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Sehr geehrter Herr Ströbele,
sie forderten wiederholt die zentrale Aufbewahrung von Schusswaffen bspw. in Schützenhäusern.
Sind Sie sich bewußt, was dies für einen fianziellen Aufwand bedeuten würde, der mit Sicherheit das Aus, gerade für die kleineren Vereine, bedeuten würde.
Glauben Sie wirklich, dass Ihre Forderungen einen Gewinn an Sicherheit bringen würde ?
Ist Ihnen in diesem Zusammenhang der Fall Eislingen bekannt, wo in ein Schützenhaus eingebrochen und dann 4 Menschen mit den gestohlenen Waffen erschossen wurden ?
Können Sie sich vorstellen, dass eine Zentrale Aufbewahrung, gerade für interessierte Kreise erst recht ein lohnendes Ziel für Einbruch, Diebstahl, räuberische Erpressung usw. bieten würde ?
Glauben Sie wirklich, dass Sie einen Täter, der sich zu einer Tat, wie Erfurt oder Winnenden entschlossen hat, aufhalten können oder der sich dann nicht andere Möglichkeiten, wie bspw. einen Überfall auf Polizeibeamte, Diebstahl bei der Budneswehr, Einfuhrschmuggel aus dem Ausland sucht, um an Waffen heranzukommen oder gar auf Explosivmittel ausweicht, deren Bauanleitung er sich im Internet herunerladen und die Mittel überall kaufen kann ?
Die Aussage, dass eine Vielzahl von Schusswaffen bereits in Schützenhäusern aufbewahrt werden, ist so nicht richtig. Gerade durch die zur Zeit geltenden Aufbweahrungsrichtlinien werden die Waffen in den meisten Fällen wieder zuhause aufbewahrt, da die Vereine sich die geforderten Tresore und Sicherungseinrichtungen nicht leisten können und man aufgrund vieler Einbrüche in Schützenhäuser eben die Waffen und auch die Vereinswaffen wieder mit nach Hause nimmt.
So und nun die wichtigste Frage, haben Sie schon einmal die Diskussion mit den betroffenen Verbänden gesucht und wenn nicht, warum nicht ?
Für die Beantwortung meiner Fragen, insbesondere der letzten Frage, bedanke ich mich bereits mim Voraus.
MFG
R.S.