Gisela Piltz (FDP)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Gisela Piltz
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Diplom Verwaltungswirtin, Juristin, Projektmanagerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwältin in Bürogemeinschaft mit Heckenbücker & Delheid Rechtsanwaltssocietät in Köln
Wahlkreis
Düsseldorf I
Landeslistenplatz
2, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Die Vergütung des Nachwuchswissenschaftler während Promotion und Habilitation sind unangemessen und bedürfen daher eines wissenschaftsangemessenen Vergütungssystems. Ihre Klage über die knappe Finanzierung Ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit an der Hochschule während Ihres Promotionsstudiums findet daher in der FDP-Fraktion Widerhall in der nachdrücklichen Forderung nach einem Wissenschaftstarifvertrag. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Gisela Piltz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Gesundheit
11.01.2009
Von:

Im November bin ich bei meinem Hausarzt gewesen. Dieser gab mir einen Überweisungschein für einen Hautarzt. Dort wollte mit die Praxis einen Termin für Ende März bereitstellen, obwohl der Warteraum leer war. Das gleiche habe ich dann in einer zweiten Arztpraxis erlebt, da ich den ersten Termin nicht angeommen habe. Kann es sein, dass ein aktuelles Gesundheitsproblem vier Monate warten muss, um behandelt zu werden?
Antwort von Gisela Piltz
3Empfehlungen
14.01.2009
Gisela Piltz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Verärgerung und Enttäuschung über lange Wartezeiten bei Ärzten kann ich nachvollziehen. Die FDP-Bundestagsfraktion setzt sich für grundlegende Reformen im Bereich der Gesundheitspolitik ein. Denn zu dem von Ihnen beschriebenen Missstand trägt unter anderem bei, dass Ärzte jeweils ein gedeckeltes Budget pro Quartal erhalten, so dass sich für manche Ärzte schon nach dem ersten Quartalsmonat jede weitere Behandlung wirtschaftlich nicht mehr lohnt. Dass Ärzte als selbständige Unternehmer in diesen Fällen eine schlichte Kosten-Nutzen-Rechnung aufmachen, ist aus unternehmerischer Sicht zwar nachvollziehbar, für den Patienten nichtsdestotrotz ein unhaltbarer Zustand. Diesen Fehlanreizen im Gesundheitssystem abzuhelfen, ist Ziel der liberalen Gesundheitsreform.

In Ihrem konkreten Fall kann ich Ihnen daher nur raten, sich ggf. an einen weiteren Arzt zu wenden. Im Übrigen sollten Sie nicht zögern, Missstände in der gesundheitlichen Versorgung Ihrer Krankenkasse wie auch der Kassenärztlichen Vereinigung vor Ort mitzuteilen. Manche Krankenkassen arbeiten oftmals mit bestimmten Ärzten auch enger zusammen, so dass Ihnen vielleicht auf diese Weise weitergeholfen werden kann. Die Kassenärztlichen Vereinigungen streben danach, dass ihre Mitglieder ihrer Pflicht nachkommen, eine ausreichende Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Insoweit ist es sinnvoll, dort über Probleme mit langen Wartezeiten zu
berichten, damit entsprechend gegengesteuert werden kann.

Ansonsten wenden Sie sich doch gerne auch an die Abgeordneten in Ihrem Wahlkreis oder die jeweiligen Fachpolitiker im Gesundheitsausschuss wie meinen Kollegen Daniel Bahr MdB, der als gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion mit diesen Themen bestens vertraut ist.

