Hans Josef Fell (GRÜNE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Hans Josef Fell
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Gymnasiallehrer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Bad Kissingen
Landeslistenplatz
2, über Liste eingezogen, Bayern
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(...) Vorab: Ziel des Gesetzes zur Regelung des Schutzes vor nichtionisierender Strahlung ist es, eine Grundlage für nötige Veränderungen im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) zu schaffen. Die tatsächliche Umsetzung wird dann auf Verordnungsebene stattfinden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
24.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Fell,

in der letzten Zeit, ist es erstaunlich ruhig geworden. Ja, es macht sogar den Anschein, als wenn die Sache mit dem Klimawandel zu den Akten gelegt wurde.
Oder liegt es an der kalten Jahreszeit? Wenn es kalt ist, kann man keine Ängste bzgl. Erderwärmung schüren?
Aber die Forschung geht weiter und neue Erkenntnisse werden gesammelt.

www.theaustralian.news.com.au

Die Kernaussaget:
Das antarktische Meereis wächst seit 1970 um 100.000 Quadratkilometer pro Dekade. Diese Daten ermittelte die British Antarctic Survey. Bohrungen im Meereis ergaben noch im letzten Jahr, daß die Eisschicht dicker war als in den letzten 10 Jahren.

Können wir nun wieder aufatmen? Oder handelt es sich hierbei um einen Irrtum einer nicht anerkannten Institution?

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Hans Josef Fell
2Empfehlungen
19.06.2009
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr ,

ich muss Ihnen energisch widersprechen. Der Klimawandel ist keineswegs zu den Akten gelegt. Von einer Zunahme des antarktischen Eises wurde in der Vergangenheit immer wieder berichtet. Dies ist jedoch nicht als Beweis gegen den Klimawandel ins Feld geführt worden. Auch in dem von Ihnen angeführten Artikel wird dieser Zusammenhang nicht hergestellt. Es heißt dort "zunehmendes Eis in der Antarktis selbst ist kein Beweis dafür, dass die globale Erwärmung nicht stattfindet". Wir können keinesfalls "aufatmen". Im Gegenteil: Beinahe wöchentlich erreichen uns neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft, dass der Klimawandel schneller voranschreitet als bislang angenommen. So liegen die derzeitig gemessenen Durchschnittstemperaturen am oberen Rand des ungünstigsten Szenarios, das vom Weltklimarat IPCC in seiner Projektion von 2007 angenommen hatte. Wir müssen jetzt entschieden handeln und massiv gegensteuern. Auch Sie können z.B. durch den Umstieg auf Ökostrom, die Anschaffung energieeffizientester Geräte oder die Nutzung des ÖPNV Angebotes einen ganz persönlichen Beitrag gegen die Erderwärmung leisten.


Mit freundlichem Gruß

Hans-Josef Fell MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
11.05.2009
Von:

Sehr geehrter Hr.Fell

ich Scheibe sie als meinem Abgeordneten an, es geht um das Painballverbot.
könnten sie mir darlegen wie sie dazu stehen?

Mit feundlichen Grüßen
Antwort von Hans Josef Fell
4Empfehlungen
19.05.2009
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr ,

die Sportart Paintball ist das Bauernopfer der mangelhaften Waffenrechtsreform der großen Koalition. Nur weil sich die Koalition nicht auf substantielle und wirklich wirksame Reformen einigen konnte und von der Waffenlobby extrem unter Druck gesetzt wurde, musste das symbolische Verbot von Paintball her. Es ist ein Zeichen der Orientierungslosigkeit der großen Koalition, dass sie das Schießen mit Farbkugeln verbietet, aber das schießen mit scharfen Feuerwaffen weiterhin erlaubt.

Weitere Information finden Sie unter:
www.gruene-bundestag.de

Freundlicher Gruß

Hans-Josef Fell MdB
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Frage zum Thema Finanzen
18.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hans Josef Fell,
was halten Sie von Herrn Werner Götz, Ex dm- chef, seinen Gedanken über einen Grundbetrag für alle Deutschen Bürger?
Halten Sie einen solchen Wandel für denkbar, oder ist die Idee für die Mottenkiste?

