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Sehr geehrter Herr Ströbele,
wieso schreiben Sie, " den Sportschützen unterstelle ich gar nichts" um dann einige Zeilen später zu schreiben " es soll ja solche geben, die nach einem siegreichen sportlichen Ereignis unterwegs alkoholische Getränke zu sich nehmen, bevor Waffen und Munition zu Hause verwahrt sind "?
Ist das keine Unterstellung?
Wieso schreiben Sie "offenbar sind diese Waffen dort ausreichend geschützt"?
Z. B. in Kellerräumen?
Ich kenne sehr viele Vereine in denen es keine Kelleräume gibt.
Gerade auch Sie ( aus Ihrer Zeit als Anwalt zu deutschen Terrorismuszeiten ) sollte doch wissen, daß damals ein Verein in Maxdorf von Terroristen ausgeräumt wurde?
Sie sagen scheinbar ganz richtig ( keiner von uns war dabei )Tim nahm die Waffe seines Vaters aus dessen Schlafzimmer. -
Ich halte dies für möglich - wenn man nun annimmt, daß jeder Amok laufende Jugendliche sich zuhause seine Waffe besorgt, möchten Sie dann auch jeden Blumendünger ( und ähnliche Gebrauchsgegenstände ) im Privathaushalt verbieten, weil es möglich ist damit Sprengstoff / Sprengkörper zu produzieren?
Diese Ereignisse sind wirklich sehr schlimm.
Doch glauben Sie wahrhaftig, dadurch, daß Sie den Schützen Ihre Sportgeräte aus den Häusern / Wohnungen holen können Sie auch nur einen Amoklauf verhindern?
Mir sagte einmal ein Psychologe: wenn sich jemand wirklich töten will tut er das auch.
...und sagt man nicht Amoklauf sei eine Art erweiterter Suizid?
Wäre es nicht vielleicht vernünftiger ruhig zu überlegen, was diesen Menschen fehlt und wie man ihnen helfen kann, statt überstürzt, medienwirksam nach Gesetzesänderungen im Sport zu rufen?
Mit freundlichen Grüßen
