Hannelore Kraft (SPD)
Abgeordnete Nordrhein-Westfalen 2010-2012
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Grunddaten
Hannelore Kraft
© Landtag NRW
Geburtstag
12.06.1961
Berufliche Qualifikation
Ministerpräsidentin; Dipl.-Ökonomin
Ausgeübte Tätigkeit
MdL, Ministerpräsidentin
Wohnort
Mülheim an der Ruhr
Wahlkreis
Mülheim I , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
49,3%
Landeslistenplatz
1
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(...) * Der Anteil der Abgeordnetenbezüge, die der Finanzierung der Alters- und Hinterbliebenenversorgung dient, wird separat ausgewiesen.
Dies dient der Transparenz und dem Nachweis, dass es nicht um die Erhöhung von aktuellen Bezügen geht, sondern die komplette Erhöhung zur Sicherung der Versorgung im Alter der Abgeordneten und deren Hinterbliebenen dient. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Integration
06.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

ich bin aufgrund der aktuellen Lage sehr besorgt um die viel besprochene Integration und das Verständnis füreinander!Betrachte mit großer Sorge agressive Gruppen inhumaner Natur-vor allem rechts oder islamistisch angesiedelt.Meine Frage: sind Sie da blind??? Fühle mich im übrigen als Wähler einer "Händchen auf-Partei" nicht mehr angemessen vertreten.Das ist eine Ohrfeige für den Bürger und könnte mittelfristig schlimme Folgen nach sich ziehen.Wünsche Ihnen eine glückliche Hand bei den nötigen Entscheidungen...

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Frage zum Thema Diätenerhöhung
09.02.2012
Von:
-

Sehr geehrte Frau Kraft,

Sie können gerne erneut versuchen, umfangreich zu erläutern, weshalb Sie und die SPD mit der CDU und den Grünen für die Diätenerhöhung gestimmt haben. Für mich ist es trotzdem nicht nachvollziehbar. Ich bin von Ihnen persönlich derart enttäuscht, dass ich bei der nächsten Wahl wohl dem Rat meiner Kinder folgen werde, die mir bisher gefolgt sind und wie ich die SPD gewählt haben. Wir werden uns die Piratenpartei anschauen, denn auch die Grünen sind mittlerweile derart Gut-Bürgerlich, dass ich die in lila Latzhosen strickenden nicht mehr erkennen kann. Und die SPD? Gibt es nur noch Richter und höhere Beamte, an denen man sich orientieren muss? Sind z.B. Handwerker keine ehrbaren Leute, an denen und deren Einkommen man sich orientieren kann? Die die Bevölkerung auch konkret im Landtag vertreten? Nur noch Juristen und Beamte? Des gehobenen Dienstes, wohlgemerkt!
Wo vertreten Sie noch "Normalbürger"?
Als ich 2002 einen Riestervertrag abgeschlossen habe, buchte mir die Versicherung direkt über 1.600,- € als ersten Monatsbeitrag ab. Zwar fälschlicherweise, aber ich war derart entsetzt, dass ich den Vertrag sofort gekündigt habe, denn dieser Betrag überschritt selbst den Jahresbeitrag erheblich! Und ich dachte bisher, ich sei eher ein normaler Durchschnittsbürger. Dass ich in Wirklichkeit ein armes Schwein bin, ist mir durch Ihren Entscheid endlich klar geworden.
SPD ade!!!

-
Antwort von Hannelore Kraft
1Empfehlung
22.02.2012
Hannelore Kraft
Sehr geehrte Frau -,

vielen Dank für Ihre Mail, in der Sie sich gegen die Änderung des Abgeordnetengesetzes gewandt haben.

Ich kann gut verstehen, dass solche Entscheidungen des Parlaments, die es nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nur für sich selbst treffen kann, einem besonderen öffentlichen Erklärungsbedarf unterliegen. Dem möchte ich als Landtagsabgeordnete gerne nachkommen:

Unbestritten – auch in der Presse und vom Bund der Steuerzahler NRW – ist, dass Nordrhein-Westfalen das modernste und transparenteste Abgeordnetenrecht in Deutschland hat.

