Fritz Kuhn (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Fritz Kuhn
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Sprachwissenschaftler
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Berlin/Heidelberg
Wahlkreis
Heidelberg
Ergebnis
15,6%
Landeslistenplatz
2, Baden-Württemberg
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(...) Die von meiner Fraktion entwickelte grüne Kindergrundsicherung macht Schluss mit den Ungerechtigkeiten des bestehenden Ehe- und Familienfördersystems. Sie stellt das Kind in den Mittelpunkt der Förderung und erkennt an, dass es verschiedene Formen des familiären Zusammenlebens gibt. (...)
Kandidaten-Check
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Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
06.09.2009
Von:

Wie stehen Sie zu den Absichten der saarländischen Grünen, erst nach der Bundestagswahl eine Aussage zu einer Koalition, insbeondere einer Jamaica-Koalition, zu treffen?
Antwort von Fritz Kuhn
bisher keineEmpfehlungen
14.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

ich gehe davon aus, dass es im Verlauf der weiteren Sondierungsgespräche noch vor der Bundestagswahl klare Signale im Saarland geben wird, in welcher Konstellation die saarländischen Grünen mehr grüne Inhalte für durchsetzbar halten. Dass die saarländischen Grünen durch 3 Regionalkonferenzen und einen Landesparteitag bis zum 10. Oktober ihre Basis intensiv informieren und zusammen beraten wollen, ist ihr gutes Recht. Gegenüber beiden Koalitionsoptionen gibt es innerhalb der Partei und der grünen Wählerschaft gewichtige Vorbehalte. Deshalb halte ich einen solchen intensiven Beratungsprozess auch für sinnvoll, damit die Entscheidung am Ende breitest möglich getragen wird.

Mit freundlichem Gruß

Fritz Kuhn
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Frage zum Thema Soziales und Familie
25.09.2009
Von:
-

Sehr geerhter Herr Kuhn,

die Frage könnte auch zum Bereich Finanzpolitik/Witschaft gezählt werden.
Ich bin alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und im August arbeitslos geworden.
ich finde die Politik tut zu wenig für uns.
Ich bin Erziehungswissenschaftlerin und mich regen viele Dinge auf.
Wenn man Kindergeldzuschlag beantragt werden einem Prügel, wo es nur geht in den Weg gelegt.
Steuerlich stehen wir meiner Meinung nach zu schlecht da. Man darf nicht vergesse, dass wir oft alles alleine schultern, desfalb finde ich Alleinerziehende müssten steuerlich besser gestellt sein, v.a. wenn sie keinen Unterhalt bekommen, was oft genug der Fall ist. Auch hier müsste die Politik die Männer mehr in die Pflicht nehmen.
Arbeitspolitisch ist es v.a. für Frauen eine Katastophe, dass im sozialen Beirch nur noch mit befristeten Verträgen gearbeitet wird.
Diese prekären Arbeitsverhältnisse miüssen aufhören. Da hat man dann mehr Sicherheit udn in die Staatskassen kommt mehr Geld.
Ich finde es, nur noch einmal zum Abschluss meiner Frage gesagt, ein Unding, dass Randgruppen, und dazu zähle ich Alleinerziehende, was zahlenmäßig ja gar nicht stimmt, so vernachlässigt werden. Es wid meist von einer vollständigen Familie ausgegangen, was leider oft der Realität nicht mehr entspricht.
Was wollen Sie bzw. ihre Partei gegen diese genannten Probleme in Zukunft tun?

Mit freundlichen Grüßen

N.-
Antwort von Fritz Kuhn
bisher keineEmpfehlungen
07.10.2009
Sehr geehrte Frau -,

vielen Dank für Ihre Frage.

