Hannelore Kraft (SPD)
Kandidatin Landtagswahl NRW 2010
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Hannelore Kraft
Geburtstag
12.06.1961
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ökonomin, Staatsministerin a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
MdL
Wohnort
Mülheim an der Ruhr
Wahlkreis
Mülheim I , über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
1
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(...) M. E. spricht nichts dagegen, dass eine Partei Medienanteile kaufen darf und ich halte das auch nicht für eine Beeinflussung der Wählerinnen und Wähler. Entscheidend ist die Transparenz solcher Beteiligungen und die ist gegeben. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Hannelore Kraft hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 31 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
21.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

ich habe einige Fragen zu Ihren Planungen zum Thema Verkehr in NRW, falls Sie nach der Wahl zur Ministerpräsidentin gewählt werden. Werden Sie dafür sorgen, daß es in NRW auf allen Autobahnen, zumindest während der Hauptverkehrszeiten zwischen 6 und 20 Uhr, ein Überholverbot für LKW gibt? Werden Sie dafür sorgen, daß die derzeit endlos langen Baustellen auf NRW-Autobahnen sowohl in ihrer Längenausdehnung (derzeit einzelne Baustellen bis teilweise ca. 10km Länge) auf wenige Kilometer begrenzt werden als auch die zeitliche Dauer durch mehr Nachtarbeit drastisch verkürzt wird? Beziehen sich Ihre Vorstellungen, den Schienenverkehr in NRW zu verbessern, nur auf die Prestigeprojekte wie Rhein-Ruhr-Expreß und Betuwelinie? Oder können sich auch vorstellen, zur Zeit nicht genutzte Schienenverbindung (z.B. Bördebahn Düren-Euskirchen-Eifel) wiederzubeleben bzw. abgebaute Schienenverbindungen (z.B. Remscheid über Wermelskirchen und Leverkusen bis Köln) wieder aufzubauen? Und die von der DB offensichtlich nicht gewünschten Verbindungen ggf. in einer eigenen NRW-Bahn-Gesellschaft zu führen?

Vielen Dank
Antwort von Hannelore Kraft
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06.05.2010
Sehr geehrter Herr ,

gute Verkehrsinfrastruktur ist für NRW von entscheidender Bedeutung. NRW ist als dicht besiedeltes Industrieland auf das Funktionieren seiner Verkehrswege angewiesen. Die Prognosen, die ein starkes Wachstum von bis zu 100 Prozent, insbesondere beim Güterverkehr voraussagen, machen deutlich, wie groß hier die Herausforderungen für NRW sind. Für die SPD bedeutet dies, dass neben einer Optimierung der Verkehrsinfrastruktur vor allem auch ein Umsteuern notwendig ist. Güter- und Pendlerverkehre müssen wir, soweit dies eben möglich ist, auf die Schiene holen. Vor diesem Hintergrund sind Projekte wie der RRX, die Betuwe oder auch der Eiserne Rhein für die SPD keine Prestigeprojekte sondern absolut notwendig, um einen Verkehrskollaps abzuwenden. Die SPD setzt sich aber nachdrücklich auch für die Reaktivierung stillgelegter Strecken ein. Hierzu haben wir uns im Wahlprogramm verpflichtet.

Für die Zukunft des ÖPNV wird eine auskömmliche Finanzierung von zentraler Bedeutung sein. CDU und FDP haben in diesem Bereich die Mittel massiv gekürzt, weswegen dem ÖPNV in NRW jährlich Mittel in dreistelliger Millionenhöhe fehlen. Dies hat vor allem im ländlichen Raum zu einer deutlichen Verschlechterung des Verkehrsangebotes geführt.

Die SPD konzentriert sich im Schienenverkehr nicht allein auf die DB AG. Zahlreiche Anbieter haben bewiesen, dass auch Strecken, die für die DB AG nicht interessant sind, wirtschaftlich betrieben werden können. So werden beispielsweise in Ostwestfalen zahlreiche Verbindungen heute von anderen Anbietern bedient.

