Gunter Weißgerber (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Gunter Weißgerber
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Bohringenieur
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Leipzig II
Landeslistenplatz
keinen, Sachsen
weitere Profile
(...) Wir stehen vor diesen neuen Herausforderungen. Die Aufgabe einer Regierung muss es sein, Antworten darauf zu finde, wie man schwerste Straftaten, die heute zu einem nicht unerheblichen Teil durch moderne Kommunikationsmittel geplant und koordiniert werden, zu verhindern. Vor diesem Hintergrund stimme ich mit der Regierung überein, hier effektiv ansetzen zu wollen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Gunter Weißgerber
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Finanzen
13.12.2006
Von:

Guten Tag Hr. Weißgerber,

ich war wiederholt bei sogenannten `Unternehmen`, öffentlichen Beteiligungen bzw. Eigenbetrieben der Stadt Leipzig beschäftigt und habe erlebt, wie seitens der Stadt Leipzig systematisch EU- und Bundesfördermittel- bzw. Mittel der Bundesagentur für Arbeit in Leipzig veruntreut wurden (zuletzt im Betrieb für Beschäftigunsförderung der Stadt Leipzig (bfb). Ich habe zudem erlebt, wie die lokale SPD - zu deren Führungskräften Sie seit über einem Jahrzehnt gehören - ehemalige SED-Kader in leitenden Positonen beim Arbeitsamt Leipzig installiert und protegiert hat, und das inzwischen SPD geführte Arbeitsamt ehemalige IM des MfS der DDR in Führungspositionen beim bfb gebracht hat, um arbeitslose Hilfeempfänger zu betreuen - das sind diese ungewaschenen und unrasierten Arbeitslosen, wie sie Ihr Parteifreund Beck zu nennen pflegt. Ihren Parteifreund Tiefensee (ehem. OBM) habe ich wiederholt über Betrugstatbestände informiert, ohne eine Antwort zu erhalten. Anmerkung: Mir ist bekannt, dass seine `Hoheit´ W. Tiefensee grundsätzlich keine Briefe beantwortet, wenn diese problematische Sachverhalte seines Handelns berühren. Dennoch geht es um die systmatische Veruntreuung von öffentlichen Geldern in Mio-Höhe, welche auch wiederholt durch den Freistaat Sachsen und Rechnungsprüfer festgestellt worden sind.
Desweiteren möchte ich Sie gerne darüber informieren, dass Sie auf den Internetseiten der SPD-Leipzig mit einem Parteigenossen in Aufsätzen zu reüssieren versuchen, der im Zusammenhang mit dem bfb im großen Stil in ABM-Betrug verwickelt ist.
Warum stellen Sie sich als MdB schützend vor die kriminellen Machenschaften im Zusammenhang mit dem Leipziger bfb?
Und warum behaupten Sie immer wieder, dass es in Leipzig keine SPD-Filz gibt, wo gerade gegen mehrer SPD-Geschäftsführer von kommunalen Beteiligungen staatsanwaltschaftlich ermittelt wird?
MfG
,
ehem. Projektleiter bfb-BMW AG, Leipzig
www.bfb-betrug-leipzig.de.vu

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 16 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
17.01.2007
Von:

Werter Herr Weißgerber,

als junge und engagierte Frauenärztin wende ich mich an Sie, um Sie auf die gravierenden Missstände in unserem Gesundheitssystem, aufmerksam zu machen, die sich durch die geplanten Maßnahmen nur weiter verschlimmern werden.

Es bestehen dramatische Widersprüche zum Grundgesetz.
Der 1. Verstoß erfolgte gegen Artikel 3:
"Niemand darf wegen seiner Rasse, Religionszugehörigkeit oder Berufswahl benachteiligt werden."

Das SGB V entrechtet ALLE Kassenärzte(Inn)en (außer bestimmten Funktionären) und treibt sie in den Ruin denn ANGEMESSENE Honorare gibt es schon lange NICHT mehr. Nach SGB V hat ein Kassenarzt keinen Anspruch auf ein kostendeckendes Honorar! Bloß...sollen wir von Luft und Liebe leben?
Als Kassenärzte sind wir in diesem Zusammenhang Scheinselbstständige, da auf Gedeih und Verderb den Kassen ausgeliefert und nicht in der Lage, durch Fleiß oder Engagement einen höheren Umsatz zu erzielen. Ist Scheinselbständigkeit nicht verfassungswidrig?
Als Kassenarzt bin ich im ständigen Konflikt zwischen meinem ärztlichen Gewissen und dem Würgegriff der rigiden Sparvorschriften der gesetzlichen Krankenkassen. Ich will nur der medizinischen Wissenschaft und der ärztlichen Ethik verpflichtet sein!
Die Einführung der E-Card widerspricht nicht nur dem hippokratischen Eid und den ärztlichen Berufsordnungen, in denen die ärztliche Schweigepflicht festgeschrieben ist. Sie untergräbt in dramatischer Weise das vertrauensvolle Arzt-Patientenverhältnis!
Oder würden Sie es begrüßen, wenn jemand in Ihrer "Karte" lesen könnte, dass Sie beim Arzt Ihres Vertrauens über Ihre beruflichen Probleme und Sorgen gesprochen haben und der Arzt logischerweise die "verbale Intervention bei Anpassungsstörung" kodiert hat, weil er sonst für die halbe Stunde intensives Zuhören und seelisches "Auffangen" überhaupt kein Honorar erhalten hätte, Sie aber von bösen Zungen als ein bisschen verrückt dargestellt werden könnten?

