Friedrich Paulsen (SPD)

Friedrich Paulsen
Geburtstag
04.05.1984
Berufliche Qualifikation
Studium der Verwaltung, öffentliches Recht und Politikwissenschaft
Ausgeübte Tätigkeit
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität
Wohnort
Greven
Wahlkreis
Steinfurt I
Ergebnis
30,5%
Landeslistenplatz
88
(...) 5. Ja. Wir brauchen dringend mehr individuelle Förderung. Eine Schule sollte analysieren, was die Stärken und was die Schwächen eines Schülers sind und dann direkt dort ansetzen. (...)
 
Persönliche Website
www.fpaulsen.wordpress.com
Kandidaten-Check
These 1: NRW soll eigene Konjunkturpakete auflegen, falls sich die Krise auf dem Arbeitsmarkt weiter verstärkt.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ja, dies ist erforderlich, um Beschäftigung zu sichern - gerade sollte dies an die Erfahrungen der energetischen Sanierung von Gebäuden anknüpfen. Das dient der Zukunft: Heizkosten werden gespart, das örtliche Handwerk gefördert und dem Klimawandel durch CO-2 Reduzierung gedient.“
These 2: Arbeitslose sollten stärker gefordert werden, damit sie schneller zurück in den Arbeitsmarkt finden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Sie müssen schneller gefördert werden, da jeder Monat in der Arbeitslosigkeit demotivierend ist. Die Hilfen müssen den Betroffenen ganz individuell dienen und neben der Qualfikation auch psychische und soziale Betreuung beinhalten.“
These 3: Es müssen mehr Lehrer eingestellt werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ja - für kleinere Klassen. Es müssen aber erstmal bei zurückgehenden Schülerzahlen alle Stellen neu besetzt werden!“
These 4: Das dreigliedrige Schulsystem aus Hauptschule, Realschule und Gymnasium soll beibehalten werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Ich befürworte längeres gemeinsames lernen, mindestens bis zu 6 Klasse. Über den weiteren Fortgang soll in der örtlichen Gemeinschaft entschieden werden.“
These 5: Das Turbo-Abitur in zwölf Jahren soll Standard bleiben.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Die Lehrpläne sind aufgrund des Turbo-Abis überlastet.“
These 6: Das Zentralabitur hat sich insgesamt bewährt.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Es führt zur Vergleichbarkeit und hat uns bewiesen, dass Gesamtschulen genau so gut sind wie andere Schulen. Die handwerklichen Fehler der Landesregierung beim Zentralabi waren aber peinlich!“
These 7: Studiengebühren sollen abgeschafft werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Bildung ist ein Grundrecht! Es muss völlig unabhängig von der Kassenlage im Elternhaus zur Verfügung stehen. Große Einkommen leisten ihren Beitrag zur Bildung durch die Progression bei der Einkommenssteuer.“
These 8: Die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master sollen abgeschafft und wieder durch Diplom, Magister und Staatsexamen ersetzt werden.
Position von Friedrich Paulsen: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„Bachelor und Master müssen verbessert werden und wirklich vergleichbar werden. Persönlich halte ich unsere alten Studienabschlüsse Magister, Diplom und Staatsexamen für ausgereifter. Wir müssen Bachelor und Master auf das gleiche Niveau bringen.“
These 9: Bürgerentscheide und Volksentscheide sollen erleichtert werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ja - keine Angst vor direkter Demokratie.“
These 10: Landespolitiker sollen ihre Nebenverdienste vollständig offenlegen.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Jeder soll wissen können, von wem wer wieviel Geld bekommt - denn das hat Einfluss auf das Abstimmungsverhalten von so machem Politiker.“
These 11: In NRW sollen weiterhin Kohlekraftwerke gebaut werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Allerdings nur neue und hocheffiziente, welche alte Krücken, die CO2 in die Luft schleudern, ersetzen und somit dem Klima dienen.“
These 12: NRW soll sich in Zukunft an der weiteren Erforschung der Kernenergie beteiligen.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Asse, Atommüllproblem, Störfälle, Urenco-Unfall in Gronau - in diese Dinosauriertechnologie gehört kein Euro mehr gesteckt.“
These 13: Firmen, die erneuerbare Energie anbieten, sollen mehr vom Land gefördert werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ja. Vor allem im Bereich der Windenergie und der Solarthermie. Die derzeitige Landesregierung tut das Gegenteil. Das schadet vor allem dem Mittelstand, dem Handwerk und Landwirten.“
These 14: Die Landesregierung muss sich gegen Steuersenkungen des Bundes wehren, sollten diese den Landeshaushalt zu stark belasten.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ja - die Städte und Gemeinden sind schon heute oft so pleite, dass sie von selbst nicht mehr aus der Falle kommen. Steuersenkungen für Großverdiener machen dies nur noch schlimmer! Vereine, Prävention, Soziales, Hallenbäder, Büchereien - alles ist gefährdet durch die schwarz-gelben Pläne.“