Momentan sind unsere Kinder dem Staat unterschiedlich viel wert ? Familien die über ein hohes Einkommen verfügen, bekommen unterm Strich am meisten. So erhalten Besserverdienende z. B. über die steuerlichen Freibeträge für ihre Kinder bis zu 900 Euro jährlich mehr, als ?normale? Kindergeldempfänger. Die Höhe der Förderung ist aber nicht nur je nach Einkommensgruppe verschieden, sondern auch je nach Form des familiären Zusammenlebens. Mit den Maßnahmen zur Eheförderung wie dem Ehegattensplitting werden erhebliche Mittel einseitig auf die Unterstützung einer Lebens- bzw. Familienform konzentriert - nämlich der Ehe ? unabhängig vom Vorhandensein von Kindern.

Die von meiner Fraktion entwickelte grüne Kindergrundsicherung macht Schluss mit den Ungerechtigkeiten des bestehenden Ehe- und Familienfördersystems. Sie stellt das Kind in den Mittelpunkt der Förderung und erkennt an, dass es verschiedene Formen des familiären Zusammenlebens gibt. Da verschiedene bestehende Leistungen umgeschichtet werden und in der Kindergrundsicherung aufgehen, besteht nur ein begrenzter zusätzlicher Finanzbedarf. So soll der Handlungsspielraum für weitere kinder- und familienpolitische Projekte ? bei insgesamt knappen öffentlichen Haushalten ? nicht eingeengt werden.

Wir Grüne setzten zudem auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Kinderbetreuung, betriebliche Förderung) und eine kluge Arbeitsmarkt- und Steuerpolitik (Mindestlohn, Progressivmodell). Tarifverträge und die Regelungskraft der Sozialpartner bieten schon seit geraumer Zeit durch verschiedene Entwicklungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt keinen hinreichenden Schutz gegen Fehlentwicklungen mehr. Wir sind daher seit Längerem schon der Auffassung, dass Deutschland längst zu verbindlichen Regelungen für Mindestarbeitsbedingungen hätte kommen müssen, um die Lohnspirale nach unten zu stoppen. Seit 2004 liegen dazu Vorschläge von uns auch im Bundestag vor. Wiederholt haben wir seit 2005 parlamentarische Initiativen dazu gestartet, aber leider bisher keine parlamentarischen Mehrheiten gewinnen können.

Mit freundlichen Grüßen,

Fritz Kuhn
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Frage zum Thema Soziales und Familie
26.09.2009
Von:

Sehr geerhrter Herr Kuhn,

Seit vielen Jahren sagen Politiker und Rentenexperten, dass die Menschen immer älter werden, die Renten kleiner. Deshalb sollte jeder zusätzlich für sich eine private Altersversorgung schaffen, z. B. Riester-Rente oder Direktversicherung.
Ich habe dies gemacht und bei Beginn meiner Altersrente auch meine private Ruerup-Rente beantragt. Da war ich doch sehr überrascht und verärgert, dass ich von einem fiktiv errechneten monatlichen Betrag, 10 Jahre lang einen Krankenkassenbeitrag in voller Höhe (z. Zt. 14,9 %) zahlen muss.
Hätte ich also während meiner Arbeitszeit, mein ganzes Geld ausgegeben und nicht fürs Alter gespart, müsste ich nicht noch extra Krankengeld entrichten.
Was würden Sie tun, um diese Regelung vom Dez. 2003 wieder rückgängig zu machen, so dass sich Sparen fürs Alter auch wirklich lohnt?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Fritz Kuhn
bisher keineEmpfehlungen
06.10.2009
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die von Ihnen angesprochene Rürup-Rente ist zumindest für pflichtversicherte Rentnerinnen beitragsfrei. Sind sie möglicherweise freiwillig versichert oder handelt es sich bei ihrer zusätzlichen Alterssicherung vielleicht doch um keine Rürup-Rente, sondern um eine Kapitallebensversicherung? Ich wäre dankbar, von Ihnen noch diese zusätzliche Information zu erhalten, um Ihnen genauer antworten zu können.

Mit freundlichen Grüßen,

Fritz Kuhn
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