Franz Thönnes (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Franz Thönnes
© spdfraktion.de
Geburtstag
16.09.1954
Berufliche Qualifikation
Industriekaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Ammersbek
Wahlkreis
Segeberg - Stormarn-Nord
Ergebnis
30,6%
Landeslistenplatz
3, Schleswig-Holstein
weitere Profile
(...) Natürlich müssen die Verträge so ausgestaltet werden, dass es bei Verstößen auch zu Sanktionen kommt. Die Erfahrungen mit dem Stabilitäts- und Wachstumspakt (SWP) haben gezeigt, das es zu einfach war, diese mit Mehrheitsbeschluss zu verhindern. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Redebeitrag vom 22.04.2010

3.) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (21. A)
zum Antrag CDU/CSU, FDP
Einvernehmensherstellung von Bundestag und Bundesregierung zum
Beitrittsantrag der Republik Island zur Europäischen Union und zur Empfehlung der EU-Kommission vom 24.2.2010 zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen
hier: Stellungnahme des Deutschen Bundestages nach Artikel 23 Absatz 3 GG i.V.m. § 10 des Gesetzes über die Zusammenarbeit von Bundesregierung und Deutschem Bundestag in Angelegenheiten der Europäischen Union
zum Antrag DIE LINKE.
Verhandlungen über die Aufnahme Islands in die Europäische Union
eröffnen
zum Entschließungsantrag SPD
zur Abgabe einer Regierungserklärung durch die Bundeskanzlerin zum Europäischen Rat am 25./26. März 2010 in Brüssel
zum Entschließungsantrag B90/GRÜNE
zur Abgabe einer Regierungserklärung durch die Bundeskanzlerin zum Europäischen Rat am 25./26. März 2010 in Brüssel
- Drs 17/1190, 17/1059, 17/1191, 17/1172, 17/1464 -
Dauer: 08:04
Erläuterungen
  • Stand vom 23.11.2011
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Frage zum Thema Wirtschaft
29.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Thönnes

ich habe aus mehreren Quellen erfahren, daß viele kleine Transportunternehmen mit z.B. nur einem LKW wegen der total überhöhten Dieselpreise kurz vorm Kollaps stehen. Sie fragen sich, wie es angehen kann, daß den Grichen Milliarden in den H.....n gesteckt werden und die kleinen Unternehmen wegen der Dieselpreise pleite gehen. Sollte man nicht für diese kleinen Firmen die überhöhten Mineralölsteuern aussetzen?

Meinen Sie nicht auch, daß da was unternommen werden muß?

Von wem werden wir eigentlich regiert. Von der Regierung oder von den Multis?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Franz Thönnes
bisher keineEmpfehlungen
23.04.2012
Franz Thönnes
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über Abgeordnetenwatch.de.

Die steigenden Mineralölpreise, sowie die für die Verbraucher nicht mehr nachvollziehbaren Preisschwankungen, sind ein wichtiges Thema. Die SPD-Bundestagsfraktion hat die Bundesre-gierung, insbesondere FDP-Wirtschaftsminister Rösler, bereits Ende letzten Jahres auf deren Untätigkeit diesbezüglich hingewiesen.

Das Kernproblem ist die in Deutschland kaum vorhandene Konkurrenz zwischen den fünf gro-ßen Mineralölkonzernen. Ein Aufbrechen dieses verkrusteten Marktes würde das von der Re-gierung angekündigte, aber bis heute nicht umgesetzte Entflechtungsgesetz bringen. Zur Regu-lierung der Mineralölpreise müssen darüber hinaus die Eingriffsmöglichkeiten des Bundeskar-tellamtes verbessert werden. Ziel muss mehr Wettbewerb sein, damit nicht fünf große Unter-nehmen die Preise untereinander ausmachen.

