Hannelore Kraft (SPD)
Abgeordnete Nordrhein-Westfalen 2010-2012
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Grunddaten
Hannelore Kraft
© Landtag NRW
Geburtstag
12.06.1961
Berufliche Qualifikation
Ministerpräsidentin; Dipl.-Ökonomin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Ministerpräsidentin
Wohnort
Mülheim an der Ruhr
Wahlkreis
Mülheim I , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
49,3%
Landeslistenplatz
1
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(...) Hierzu möchte ich anmerken, dass diese Beiträge von der IHK-Vollversammlung in ihrer Satzung festgelegt werden und nicht Sache der Landespolitik sind. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Arbeit
30.06.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

warum muß man einerseits bis 67 arbeiten, taucht aber schon ab 58, wenn man ein Jahr keine Angebote mehr bekommen hat, nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik auf? Dadurch wird die Statistik ja völlig verfälscht, denn gerade in der Altersgruppe gibt es doch sehr viele
Arbeitslose.

"Eine Sonderregelung gilt für alle ab 58 Jahren. Wer in diesem Alter mindestens ein Jahr Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezogen, aber kein Job-Angebot bekommen hat, ist laut Statistik nicht arbeitslos." ( www.tagesschau.de )

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hannelore Kraft
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08.07.2010
Hannelore Kraft
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Mail zum Thema Arbeit. Als Landespolitikerin bitte ich Sie um Verständnis dafür, dass ich mich nicht zu bundespolitischen Themen äußern kann und möchte. Ich empfehle Ihnen, sich mit Ihrem Anliegen an Herrn Anton Schaaf MdB, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
06.07.2010
Von:

Guten Tag, Frau Kraft,

als Student begrüße ich Ihr Vorhaben, die Studiengebühren in NRW abzuschaffen. Vor allem, weil uns Studenten nie wirklich deutlich gemacht wurde, dass durch die Studiengebühren das Studium verbessert wurde. Jedoch habe ich eine Frage bezüglich der Finanzierung.

Ich nehme an, dass die Einnahmen durch Studiengebühren schon über Jahre hinweg "verplant" wurden. Kann es nun vorkommen, dass einige Hochschulen noch mehr sparen müssen, als es vor den Studiengebühren der Fall war? Wieviel Geld wird vom Land an die Hochschulen geleistet, und wieviel war es vor den Studiengebühren? Streben Sie eine bundesweit einheitliche Regelung diesbezüglich an?

Ich habe auch noch nirgends von einem Vorschlag gehört, das Einkommen von Bachelorn & Co höher zu besteuern. Jeder, der dank Studium einen Haufen Geld verdient, wird dann wissen, warum er diese Steuer bezahlt. Ich denke da beispielsweise an einen Satz von 0,5%.

Halten Sie einen Solchen Vorschlag für sinnvol. bzw. umsetzungsfähig?

Allerdings sollte dann jedem auch klar gemacht werden, wofür generell Abgaben ausgegeben werden, um wieder mehr Verständnis für den Rechts- und Sozialstaat zu erzeugen.

Auf Ihre Antwort freue ich mich und verbleibe

mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Hannelore Kraft
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12.07.2010
Hannelore Kraft
Sehr geehrter Herr Kahner,

zunächst einmal vielen Dank für Ihre Mail und Ihren inhaltlichen Vorschlag zum Thema Studiengebühren. Wie Sie bin ich der Meinung, dass es richtig ist, die Studiengebühren abzuschaffen.

Doch wir wollen im Gegenzug den Hochschulen die Mindereinnahmen nach der Abschaffung der Studiengebühren ersetzen, damit eben nicht passiert, was Sie befürchten, dass die Hochschulen nämlich noch mehr sparen müssen.

Sie fragen nach der Höhe der Mittel: In NRW beträgt die Summe, die den Hochschulen aus Studiengebühren zur Verfügung stehen in etwa 260 Millionen Euro jährlich. Diese Summe gilt es nun den Hochschulen zu ersetzen.

Weil wir wissen, dass die Mittel aus Studiengebühren an einigen Hochschulen zu Verbesserungen der Lehre und der Studienbedingungen geführt haben, beispielsweise weil zusätzliches Lehrpersonal eingestellt wurde, wollen wir im Gesetz zur Abschaffung der Studiengebühren auch regeln, dass den Hochschulen zum Ausgleich Mittel in gleichem Umfang zur Verfügung gestellt werden und dass die Studierenden an der Verwendung der Mittel beteiligt sind. Nur so können diese Mittel, wie es ja bei den Studiengebühren auch beabsichtigt war, für die Qualitätsverbesserungen eingesetzt werden. Darauf haben wir uns in unserem Koalitionsvertrag mit den Grünen geeinigt. Wie dieses Ziel zu erreichen ist, werden wir in diesem Gesetz und in den ersten Haushaltsberatungen regeln. Wir hoffen, dass die Hochschulen gemeinsam mit den Studierenden verantwortungsvoll mit diesen zusätzlichen Mitteln umgehen und die Chancen für weitere Qualitätsverbesserungen nutzen, so dass noch mehr junge Menschen ihr Studium erfolgreich abschließen können.