Ich wünsche Ihnen für 2009 vor allem gute Gesundheit und ein rundum gelungenes Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Gisela Piltz MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Umwelt
23.01.2009
Von:

Sehr geehrte Fr.Piltz,
seit geraumer Zeit lese ich immer wieder von sog.Chemtrails,das sollen in die Atmossphäre eingebrachte Partikel sein,die als Kondensstreifen getarnt von Flugzeugen emittiert werden.
Bisher habe ich das für Unfug gehalten,bis ich des öfteren selbst mal nach oben geguckt habe und dann feststellen musste,dass so mancher Kondensstreifen tatsächlich sehr ungewöhnlich erscheint.
Jetzt habe ich auf einer Webseite eines Bündniss90/Die Grünen Ortsverbandes Webseite lesen dürfen,dass amerik.Flugzeuge in Europa tatsächlich Aluminium-Partikel in die Atmossphäre sprühen gegen die Klimaerwärmung. Also so ein Szenario mutet wirklich an wie aus einem Thriller. Haben sie Kenntnisse über solche Vorgänge ? Hier ist im übrigen der Link zur angespr.Seite :
www.gruene-glashuetten.de

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 4 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Sicherheit
29.01.2009
Von:

Sehr geehrte Frau Piltz,

meine Anfrage bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Bürger und Polizei. Immer häufiger höre ich aus meinem Bekanntenkreis und erlebe es auch hin und wieder selber, dass es um das Verhältnis im Alltag zwischen Polizei und Bürger nicht immer zum besten steht. Wenn ich zu einem Fußballspiel unserer Fortuna gehe oder an einem meiner wenigen freien Wochenende etwas länger in unserer Altstadt bin, fühle ich mich mittlerweile wie ein Krimineller. Immer mehr schwer gepanzerte Polizisten säumen die Straßen. Insbesondere das martialische und auch teilweise wirklich prollige Auftreten kann ich nicht für gut heißen. Muss es denn sein, dass mitten durch die recht enge Fußgängerzone andauernd Polizeiautos fahren? Muss es denn sein, dass die Polizei durch so ein Auftreten auch immer mehr Gewalt provoziert? Ich möchte ganz klar sagen, dass ich Gewalt verabscheue!! Aber ich sehe die Polizei als Dienstleister, da sie mit von den Steuergeldern meiner Eltern und bald auch von meinen eigenen Steuern bezahlt werden. Deswegen erwarte ich auch ein wesentlich dezenteres und höflicheres Auftreten, auch wenn die gegebene Situation, welche man als Außenstehender vll. nicht immer ganz mitbekommt, sehr stressig oder nervig für die Polizei ist. Mein Vorschlag wäre es, jeden Polizisten mit einem Namensschild (wie bei der Bundeswehr) und zusätzlich darunter mit seiner Dienstnummer in (gut lesbaren) "Leucht-Buchstaben" zu versehen. Dies schafft mehr nähe und nicht eine Anonymität. Sollte es außerdem Verfehlungen bei der Wortwahl oder der Verhaltensweise geben, könnte man sich direkt schriftlich beschweren, ohne den gesamten Berufsstand der Polizei anzuklagen, sondern nur eine bestimmte Person.

Was meinen Sie dazu?

Mit freundlichen Grüßen
S.
Antwort von Gisela Piltz
1Empfehlung
13.03.2009
Gisela Piltz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Selbstverständlich ist die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag mit Ihnen der Ansicht, dass Staatsdiener - seien sie im Polizeidienst oder an anderer Stelle - gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ein untadeliges Verhalten an den Tag legen müssen.

Ihre Einschätzung, dass die Polizistinnen und Polizisten dieser Erwartung nicht gerecht werden, kann ich jedoch nicht teilen. In Einzelfällen, bei denen ein Beamter oder eine Beamtin sich nicht angemessen verhält, stehen die disziplinarrechtlichen Möglichkeiten zur Verfügung.

Auch heute schon sind Polizistinnen und Polizisten verpflichtet, sich mit Namen und Dienstgrad auszuweisen, wenn dies verlangt wird. Gerade in gefahrengeneigten Situationen wie z.B. der Begleitung von Großereignissen, bei denen es zu Gewalttätigkeit kommt, ist es aus meiner Sicht aber nicht angebracht, die Polizistinnen und Polizisten mit Namensschildern zu versehen. Gerade bei Ausschreitungen im Rahmen von Demonstrationen könnte dies die Sicherheit der einzelnen Polizistinnen und Polizisten durch "Racheaktionen" gefährden.