Die Diätenreform, die am 17. März 2005 einstimmig verabschiedet wurde, hat die verschiedenen Bestandteile der früheren Abgeordnetenbezüge in einer einzigen steuerpflichtigen Leistung zusammengefasst. Es gibt – anders als in vielen Ländern und im Bund – keine steuerfreien Pauschalen. Die Abgeordneten bestreiten ihre Aufwendungen, wie z.B. für das Wahlkreisbüro, aus ihren Bezügen, kommen für ihr Arbeitsmaterial auf und versteuern ihr Einkommen nach den geltenden Steuersätzen und Richtlinien wie jeder andere, der einer freiberuflichen Tätigkeit nachgeht. Die Grundlage für diese Diätenreform erarbeitete eine dafür eingerichtete Diätenkommission.

Im Ergebnis gibt es seitdem eine größere Transparenz der Abgeordnetenbezüge, eine Gleichstellung mit allen Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern und die Sicherstellung einer dem Amt angemessenen Bezahlung.
Ein Kernelement der Diätenreform war der Wegfall der staatlichen Altersversorgung. Sie wurde ersetzt durch eine aus eigenen Beiträgen finanzierte Altersversorgung. Wie bei der Bemessung der Abgeordnetenbezüge ist bei der Altersvorsorge darauf zu achten, dass Abgeordnete angemessene Leistungen erhalten. Dies ist nicht nur verfassungsrechtlich geboten, sondern entspricht auch dem Bild, das die Verfassungsväter und –mütter von den freien, gleichen und vor allem unabhängigen Abgeordneten hatten. Dieses findet auch seinen Ausdruck im gleichen Erwerb von Versorgungsansprüchen während der Mandatstätigkeit, unabhängig von der sonstigen Berufsbiographie.

Die Diätenreform hat die Abgeordneten aus der damals sehr hohen staatlichen Versorgung in ein eigenständiges Versorgungswerk überführt.

Aus Sicht der SPD-Landtagsfraktion gibt es zur Konstruktion des Versorgungswerks, das 2005 mit der Diätenreform beschlossen und aufgebaut worden ist, keine ernsthafte Alternative. Eine Rückkehr zur alten staatlichen Versorgung der Landtagsabgeordneten lehnen wir als nicht generationengerecht ab. Nach intensiver Beratung in der Fraktion und mit Fachleuten geht die SPD-Fraktion davon aus, dass die verschiedentlich geäußerten Bedenken gegenüber der Substanz des Versorgungswerkes nicht stichhaltig sind.

Aus diesem Grund tritt die SPD-Fraktion dafür ein, die Entwicklungsperspektiven von Versorgungswerken im Vergleich zu privaten Rentenversicherungen und Lebensversicherungen durch eine unabhängige Kommission transparent diskutieren und konkrete Vorschläge zur Weiterentwicklung der Abgeordnetenversorgung prüfen zu lassen. Zu den Themen soll des Weiteren die Frage der zukünftigen Darstellung der Angemessenheit der Abgeordnetenversorgung im Vergleich zu anderen Berufsgruppen gehören. Der konkrete Auftrag der Kommission soll im Einvernehmen mit allen im Landtag vertretenen Fraktionen formuliert werden.

Die in der Anhörung vorgeschlagene verpflichtende Einbeziehung aller Abgeordneten in die gesetzliche Rentenversicherung ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Eine Ungleichbehandlung der Abgeordneten stößt auf erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken. Eine Individualisierung der Entscheidung über die Altersvorsorge eines/einer Landtagsabgeordneten lehnen wir ebenso ab. Der Solidargedanke muss auch bei der Altersversorgung für Abgeordnete gelten.