Was nun die Beteiligung der Studierenden an den Kosten der Hochschulbildung angeht, ist der Vorschlag einer höheren Besteuerung von Studienabgängern eine Möglichkeit. In diesem Zusammenhang wird auch das Modell nachgelagerter Studiengebühren diskutiert. Die SPD hat dazu bereits eine Position: wir wollen uns im Bund dafür einsetzen, dass über einen so genannten "Bildungssoli", einen Aufschlag auf den Spitzensteuersatz, der direkt in den Bildungsbereich fließt und die Aufhebung des Kooperationsverbots von Bund und Ländern mehr Geld in die Bildung investiert werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
07.07.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

die NRWSPD hat sich in ihrem Wahlprogramm - übrigens als einzige Partei, selbst die angeblich so internet-affine Piratenpartei hat es nicht geschafft! - kritisch in Sachen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) geäußert (Quelle: www.nrwspd.de ).

Merkwürdigerweise findet sich im heute vorgestellten Koalitionsvertrag zwischen der SPD und den Grünen nichts zu diesem Punkt. Natürlich kann eine Partei in einer Koalitionsvereinbarung nicht alles durchsetzen, was sie fordert. Wie es jedoch dazu kommen kann, dass die SPD anscheinend ihre Position nicht durchsetzen kann, die von den Grünen eigentlich auch so geteilt wird (Quelle: ak-zensur.de ) - das verstehe ich nicht.

Daher meine folgenden Fragen an Sie:

1.) Warum findet sich zum JMStV nichts im Koalitionsvertrag?

2.) Werden Sie den - noch von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) verhandelten - Jugendmedienschutz-Staatsvertrag im Landtag beschließen?

3.) Wie sollte zukünftig der Jugendschutz gesichert werden?

4.) Halten Sie das "Staatsvertrags"-Verfahren aus Sicht des Parlamentarismus für sinnvoll?

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Finanzen
14.07.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

ich möchte hiermit zwei Fragen an Sie richten, die sich mir in letzter Zeit aufgedrängt haben.

1.)
Vor der Bundestagswahl wurde von der SPD die Steuersenkungspolitik von schwarz-gelb scharf kritisiert.Oft wurde auf die katastrophalen Staatsfinanzen verwiesen, die sich seit der Euro-Rettung noch verschlechtert haben dürften. Gerade diese Euro-Krise hat doch gezeigt, wie elementar gesunde Staatshaushalte sind. Jetzt lese ich in den Zeitungen, dass der, von Ihnen mitbeschlossene , Koalitionsvertrag NRW eine Rekordverschuldung bringen soll. Ist diese enorme Neuverschuldung - auch wenn damit teilweise gute Dinge bewegt werden - überhaupt verantwortbar?

2.)
Wie heute nachzulesen war haben Sie und Ihre Fraktion die Abgeordnete Gunhild Böth der Linkspartei zur Landtagsvizepräsidentin gewählt. Diese Person hat öffentlich behauptet die DDR sei kein Unrechtsstaat gewesen und hat unterstellt, sie sei ein durchaus demokratisches und antifaschistisches Projekt gewesen. Daher die Frage: Wieso wählen Sie eine Politikerin in ein solches Amt, an deren demokratischer Gesinnung durchaus berechtigte Zweifel bestehen dürfen? Und wird so durch die Hintertür doch noch ein rot-rot-grünes Bündnis vorbereitet?

Allerdings möchte ich Ihnen trotz alledem meinen höchsten Respekt dafür ausdrücken, dass sie - entgegen anderslautender Forderungen von diversen Seiten - ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis für NRW ausgeschlossen haben.

Auf eine ehrliche Antwort auf meine Fragen freue ich mich und bedanke mich im Vorraus.

Mit freundlichen Grüßen

F.
Antwort von Hannelore Kraft
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27.07.2010
Hannelore Kraft
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich Ihnen gerne beantworte.