These 15: Die in der Landesverfassung vorgesehene Schuldenbremse ist sinnvoll.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Invstitionen in Bildung, in energetische Sanierung - beides macht im Sinne antizyklischer Konjunkturpolitik bei Wirtschaftskrisen Sinn, auch wenn es aus Schulden finanziert wird. Wir müssen nur Regeln einführen, dass auch gespart wird, wenn ein Boom in der Wirtschaft stattfindet.“
These 16: Die Kommunen sollten angesichts ihrer teils prekären Finanzlage Hilfe vom Land erhalten.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ja, sonst kommen sie aus der dezeitigen Krise nicht mehr raus.“
These 17: Gelder aus dem Aufbau Ost sollen auch finanziell notleidenden Städten aus NRW zu Gute kommen.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
These 18: Der Nichtraucherschutz in Gaststätten und Kneipen soll verbessert werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
These 19: In NRW sollte es einen Rechtsanspruch auf die Betreuung von unter Dreijährigen geben.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ja. Dies ermöglicht die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, was angesichts der Löhne oft nötig ist. Die Betreuungseinrichtungen müssen jedoch eine bessere finanzielle Austattung erhalten. Zur Zeit leitet das Land Bundesmittel für U3 Betreuung nicht weiter.“
These 20: In "Problembezirken" sollten mehr Sozialarbeiter eingestellt werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Dies ist auf jeden Fall besser als Vidioüberwachung auf öffentluchen Plätzen.“
These 21: Muslimischer Religionsunterricht soll in NRW als eigenständiges Fach in deutscher Sprache flächendeckend eingeführt werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Bevor wir das anderen überlassen... Grundsätzlich befürworte ich allerdings die Einführung eines Ethikunterrichtes, der Aspekte der Religionen und der Philosophie zusammenführt.“
These 22: Um die Polizei zu entlasten, sollten auch private Sicherheitsdienste eingesetzt werden.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Sicherheit und Gewalt müssen staatliche Monopole bleiben. Niemand sollte an Unsicherheit und Kriminalität verdienen.“
These 23: Für die Sicherheit in den Gefängnissen sollten mehr Beamte eingesetzt und/oder zusätzlich eingestellt werden.
Position von Friedrich Paulsen: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„Ich weiß nicht, ob die derzeitigen Probleme in Gefängnissen vielleicht eher an einer unfähigen Justizministerin "MüPi" liegen.“
These 24: Bei Großveranstaltungen wie Bundesligaspielen sollen die Veranstalter den Großteil der Einsatzkosten der Polizei bezahlen.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme zu
These 25: Ich bin für die Videoüberwachung öffentlicher Plätze.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Das ist keine Lösung. Es ist nicht alles viedeoüberwachbar. Probleme sollten außerdem an der Wurzel angepackt werden. Also: Soziale Ursachen von Kriminalität bekämpfen.“
These 26: Es ist hinnehmbar, dass durch Umweltschutzauflagen Arbeitsplätze verlorengehen
Position von Friedrich Paulsen: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„Diese Aussage ist unsinnig, da in NRW der Umweltschutz zusätzliche Arbeitsplätze sichert - zB 250000 Arbeitsplätze, die neu im Bereich der Windenergie in der Zeit der rot-grünen Landesregierung entstanden sind. Hier wird ein Gegensatz konstruiert, den es nicht gibt.“
These 27: Es ist richtig, dass Umweltgesetze geändert werden, um Großprojekte wie das Steinkohlekraftwerk in Datteln bauen zu können.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Gesetze sind Gesetze. Punkt.“
These 28: Die Landesregierung sollte mehr Geld in den Bau von Straßen investieren.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Sie sollte sich darauf beschränken, die bestehenden so zu pflegen, dass ihre Benutzung erträglich ist. Ausnahmen sind in einzelnen Fällen Umgehungsstraßen. Wir müssen aber Verkehr von der Strasse in Busse und Bahnen bringen.“
These 29: Das Land soll sich verstärkt an großen Konzernen wie Opel, RWE oder Eon beteiligen.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Es sollte besser starke Regulierungsbehörden schaffen - zB um Energiepreiskartelle zu brechen.“
These 30: Das Land soll sich aus der WestLB komplett herausziehen.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Das Land sollte endlich die West LB vernünftig führen!“
These 31: Große Firmen sollten Subventionen erhalten, damit sie sich in NRW ansiedeln.
Position von Friedrich Paulsen: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Wir sollten auf Handwerk und Mittelstand setzen. Sonst gibt es noch ein Nokia-Desaster.“
Fragen an Friedrich Paulsen
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
23.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Paulsen,

