Hanns-Dieter Schlierf (ÖDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Hanns-Dieter Schlierf
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Studium der Humanmedizin
Ausgeübte Tätigkeit
Allgemeinarzt - Sportmedizin
Wohnort
Egling an der Paar
Wahlkreis
Weilheim
Ergebnis
2,5%
Landeslistenplatz
12, Bayern
(...) Mit Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke steigert man die Gewinne der Energiekonzerne und riskiert erhöhte atomare Risiken. Dazu gehört aus meiner ärztlichen Sicht auch die erhöhte Leukämierate in der Umgebung von Kernkraftwerken. (...)
 
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Hanns-Dieter Schlierf hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Hanns-Dieter Schlierf
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
02.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schlierf,

da ich Kriegsdienstverweigerer bin, interessiert mich, wie Sie sich zur Frage der Wehrpflicht stellen:
  • Abschaffung,
  • Aussetzung,
  • Beibehalt?

Vielen Dank schon im Vorab für ihre Antwort.

Antwort von Hanns-Dieter Schlierf
5Empfehlungen
02.09.2009
Hanns-Dieter Schlierf
Sehr geehrter Herr !

Vielen Dank für Ihre Frage in Abgeordnetenwatch.de!

Die allgemeine Wehrpflicht ist aus meiner Sicht in erster Linie positiv zu sehen. Ein Berufsheer macht mich Gruseln.

Andererseits scheint nun mit dem zu erwartenden Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon europäisches Recht über dem Grundgesetz zu stehen und dann könnten auch deutsche Soldaten für Angriffskriege eingesetzt werden. Das halte ich nicht für richtig. Leider haben es die Politiker in Berlin und das Verfassungsgericht entgegen unserer Klage anders gesehen.

Aus diesem Grund wird es wohl in der nächsten Zeit viel mehr Kriegsdienstverweigerer geben.
Ich denke, die Verweigerung des Kriegsdienstes sollte man weiter vereinfachen, gleichzeitig aber das soziale Jahr in größerem Umfang einführen. Aus meiner Sicht sollte das soziale Jahr aus Gründen der Gleichbehandlung auch für junge Frauen und Männer gleichermaßen gelten.

Ich hoffe, Ihre Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Hanns-Dieter Schlierf
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Frage zum Thema Gesundheit
03.09.2009
Von:

Warum greift die ÖDP das Thema Rauchverbot nochmal auf? Bringt das jetzt noch Aufmerksamkeit für die FDP? Ich glaube eher daß das Thema keinen mehr richtig interessiert.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hanns-Dieter Schlierf
9Empfehlungen
04.09.2009
Hanns-Dieter Schlierf
Sehr geehrter Herr !

Wahltaktische Überlegungen liegen der ÖDP nicht.

Die Menschen verstehen zum großen Teil nicht, warum die CSU umgefallen ist und das gute (bis auf die Raucherclubs) Nichtraucher-Schutzgesetz gekippt hat. Die CSU begründet es mit dem schlechten Wahlergebnis. Ich glaube das nicht. Die ÖDP möchte über ein Bürgerbegehren die Menschen vor dem gesundheitsschädlichen Mitrauchen bewahren.

Dass sie das nicht aus wahltaktischen Gründen tut, beweist die Tatsache, dass man den Termin des Bürgerbegehrens bewusst nach der Bundestagswahl angesetzt hat. Es wäre schön, wenn andere Parteien auch etwas weniger kurzfristig wirkende taktische Manöver und etwas mehr auf lange Sicht vernünftig durchdachte Entscheidungen treffen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Hanns-Dieter Schlierf
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Frage zum Thema Gesundheit
04.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schlierf,

da unsere Gesundheitsministerin offenbar keine Zeit hat, Fragen zu beantworten, würde ich gerne Ihre Meinung als Arzt zum folgenden Thema hören:

Laut einer Studie von Forschern des "Institut national de la santé et de la recherche médicale" (INSERM) gab es zwischen 1980 und 2000 alleine in Frankreich ca. 301.200 BSE-infizierte Rinder, von denen ca. 47.000 in die menschliche Nahrungskette gelangt sein sollen (Quelle: www.vetcontact.com ). Die offiziellen Zahlen waren weit geringer: bis Ende 2004 wurden nur insgesamt 945 BSE-Fälle offiziell nachgewiesen (Quelle: www.foodwatch.de ).