Mit freundlichen Grüßen
rudolf metz
Antwort von Hans Josef Fell
3Empfehlungen
19.05.2009
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr ,

gesellschaftliche und soziale Ausgrenzung sind keine Randerscheinungen. Formen sozialer Ausgrenzung und die Sorge vor Ausgrenzung sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Kritik an der Angemessenheit und Leistungsfähigkeit unseres Sozialstaates geht damit einher. In diesem Zusammenhang gewinnt die Debatte über ein bedingungsloses Grundeinkommen ständig an Bedeutung.

Wir nehmen diese Vorschläge sehr ernst. Unseres Erachtens ist aber Skepsis angebracht, wenn damit geworben wird, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen eine globale Alternative zum bestehenden Sozialstaat sein könnte. Die meisten sozialstaatlichen Institutionen werden (auf lange Sicht) nicht entbehrlich. Die Rentenversicherung kann nicht über Nacht abgeschafft werden, über viele Jahrzehnte wären erworbene Ansprüche zu bedienen. Auf die Krankenversicherung, Pflegeversicherung oder auch die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen kann gar nicht verzichtet werden. Da viele Bürgerinnen und Bürger arbeiten _wollen_ wird unseres Erachtens auch Arbeitsmarktpolitik nicht entbehrlich. Ganz zu schweigen davon, dass Bildungseinrichtungen verbessert und ausgebaut werden müssen und nicht abgebaut werden können.

Wir werden uns also auch in Zukunft darüber zu unterhalten haben, wie viel Geld wir für diese Aufgaben ausgeben wollen und wie Bildung oder auch der Schutz bei Pflegebedürftigkeit am besten gewährleistet werden können.

Selbst die Befürworterinnen und Befürworter eines Grundeinkommens räumen ein, dass ein bundeseinheitliches Grundeinkommen nicht überzeugend wäre. Die sehr unterschiedlichen Wohnkosten müssten mithin berücksichtigt werden (über eine Regionalisierung oder über das Wohngeld). Auch räumen sie ein, dass die Bedarfe der Antragstellerinnen und Antragsteller nicht über einen Kamm geschoren werden können. Besondere Bedarfe wären rechtlich also zu decken.

Selbstbestimmung und Solidarität bilden die normative Grundlage in einer Gesellschaft, in welcher der Wunsch nach sozialem Zusammenhalt fester Bestandteil des Selbstverständnisses ist. Zusammenhalt wird nur dann erhalten, wenn sich die Gesellschaft auf Prioritäten einigt. Eine solche Priorität ist aus grüner Sicht die Parteinahme für die Schwächsten. Dazu gehört, dass sozialstaatliche Leistungen die Befähigung der Menschen zum Ziel haben müssen, ein Leben in eigener Regie zu führen. Dauerhafte Alimentierung widerspricht diesem Ziel.

Freundlicher Gruß

Hans-Josef Fell MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.05.2009
Von:
Jan

Sehr geehrter Herr Fell,

mit Sorge beobachte ich und meine Familie aktuell die Diskussion zum geplanten Gesetz zu Internetsperren (oder wie es mir ehr vorkommt zum geplannten Start der Internetzensur in Deutschland).

Vorab möchte ich aber noch betonen, das ich in keinster Weise für einen freien Zugriff auf Kinderpornographie im Internet bin. Dies wird von vielen Leuten leider nicht verstanden, wie man gegen Sperren und gegn KiPo im Internet sein kann. Vom Niveau mancher Beitrage gar nicht zu reden.

Für mich ist diese Art von geplanter Zensurinfrastruktur in keinster Weise mit unseren Grundgesetz vereinbar (Artikel 5 (1). Viel mehr bin ich der Meinung das die Gesetze, soweit ich sie kenne. Völlig ausreichend sind um solches Materiel im Internet zu verfolgen und die Abschaltung der Server zu veranlassen. Das Internet ist für mich kein Rechtfreier Raum wie es so mancher behauptet.

