Günter Dennhoven (Grundeinkommen)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Angaben zur Person
Günter Dennhoven
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Dipl.-Ing. Innenarchitekt FH, Schreiner
Ausgeübte Tätigkeit
Freiberufler
Wohnort
Mönchengladbach
Wahlkreis
Mönchengladbach
Ergebnis
0,2%
Landeslistenplatz
-, Nordrhein-Westfalen
(...) Das bedingungslose Grundeinkommen ist in Mönchengladbach, WK 110, wählbar. (...)
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Frage zum Thema Arbeit
13.08.2009
Von:

Hallo Herr Dennhoven,

ich habe gelesen, dass Sie für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintreten wollen.

Wie soll das realisiert werden?

Warum gehen Sie als parteiloser Kandidat in die Politik, werden Sie da nicht übersehen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Günter Dennhoven
3Empfehlungen
17.08.2009
Günter Dennhoven
Hallo Frau ,

ich bedanke mich für Ihre Fragen, die ich gerne beantworte.

Leider ist das Thema Grundeinkommen bei vielen Bürgern noch nicht richtig bekannt.

Das bedingungslose Grundeinkommen, ist eine steuerfinanzierte Einkunftsart
die quasi den finanziellen Sockel eines jeden Bürgers bilden soll. Es soll
in die bestehenden Systeme einwachsen und auf längere Sicht, die heutigen
Sozialsysteme ersetzen.

Ein wesentlicher Punkt ist, daß nicht mehr das Einkommen, also die Arbeit, besteuert wird.

Ein weiterer, dass das Grundeinkommen gewährt wird ohne an Bedingungen geknüpft zu sein. Wir arbeiten um zu leben, wir leben nicht um zu arbeiten. Diese Grundeinstellung, gepaart mit einem neuen Mit- und Füreinder, einem menschenwürdigen Leben in mehr Eigen- und Mitverantwortung, wird der Schlüssel für die Zukunft sein.

Nach meiner Auffassung haben die Parteien sich verselbstständigt. Vielfach mit sich beschäftigt, haben sie den Kontakt zur Bevölkerung verloren und die "Politikverdrossenheit" durch viele unsachgemäße Entscheidungen erzeugt.

Übersehen werden als Einzelkandidat ist schon möglich, aber weit mehr als 150 Einzelkandidaten in Deutschland können nicht übersehen werden. Und JEDER, auch Sie, können durch Mundpropaganda helfen uns bekannter zu machen.

Für eine neue Politik und in eine gesicherte Zukunft.

HERZliche Güße nach Wassenberg

Ihr parteifreier Kandidat
Günter Dennhoven
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Frage zum Thema Soziales und Familie
13.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dennhoven,


bin ich richtig informiert, dass Sie für ein Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger von 1000,- Euro eintreten?

Was ist für Sie persönlich der Hauptgrund, sich dafür einzusetzen?

Sollen auch Kinder ein Grundeinkommen in der selben Höhe erhalten?

Sollen auch in Deutschland lebende ausländische Staatsbürger ein Grundeinkommen in der selben Höhe erhalten?

Sind Sie dafür, dass auch Bürger mit hohem Vermögen ein Grundeinkommen bekommen?

Welche anderen staatlichen Zahlungen sollen durch das Grundeinkommen ersetzt werden?

Was wird aus den Rentenbezügen nach Einführung eines Grundeinkommens?

Wie stellen Sie sich die Versorgung von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten vor, die mit 1000,- Euro nicht auskommen würden?

Welche Wirkung erwarten Sie bezüglich der Initiative der Menschen, sich selbständig zu machen, mit einem Grundeinkommen?

Halten Sie die Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens trotz der Finanzkrise und angesichts der hohen Staatsverschuldung für möglich?

Wie überzeugen Sie andere Menschen von der Idee?

Wie groß ist die Offenheit der Menschen in Ihrem Wahlkreis für die Idee?

Meinen Sie, dass Sie eine Chance haben, tatsächlich in den Bundestag gewählt zu werden oder sehen Sie Ihre Kandidatur auch als eine Werbeaktion für die Ideen an, für die Sie eintreten?

Welche anderen Punkte sind Ihnen neben der Einführung eines Grundeinkommens noch besonders wichtig?

Ich bedanke mich für Ihre Antworten!

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Günter Dennhoven
4Empfehlungen
19.08.2009
Günter Dennhoven
Sehr geehrte Frau ,

ich füge die entsprechenden Antworten hinter Ihre 11 Fragen in ROT ein.

