Hans-Joachim Fuchtel (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Hans-Joachim Fuchtel
© DBT/CDU/CSU-Fraktion
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, selbst. Rechtsanwalt
Wahlkreis
Calw
Landeslistenplatz
keinen, Baden-Württemberg
weitere Profile
(...) Persönlich hoffe ich, dass das Bundesverfassungsgericht den Lissabon-Vertrag billigt, dass das irische Volk doch noch zustimmt und dass der tschechische Präsident seine Unterschrift nicht verweigert. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Hans-Joachim Fuchtel
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Umwelt
06.07.2009
Von:

Lieber Herr Fuchtel,


welche Zukunft hat Kernenergie in Deutschland unter einer unionsgeführten Regierung ?

Bitte differenzieren Sie nach drei Konstellationen nach dem 27.9.:

Schwarz-Rot
Schwarz-Gelb
Schwarz-Grün

Wie sieht das Endlagerungskonzept der Union aus, nachdem der Schacht Asse sich als hochproblematisch erweist, dies schon nach 30 Jahren seit Inbetriebnahme ?

Es grüßt Sie und Ihr Team herzlich

Antwort von Hans-Joachim Fuchtel
1Empfehlung
22.09.2009
Hans-Joachim Fuchtel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 6.07.2009 zum Thema Zukunft der Kernenergie.

Eine Abschaltung der Atomkraftwerke unter einer unionsgeführten Regierung wird es unabhängig von der zukünftigen Regierungskonstellation nicht geben.

Die Kernenergie ist ein vorerst unverzichtbarer Teil in einem ausgewogenen Energiemix. Wir verstehen den Beitrag der Kernenergie zur Stromversorgung als Brückentechnologie, weil heute klimafreundliche und kostengünstige Alternativen noch nicht in ausreichendem Maße verfügbar sind. Daher streben wir eine Laufzeitverlängerung der sicheren deutschen Anlagen an. Einen Neubau von Kernkraftwerken lehnen wir jedoch ab!

Der größte Teil des zusätzlich generierten Gewinns aus der Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke soll nach einer verbindlichen Vereinbarung mit den Energieversorgungsunternehmen zur Forschung im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien sowie zur Senkung der Strompreise genutzt werden.

Ein wichtiger Punkt, der mit einer verantwortungsvollen Nutzung von Kernenergie in Zusammenhang steht und auf keinen Fall vergessen werden darf, ist die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle. CDU und CSU wollen eine sofortige Aufhebung des Moratoriums zur Erkundung des Standortes Gorleben, um so schnell wie möglich die Zwischenlager an den Kraftwerken auflösen zu können.

Es ist eine Frage der nationalen Verantwortung und der Generationengerechtigkeit, die sichere Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle zügig anzugehen – und zwar unabhängig davon, ob man für oder gegen die Stromerzeugung aus Kernkraft plädiert. Im Zusammenhang mit den Lagerstätten muss alles getan werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. Für uns als Union ist klar: es ist die Verantwortung der Politik, eine Lösung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle zu finden

Mit freundlichem Gruß
Hans-Joachim Fuchtel, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
08.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Fuchtel,

ich möchte Sie um Stellungnahme zu zwei Fragen bitten:

1.
die Altersvorsorge ist keine Erfindung von Herr Riester sondern wesentlich länger bekannt. Eine der Formen waren die sogenannten Direktversicherungen. Komplette Leistungen aus diesen Lebensversicherungen (Beiträge+Gewinne) werden ab 2004 (wohl als einzige Sparform) mit vollen Beiträgern zur gesetzlichen Krankenversicherung bestrafft. Die betroffenen müssen (oft zum zweiten Mal) fürs Geld, das sie vor Jahrzehnten verdient haben und zu den dazugehörigen Gewinnen, nun komplette Arbeitnehmer- und Arbeitgeberteile sowie Beiträge zur Pflegeversicherung (die zum Zeitpunkt des Geldverdienstes noch gar nicht existiert hat) zahlen, auch wenn sie die Arbeit verloren haben und völlig privat diesen Sparvertrag übernommen haben.
Halten Sie das für Gerecht?
Haben Sie etwas dagegen unternommen?
Unternehmen Sie etwas dagegen?