Viele Grüße
Antwort von Gunter Weißgerber
1Empfehlung
18.01.2007
Gunter Weißgerber
Sehr geehrte Frau ,

mit der E-Card habe ich keine Probleme, auch habe ich nichts dagegen, wenn mein Arzt meine Geschichte etwas besser kennt, vom gesicherten Datenschutz gehe ich ohnehin aus. Zur Gesundheitspolitik allgemein empfehle ich meine Homepage www.gunter-weissgerber.de

MfG
Gunter Weißgerber
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
18.01.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Weißgerber,
weil mich als Kassenpatientin das Thema Gesundheit besonders interessiert, bin ich durch Zufall auf die Frage von Frau Dr. Gotzmann und Ihre Antwort darauf gestossen.
Gelinde ausgedrückt macht mich Ihre nichts sagende Antwort sauer. Das Sie, als privat Versicherter keine Probleme mit der eCard haben ist klar. Sie werden in den Genuß eines "gläsernen Patienten" ja auch nicht kommen. Wie können Sie eigentlich von einem gesicherten Datenschutz sprechen, wenn sogar das Pentagon nicht von Hackern verschont geblieben ist?
Auf das dann nicht mehr vorhandene Arzt/Patientenverhältnis sind Sie überhaupt nicht eingegangen.
Ich hoffe sehr, dass Sie auf meine Einlassungen eine etwas ausführlichere Stellungnahme mit präziseren Angaben machen werden.
Mit freundlichen Grüße
G.
Antwort von Gunter Weißgerber
bisher keineEmpfehlungen
09.03.2008
Gunter Weißgerber
Sehr geehrte Frau ,

ich muss Ihnen widersprechen, wenn Sie meinen, durch die Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte werde es einen gläsernen Patienten geben. Zunächst erst ein mal: Auf der Gesundheitskarte werden mit Daten wie zum Beispiel Geburtsdatum, Krankenkasse, Adresse und Zuzahlungsstatus des Karteninhabers Daten pflichtgespeichert, die schon heute durch die Versichertenkarte einlesbar sind.

Überdies wird es in Zukunft eine Pflicht zum elektronischen Rezept geben; es wird zu mehr Effizienz im Gesundheitswesen führen. Der Großteil der Rezepte wird in der Arztpraxis elektronisch erstellt, dann aber wieder ausgedruckt. In der Apotheke nimmt der Apotheker das Rezept entgegen, nach dem Einscannen werden die Daten an das Apothekenrechenzentren weitergeleitet. Schon wenn diese sog. "Medienbrüche" beseitigt werden, führt dies zu einer erheblichen Effizienzsteigerung, denn die jährlich rund 700 Millionen Rezepte werden bisher alle bis zu fünfmal angefasst und neu bearbeitet. Mit dem Einsatz der elektronischen Gesundheitskarte und der Einführung des elektronischen Rezepts lässt sich dieser Prozess erheblich effizienter gestalten.

Alle weiteren medizinischen Daten, wie ein sog. Notfalldatensatz und eine Arzneimitteldokumentation sind hingegen freiwillig zur Speicherung mögliche Daten. Hier ist so ein höchstmöglicher Datenschutz garantiert. Wer der Speicherung hingegen zustimmt hat in Zukunft bei Arztwechsel oder im Notfall die Garantie einer optimalen Versorgung; gesundheitlich belastende Doppeluntersuchungen oder die Gefahr des Verschreibens ungeeigneter Medikamente werden so vermieden. Letztlich führt dies zur weiteren Leistungseffektivierung, einem Grundanliegen der Gesundheitsreform. Im Übrigen: Wer mehr über seinen Gesundheitszustand weiß, kann auch mehr Eigenverantwortung für seine Gesundheit übernehmen. Alles in allem ist die elektronische Gesundheitskarte also eine sinnvolle Institution.