der nächste Landtag in NRW wird voraussichtlich wieder deutlich größer werden, als der letzte.
( www.wdr.de )

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer gibt dagegen offen zu, das die Anzahl der zu treffenden Entscheidungen die Größe der Landes Parlamente nicht rechtfertigt und ein "Teilzeit-Parlament" ausreichen würde. ( www.mdr.de )

Die Anzahl der Nebeneinkünfte diverser Landtagsabgeordneter aus allen Parteien scheint das zu bestätigen.

Würden Sie sich nach der Wahl für die Verkleinerung des Landtags, und damit eventuell für die Streichung Ihres eigenen Sitzes, einsetzen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Friedrich Paulsen
1Empfehlung
27.03.2010
Friedrich Paulsen
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen dank für Ihre Frage.

Offengestanden setze ich mit dem Inhalt Ihrer Frage zum ersten Mal auseinander. Ich denke so:

Ich denke, die Landesparlamente von Sachsen-Anhalt und NRW sind nicht direkt miteinander vergleichbar. In Sachsenanhalt leben lediglich 2,4 Millionen Menschen während in NRW 18 Millionen Menschen leben. Der Landtag Sachsen Anhalts hat 97 Mitglieder. Also kümmert sich ein Landtagsabgeordneter um etwa 24.000 Bürgerinnen und Bürger. Der derz. Landtag in Düsseldorf hat 187 Mitglieder, aufgrund des Wahlsystems - jetzt personalisiertes Verhältniswahlrecht - können es nach dem 9. Mai einige mehr sein. Auf jeden Fall aber kommen auf einen MdL in NRW rund 69.000 Bürgerinnen und Bürger.

Angesichts dieser viel umfassenderen Zuständigkeit des Landtagsabgeordneten in NRW würde ich die Umstellung auf ein Feierabendparlament in NRW ablehnen. Auch würde ich aufgrund der Tatsache, dass ich im Falle meiner Wahl rund 96.000 Bürgerinnen und Bürger direkt vertreten würde, nicht einer Verkleinerung des Parlamentes zustimmen.

Eine Verkleinerung würde zulasten der Bürgernähe im Wahlkreis gehen.

Ihr

Friedrich Paulsen
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Frage zum Thema Bildung
29.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Paulsen,

Sie haben das klassische Schulsystem Grundschule, Realschule und danach Gymnasium durchlaufen. Die SPD möchte dieses Schulsystem ändern. Können Sie mir diesbezüglich folgende Fragen beantworten:
1. Warum sind Abläufe, die jahrlang für gut befunden wurden plötzlich nicht mehr vertretbar und müssen geändert werden?
2. Warum verspricht man kleinere Klassen, die es aufgrund der schwächeren Geburtenzahlen sowieso geben wird. Wird der Wähler hier betrogen?
3. Wieso arbeiten ausgebildete Lehrer lieber in andere Bundesländer und warum hat NRW hier ein Defizit? Vor allem in den Grundschulen gibt es einen Lehrermangel, so dass man dort gezwungen ist, große Klassen zu bilden. Auf dem hiesigen Gymnasium werden nach dem derzeitgen Stand vermutlich bei ca. 105 Anmeldungen drei Klassen von 35 Schülern in der 5. Klasse gebildet. Finden Sie, das dies optimale Lehrnvoraussetzung sind? Wie kann man so etwas ändern?
4. Bei der Änderung vom G9 auf das G8 hatte man - aus der Praxis gesehen - den Eindruck, dass von Seiten der Politik zuerst entschieden wurde und dann nachgedacht wurden, weil man viele Probleme bei der Planung überhaupt nicht berüchsichtigt hat. Leittragend sind hier die Schüler, die von dem Wechsel betroffen sind. Lehrpläne wurde nicht ausgemistet und die Schüler und auch die Lehrer sind mit dieser Situation völlig überfordert. Überzeugen Sie mich bitte, dass die Vorstellungen der SPD die richtigen sind.
5. Haben Sie bei ihrem schulischen Werdegang irgendetwas vermißt, dass unser Schulsystem geändert werden muß?
Antwort von Friedrich Paulsen
bisher keineEmpfehlungen
02.05.2010
Friedrich Paulsen
Sehr geehrter Herr ,

ich beantworte gerne Ihre Fragen.