PS. Privatversicherten sind davon natürlich nicht betroffen.

2.
Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung sind eine der Stellschrauben für Sozialausgleich. Die ein bischen besser verdienenden müssen solidarisch mehr als die wenig oder nichts verdienende zahlen.
Warum sind eigentlich die viel besser verdienenden Privatversicherten (siehe Beitragsbemessungsgrenze) von der Solidarität ausgenommen?
Unternehmen Sie etwas dagegen?

Bei beiden Fragen stellt sich eine Zusatzfrage:
Warum wird die Mitte der Geselschaft platt gemacht?

Bisher habe ich Sie gewählt ohne etwas zu fragen.

Mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales
19.09.2009
Von:

Es wird immer (zu Recht) über Bonuszahlung der Manager, auch bei totalem Versagen, geschimpft, warum werden Politiker, die ja ebenfalls daran beteiligt sind, die Karre immer tiefer in den Dreck zu ziehen, nicht auch zur Verantwortung gezogen ?
Antwort von Hans-Joachim Fuchtel
bisher keineEmpfehlungen
22.09.2009
Hans-Joachim Fuchtel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 19.09.2009 zum Thema Verantwortung von Politikern.

Vorab muss ich zu Ihrer Anfrage sagen, dass ein Vergleich von Politikern mit Managern, so wie Sie ihn vornehmen, nicht möglich ist, denn wir Politiker erhalten keine Bonuszahlungen, sondern lediglich unsere Diäten.

Die Finanzmarktkrise ist die bisher wohl größte wirtschaftliche und politische Herausforderung. Sie hat im Regulierungssystem Lücken offenbart. Selten zuvor musste die Politik so schnell agieren und reagieren wie bei der gegenwärtigen dramatischen Entwicklung auf den Finanzmärkten.

Es gab bisher mehrere Diskussionen über die Handhabung der Manager-Boni (z. B., die variablen Vergütungsbestandteile an der nachhaltigen Unternehmensentwicklung auszurichten und die Regelung zur nachträglichen Herabsetzung von Vorstandsvergütungen als Soll-Vorschrift zu fassen). Leider konnte diesbezüglich bisher noch keine Einigung erzielt werden.

Nun zur Verantwortung von Politikern.

Nach Artikel 38 unseres Grundgesetzes sind Abgeordnete des Bundestages nicht an Aufträge und Weisungen gebunden, sondern nur ihrem Gewissen unterworfen. Diese Regelung ist wichtig, denn nur so können wir Abgeordnete unsere Aufgabe als Vertreter des Volkes richtig und uneingeschränkt ausführen.

Das heißt aber nicht, dass wir nicht für das einstehen müssen, was wir zu verantworten haben. Wir als Abgeordnete sind unserem Gewissen verpflichtet. Schon allein aus dieser Pflicht heraus ergibt sich eine Verantwortung gegenüber uns selbst und insbesondere gegenüber unseren Wählerinnen und Wählern.

Wir werden auch zur Verantwortung gezogen. Treffen wir falsche Entscheidungen müssen wir dann dafür die Konsequenzen tragen, indem wir von Ihnen nicht mehr gewählt werden.

Das Abgeordnetengesetz beschreibt zusätzlich wie wir unsere Arbeit im Bundestag auszuüben haben. So reglementiert § 14 des Abgeordnetengesetzes, dass wir an jedem Sitzungstag anwesend sein müssen. Sind wir es nicht, werden uns Beträge von der Kostenpauschale abgezogen.

Sie sehen also, dass es nicht so ist, dass wir als Politiker von unserer Verantwortung vor allem Ihnen gegenüber entbunden sind. Wir müssen genauso wie Sie für unser Handeln die Verantwortung tragen.


Mit freundlichem Gruß
Hans-Joachim Fuchtel, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Hans-Joachim Fuchtel
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.