Auf Initiative des von der SPD-mitregierten Landes Thüringen, hat der Bundesrat die Bundesre-gierung am 30. März 2012 aufgefordert, verschiedene Modelle als Benzinpreisbremse zu prüfen. Außerdem sollen die Mineralölkonzerne und Tankstellenbetreiber verpflichtet werden, ihre Kraftstoffpreise in eine Datenbank bei einer unabhängigen Institution einzustellen. Mit dieser Information könnten sich die Verbraucher gezielt den billigsten Anbieter raussuchen und so den Wettbewerb ankurbeln.

Sie können sicher sein, dass die SPD-Bundestagsfraktion die Regierungskoalition weiterhin dazu drängen wird, endlich auf den alltäglichen Marktmissbrauch an Tankställen zu reagieren. Insbesondere die Verbraucher in den ländlichen Regionen, Pendler sowie das Verkehrsgewerbe müssen effektiv geschützt werden.

Allerdings spielt die Mineralölsteuer hierbei eine untergeordnete Rolle. Sie wurde in den letzten Jahren nicht verändert. Dennoch sind die Preise für Benzin immer stärker gestiegen. Auch ist zu bedenken, dass eine Reduzierung der Steuer entweder zu neuen Schulden oder zu Kürzungen im Haushalt führt. Hinzu kommt, dass der dadurch geschaffene Spielraum, ohne eine stärkere Preisregulierung, sofort von den Konzernen ausgenutzt werden würde.


Mit freundlichen Grüßen
Franz Thönnes
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Frage zum Thema Finanzen
31.03.2012
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Thönnes,

wenn der Rettungsschirm installiert ist, darf der Gouverneursrat Zugriff auf die deutschen Staatsfinanzen nehmen.
Ist es richtig, dass dann innerhalb von 7 Tagen Gelder aus Deutschland angefordert werden können?
Ist es richtig, dass es dagegen kein Widerspruchsrecht gibt?
Ist es richtig, dass Sie dieser Vereinbarung im Bundestag zustimmen werden?
Wenn ja, wie sehen Sie in unseren GG verankerten demokratischen Kontrollpflichten?
Wie erklären Sie dann dem Bürger Ihre politische Verantwortung für diese intransparente Vereinbarung?
Woher nehmen Sie die Gewissheit dass weder Renten- noch Krankenkassen Gelder beisteuern müssen?
Antwort von Franz Thönnes
bisher keineEmpfehlungen
12.04.2012
Franz Thönnes
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage über Abgeordnetenwatch.de.

Die von Ihnen zitierten Regelungen stehen so im Entwurf des Vertrages. Dieser wurde von der Bundeskanzlerin ausgehandelt und steht am 25. Mai 2012 in 2./3. Lesung im Deutschen Bundestag zur Abstimmung.

Bereits in der 1. Lesung am 29. März haben die Redner der SPD-Bundestagsfraktion deutlich gemacht, dass es noch viele offene Fragen gibt, auf die die Bundesregierung mit Ihrem Gesetzesentwurf (Drucksache 17/9048) keine Antworten liefert. Darunter sind auch die genaue Ausgestaltung der Beiziehungsrechte weiteren Kapitals und in welchen Fällen zuerst der Deutsche Bundestag zustimmen muss, bevor die Regierung handeln darf.

Erst wenn diese geklärt sind wird die SPD-Bundestagsfraktion und auch ich entscheiden, ob wir dieser Vorlage zustimmen.


Damit Sie sich einen genauen Überblick über die Positionen der jeweiligen Fraktionen verschaffen können, verlinke ich das Plenarprotokoll der Debatte am 29. März und den Gesetzentwurf von CDU/CSU und FDP am Ende meiner Antwort.


Mit freundlichen Grüßen
Franz Thönnes
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Frage zum Thema Finanzen
15.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Thönnes,

können Sie mir bitte mal erklären warum ich auf meine Zinseinnahmen (unter 2%) Steuern zahlen muss, obgleich die Teuerungsrate bei ca. 2% liegt und, dass somit das versteuert Kapital dadurch immer mehr an Kaufkraft verliert. Richtiger wäre doch, dass man die Zinseinnahmen, die über der Teuerungsrate liegen, versteuern würde.

Mit freundlichen Grüßen

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