Günter Gloser (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Günter Gloser
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Verwaltungsjurist, Verwaltungsdirektor a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Staatsminister im Auswärtigen Amt
Wahlkreis
Nürnberg-Nord
Landeslistenplatz
9, Bayern
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(...) Der von Ihnen zitierte Artikel ist mir leider nicht bekannt. Zu den von Ihnen angesprochenen Lohnunterschieden zwischen der Schweiz und Deutschland möchte ich allerdings anmerken, dass die Lohnfindung in Deutschland Aufgabe der Tarifpartner ist. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
nicht beteiligt
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Günter Gloser
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Frage zum Thema Sicherheit
19.05.2008
Von:

Geehrter Herr Gloser,

mein Anliegen betrifft alle freizeitliebenden Naturfreunde die sich sportlich und sicher mit dem Fahrrad bewegen wollen.
Wenn Nürnberg auch nicht mit der fahrradfreundlichen Stadt Erlangen und seinem guten Netz an Fahrradwegen konkurrieren kann, sollte es aber doch möglich sein, vorhandene Radwege durchgehend zu erschließen.

Ein gefährlicher Radweg Altenfurter Hallenbad bis kurz vor die Autobahnbrücke der A6 bei der Moserbrücke.
An dieser Verbindungsstrecke zw. Nbg. und Feucht fehlen etwa 800Meter des ansonst perfekten Radweges.
Es ist vielen unerklärlich, weshalb diese fehlenden Meter auf der "vorbereiteten" baumfreien Fläche parallel zur ST2401 (Ölser Str) seit mehreren Jahren nicht fertig gestellt werden.
An dieser Stelle bin ich gezwungen mit dem Kinderwagenanhänger, die schlecht einsehbare kurvige St2401, die lange Zeit eines Tages an der ein Autofahrer durch das Sonnenlicht geblendet sein können, zu nutzen.
Instinktiv neigt man als Autofahrer dazu, lieber eine Gruppe Radfahrer "abzuschießen", statt in den Gegenverkehr zu krachen!
Immer wieder hört man, dass Radfahrer diese Verbindung zw. Nbg. und Feucht aus diesem Grund meiden -angemerkt sei noch, dass der eh schon "unzumutbare" Radweg durch den Wald, mit entwurzelten Bäumen komplett blockiert ist!

So wird der Umstieg vom KFZ auf öffentliche Verkehrsmittel und bewegungsfreundliche Radfahrer nur sehr schwer vorankommen.

Nun meine Frage:
ist mit einer Fertigstellung dieses beschriebenen Radweges noch vor einem Todesfall zu rechnen, oder muss wirklich erst jemand zu Schaden kommen?

Mit freundlichen Grüßen
32J.
Antwort von Günter Gloser
4Empfehlungen
20.05.2008
Günter Gloser
Sehr geehrter Herr ,

da ich selbst sehr gern Fahrrad fahre, liegt mir die Sicherheit und der Ausbau von Fahrradwegen sehr am Herzen. Da ich jedoch als Bundestagsabgeordneter hier selbst keine Entscheidungskompetenz besitze, habe ich Ihre Frage an die Nürnberger SPD-Stadtratsfraktion weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Gloser
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Frage zum Thema Umwelt
12.06.2008
Von:
-

Hallo Herr Gloser!
Z.Z. wird ja wegen einer CO2- Kfz-Steuer diskutiert. Ich frage mich, wie kann man nur auf die Idee kommen, von einer CO2-Ausstoß-abhängigen PKW-Steuer zu sprechen, ohne die tatsächlich gefahrenen km zu berücksichtigen.
Wenn man diese Methode in Erwägung zieht, handelt es sich nämlich nicht mehr um eine CO2-ausstoßabhängige Steuer, sonst müßte man z.B. per Fahrtenbuch die Jahres-km eines jeden Fahrzeuges ermitteln und mit dem spezifischen CO2-Ausstoß multiplizieren, um die tatsächlich ausgestoßene CO2-Jahresmenge eines jeden Fahrzeuges zu ermitteln.
Da jedoch in der Regel der CO2-Ausstoß direkt vom Kraftstoffverbrauch abhängt, wäre die Steuer dort viel gerechter und realistischer angebracht. Welche Meinung vertreten Sie Herr Gloser?
mit freundlichen Grüssen
H.J.
Antwort von Günter Gloser
1Empfehlung
19.06.2008
Günter Gloser
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage zum Thema KfZ-Steuer.