Bin ich richtig informiert, dass Sie für ein Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger von 1000,- Euro eintreten? Da sind Sie richtig informiert. Das bedingungslose Grundeinkommen ist in Mönchengladbach, WK 110, wählbar.

Was ist für Sie persönlich der Hauptgrund, sich dafür einzusetzen? Meine persönlichen Gründe liegen eigentlich noch viel tiefer. Mir fehlt es in Deutschland und in der Politik an Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Gemeinsamkeit und Menschenwürde!

Das bGE ist für mich die Möglichkeit, für vorgenannte Punkte wieder eine Basis zu schaffen.

Sollen auch Kinder ein Grundeinkommen in derselben Höhe erhalten? Kinder erhalten heute bereits ein bGE von Ihren Eltern. Da jedoch die Eltern das wegen mangelnder Einkünfte nicht mehr leisten können, bin ich dafür, dass Kinder das bGE in dieser Höhe erhalten sollen. Es kann doch nicht richtig sein, dass bereits heute 19–37 % (je nach Familiengröße) in relativer Armut leben. (siehe: ISS-Studie der AWO) Es gilt eine armutsfeste, eigene Existenzsicherung für Kinder aufzubauen.

Sollen auch in Deutschland lebende ausländische Staatsbürger ein Grundeinkommen in der selben Höhe erhalten? Hier wäre erst einmal zu klären, was Sie unter einem "ausländischen Staatsbürger" verstehen. Meinen Sie das aus deutscher Sicht, nach § 116 GG oder nach § 286 SGB III? Volkswirtschaftlich gesehen, sind Ausländer mit festem Wohnsitz in Deutschland ja Inländer.

Sind Sie dafür, dass auch Bürger mit hohem Vermögen ein Grundeinkommen bekommen? Wie bereits vorher erwähnt, möchte ich das Gleichheitsprinzip nicht in Frage stellen.

Welche anderen staatlichen Zahlungen sollen durch das Grundeinkommen ersetzt werden? Alle Leistungen die heute bereits über soziale Transfersysteme gezahlt werden.

Was wird aus den Rentenbezügen nach Einführung eines Grundeinkommens? Diese müssten, weil Ansprüche erworben wurden, vorerst erhalten bleiben. Auf längere Sicht, ist das bGE die einzige Möglichkeit "Rentenzahlung" zu gewährleisten, da das mit dem heutigen Solidarsystem nicht mehr zu realisieren ist. Hier gibt es Berechnungen die von ca. 50 % des letzten Einkommens ausgehen. Auch diese Menschen können ohne bGE nicht menschenwürdig existieren.

Wie stellen Sie sich die Versorgung von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten vor, die mit 1000,- Euro nicht auskommen würden? Hierzu kann ich im Moment keine Aussage machen, da das Thema sicher sehr vielschichtig ist. Ein Mensch mit chronischer Krankheit, ist dem mit einer Behinderung, wobei Behinderung auch noch viele Facetten hat, nicht unbedingt gleich zu setzen.

Welche Wirkung erwarten Sie bezüglich der Initiative der Menschen, sich selbständig zu machen, mit einem Grundeinkommen? wenn wir uns von dem zur Zeit gültigen Muster: Du lebst um zu arbeiten und arbeitest um ein Einkommen zu erzielen, also für dich, endlich befreien und arbeiten um zu leben, den anderen einen Dienst zu erweisen, dann ist die Eigenmotivation zur Arbeit von Jedem gefragt.

Halten Sie die Finanzierung eines Bedingungslosen Grundeinkommens trotz der Finanzkrise und angesichts der hohen Staatsverschuldung für möglich? Ja, weil zur Zeit auch die Transferleistungen erbracht werden. Außerdem ist noch ein erhebliches Einsparpotential bei den Verwaltungskosten für die unterschiedlichen Leistungen vorhanden. Wenn es ein bGE gibt, wird auch nur ein schon vorhandenes System zur Auszahlung nötig sein. Die ´Sozialbürokratie´ ist entbehrlich!

Bezüglich der Finanzierung habe ich persönlich sicher noch Defizite. Man kann nur auf Einzelaussagen von Dr. Götz Werner, Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger und viele mehr zurückgreifen. Berechnungen sind zu finden bei Armin Grassert oder dem Ulmer-Modell. Aber hier könnte das Netzwerk Grundeinkommen sicher noch weitere Hilfestellung leisten.