Der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) teilt zur aktuellen Diskussion, wonach sich homo- und bisexuelle Männer wegen eines Blutspendeverbots diskriminiert fühlen, mit, dass der Fragenkatalog, den jeder Spender ausfüllen muss, bereits so formuliert sei, dass auch Risikopersonen kein Blut spenden dürfen. Eine Diskriminierung Homo- und Bisexueller, die als Gruppe komplett ausgeschlossen werden, sehe man nicht: "Wenn Sie sich zwischen 1980 und 1996 in Großbritannien aufgehalten haben, dürfen Sie wegen eines möglichen BSE-Risikos auch nicht spenden", so DRK-Pressesprecher Friedrich-Ernst Düppe (Quelle: www.rp-online.de

Da stellt sich die Frage: warum sind Personen, die zur fraglichen Zeit in Frankreich lebten, nicht von der Blutspende ausgeschlossen? Was würden Sie in dieser Sache unternehmen (z.B. Information der zuständigen Institutionen)?

In Deutschland wird von einer Gesamtzahl von ca. 500 entdeckten BSE-Fällen ausgegangen. Was glauben Sie, mit welcher Zahl kranker Tiere, die in die menschliche Nahrungskette gelangt sind, in Deutschland gerechnet werden muss?

Mit freundlichen Grüßen


Antwort von Hanns-Dieter Schlierf
3Empfehlungen
14.09.2009
Hanns-Dieter Schlierf
Sehr geehrte Frau !

Vielen Dank für Ihre Frage in Abgeordnetenwatch.

Zunächst möchte ich mich für die Verspätung entschuldigen, ich war für ein paar Tage im Urlaub.

So ganz und gar verstehe ich den Hintergrund Ihrer Frage nicht, möchte aber Ihre konkreten Fragen - soweit es mir möglich ist - beantworten.

1. warum sind Personen, die zur fraglichen Zeit in Frankreich lebten, nicht von der Blutspende ausgeschlossen? Was würden Sie in dieser Sache unternehmen (z.B. Information der zuständigen Institutionen)?

Leider habe ich hier keine verlässlichen Informationen. Wenn ich Bundestagsmitglied wäre, würde ich mir diese sicherlich besorgen können (z.B. mit einer parlamentarischen Anfrage). Wenn dabei herauskäme, dass tatsächlich auch in einer anderen Personengruppe ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, würde ich natürlich für eine Weitergabe dieser Information an die entsprechenden Institutionen sorgen.

2. Was glauben Sie, mit welcher Zahl kranker Tiere, die in die menschliche Nahrungskette gelangt sind, in Deutschland gerechnet werden muss?

Sicherlich wie Sie bin ich der Ansicht, dass hier in großem Umfang verschwiegen und vertuscht worden ist. Eine Schätzung traue ich mir nicht zu. Da ich als Hausarzt in den letzten 25 Jahren insgesamt etwa 20 000 Patienten zum Teil über einen sehr langen Zeitraum gesehen habe und dabei 2 Fälle von Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (einer Krankheit die mit BSE in Beziehung gebracht wird) auftraten, halte ich die Erkrankungshäufigkeit für nicht sehr hoch. In der Fachliteratur wird die Häufigkeit in der deutschen Bevölkerung mit einer Neuerkrankung von jährlich 1:1 Million Menschen angegeben. Hier sind alle Fälle der Erkrankung, also auch die der erblich bedingten gemeint. Die Anzahl ist aber dennoch nicht zu vernachlässigen. Bei meinem Patienten liegt die Häufigkeit also darüber (rechnerisch 4:1 Million).
Dagegen werden die Landwirte in Deutschland in so großem Umfang kontrolliert, dass der einzelne kleine Landwirt fast nicht mehr fertig wird mit Bürokratie. Auch diesen Punkt sollte man mit berücksichtigen.

3. Diskriminierung homo- und bisexueller Männer beim Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) liegt aus meiner Sicht nicht vor, da die Fragen das Risiko einer Infektion und damit einer Weitergabe der Krankeitserreger mit dem Blut ausschließen sollen und geheim gestellt werden. Meine Frau als Blutspenderin berichtet mir, dass auch Menschen, die Risikogruppen angehören Blut abgeben dürfen, sie sollen dann aber angeben, dass das Blut nicht verwendet werden soll. Damit wird aus meiner Sicht der persönlichen Geheimhaltung so weit wie irgend möglich Genüge getan (denkbar wäre hier z.B. der Gruppendruck beim Blutspenden einer Fußballmannschaft oder ähnliche Fälle). Bei der Frage nach Risiken bei Geheimhaltung der Antwort kann ich keine Diskriminierung erkennen.

Geheimhaltung ist allerdings ein ganz erhebliches Problem zum Beispiel bei der Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte. Hier sehe ich außerordentlich große Geheimhaltungsprobleme.

