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Sehr geehrter Herr Ströbele,
wird bald ohne Änderung des Grundgesetzes die Meinungsfreiheit eingeschränkt?
Das Bundesfamilienministerium strebt in einem Indizierungsantrag ein Verbot des religionskritischen Kinderbuches
"Wo bitte geht`s zu Gott? fragt das kleine Ferkel"
aus dem Alibri-Verlag an. Konkret geht es um den unhaltbaren (!) Vorwurf des Antisemitismus.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.ferkelbuch.de. Dort gibt es auch eine Unterstützerliste, in die sich schon mehr als 3000 Leute eingetragen haben.
Was steckt wirklich dahinter?
Martin Luther hatte öffentlich zum Mord an Juden und Bauern aufgerufen. In fast allen Schulbüchern wird dieser Hassprediger (Leitfigur der Ev. Kirche!) durch Nichterwähnung seiner Hetzschriften verherrlicht.
Auch unter Berücksichtigung des damaligen Zeitgeistes dürfen die unerträglichen charakterlichen Mängel des
Schreibtischtäters Luther (wurde von Hitler gelobt) nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Warum gab es keinen Indizierungsantrag gegen die geschichtsverfälschenden Schulbücher?
Auch in den meisten Kindergärten werden die Schattenseiten des Christentums verschwiegen.
Kinder dürfen nicht dazu erzogen werden, einseitige Informationen unkritisch zu übernehmen.
Ohne die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit verschiedenen Meinungen werden Menschen anfällig für Hetzparolen extremistischer Parteien. Obwohl dies allgemein bekannt ist, gab es bisher aus dem Bundesfamilienministerium kein Interesse an diesem Problem.
Offensichtlich geht es jetzt nicht um das Wohl der Kinder sondern um das Wohl der christlichen Kirchen. Im Interesse der Kirchen nimmt das Bundesfamilienministerium in Kauf, daß die Meinungsfreiheit teilweise abgeschafft und gegen das Grundgesetz verstoßen wird.
Bei der Verteidigung der Grundrechte darf es keine Ausnahmen geben. Werden Sie sich dafür einsetzen, daß sich der Bundestag mit dem Verhalten des Bundesfamilienministeriums beschäftigt?
Mit freundlichen Grüßen