Bleibt die Frage, ob die derzeitige Abgeordnetenversorgung angemessen ist. Hierzu hat es in der Anhörung unterschiedliche Meinungen gegeben. Einige Experten halten die dauerhafte Sicherung des 2005 gefundenen Versorgungsniveaus für angemessen, andere dagegen nicht. Zur Erinnerung: Mit der Diätenreform 2005 wurde das Versorgungsniveau gegenüber der bis dahin geltenden Regelung um rund 40 Prozent gesenkt.

Nach der jetzt geplanten Erhöhung des Beitrages zum Versorgungswerk hat ein Abgeordneter nach zehnjähriger Zugehörigkeit zum Landtag einen Versorgunganspruch in Höhe von 1573 Euro, nach altem Recht gibt es für die gleiche Zeit einen Anspruch in Höhe von 2588 Euro. Die Anhörung hat auch deutlich gemacht: die Angemessenheit muss letztlich politisch bewertet und entschieden werden.

In Abwägung aller bisher bekannten Argumente sowie der Versorgungsansprüche vergleichbarer Funktionen und der Sonderstellung eines auf Zeit ausgeübten Mandats, halten die Mitglieder der SPD-Fraktion eine Altersversorgung von 1573 Euro nach zehnjähriger Zugehörigkeit für angemessen. Um dieses Niveau langfristig zu sichern, ist die jetzt vorgesehene Erhöhung des Beitrages zum Versorgungswerk um 500 Euro notwendig. Die entsprechende Erhöhung der Abgeordnetenbezüge muss komplett versteuert werden. Gleichzeitig fließen aber 500 Euro direkt dem Versorgungswerk zu. D.h.: Alle Abgeordnete verfügen künftig über ein geringeres (Netto-) Einkommen.

Gerne möchte ich noch auf die folgende Grafik aus der Westdeutschen Zeitung vom 8. Februar hinweisen. Hieraus wird ersichtlich, dass NRW in Bezug auf die Politikerpensionen weiter deutlich hinter den anderen Parlamenten zurückbleibt.

Ich hoffe, ich habe etwas zum besseren Verständnis in der Sache beitragen können.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft MdL

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Frage zum Thema Finanzen
09.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft;

Morgen, Freitag den 10.02.2012, steht die Abstimmung zur Steuersenkung im Bundesrat an.
Während die Bundesregierung gerade die durch die "kalte" Progression Betroffenen etwas entlasten will, wollen gerade SPD-geführte Länder diesen Entlastung verhindern. Wohlgemerkt handelt es sich gerade um untere und mittlere Einkommen, deren Steuerlast etwas gemildert werden soll.
Warum will gerade die SPD diese Entlastung verhindern ? Sie gehören zu den schärfsten Kritikern.
Dass die Kassen relativ leer sind, das es eine Euro-, Banken- und Schuldenkrise gibt, kann keine Rolle spielen, denn auch die MdB´s haben sich erst im Sommer 2011 eine Diätenerhöhung genehmigt, bereits beschlossene Sache ist dies auch für das Jahr 2012; trotz leerer Kassen.
Ebenso verfahren die Bundesländer: Erst gestern, 08.02.2012, hat sich der Landtag NRW, trotz massivster Bürgerproteste, mit den Stimmen gerade auch von der SPD eine Diätenerhöhung von 500,- Euro genehmigt.
Wie paßt diese Handlungsweise der SPD in die derzeitige Schuldenkrise ?
Angesichts der Krise wäre äußerste Zurückhaltung geboten; bei den Politikern erleben wir aber gerade das Gegenteil.
Wie erklären Sie also einem Bürger mit niedrigem oder mittlerem Einkommen, dass seine Schuldenlast nicht gemindert werden kann, während sich die Politiker trotz Krise satte Diätenerhöhungen genehmigen ?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hannelore Kraft
bisher keineEmpfehlungen
27.02.2012
Hannelore Kraft
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Mail über abgeordnetenwatch.