Ich hoffe, den Kern ihrer Fragen getroffen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Hanns-Dieter Schlierf
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Frage zum Thema Gesundheit
15.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schlierf,

mich interessiert wie Sie als Arzt zu Energiesparlampen stehen. Immer wieder hört man, dass das Quecksilber ein großes Problem ist, falls die Lampe kaputt geht und auf den Boden fällt. Sind die doch relativ geringen Mengen an Quecksilber wirklich eine Gefahr für Kinder oder Haustiere die damit in Kontakt kommen? Wie sieht es mit der Strahlenbelastung aus?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hanns-Dieter Schlierf
5Empfehlungen
17.09.2009
Hanns-Dieter Schlierf
Sehr geehrter Herr !
Vielen Dank für Ihre Frage in Abgeordnetenwatch!

Da ich in diesem Bereich nicht Fachmann bin, habe ich meinen Kreisverbandskollegen und Stadtrat Wolfgang Buttner befragt, der mir folgende Stellungnahme abgab (Er ist Spezialist für Lichttechnik):

Lieber Dieter,

darüber habe ich erst vorgestern in München an der IHK referiert.

Energiesparlampen sind Quecksilber-Dampf-Niederdrucklampen und enthalten je nach Größe zwischen 1 und 3 mg Quecksilber. Früher waren ausschließlich Quecksilber-Lampen im Handel. Derzeit sind die guten Lampen mit höherem Preis aber fast alle bereits sog. Amalgam-Lampen. Dies bedeutet, dass das gasförmige Quecksilber erst frei wird wenn die Lampe vorgeheizt wird. Falls eine solche Lampe zerbricht, so sollten Sie keinesfalls einen Staubsauger verwenden, denn damit beheizen Sie das Amalgam und verteilen das Quecksilber dampfförmig in der Atemluft des Raumes. Nehmen Sie eine Kehrschaufel und sammeln Sie alles mit einem feinen Besen oder Pinsel ein. Verschließen Sie die Reste in einem Schraubglas und bringen Sie alles zur Entsorgung. Diese ist kostenlos bei den üblichen Problemstoffannahmestellen. Selbst wenn wir in Deutschland absichtlich alle Energiesparlampen zerbrechen würden und in die Mülltonne werfen, so wäre in der Ökobilanz die Sparlampe immer noch besser als die weitere Verwendung von Glühlampen. Dies liegt daran, dass alle Kohlekraftwerke weltweit Quecksilber emittieren. Es gibt keine bezahlbare Filtertechnik die dies ganz vermeiden könnte. Daher sind die Emissionen aus den Kohlekraftwerken in der Ökobilanz mit zu berücksichtigen.

Wenn Sie mehr als einmal im Monat Meeres-Fisch essen, so haben Sie damit bereits eine höhere Quecksilber-Menge inkorporiert als wenn Sie einmal im Jahr versehentlich eine Energiesparlampe zerbrechen und einen Teil der Dämpfe einatmen. Sollten Kinder unabsichtlich Teile davon über den Magen-Darm-Trakt zu sich nehmen, so wäre Hg übrigens harmlos, denn in metallischer Form wird Quecksilber nicht verstoffwechselt sondern normal ausgeschieden. Nur Dämpfe sind toxisch. (Anm.: Dies ist Bestandteil jeden Gymnasialunterrichts im Fach Chemie.)

Eine Strahlenbelastung gibt es im technisch-physikalischen Sinne gar nicht. Es handelt sich um elektromagnetische Wechselfelder die mit Strahlen im Sinne von ionisierender Strahlung oder energetischer Strahlung wie bei der Mikrowelle oder bei Handys nichts gemein haben.

Bereits das Stromversorgungsnetz im Haushalt ist eine Quelle für elektromagnetische Wechselfelder mit Feldstärken in einer Größenordnung von mehr als 100 [V/m]. Wer dies nicht haben will, der muss seine Leitungen abschirmen und sich nachts über einen Netzfreischalter Abhilfe verschaffen.

Auch Glühlampen sind umgeben von eben diesen Feldern! Die elektrische Komponente des Feldes könnte man noch abschirmen. Nicht abschirmen lässt sich die magnetische Komponente. Dies bedeutet, dass Sie bei sogenannten Halogenniedervoltlampen (HNV) - die also mit 12 V statt mit 230 V arbeiten - auch einer 20mal höheren Feldstärke ausgesetzt sind.

