbild sollte eine chinesische Automobilfirma in Europa 45% an General Motors erhalten und Global Motors gründen. Ähnliches wird für andere US-Unternehmen, Banken und Ölunternehmen vorgeschlagen.Desweiteren sollten die USA und China ein Militärbündnis eingehen.Inwieweit sehen sie diesen Vorschlag als realistisch und wäre für Europa nicht ähnliches denkbar? Wie schätzen sie die Gefahr ein, daß die USA und China gemeinsam gegen den Rest der Welt vorgehen könnten (vgl.SZ: Joschka Fischer)?

2) China hat erstmals mit der Türkei Luftmanöver "Anatolian Eagle" abgehalten. In dem Forum der Volkszeitung
( www.peopleforum.cn ) wird dies als "desaster for NATO" goutiert.Rücken China, Türkei und Iran näher zusammen? Bleibt die Shanghai Cooperation Organization eine regionale, zentralasiatische Organisation oder ist sie auf dem Weg, eine Anti-NATO zu werden? Chinas Seidenstraßenstratgei hat nun über Zentralasien auch die Türkei, Iran und Griechenland (Kauf des Hafens von Pireäus)erreicht. Wie kann man die Türkei überhaupt noch an die EU und die NATO binden, wo doch schon chinesische Kampfflugzeuge über dem Bosporus kreisen und Rußland der Türkei Atomtechnologie liefert (Atomwaffen)?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Heidemarie Wieczorek-Zeul
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.