Wie überzeugen Sie andere Menschen von der Idee? Ich erkläre ihnen die Vor- und Nachteile. Mein Lieblingszitat ist von Sascha Liebermann: ´Sozial ist was Freiheit schafft´. Das wir, sie und ich, ein tragfähiges Konzept für die Zukunft brauchen. Das Politik- und Parteienverdrossenheit und nicht wählen, zu nichts führt. Aber wir können und müssen alle noch lernen, auch unsere Regierung. Ich habe allerdings, wie viele Mitbürger das Gefühl, dass unsere Regierung die Bindung zum Volk, zum Bürger verloren hat. Das Gerangel um Positionen und Macht verstellt den Blick auf das Wesentliche, auf das, was das Volk will. • Probleme lösen, nicht behandeln sollte die Devise sein.

Der Nachteil ist: Wenn Sie als Bürger nicht handeln, nicht wählen, dann verändert sich auch nichts.

Sie müssen richtig wählen und Sie brauchen den Mut und den Willen zur Veränderung.

Wie groß ist die Offenheit der Menschen in Ihrem Wahlkreis für die Idee? Viele Menschen haben leider noch nichts vom bGE gehört. Wenn man die Zeit hat oder sie sich einfach nimmt, kann man die Menschen schon davon begeistern. Aufklärung tut Not. Eine einfache, plakative, allgemein verständliche Darstellung würde hier sicherlich helfen und auch, dass vor ihnen nicht nur ein Einzelkämpfer in ganz Deutschland steht.

Meinen Sie, dass Sie eine Chance haben, tatsächlich in den Bundestag gewählt zu werden oder sehen Sie Ihre Kandidatur auch als eine Werbeaktion für die Ideen an, für die Sie eintreten? Der Weg ist das Ziel, hat Konfuzius gesagt. Ich schließe beides nicht aus.

Welche anderen Punkte sind Ihnen neben der Einführung eines Grundeinkommens noch besonders wichtig? Mein Konzept besteht nicht nur aus der ´reinen´ bGE-Lehre sondern spannt den Bogen wesentlich weiter. Ich fordere die Menschen auf, es mir nach zu tun. Sich erheben und handeln, für andere, für sich und die Zukunft Ihrer Kinder. Für mehr Mitbestimmung in der Politik z. B. durch Volksentscheide, für eine Existenzsicherung durch ein bGE, für ein gerechtes, einfaches und transparentes Steuersystem, für echte dem Menschen in allen Belangen dienliche Reformen. Es muß den Menschen wieder bewusst werden, dass wir das Volk sind. Das Regieren von OBEN gestern war. Und… wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen und zwar in die selbe Richtung, dann können WIR DAS SCHAFFEN!

Mit freundlichen Grüßen
G. Dennhoven
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
18.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dennhoven,

seit ein paar Wochen beschäftige ich mich intensiv mit unserem Thema Grundeinkommen.
Es vergeht für mich kein gesellschaftliches Beisammensein bei dem ich nicht alle Anwesenden über das Grundeinkommen informiere, die kritischen Stimmen mit Argumenten leise werden lasse und versuche ein gleiches Feuer zu entfachen.

Jetzt ist es leider so, dass sich bei Grundeinkommen.eu noch niemand für meinen Wahlkreis aufgestellt hat. Können Sie mir sagen, ob es dort eventuell jemanden gibt der in den Startlöchern steht, jemand der sich aufstellen lässt, jemanden den ich aktiv während der Woche des Grundeinkommens unterstützen kann?
Antwort von Günter Dennhoven
1Empfehlung
20.08.2009
Günter Dennhoven
Hallo ,

leider gibt in Pulheim keinen parteifreien Kandidaten.

Aber auch so motvierte Bürger wie Du es bist können wesentlich zur Verbreitung des Grundeinkommengedanken beitragen.

Für Dein Engagament danke ich Dir HERZlich und nun kommt die Fügung, eine weitere Mitbewohnerin aus Pulheim hat mich kontaktiert. Sie ist auch für das bedingungslose Grundeinkommen im Netzwerk aktiv und hat da schon tolle Ideen entwickelt.
Hier die Adresse:
Joy Schmidt
50259 Pulheim
0177/2601774 (base, rufe also gerne zurück auf Festnetz oder eplus)
freude123@gmx.de

weiter kenn ich ein nettes Kandidatenpaar aus Köln, Mali u. Jan Dieckmann, die sicher auch für jede Form von Unterstüzung dankbar wären.
Hier nun die e-Mail Adresse : jandieckmann@gmx.de

Ich wünsche Euch einen regen Gedankenaustausch und weiterhin viel Erfolg.
Wer mag, kann mich auch über diesen Link erreichen!
Falls der Link nicht funktioniert, dann diesen Text in die Adresszeile kopieren:
www.grundeinkommen4u.de

HERZliche Grüße aus Mönchengladbach
Günter
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