Die Energiesparlampen nehmen deutlich niedrigere Ströme (um den Faktor 4 - 5) auf als Glühlampen mit Netzspannung. Daher habe Sie dort auch niedrigere magnetische Feldstärken. Richtig ist, dass Energiesparlampen Oberwellen erzeugen im höheren Frequenzbereich der Ton-Frequenzen bis in den Ultraschallbereich. Ihre HiFi-Anlage produziert diese Magnetfelder nicht nur in den Lautsprecherleitungen. Jeder Lichtschalter erzeugt beim Schalten Netzoberwellen und last not least haben Sie die mit Abstand stärkste Belastung im Raum und im Netz, wenn Sie Glühlampen oder HNV-Lampen oder gar den beliebten 500 Watt Halogendeckenfluter dimmen mit einem üblichen Phasen-an- oder - abschnittsdimmer. Hier geht das Frequenzspektrum nicht nur weit über den Tonfrequenzbereich hinaus, sondern kann sogar Funk und Fernsehen stören. Hier wird also bereits Energie abgestrahlt. (Bei defekten Sparlampen könnte dies allerdings auch passieren.) Wenn Sie auch dies ganz und gar vermeiden möchten so gibt es im Handel auch Sparlampen mit sinusförmiger Stromaufnahme ohne Netzrückwirkung.

Thema Blauanteil (gehört auch zur Strahlenbelastung):
Das menschliche Auge hat sich im Laufe der Evolution an das blaue Licht der Sonne gewöhnt. Deren Farbtemperatur kann im Hochgebirge weit mehr als 10.000 K betragen. 100 Jahre Glühlampe (also ein sog. Temperaturstrahler mit nur 2700 K) haben vermutlich keinen genetischen Erfahrungsabdruck im menschlichen Erbgut hinterlassen. Das menschliche Auge hat Rezeptoren für Hell-Dunkel-Sehen und 3 Empfänger für das Farbsehen. Seit Goethes Farbenlehre wissen wir, dass man aus 3 Grundfarben alle anderen Farben darstellen kann durch additive Farbmischung. Diese Tatsache nützt man beim Farbfernsehen und bei jeder anderen Art um Mischfarben darzustellen.

Vergleichbar arbeiten auch die Leuchtstoffe einer Kompaktleuchtstofflampe.
Technisch bedingt emittieren sowohl Energiesparlampen als auch Glühlampen (hier vor allem die HNV-Lampen) auch UV-Anteile. Bei zu hoher Strahlendosis-Leistung aufgrund von zu geringem Abstand zur Lampe kann es in beiden Fällen zur Hautrötung kommen.
Hier wäre dem Thema nur hinzuzufügen, dass der Blauanteil bei Glühlampen nicht im entferntesten an Sonnenlicht heranreicht. Wer Sonnenspektrum haben möchte, der benötigt sog. Vollspektrum-Lampen und die gibt es nicht als Glühlampe sondern nur in der Bauart von Leuchtstofflampen.

weitere Infos beim UBA : www.umweltbundesamt.de

lg W.

Dem ist von meiner Person nichts weiter hinzuzufügen. Ich hoffe, dass ich Ihre Frage damit erschöpfend beantwortet habe.

Mit freundlichen Grüßen

Hanns-Dieter Schlierf
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
16.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schlierf,

wie ist Ihre Meinung zum Thema "Stimmenthaltung im Deutschen Bundestag"?


Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hanns-Dieter Schlierf
4Empfehlungen
19.09.2009
Hanns-Dieter Schlierf
Sehr geehrter Herr !

Enthaltung bei einer Abstimmung kann verschiedene Gründe haben:

Einen ehrenvollen Grund sehe ich dann, wenn der Abstimmungsberechtigte selbst befangen ist, weil es z.B. um die eigenen Belange geht.
Befangen ist man natürlich auch, wenn das Abstimmungsverhalten finanzielle Vorteile für den Abstimmenden bringt. In diesem Fall scheint sich jedoch in der letzten Zeit der Eigennutz durchzusetzen. Viele Bundestagsabgeordnete stimmen zum Beispiel auch über Themen ab, wo sie als Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied in Großbetrieben eigentlich parteiisch sind.

Oft ist jedoch eine Stimmenthaltung Zeichen für Entscheidungsschwäche.

Für mich persönlich habe ich beschlossen, Stimmenthaltungen möglichst (außer in den oben genannten Fällen) zu vermeiden.

Damit halte ich mich an den Leitspruch unserer Partei: MUTIG - KONSEQUENT - WEGWEISEND.

Man macht sich nicht unbedingt nur Freunde, wenn man auch einmal unbequeme Entscheidungen mitträgt. Es immer Allen recht machen wollen, geht aber auch nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Hanns-Dieter Schlierf
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