Hans-Christian Ströbele (GRÜNE)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
07.06.1939
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Berlin-Friedrichshain - Kreuzberg - Prenzlauer Berg Ost
Ergebnis
46,8%
Landeslistenplatz
5, Berlin
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(...) Weil ich kein Energieexperte bin, ist mir nicht bekannt, daß Nachtspeicherheizungen verboten werden sollen. Wenn das aber stimmt, wird es wohl daran liegen, daß sie besonders unwirtschaftlich sind und besonders viel Energie verbrauchen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
02.02.2012
Von:

Hallo
Knicken jetzt die Grünen vor Schröders Agenda komplett ein.
Müssen auch bei den Grünen Erwerbsunfähige nach Jahre langer Arbeit
keine Mindestrente erhalten ,welche höher liegt als Hartz 4-Grundsicherung

MFG
Antwort von Hans-Christian Ströbele
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14.03.2012
Hans-Christian Ströbele
Sehr geehrter Herr ,

die Anhebung der Regelaltersgrenze für eine abschlagsfreie Erwerbsminderungsrente durch die große Koalition war ein großer Fehler, der dringend rückgängig gemacht werden muss. Wir treten ein für Rücknahme der Erhöhung der Regelaltersgrenze von 63 auf 65 Jahre für den abschlagsfreien Bezug einer Erwerbsminderungsrente und der Rente wegen Schwerbehinderung. Wir wollen die Abschläge sowie unter anderem die Zurechnungszeiten in der Erwerbsminderungsrente kritisch überprüfen.

Darüber hinaus wollen wir die Rentenversicherung so ausgestalten, dass der Bezug von Grundsicherung im Normalfall vermieden wird. Wir schlagen eine Garantierente vor mit der ein Mindestniveau für langjährig Versicherte innerhalb der Rentenversicherung eingeführt wird. Zielrichtung ist dabei, dass Personen, die 30 Jahre lang versichert waren (das umfasst sowohl Beitragszeiten als auch andere Zeiten wie für Ausbildung, Zeiten der Arbeitslosigkeit etc.), mindestens 30 Entgeltpunkte erhalten, was derzeit etwas über 800 Euro sind. Darüber hinaus sollen eigene Anwartschaften nur teilweise angerechnet werden, was abhängig von der Höhe der eigenen Anwartschaften zu einer höheren Gesamtrente führt.
Gleichzeitig streben wir die Einbeziehung weiterer Gruppen in der Rentenversicherung an. Zunächst müssen die sonst nicht abgesicherten Selbständigen einbezogen werden. Das dient auch dazu Phasen, die bisher nicht abgesichert sind, abzusichern und damit Altersarmut präventiv zu verhindern. Zielrichtung ist auch in der Rentenversicherung die Bürgerversicherung.
Unser Vorschlag einer Garantierente ist eingebettet in ein umfassendes Konzept gegen Altersarmut. Dieses umfasst neben der nachgelagerten Garantierente, präventive Maßnahmen wie die Einbeziehung weiterer Gruppen in die Rentenversicherung, beginnend mit den sonst nicht abgesicherten Selbständigen und den ALG-II-Beziehenden (für die Mindestbeiträge gezahlt werden sollen) und auch arbeitsmarkt- und bildungspolitische Maßnahmen.

Mit freundlichem Gruß
Ströbele
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Frage zum Thema Internationales
06.02.2012
Von:

Zu der Frage von Frau H. bezüglich des Griechenland-Zwangskredites.

Sehr geehrter Herr Ströbele,

sie wollten ja noch Ende Januar eine parlamentarische Anfrage bezüglich dieses Kredites starten. Meine Frage: Was hat die Anfrage denn ergeben? Ich konnte leider nichts darüber in der Presse finden - außer dass sich um Griechenlands Kehle der Strick immer weiter schließt, falls Griechenland nicht den wahnsinnig überhöhten Mindestlohn von 700 € abschafft... (Ironie)

Man wird das Gefühl nicht los das an vielen Ecken der aktuellen Geschichte die Zeit ausläuft ...
Antwort von Hans-Christian Ströbele
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07.02.2012
Hans-Christian Ströbele
Sehr geehrter Herr .