Grundsätzlich möchte die SPD die steuerlichen Entlastungen durch Anhebung des Grundfreibetrags nicht verhindern. Allerdings vertreten wir die Meinung, dass die sich daraus ergebenden Steuermindereinnahmen für die öffentlichen Haushalte nicht tragbar sind. Um eine ausreichend hohe Einnahmebasis sicherzustellen, wollen wir daher zeitgleich eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes.

Was die Diätenfrage betrifft, so möchte ich Sie an dieser Stelle der Einfachheit halber auf meine diversen Antworten zu diesem Thema auf abgeordnetenwatch verweisen.

Mit freundlichen Grüßen
Hannelore Kraft
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Frage zum Thema Soziales
12.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

wieder einmal wurden die Diäten der Abgeordneten in NRW erhöht noch dazu wo Deutschland auch so schon genug finanzielle Probleme hat und die Damen und Herren Politiker nun wirklich schon mehr als genug Geld und Renten bekommen.

www1.wdr.de

Haben Sie eigentlich irgendwann mal daran gedacht dass ein sehr großer Teil der deutschen Bevölkerung trotz Vollzeitarbeit oder obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben unter oder sehr knapp am Existensminimum leben ? Oder mit den Menschen die trotz hunderte oder manches Mal sogar tausende Bewerbungen schreiben und dennoch keine Arbeit bekommen und auf Hartz4 angewiesen wird was dank einiger Trickesereien auch immer weniger wird ? Was ist mit all diesen Menschen ?

Sie büßen doch am Ende wieder mal für die höheren Diäten, für Griechenlands Pleite, sinnlose Bauprojekte die niemals fertig gestellt werden oder schlicht unbrauchbar sind, für den Afghanistan Einsatz der Milliarden verschlingt und nichts bringt, usw.

Mit welchen Recht also erhöhen sich die Politiker dauernd ihre Diäten, Renten, usw. wärend das einfache Volk schauen kann wo es bleibt und wie es klar kommt ?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Hannelore Kraft
bisher keineEmpfehlungen
24.02.2012
Hannelore Kraft
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Mail, in der Sie Kritik an der Erhöhung der Abgeordnetendiäten äußern.

Da ich die Diätenfrage schon des Öfteren auf abgeordnetenwatch beantwortet habe, möchte ich Sie an dieser Stelle der Einfachheit halber hierauf verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft MdL
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Frage zum Thema Sicherheit
20.02.2012
Von:

Verpflegung der Hundertschaften in NRW

Sehr geehrte Frau Kraft,

wie kann es passieren und vor allem, wie kann es immer wieder passieren, dass die Hundertschaften in NRW mit schlechtem Essen versorgt werden??? Erst Weiberfastnacht in Köln war es wieder der Fall. (Quelle: www.rp-online.de )
Ich bitte Sie, ein mal die Stimmung in den Hundertschaften abzufragen. Diese Frauen und Männer müssen sich mehr als mies behandeln lassen, sind ständig bei ihren Einsätzen zunehmender Gewalt ausgesetzt, arbeiten während der Einsätze oftmals mehr als 10 Stunden pro Tag und dann sowas??
Hundertschaften sind nicht nur in unserem Bundesland bei den Bürgern mehr als verhasst und bedürfen eines besonderen Schutzes unseres Landes. Wird daran mal gedacht?

Ich bin eine Ihrer überzeugten Wählerinnen und mehr als enttäuscht über diesen Missstand.

Ich freue mich sehr auf Ihre Stellungnahme und danke Ihnen im Voraus dafür.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Hannelore Kraft
bisher keineEmpfehlungen
27.02.2012
Hannelore Kraft
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Mail über abgeordnetenwatch.

Da Ihre Frage nicht in den Zuständigkeitsbereich der Mülheimer Landtagsabgeordneten Hannelore Kraft fällt, bitten wir Sie, sich mit Ihrem Anliegen direkt an das zuständige Ministerium für Inneres und Kommunales (Email: poststelle@mik.nrw.de) zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Doris Spruda
Wiss. Mitarbeiterin H. Kraft MdL
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