1. Das Schulsystem in NRW steht seit Jahren in der Diskussion und in der Kritik. Keineswegs ist es seit Jahren als gut befunden worden, ich denke hier z.B. an die Pisa Studie. Zwei Gründe mahnen uns, innere und äußere Schulreformen vorzunehmen. Erstens wird unser Schulsystem in internationalen Vergleichsstudien den Anforderungen der globalen Wissensgesellschaft nicht gerecht. Es lässt zu viele auf der Strecke, was auch der Wirtschaft, die Fachkräfte braucht, nicht gerecht wird. Zweitens haben wir ein Problem mit der Gerechtigkeit: Die Chancen eines Arbeiter- oder Migrantenkindes, auf das Gymnasium zu kommen, sind gering. Die Grundschulgutachten sind - was die IGLU Studie beweist - falsch. Viele Kinder, die keine Gymnasialempfehlung erhalten, schaffen es an Gesamtschulen oder Technischen- und Wirtschaftsschulen trotzdem zum Abitur. Warum dann so früh sortieren, wenn es objektiv nichts über die Leistungsfähigkeit eines Kindes aussagt?

2. Kleinere Klassen infolge des sogenannten Demographie-Gewinnes wird es nur geben, wenn der Finanzminister die aufgrund des Schlüssels dann wegbrechenden Stellen nicht kassiert. Ich will mich im Landtag dafür einsetzen, dass dies nicht passiert und das Geld trotz rückgehender Zahlen im System bleibt. Dies ist ein realistischer und glaubwürdiger Weg zu kleineren Klassen.

3. Die von Ihnen beschriebenen Lern- und Lehrbedingungen sind alles andere als optimal. Durch den Demographie-Gewinn wird es uns gelingen, langfristig zu kleineren Klassen zu kommen. Der Beruf des Grundschullehrers muss attraktiver werden. Bundesweite Regeln sollten verhindern, dass Bundesländer sich untereinander die Lehrer abwerben. Dann haben am Ende die armen Länder gar keine Chance mehr. Das Motto Starke stärken und damit Schwache schwächen teile ich nicht - Wettbewerbsföderalismus geht eben doch zu ungunsten der gleichen Chancen der Kinder.

4. G8 wurde von der CDU/FDP Landesregierung in unmöglicher Weise umgesetzt. Völlig falsch war es, das Jahr in der Mitte abzubauen und nicht die Stufe 11 zu streichen. Die Belastung von Schülern und Lehrern ohne Kompensation ist nun zu groß, auch die Belastung aufsteigender Realschüler ist unverschämt und ärgert mich. Hier wollte die CDU wohl eine Käseglocke über die Gymnasien ziehen. Nun findet die Abstimmung mit den Füßen statt hin zu Gesamtschulen und Berufskollegs. Ich will die Lehrpläne entschlacken, bei der Stufe 11 reduzieren und nicht in der Mitte komprimieren und die Durchlässigkeit wieder herstellen. Wenn, dann sollten Schulen selbst entscheiden können, ob sie Abitur nach 12 oder 13 Jahren anbieten. Die jetzigen G8 Reformen sind ein Beispiel für Schulpolitik von oben. Das hat auch die SPD wohl 39 Jahre lang falsch gemacht. Ich will jetzt endlich eine Schulpolitik von unten. Wir haben gelernt.

5. Ja. Wir brauchen dringend mehr individuelle Förderung. Eine Schule sollte analysieren, was die Stärken und was die Schwächen eines Schülers sind und dann direkt dort ansetzen. Das war in meiner Realschule strukturell nicht möglich und gelang auch nur wenigen Lehrern infolge presönlichen Einsatzes und dies auch nicht systematisch. Ich habe mich selbst bis zum Abitur durchgekämpft. Würde das Schulsystem mehr auf individuelle Förderung setzen, würden das mehr schaffen. Dies ist mein tiefer Wunsch.

Mit bestem Gruß

Friedrich Paulsen
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