Zu Ihrer 1. Frage:

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat uns eine schwere Hypothek hinterlassen, denn die von ihr veranschlagte Netto-Neuverschuldung für 2010 war erheblich zu niedrig angesetzt. Ganz offensichtlich sollte im Wahljahr unter allen Umständen eine neue Rekordverschuldung verhindert werden. Die Wahrheit über den Haushalt wurde verschleiert: Die Einbrüche bei den Steuereinnahmen sind von CDU und FDP viel zu niedrig angesetzt worden, die Vorsorge bei den Risiken der WestLB und für die zukünftigen Pensionslasten wurden vernachlässigt, das Kibiz ist deutlich unterfinanziert, die Rückerstattung zu hoher Zahlungen der Kommunen für den Aufbau Ost wurde den Städten und Gemeinden seit Jahren vorenthalten und der Öffentlichkeit wurde eine Lehrerlücke verschwiegen.

Die rot-grüne Landesregierung ist deshalb gezwungen, einen Nachtragshaushalt für 2010 zu verabschieden. Wir müssen einen Kassensturz machen und eine Schlussbilanz von Schwarz-Gelb aufstellen. Sie wird deutlich machen, dass die Neuverschuldung im Jahre 2010 nicht - wie vom ehemaligen Finanzminister veranschlagt - bei 6,6 Milliarden Euro liegt. In Wahrheit gibt es eine Hypothek von über neun Milliarden Euro. Die Anhebung der Neuverschuldung für dieses Jahr geht damit allein auf das Konto der alten Landesregierung. Erst im Haushalt für das kommende Jahr 2011 werden wir dann separat unsere Investitionen in eine gute Zukunft für unser Nordrhein-Westfalen vorsehen. So wird für jede und jeden die Trennung deutlich zwischen der schwarz-gelben Erblast und dem rot-grünen Zukunftsplan für Kinder, Familien und Kommunen.

Diese Situation stellt uns vor gewaltige Aufgaben. Wir müssen in den kommenden Jahren konsolidieren. Schon im nächsten Jahr muss und wird die Neuverschuldung wieder sinken. Das kann gelingen, weil ein Teil der Positionen im Nachtragshaushalt Einmaleffekte sind, die wir nicht über die nächsten Jahre weitertragen müssen. Wir wollen und müssen aber gleichzeitig dafür sorgen, dass unsere zentralen politischen Ziele umgesetzt werden können. Deshalb werden wir im Haushalt 2011 einen Betrag von einer Milliarde Euro zusätzlich aufwenden, den wir fast ausschließlich in die Bereiche Kinder, Bildung und Vorsorge in den Kommunen investieren. Dieses Geld ist gut angelegt, denn so finanzieren wir eine gute Zukunft für NRW. Wir werden mittelfristig nur Ausgaben senken können, wenn wir heute an den richtigen Stellen investieren. CDU und FDP entlasten Hoteliers und Besserverdienende - wir entlasten Studenten, Familien und notleidende Städte und Gemeinden. Ich bin fest davon überzeugt, dass es richtig ist, diese Investitionen vorzunehmen - auch wenn sie zunächst über Kredite finanziert werden müssen. Wenn wir dieses Geld heute nicht aufwenden, werden wir in den kommenden Jahren teuer dafür bezahlen müssen. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise hieß es immer, Banken seien systemrelevant und darum müsse man sie mit riesigen Milliardensummen retten. Doch dann gilt das auch für unsere Kinder. Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist Bildung systemrelevant.

Zu Ihrer 2. Frage:

Die Mitglieder der Landtagsfraktion der Linken sind demokratisch gewählt. Jeder Fraktion sollte unseres Erachtens eine Vizepräsidentenposition zur Verfügung stehen. Über die Person entscheiden alle Fraktionen selbst.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft
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Frage zum Thema Sicherheit
16.07.2010
Von:

Sehr Geehrte Frau Hannelore Kraft

Ich hätte da einige Fragen und zwar ob es möglich ist die Vorratsdatenspeicherung auf EU-Ebene wieder Abzuschaffen ??

Ausserdem würde ich gerne wissen wie die NRW SPD das jetzige Sicherheitsprogramm sieht ??

mit freundlichen grüßen

Antwort von Hannelore Kraft
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18.08.2010
Hannelore Kraft
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zur geplanten Einführung des Medienführerscheins.

Das Konzept hierfür wird zurzeit erarbeitet. Für nähere Informationen bzgl. des aktuellen Sachstandes bitte ich Sie, ggf. den Kontakt mit der dafür zuständigen Ministerin für Europa- und Bundesratsangelegenheiten, Frau Angelica Schwall-Düren, bzw. ihrem Staatssekretär, Herrn Marc-Jan Eumann, aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft
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