Die FDP-Fraktion teilt auch Ihre Ansicht, dass Deeskalationsstrategien notwendig sind. So haben z.B. die Herangehensweisen der Polizei in Berlin am Maifeiertag in den vergangenen Jahren zu einer Vermeidung von Gewalt geführt. Nichtsdestotrotz ist es gleichermaßen erforderlich, dass der wehrhafte Rechtsstaat eindeutig und auch sichtbar gewaltsamen Ausschreitungen z.B. bei sportlichen Großereignissen entgegentritt. Zudem ist es notwendig, dass die Polizistinnen und Polizisten selbst ausreichend gegen gewaltsame Angriffe geschützt sind, was eine entsprechende Ausstattung und damit ein entsprechendes Erscheinungsbild bedingt.

Wie Ihnen sicher bekannt ist, kam es in der letzten Zeit in der Düsseldorfer Innenstadt bedauerlicherweise gelegentlich zu Ausschreitungen, weshalb eine verstärkte Polizeipräsenz erforderlich wurde. Dies trägt m.E. auch dazu bei, präventiv durch erhöhte Sichtbarkeit der Polizei erneuten Randalen vorzubeugen.

Im Übrigen möchte ich Sie bezüglich konkreter Fragen zur Polizei in Nordrhein-Westfalen an das dortige Innenministerium verweisen, da die Polizei nicht Angelegenheit des Bundes ist und mithin die von Ihnen angesprochenen Regelungen ohnehin nur auf Landesebene getroffen werden könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Gisela Piltz MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Frauen
02.03.2009
Von:
Kim

Sehr geehrte Frau Piltz,

im Februar hat ein UN-Komitee bei der Überprüfung des Frauenrechtsbakommens CEDAW deutliche Worte zur Situation transsexueller Frauen in Deutschland gesprochen und hier eine umfassende Reform des Transsexuellengesetzes verlangt.

"Dass transsexuelle Frauen als psychisch kranke Männer bezeichnet werden, um als Frauen akzeptiert zu werden, ist ein Paradoxon. Dem muss ein Ende gesetzt werden." äusserte Prof. Silvia Pimentel, Angehörige des Frauenrechtskomitees, vor dem sich die Bundesregierung in den Räumen des Hochkommissars für Menschenrechte verantworten musste. Sie forderte "die Beendigung des Gutachtervefahrens nach dem deutschen Transsexuellengesetz - und die Einführung eines Antragsverfahrens, wonach jeder entscheiden kann, zu irgend einem beliebigen Zeitpunkt, welchen Geschlechtseintrag er haben möchte."

In Deutschland ist es bisher üblich, dass transsexuelle Frauen nicht selbstständig über ihren rechtlichen Status entscheiden dürfen. Sie sind nicht nur abhängig von einer Diagnose, die ihnen den Status "Mann mit Identitätsstörung" gibt, sondern ebenso abhängig vom guten Willen zweier Gutachter, die ihnen diese sogenannte "Geschlechtsidentitätsstörung" bescheinigen, oder eben auch nicht. Die geschlechtliche Fremdbestimmung und die geringe Garantie, die das Transsexuellengesetz für die Betroffenen geben kann, auch im Sinne der Menschenrechte behandelt zu werden, führten zwar zu klaren Fragen des UN-Komitees, brachten aber die Bundesregierung trotzdem nicht dazu hier deutliche Antworten zu finden.

Darum meine Frage: Wird sich die FDP für eine Reform des Transsexuellengesetztes einsetzen, welche die Rüge des CEDAW-Komitees beachtet, auch hinsichtlich der Abschaffung der Praxis transsexuelle Frauen als "geisteskranke Männer" zu begutachten, damit sie als Frauen anerkannt werden? Wie sie wissen, handelt es sich bei CEDAW um ein verpflichtendes Abkommen.