LKW-Überholverbote sind in der SPD ein viel diskutiertes Thema. Auf zweispurigen Teilstücken sollte es diese generell geben. Dort, wo mehr Fahrspuren zur Verfügung stehen, ist es für mich aber nachvollziehbar, dass es für stärker motorisierte LKW die Möglichkeit geben muss, zu überholen.

Was das Baustellenmanagement angeht glaube ich, dass wir uns hier in einem permanenten Lernprozess befinden. Was letztendlich zu der geringsten Belastung führt, muss mit allen Beteiligten überlegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft
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Frage zum Thema Verkehr/Infrastruktur
26.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

in der ADAC-Motorwelt wurden Sie nach Ihrer Einstellung zu einem Tempolimit auf den Autobahnen befragt. Sie antworteten (sinngemäß), dass Sie sich freuen würden, wenn man in Nordrhein-Westfalen überhaupt mal die zugelassene Höchstgeschwindigkeit fahren könnte.
Was heißt das jetzt genau? Möchten Sie ein Tempolimit einführen oder nicht?

Vielen Dank für eine kurze Aufklärung.


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Frage zum Thema Steuer/Finanzen
27.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

in der Lippischen Landes Zeitung vom 23. April 2010 steht geschrieben, daß die Bischöfe aus Steuergeldern bezahlt werden und mit Ausnahme von Bremen und Hamburg, auch noch Weihbischöfe, Dompröpste, Kanoniker, Domkapitulare, Oberkirchenräte, Dom-Messner und sogar der Weihrauch für die Messen. Sollte das auf Wahrheit beruhen bin ich empört und frage mich, ob diese Verträge aus dem 19. Jahrhundert nicht geändert werden können, nein müssen.

Ich hoffe sehr, daß Sie dieses Thema bei einer Sitzung einmal behandeln können.

Mit freundlichen Grüßen


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Frage zum Thema Bildung
28.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

Ich bin Schülerin einer Realschule und würde gerne wissen wie sie zu Realschulen stehen?
Zudem möchte auch wissen warum wir auf unser Schule keinen vernüftigen Unterricht bekommen auf Grund der mangelnden Materielalien ?
Zunehmend ist es uns nicht möglich zum Beispiel Experimente , Arbeitsblätter usw. zubearbeiten .
Bitte schreiben sie mir warum dies so ist .

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hannelore Kraft
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06.05.2010
Hallo ,

vielen Dank für deine Fragen. Die Realschulen im Land leisten gute Arbeit. Ich schätze das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer an dieser Schulform sehr. Eigentlich darf es nicht sein, dass bei dir Unterricht ausfällt, weil Materialien fehlen. Die Städte sind verpflichtet, die für einen ordnungsgemäßen Unterricht erforderlichen Schulanlagen, Gebäude, Einrichtungen und Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten. Aber viele Städte im Land leiden unter hohen Schulden und können nicht alles anschaffen, was notwendig ist. Ich will dafür sorgen, dass die Städte ihre Schulden abbauen und all ihre Aufgaben wieder erledigen können. Die jetzige Landesregierung macht das nämlich nicht.

Viele Grüße

Hannelore Kraft
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung/-gesellschaft
28.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Kraft,

in Duisburg fand eine große rechtsextremistische Veranstaltung einer Organisation statt, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Siehe hier:

www.taz.de

Aber statt gewaltiger Gegendemonstrationen, die sonst bei jeder rechtspopulistischen Kleindemo organisiert werden, konnte ich zu meinem Erstaunen keinerlei Protest seitens der SPD vor Ort erkennen.

Ist da was übersehen worden, was ich mir bei der Größenordnung dieser Veranstaltung nicht vorstellen kann oder hat sich die SPD bewusst gegen eine Protestaktion entschieden?

Wenn ja! Warum?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Hannelore Kraft
bisher keineEmpfehlungen
06.05.2010
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich bitte Sie um Verständnis, dass ich Ihnen hierauf nicht antworten kann, da es sich um eine Angelegenheit handelt, die die Duisburger SPD betrifft. Ich bitte Sie deshalb, sich mit Ihrer Frage an den für Sie zuständigen Duisburger Abgeordneten zu wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Hannelore Kraft
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Ihre Frage an Hannelore Kraft
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