Hans Josef Fell (GRÜNE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Hans Josef Fell
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Gymnasiallehrer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Bad Kissingen
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Bayern
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(...) Die grüne Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein hat mittlerweile einen Antrag eingebracht, der dieser Frage sowie weiteren Fragen zu den Bränden in Brunsbüttel und Krümmel nachgeht. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
19.09.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Fell,

vielen Dank für Ihr Engagement für den Klimaschutz, die Ausarbeitung des EEG und die Mitarbeit am Thema Kraftwärmekopplung.

Meine Frage:
Wie kann es sein, daß die Grünen vor 2 Wochen die Umweltpolitik des Bundesregierung loben, wenn Sie in Ihrem Newsletter doch nachvollziehbar schreiben, daß das ganze Klimaschutzprogramm eine Nullnummer ist?
Warum wird hier eine wirksame Möglichkeit vertan, die Öffentlichkeit über die meiner Meinung nach betrügerischen Absichten unserer - meiner Meinung nach durch Geld beinflussten - Kanzlerin zu unterrichten?
Haben die Grünen schon einen zweiten lebenswerten Planeten entdeckt? Was kostet ein Familienticket dorthin?

Mit ökologischen Grüßen aus dem CO2-neutralen Mauenheim

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Frage zum Thema Umwelt
06.10.2007
Von:

sehr geehrter herr fell ,

nachdem ich auf der IAA vergeblich nach einem elektroauto gesucht habe , möchte ich Sie fragen , warum sich die grünen nicht dafür einsetzen , dass man sich auch bei uns schadstofffrei fortbewegen kann. in den usa werden derartige autos hergestellt und den käufern an vielen tankstellen die möglichkeit geboten, sonnenstrom zu tanken.

freundliche grüße
Antwort von Hans Josef Fell
16Empfehlungen
09.10.2007
Hans Josef Fell
Schade, dass sie auf der IAA nicht den Stand der grünen Bundesfraktion gefunden haben. Dort haben wir einen umgebauten Tyota Prius vorgestellt, der vergrößerte Lithium Batterien und einen Steckdosenanschluss bekam. Damit kann dieser Prius mit 1,7 Liter Sprit auf 100 km fahren und in den Städten vollkommen emissionfrei.

Ebenfalls vorgestellt haben wir auf der IAA das Green Car Paper der grünen Bundestagsfraktion, wo wir unter anderem eine Million Elektroautos bis zum Jahre 2020 fordern. Übrigens fahre ich persönlich schon seit über 10 Jahren ein Elektromobil mit Solarstrom und demonstriere damit die Möglichkeit der emissionsfreien Mobilität. Fahren Sie auch schon ein emissionsfreies Auto?

Gerne Lade ich Sie auf meine Homepage ein, dort können sie meine Aktivitäten der letzten Jahre für die Elektromobilität nachvollziehen. Sie finden dort auch das Green Car Paper.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Josef Fell MdB
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Frage zum Thema Umwelt
29.01.2008
Von:

guten tag, herr fell.

ich habe eine frage bzgl der kosten von akws.

der bau eines akws soll 4-5mrd € kosten.
gibt es auch schätzungen, wie teuer der rückbau eines akws wird?
bzw welche kosten für die endlagerung (abgesehn davon, dass es in deutschland noch kein endlager gibt) geschätzt werden?

ich finde leider keine genauen schätzungen diesbezüglich.

viele grüße,
patrick lahm
Antwort von Hans Josef Fell
12Empfehlungen
30.01.2008
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr ,

das hängt natürlich auch von dem Atomkraftwerk und dessen Größe ab. In der Schweiz rechnet man damit, dass die Entsorgung der 5 Schweizer Atomkraftwerke 11,9 Mrd. Schweizer Franken bzw.7,4 Milliarden Euro kosten wird - siehe Anhang. Im Schnitt macht das dann rund 1,5 Mrd. Euro je Atomkraftwerk. Neuere Atomkraftwerke sind meist größere als ältere, was höhere Entsorgungskosten mit sich bringen dürfte.

Viele Grüße
i.A.
Carsten Pfeiffer
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Frage zum Thema Wirtschaft
21.02.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Fell.
Der Ölpreis geht in 2008 ´natürlich´ auf die 150 $/b zu - und nicht auf die 60-80 $/b, wie von den meisten deutschen Volkswirtschaftlern naiverweise angenommen.
Zudem ist in Energiefachkreisen seit ca. 2005 kein Geheimnis mehr, dass auch auf dem Gas-, Kohle- und Uransektor schon bis 2012 akute physische Engpässe und damit ebenfalls Preisexplosionen ganz konkret zu erwarten sind.
Wann endlich machen wenigstens die Grünen den Anfang und fordern nach schwedischem Vorbild die gesellschaftliche Ausrichtung auf 100 % Erneuerbare bis 2020 bzw 2030?
Wenn erst 80 % der Gesellschaft durch die atomar-fossilen Verknappungspreise zunehmend verarmen, wird es zu spät für alle sein.
MfG, R.
Antwort von Hans Josef Fell
10Empfehlungen
22.02.2008
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr


Sie sprechen mir aus dem Herzen. Seit Jahren warne ich davor, dass das Erdöl verknappen wird. Hierzu habe ich sogar ein Buch geschrieben "Chance Energiekrise", in der vor der Erdölverknappung und den Folgen für unsere Gesellschaft gewarnt wird, sowie Auswege aufgezeigt werden. Zu dem Thema habe ich auch viele Pressemitteilungen geschrieben - eine erst wieder Anfang der Woche, in der ich darauf hinwies, dass die OPEC bereits Probleme beim Aufrechthalten der Erdölförderung hat (siehe: www.hans-josef-fell.de) Am 16. September 2005 hatte ich übrigens eine Pressemitteilung zu der schwedischen Initiative geschrieben, die Sie vollkommen zu recht ansprechen. Im Folgenden führe ich die damalige Pressemitteilung auf:

"Deutsch-schwedische Initiative zum Ausstieg aus fossilen Energien

Zu der Initiative Schwedens, bis 2020 die Abhängigkeit von fossilen Energien zu beenden, erklären Claudia Roth und Hans-Josef Fell:

Schwedens Premierminister Persson will bis 2020 aus fossilen Energien aussteigen und auf Erneuerbare Energien umsteigen. Deutschland sollte nach der Bundestagswahl gemeinsam mit Schweden eine gemeinsame Initiative ergreifen, ähnlich ambitionierte Ziele ansteuern und andere Länder dazu auffordern, sich anzuschließen.

Der Initiative könnten neben Deutschland und Schweden u. a. Frankreich und Spanien beitreten, die in den letzten Tagen ebenfalls neue Maßnahmen für Erneuerbare Energien ankündigten. So hatte Frankreichs Ministerpräsident Villepin kürzlich erklärt, dass das Erdölzeitalter vorbei ist und die Erneuerbaren Energien ausgebaut werden müssen und Spanien hatte seine Ausbauziele für Erneuerbare Energien angesichts der Erdölkrise deutlich aufgestockt.

Deutschland wird weltweit als Vorreiter bei Erneuerbaren Energien anerkannt und bewundert. Jetzt heißt es vorn bleiben, die nationalen Ausbauziele für Erneuerbare Energien deutlich aufstocken und Energiebündnisse für die Zukunft schmieden, anstatt wie Frau Merkel und Herr Westerwelle auf Atomenergie zu setzen.

Wir müssen die Maßnahmen für Erneuerbare Energien nochmals deutlich ausbauen, damit statt mit Erdöl- und Erdgas mit der Sonne, Bioenergie und Erdwärme geheizt wird. Wir müssen den Ausstieg aus dem Erdöl fördern, anstatt den umgekehrten Weg der CDU/CSU zu gehen. Die Union will den Spritpreis subventionieren und zur Gegenfinanzierung die Förderung für Erneuerbare Energien reduzieren.

Im Verkehr brauchen wir Hybridfahrzeuge, die ihren Öko-Strom aus der Steckdose und ihren Treibstoff von den Äckern beziehen. Staat und Automobilindustrie müssen ihre Anstrengungen deutlich ausbauen."


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Josef Fell MdB
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Frage zum Thema Umwelt
16.03.2008
Von:

Guten Tag Herr Fell

Ich betreibe mit 3 anderen Landwirten zusammen eine Biogasanlage seit Dezember 2006. Wir heizen mit unserer Anlage eine Schule sowie ein Freibad und eine Bücherei.
Wir sind also ähnlich wie in Jühnde Pioniere im Bereich der sinnvollen Wärmenutzung.
Die Wärmeleitung zu unseren Wärmekunden haben wir komplett selbst finanziert.
Im Gesetzesentwurf zum neuen EEG wird vorgeschlagen den KWK Bonus von zwei auf drei Cent für Neuanlagen anzuheben. Es ist für uns unverständlich warum wir als sogenannte Altanlage nicht den erhöhten KWK Bonus erhalten.????
Wie sehen hierzu die aktuellen Planungen aus???
Aufgrund der extrem gestiegenen Rohstoffkosten würde uns und der gesamten Branche die geplante Erhöhung des NAWARO -Bonus helfen. Wie sehen hierzu die Planungen aus????

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antworten.
Antwort von Hans Josef Fell
7Empfehlungen
18.03.2008
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr ,

da der Gesetzentwurf nicht von uns stammt, können wir ihn auch nur interpretieren. Dass die Erhöhung des KWK-Bonus nur für Neuanlagen gelten soll, hat vermutlich den Hintergrund, dass die Bundesregierung damit Anreize für den Bau von neuen Biogasanlagen setzen will. Bei Altanlagen würde eine höhere KWK-Vergütung nur dazu führen, dass die EEG-Kosten für den Stromkunden stiegen, ohne dass deswegen zusätzlich EEG-Strom erzeugt würde.

Ob dies aber im parlamentarischen Verfahren haltbar sein wird, ist fraglich, da dann Neuanlagenbetreiber einen Wettbewerbsvorteile gegenüber den Betreibern von Altanlagen hätten.

Dieses Problem tritt bei der Erhöhung des NaWaRo-Bonus nicht auf, da hier der Regierungsentwurf nicht zwischen Neu- und Altanlagen unterscheidet. Dies lässt sich damit sehr gut begründen, dass sowohl die Neu- als auch die Altanlagen von der erhöhten Beschaffungskosten betroffen sind. Eine Unterscheidung wäre folglich hier nicht begründbar gewesen. Die genauen Details der Regelung können Sie im Gesetzentwurf einsehen. Ich möchte anregen, dass Sie sich auch die Begründung anschauen, da hier die meisten Fragen beantwortet werden. Den Text finden Sie u.a. unter www.erneuerbare-energien.de

Mit freundlichen Grüßen
Carsten Pfeiffer
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