Natürlich könnte man theoretisch die KfZ-Steuer komplett abschaffen und die Belastung auf den Benzinpreis umlegen, damit würden aber neue Ungerechtigkeiten geschaffen, die niemand wollen kann. Denn schon auf dem aktuellen Stand ist der Benzinpreis für Menschen mit geringem Einkommen, die auf das Auto auch auf langen, regelmäßigen Strecken angewiesen sind, eine hohe Belastung. Diesen Menschen gegenüber wäre eine weitere deutliche Erhöhung der Benzinkosten nicht zu vertreten.

Im Übrigen würde die Umlage der KfZ-Steuer auf den Benzinpreis allein zu kurz greifen. Vielmehr geht es darum, bei der Autoindustrie zu einer deutlichen Senkung des Durchschnittverbrauchs von Neuwagen zu erreichen. Hier werden wir auf Grundlage der zwischen Deutschland und Frankreich ausgehandelten Kompromisses eine EU-Regelung bekommen, die genau dies vorsieht.

Die Erfahrung zeigt, dass auch die bisherigen Preissteigerungen beim Benzin nicht zu einer ausreichenden Senkung des CO2-Ausstoßes geführt haben. Gerade bei großen Autos scheint für die Nutzer der Benzinverbrauch nach wie vor keine große Rolle zu spielen.

Ich halte es insgesamt für unrealistisch, die Zahl der gefahrenen Kilometer durch einen höheren Benzinpreis deutlich zu reduzieren. Deshalb gibt es zu einer innovativen Entwicklung beim Fahrzeugbau keine sinnvolle Alternative. Und genau dazu dient eine Umstellung der KfZ-Steuer von der Hubraum-Orientierung hin zu einer Steuer, die sich am CO2-Ausstoß orientiert.

Ich hoffe, damit Ihre Frage nach meiner Position beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Gloser
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Gloser,

bitte beanworten Sie mir ein Paar Fragen.

Reisepass :
Warum steht unter Staatsangehörigkeit Deutsch und nicht Bundesrepublik Deutschland ?,
Welche Bedeutung haben die Farben Rot,Grün,Blau ?
Warum sind 2 verschiedene Staatswappen eingedruckt ?
Personalausweis :
Warum heisst der nicht Personenausweis ?
wessen Personal bin ich (nach meinem Ausweis) ?
Die Fragen wurden schon mal gestellt,aber von den Moderatoren nicht freigeschaltet, darum hier nochmal.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Grüße
Antwort von Günter Gloser
3Empfehlungen
23.06.2008
Günter Gloser
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Fragen wurde bereits ausführlich von Herrn Dr. Schäuble und von Frau Hübinger beantwortet.

Auf diese Antworten verweise ich deshalb.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Gloser
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Frage zum Thema Umwelt
19.06.2008
Von:
-

Sehr geehrter Herr Gloser!

Ich beziehe mich auf Ihre rasche Antwort bzgl. meiner Frage zur CO2-Austoß abhängigen Kfz-Steuer.
Offensichtlich haben Sie meinen Einwand nicht verstanden. Als langjähriger Ingenieur bin ich es gewohnt, technische Zusammenhänge exakt zu formulieren. Die Politiker sprechen nur immer vom CO2-Ausstoß und meinen damit zum einen, die Menge an CO2, die ein Fahrzeug ausstößt, wenn es fährt und sie sprechen vom CO2-Ausstoß je Fahrzeugtyp auch wenn es garnicht fährt. Der letztere ist der sogenannte fahrzeugspezifische CO2-Ausstoß und wird in g/km angegeben. An diesem Wert soll sich also die neue Kfz-Steuer orientieren?
Ein Beispiel für Sie Herr Gloser:

Sie kaufen sich ein Neuwagen mit einem spezifischen CO2-Ausstoß von 200g/km
und fahren 20 000 km im Jahr. Das entspricht einem jährlichem CO2-Ausstoß von 4 000 kg.

Ihr umweltbewußter Nachbar kauft sich einen Neuwagen mit einem spez. CO2-Ausstoß von 100g/km
und fährt damit 100 000 km im Jahr. Das entspricht einem jährlichem CO2-Ausstoß von 10 000 kg.