Mit freundlichen Grüßen
Gunter Weißgerber
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Arbeit
23.01.2007
Von:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Können Sie mir bitte helfen!
Bei mir ist folgende Situation eingetreten!
Habe meine Lehre als Elektroinstallateur abgeschlossen und nach langer Suche endlich Arbeit gefunden. Habe gerade meine Probezeit überstanden und meine Firma ist auch sehr zufrieden mit mir. Nun ist es leider so dass ich zum 1.4. zum Bund muss,Ich aber mit meiner finanziellen Situation zufrieden bin und mir dadurch etwas aufgebaut habe!Was ich durch das Geld vom Bund oder Zivi nicht oder nur schwer aufrecht erhalten kann! Wie kann ich es vielleicht umgehen zum Bund oder Zivi zu gehen da ich froh bin Arbeit gefunden zu haben? Als junger Mensch ohne Berufserfahrung bekommt man die Chance kaum oder selten geboten. War auch schon beim Kreiswehrersatzamt mit Arbeitsvertrag und habe gesagt dass ich Arbeit habe aber da habe ich nur die Antwort erhalten: "Ein Arbeitsplatz ist egal." Aber das finde ich ist doch genau die falsche Einstellung auf der einen Seite sagen sie, es gibt zu viele Arbeitslose aber auf der anderen schaffen sie dadurch wieder neue Arbeitslose. Ich wäre mit dem Bund zum 31.12 fertig und denke doch das jeder weiß das es im Winter auf dem Bau schlecht aussieht!Und die neun Monate fehlen mir auch in der Berufserfahrung !Meine Meinung ist das solche die nach der Ausbildung keine Arbeit finden doch zum Bund gehen können dadurch verdienen sie 9 Monate Geld und sie bekommen die Chance sich weiter zu bewerben!Ich hatte das gleiche Problem war auch nach der Ausbildung Arbeitslos weil meine Firma Insolvenz angemeldet hatte aber da wollte mich der Bund nicht!


Mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales
15.04.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Weißgerber,

mich enttäuschen bislang die Stellungnahmen Ihrer SPD-Kollegen zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen". Ich habe insgesamt den Eindruck, dass sich Ihre Partei mit dieser Frage schwer tut und sehe den Grund darin, dass in der SPD noch immer ein Zusammenhang zwischen (Lohn)Arbeit und protestantischer Ethik angenommen wird.

Wie ist Ihre Position zu dieser Problematik?
Antwort von Gunter Weißgerber
3Empfehlungen
10.03.2008
Gunter Weißgerber
Sehr geehrter Herr ,

die Reformen am Arbeitsmarkt, die wieder gerne mit den "Hartz-Gesetzen" bezeichnet werden, haben unseren Arbeitsmarkt nachhaltig verändert. Ein Grundpfeiler dieser wichtigen und richtigen Reformen war es, Klarheit über alle diese Menschen zu schaffen, die Sozialhilfe empfangen aber arbeitsfähig sind um ihnen dann die Förderinstrumente unserer Arbeitsmarktpolitik zugute kommen zu lassen. Millionen von Menschen in unserem Land tauchten von nun an wieder in den Vermittlungs- oder Fortbildungsbemühungen der Sozialleistungsträger auf.

Ein zweiter Grundpfeiler war das Prinzip "Fördern und Fordern". Unser Selbstverständnis einer sozialen Marktwirtschaft ist es, dass der Einzelne in unverschuldeter Benachteiligung alle Unterstützung bekommt, wenn er sich in gleichem Zug auch selbst um seine Zukunft bemüht. Diesen beiden Grundpfeilern widerspricht das bedingungslose Grundeinkommen oder "Bürgergeld": Wenn ein Mensch bedingungslos den Anspruch darauf hat, ist der Anreiz selbst sein Schicksal in die Hand zu nehmen dahin. Und der Staat tut damit kund, dass auch er kein Interesse mehr hat, dem Betroffenen dabei zu unterstützen. Der Bürger oder die Bürgerin wird einfach mit Geld abgefunden und zur Untätigkeit abgestempelt. Dies ist eine Bankrotterklärung für eine soziale Marktwirtschaft. Ich will dies nicht.

Und schließlich noch eines: Die derzeitig diskutierten Beträge für das Grundeinkommen liegen in ihrer Addition stets unter den momentanen Sätzen bspw. für das ALG II in Addition mit dem Mietzuschuss. Auch dessen sollte man sich bewusst sein.

Mit freundlichen Grüßen

Gunter Weißgerber
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Gunter Weißgerber
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.