Angesichts Ihres schönen Namens hätte ich Ihnen gern schon eine Antwort der Bundesregierung auf meine Frage geschickt, aber mir liegt noch keine vor. Ich erwarte sie noch Mitte dieser Woche oder in der kommenden Woche.


Mit freundlichem Gruß
Ströbele
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
12.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Ströbele,

mehr durch Zufall entdeckte ich im Internet,dass in Neuseeland ein Gesetz auf den Weg gebracht wurde,der den Anbau von Lebensmitteln im eigenen Garten untersagt,und es sogar durch Kontrollen von Konzernangehörigen überprüft bzw.geahndet werden kann. Das schockiert mich schon. nzfoodsecurity.org

Dieses Gesetz steht im Zusammenhang,mit dem unsäglichen Code Alimentarius,mit dem die EU ihre Bürger ebenfalls drangsalieren möchte.Es hängt wohl wieder mit Genveränderten Pflanzen zusammen, die leider auch durch die EU in Europa zum Einsatz gebracht werden sollen.

Nun zu meiner Frage.
Was wird eigentlich von Seiten der Grünen Partei unternommen, derart Konzern und Pharmafreundliche Gesetze im Rahmen der EU zu verhindern?
und was konkret wird eigentlich gegen den Code Alimentarius getan.

Mit freundlichen Grüßen
H.Juergen
Antwort von Hans-Christian Ströbele
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21.02.2012
Hans-Christian Ströbele
Sehr geehrter Herr .

Zu geplanten Gesetzen in Neuseeland kann ich nichts sagen. Da kenne ich mich nicht aus.

Ob in Deutschland der Anbau von Lebensmitteln im eigenen Garten weiter eingeschränkt werden soll, ist mir nicht bekannt. Ganz unbekannt sind solche Einschränkungen in Deutschland ja auch bisher nicht. Denken Sie an die jahrtausendalte Kulturpflanze Hanf, deren Anbau unter Strafe steht und mit hohen Haftstrafen geahndet wird. Darüber regt sich kaum jemand auf, obwohl die Pflanze nicht nur Lebensmittel ist, sondern auch Grundstoff für viele nützliche Dinge des täglichen Lebens.

Über den Code Alimentarius weiß ich bisher nichts.
Ich werde mich kundig machen, wie die Position der Grünen dazu ist und ob etwas, ggfs. was, dagegen unternommen wird.

Mit freundlichem Gruß
Ströbele
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Frage zum Thema Internationales
12.02.2012
Von:

Guten Tag Herr Ströbele

Griechenland bewegt mich. Viele Leute dort werden komplett dem sozialen Ruin überlassen.
Ich habe Europa immer bejaht und habe es auch immer als Idee des Zusammenwachsens aufgefasst. Diese Idee geht leider verloren. Mich treibt in letzter Zeit eine recht naive Idee um.

Soweit ich die Geschehnisse richtig verstanden habe, hat Deutschland sehr von Europa profitiert und auch gerade davon dass durch schwächere Staaten im Euro-Verbund die Währung für Deutschland künstlich auf einem Niveau gehalten wurde dass das Export-Wunder erst ermöglicht hat. Ergo haben die Firmen in Deutschland und auch die Arbeitnehmer gerade von den schwächeren Staaten in Europa profitiert.
In einer solchen Position verstehe ich nicht dass gerade nur die vielen kleinen Leute in Griechenland, aber auch in Portugal, darunter leiden müssen dass es so viele unehrliche Mitglieder in der Gesellschaft gibt. Auch das sollte man nicht verschweigen dass diese unehrlichkeit geduldet wurde und wie auch hier in Deutschland vermehrt zu einem Charakterzug geworden ist der auch noch "bewundert" wird.

Was ich aber erst recht nicht verstehen kann ist eine geradezu unglaubliche Reduzierung des Mindestlohnes in Griechenland um sage und schreibe 22% und eine hier wachsende Diskussion über ordentliche Lohnzuwächse von mind. 6,5%. Die halte ich angesichts der Gewinne in den Firmen tatsächlich auch für gerechtfertigt, aber leider auch für höchst unmoralisch angesichts des sozialen Leids in Griechenland und nicht nur dort.
Warum begreifen und denken die Leute nicht solidarisch und moralisch.