Sehr gerne würde ich erfahren wie Sie zu diesen Thema stehen und welche Quellen Sie primär nutzen um sich über dieses Thema zu Informieren.

Ich freue mich auf ihre Antwort.

Vielen Dank und Freundlcih Grüße

Jan
Antwort von Hans Josef Fell
6Empfehlungen
28.05.2009
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail.
Selbstverständlich sind auch wir Grüne gegen Kinderpornografie im Internet. Es handelt sich um schwere Verbrechen, die die Opfer durch die Bilder im Internet auch noch Jahre danach verfolgen. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung scheint uns aber nicht der richtige Weg zu sein. Denn die vorgesehene Sperrung einzelner Seiten macht den Zugang nur etwas schwerer. Wer an Kinderpornografie interessiert ist, kann die Sperren leicht umgehen.
Das wichtigste Ziel bleibt aus unserer Sicht die Entfernung derartiger Angebote sowie die Verfolgung der Server-Betreiber. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, auch hier gilt das Strafrecht.
Das Internet ist aber auch kein bürgerrechtsfreier Raum. Es darf nicht sein, dass das Bundeskriminalamt ohne jede richterliche Kontrolle entscheiden kann, welche Seiten auf die Sperrliste gesetzt werden. Zum Schutz der Bürgerrechte muss das Sammeln persönlicher Daten am sogenannten Stopp-Schild unterbleiben. Statt gezielt Anbieter von Kinderpornografie zu verfolgen, besteht die Gefahr, dass die zufällig auf den Seiten Gelandeten zu Verdächtigen werden.
Wir sind dafür, die Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie effektiv und konsequent zu verfolgen. Aber nicht durch Symbolpolitik.

Mit freundlichen Grüßen,

Hans-Josef Fell MdB
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Frage zum Thema Umwelt
27.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Fell,

Greenpeace hat heute in Kooperation mit Desertec eine Studie zu den Potentialen von Strom aus Solarkraftwerken in Wüstenregionen (CSP - Concentrated Solar Power) veröffentlicht: tinyurl.com

Aus der Studie geht hervor, dass bei einer konsequenten Förderung dieser Technologie durch die Bundesregierung und der Aufnahme von multilateralen Gesprächen zwischen der EU und den Staaten der MENA-Region (Nahost und Nordafrika) bezüglich dem Bau solcher Kraftwerke und dem benötigten Stromverbundnetz, im Jahr 2050 bis zu einem Viertel des weltweiten Strombedarfs mittels dieser Technologie gedeckt werden kann.

Von Ihnen als energiepolitischem Sprecher der Grünen wüsste ich gerne:

1. Wie stehen die Grünen zu dem vorgestellten Konzept?

2. Wieso findet sich im Bundestagswahlprogramm ihrer Partei, welches auf der BDK beschlossen wurde, kein Vermerk zu diesem Konzept, obwohl es schon länger bekannt ist und selbst die FDP dessen Umsetzung in ihrem Bundestagswahlprogramm fordert?

3. Wird ihre Partei Druck auf die Bundesregierung ausüben, dass Thema "Wüstenstrom" auf die Tagesordnungen des G8-Gipfels und der Vorkonferenzen zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen zu setzen?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Hans Josef Fell
2Empfehlungen
02.06.2009
Hans Josef Fell
Sehr geehrter Herr ,

ich selbst habe den Gründungsprozess von DESERTEC unterstützt. Die Grünen haben seit Jahren als erste Partei in verschiedenen Beschlüssen die Umsetzung gefordert. Zusammen mit dem Berichterstatter im EU-Parlament für die Richtlinie Erneuerbare Energien, Claude Turmes (Grüne), gelang es, diese grüne Parteiposition auch in europäische Beschlüsse umzusetzen. Ich persönlich habe eine parlamentarische Initiative mit allen Fraktionen im deutschen Bundestag zur Umsetzung in nationales Recht gestartet. Dazu habe ich bereits konkrete Vorschläge für eine Gesetzesentwicklung entworfen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Grüne Partei nutzt also alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um DESERTEC umzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Josef Fell, MdB
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