Obwohl Ihr Nachbar die Umwelt mit mehr als der doppelten Menge an CO2-Austoß im Jahr belastet, zahlt er weniger Steuern als Sie Herr Gloser.

Wenn ich Ihre Antwort richtig deute finden Sie das so in Ordnung, und bezeichnen diese neue angedachte Kfz-Steuer immer noch als "CO2-Ausstoß-orientierte Kfz-Steuer"

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir erneut bestätigen, dass Sie sich mit dieser meiner Meinung nach äußerst ungerechten und nicht sehr intelligenten Lösung identifizieren.

mit freundlichen Grüssen


H.J.
Antwort von Günter Gloser
3Empfehlungen
26.06.2008
Günter Gloser
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihren Einwand sehr wohl verstanden und zur Kenntnis genommen. Dennoch kann ich ihn nicht gelten lassen. Noch einmal meine schon erwähnten Argumente:

Eine alleinige Belastung des Benzinpreises mit Steuern wäre ungerecht gegenüber all jenen, die ein geringes Einkommen haben und sich nicht einfach aussuchen können, wie viel sie fahren.

Außerdem würde diese Regelung nicht zu einer absolut notwendigen Verbesserung der Technik führen. Denn ganz offenbar haben ja bisherige Benzinpreissteigerungen zumindest bei vielen Fahrern großer Wagen auch nicht zu einer signifikanten Verringerung der gefahrenen Kilometer geführt.

Ihre Argumentation wäre eher richtig und schlüssig, wenn die insgesamt gefahrenen Kilometer durch den Benzinpreis allein signifikant verringert werden könnten. Daran zweifle ich. Und deshalb benötigen wir auch Anreize für bessere Technik, die zu weniger CO2-Ausstoß pro gefahrenen Kilometer beiträgt. Und diesen Effekt kann man eben kaum an der Tanksäule, wohl aber beim Autokauf steuern.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Gloser
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Frage zum Thema EU-Vertrag von Lissabon
19.06.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Gloser,

wie begründen Sie Ihre Abstimmung zum EU-Vertrag von Lissabon, wodurch sehen Sie das Parlament ermächtigt, diesem zuzustimmen und wie beurteilen Sie das Ergebnis der europaweit einzigen (!) Abstimmung der betroffen Bevölkerung, welches dem Vertrag eine klare Absage erteilt hat.

Teilen Sie die vorherrschende Meinung, daß man in Irland so lange abstimmen sollte bis das Ergebnis paßt?

Sind Sie der Meinung, Ihre Wähler in dieser Sache überhaupt vertreten zu können/dürfen/sollen? Wenn ja, wie begründen Sie dies?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Günter Gloser
4Empfehlungen
24.06.2008
Günter Gloser
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Fragen, die ich gern beantworte.

Der Vertrag von Lissabon ist eine notwendige und sinnvolle Weiterentwicklung der Vertragsgrundlage der Europäischen Union. Ich habe dem Vertrag aus voller Überzeugung zugestimmt. Denn in vielen Jahren als Europapolitiker und seit 2005 als Staatsminister für Europa bin ich immer für größere Transparenz und parlamentarische Kontrolle und für ein handlungsfähiges Europa eingetreten. Und genau diese Elemente, Transparenz, demokratische Kontrolle und die Handlungsfähigkeit Europas werden durch den Vertrag von Lissabon deutlich gestärkt.

Die demokratische Entscheidung der Irischen Wahlbevölkerung respektiere ich. Ich sage aber auch: Ich hätte mich über ein anderes Ergebnis gefreut.

Ich halte nichts davon, nun den Iren Vorschriften zu machen, wie man weiter vorgeht. Die Irische Regierung hat um etwas Zeit gebeten, die Gründe für die Entscheidung der Mehrheit von vorletzter Woche zu untersuchen und Vorschläge auszuarbeiten, wie man mit der Situation umgehen kann. Die Iren haben dabei keinen Zweifel daran gelassen, dass sie weiter voll an der Entwicklung der EU Teil haben wollen.

Ja, ich bin der Meinung, dass wir als demokratisch gewählte Abgeordnete die Wählerinnen und Wähler in der Frage der Weiterentwicklung der Europäischen Union vertreten können und müssen. Dazu bedarf es keiner weiteren Begründung, denn genau dies ist unser Wählerauftrag, die Interessen der Menschen auch in diesem Punkt verantwortungsvoll zu vertreten.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Gloser
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