Nun zu der Idee: es ist naiv - ich weiss - aber warum werden nicht hohe Lohnzuwächse vereinbart und die Arbeitnehmer verzichten auf die Auszahlung. Stattdessen werden diese Gelder verwendet um entweder Arbeitsplätze in Griechenland zu schaffen oder aber eingezahlt in einen Fond zur sozialen Verwendung.

Ich weiss nicht wo ich es sonst loswerden kann...
Antwort von Hans-Christian Ströbele
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21.02.2012
Hans-Christian Ströbele
Sehr geehrter Herr .

Ihre Auffassung zur sozialen Schieflage des Sparpakets für Griechenland teile ich weitgehend. In der Tat ist es unverantwortlich und eine Zumutung, was von den sozial Schwachen verlangt wird. Das hat mit Wahrung der Menschenwürde nun wirklich nichts mehr zu tun. Und der drohende Ton aus der Bundesregierung, mit der die "Zwangsbeglückung" durchgesetzt werden soll, ist unwürdig und unerträglich.

Ihr Vorschlag zur Unterstützung der sozial Schwachen klingt zunächst einfach und faszinierend. So könnte wahre europäische und internationale Solidarität aussehen!

Nur, außer daß der Vorschlag wirklich unrealistisch ist - schlagen Sie doch mal der Arbeiterschaft und den Angestellten und ihren Gewerkschaften in Deutschland vor, auf jeden Lohnzuschlag zugunsten der Griechen zu verzichten! - beim näheren Hinsehen führt der Vorschlag auch zu ungerechten Ergebnissen. Denn profitiert haben viele mehr in Deutschland direkt oder indirekt vom wirtschaftlichen Aufschwung auf Kosten der Länder im Süden, die einen wenig, die anderen viel mehr. Auch die Freiberufler, Politiker und Beamten und sogar die Rentner. Warum sollen dann die Arbeiter und Angestellten allein auf den Lohnzuwachs zugunsten der sozial schwachen Griechen verzichten. Und ohne freiwilligen Verzicht geht es nicht. Wenn dann sollten doch die sich am meisten beteiligen, die am Deutlichsten profitiert haben. Das geht aber nur über Steuerabgaben.
Genau Solches wollen die Grünen mit der Anhebung des Spitzensteuersatzes und einer Vermögensabgabe für Reiche erreichen, allerdings nicht zweckgebunden für eine Hilfe für die Griechen. Denn auch das wäre ungerecht, denn ausgebeutet, wurden noch viele andere.


Mit freundlichem Gruß
Ströbele
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Frage zum Thema Internationales
12.02.2012
Von:

Sehr geeehrter Herr Ströbele,

der Spiegel online berichtet heute unter der Überschrift "Malaysia liefert Mohammed-Zweifler an Saudi-Arabien aus", dass Interpol einen Haftbefehl für Hamsa Kaschgari ausgestellt hat. Wie ist es möglich, dass Interpol sich zum Handlanger der Religion macht, die einen "Ungläubigen" verurteilt sehen will?
Über eine baldige Antwort würdfe ich mich freuen.

Mit freundlichem Gruß

R.
Antwort von Hans-Christian Ströbele
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21.02.2012
Hans-Christian Ströbele
Sehr geehrter Herr .

Die fürchterlich Meldung über die Auslieferung des Mohammed-Zweiflers von Malaysia an Saudi-Arabien und daß ihm dort die Todesstrafe droht, habe ich gelesen. Allerdings habe ich nichts gefunden, was dafür spricht, daß Interpol bei der Vollstreckung des Haftbefehls oder der Auslieferung beteiligt war. Wenn Sie mehr wissen, teilen Sie mir dies bitte rasch mit.
Die Sache ist auch ohne Verwicklung von Interpol schlimm genug. Ich werde versuchen, Näheres zu erfahren und die Bundesregierung zu veranlassen, daß sie sich kümmert.

Mit freundlichem Gruß

Ströbele
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