Vielen Dank,
Kim
Aktion Transsexualität und Menschenrecht e.V.
Antwort von Gisela Piltz
3Empfehlungen
13.03.2009
Gisela Piltz
Sehr geehrte Frau ,

zu Recht weisen Sie auf Probleme im Bereich der Begutachtung im Zusammenhang mit dem Transsexuellengesetz hin. Das derzeitige Verfahren und die Zugangsvoraussetzungen für Vornamensänderung und Änderung des Personenstandes werden vielfach als unzumutbar angesehen. Das geltende Recht sieht für die Betroffenen zahlreiche Hürden vor, bis sie ihre geschlechtliche Identität auch rechtlich zum Ausdruck bringen können. Wie Sie wissen, setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion bereits seit Jahren für eine umfassende Gesamtreform des Transsexuellengesetzes ein. Ziel muss es sein, dass transsexuelle Frauen und Männer ein freies und selbstbestimmtes Leben führen können. Ebenso wie der Bericht der UN fordert auch die FDP-Bundestagsfraktion eine Reform des Gutachterwesens. Insbesondere ist zu prüfen, ob für die Änderung des Geschlechtseintrages die Anforderungen an die Begutachtung abgesenkt werden können. Darüber hinaus fordert die FDP-Bundestagsfraktion die Herabsetzung der Voraussetzungen für eine Personenstandsänderung. Aus unserer Sicht darf die Personenstandsänderung nicht zwingend von einem geschlechtsverändernden operativen Eingriff abhängig gemacht werden. In diesem Zusammenhang war es sehr hilfreich, dass das Bundesverfassungsgericht in der Vergangenheit mehrfach deutlich eine Gesamtreform des Transsexuellengesetzes angemahnt hat und einige zentrale Vorschriften des Gesetzes für verfassungswidrig erklärt hat. Die Bundesregierung wird in dieser Wahlperiode voraussichtlich keine Änderungen mehr am Transsexuellengesetz vornehmen. Die Blockade der Bundesregierung versteht die FDP-Bundestagsfraktion als Auftrag, dieses wichtige Thema weiterhin parlamentarisch voranzubringen. Wir werden die Bundesregierung nicht aus ihrer Verantwortung entlassen in der Hoffnung, möglichst bald einen verfassungsrechtlich einwandfreien und praxisgerechten Rechtsrahmen für transsexuelle Menschen zu bekommen. In diesem Zusammenhang danke ich Ihnen für Ihre Anregungen zu diesem Thema, die uns für die weitere parlamentarische Diskussion zur Reform des Transsexuellengesetzes eine wertvolle Hilfe sein werden.

Mit freundlichen Grüßen

Gisela Piltz MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
05.03.2009
Von:

S.g. Frau Piltz,
warum wird die Kfz-Steuer nicht verbrauchsabhängig gestaltet? Benzin/Diesel erzeugen unter allen Fahrbedingungen 2,37/2,65 KG CO2 je Liter. Also ist der Wegfall der bisherigen Steuer zugunsten eines Steueraufschlages auf Benzin/Diesel sinnvoller als die geplante Festsetzung nach theoretischem CO2-Ausstoß je Kfz-Modell. Diese Maßnahme würde den Autofahrer VERSACHER- und UMWELTgerecht(er) belasten. WELCHE Gründe gibt es aus Ihrer Sicht bzw. der Ihrer Partei die Kfz-Steuer nicht so zu gestalten?
mfg
Antwort von Gisela Piltz
4Empfehlungen
13.03.2009
Gisela Piltz
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Umgestaltung der Kfz-Steuer.

Die FDP-Bundestagsfraktion schlägt seit Jahren eine einfache und faire Lösung vor: Wir wollen die Kfz-Steuer abschaffen und stattdessen die Mineralölsteuer maßvoll und aufkommensneutral erhöhen. Dies führt dazu, dass nicht das Halten, sondern das Fahren eines Autos besteuert wird. Wenn ein Auto wenig verbraucht, wird es auch gering besteuert. Wer hingegen ein Auto hat, das viel verbraucht und obendrein viel benutzt wird, zahlt dann höhere Steuern. Das ist aus unserer Sicht gerecht und außerdem eine sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz.

Leider teilen die anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag nicht unsere Auffassung. Wir werden uns aber weiterhin in diesem Sinne einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Gisela Piltz MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Gisela Piltz
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.