Frank Tempel (DIE LINKE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Frank Tempel
Jahrgang
1969
Berufliche Qualifikation
Kriminalbeamter im gehobenen Dienst
Ausgeübte Tätigkeit
Polizeibeamter
Wohnort
-
Wahlkreis
Greiz - Altenburger Land
Ergebnis
29,3%
Landeslistenplatz
4, Thüringen
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(...) Diese Frage kann ich ihnen relativ kurz beantworten. Ich stehe auch in dieser Problematik in völliger Übereinstimmung mit den Wahlaussagen der LINKEN, welche den Anbau gentechnisch veränderter Produkte in der Landwirtschaft unseres Landes ablehnen. Nun bin ich sicher kein Gentechnikexperte und auch kein Imker, jedoch sind mir diesbezüglich die Risiken mindestens zu unbestimmt. (...)
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
25.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Tempel,

drei kritische Fragen an Sie (um Ihnen die Chance zu geben, sich über abgeordnetenwatch präsentieren zu können):
1.
Ist Ihnen bzw. Ihrer Partei die Investition von 200.- € zu viel, sich den Wählerinnen und Wählern mit Bild (sagt mehr als tausend Worte) und umfassenderen Background- Informationen online "verkaufen" zu können?
2.
Wollen Sie den schwachen Auftritt aus der BTW 2005 wiederholen, als Sie abgeordnetenwatch und fragestellende Bürger komplett ignoriert haben - oder haben Sie bzgl. der Wirkung von Onlinemedien in den letzten fünf Jahren dazugelernt?
3.
Als Polizeibeamter werden Sie sicher das Thema Innere Sicherheit besetzen wollen. Welche Akzente wollen Sie setzen -und warum?

Freundliche Grüße
Antwort von Frank Tempel
3Empfehlungen
28.07.2009
Antworten wurden unter den Fragen eingefügt.

Mit freundlichen Grüßen,

Frank Tempel




Sehr geehrter Herr Tempel,

drei kritische Fragen an Sie (um Ihnen die Chance zu geben, sich über abgeordnetenwatch präsentieren zu können):
1.
Ist Ihnen bzw. Ihrer Partei die Investition von 200.- € zu viel, sich den Wählerinnen und Wählern mit Bild (sagt mehr als tausend Worte) und umfassenderen Background- Informationen online "verkaufen" zu können?

a, momentan ist es leider zu viel. Das Wahljahr hat viele Termine und die Mittel meines Kreisverbandes sind knapp bemessen. Aufgrund unserer politischen Vorstellungen fließen die Wahlkampfhilfen in Millionenhöhe von Banken und Versicherungen nicht in unsere Wahlkasse. Auch die Mitgliedschaft gehört zu einem großen Teil der Bevölkerung mit geringen Einkommen an, was auch in der Natur unseres Wirkens liegt. Was ich als Familienvater beisteuern kann, habe ich ausgeschöpft. Jetzt heißt es mit dem zu punkten was wir haben, und das ausgleichen, was wir uns eben nicht leisten können. Wenn es machbar ist, wird auch abgeordnetenwatch.de noch genutzt werden.

2.
Wollen Sie den schwachen Auftritt aus der BTW 2005 wiederholen, als Sie abgeordnetenwatch und fragestellende Bürger komplett ignoriert haben - der haben Sie bzgl. der Wirkung von Onlinemedien in den letzten fünf Jahren dazugelernt?


Ich schätze das Internet als Informationsforum und werde mich sehr bemühen, Fragen schnell und vollständig zu beantworten.

3.
Als Polizeibeamter werden Sie sicher das Thema Innere Sicherheit besetzen
wollen. Welche Akzente wollen Sie setzen -und warum?


Es ist eines meiner Themen. Ich denke von der LINKEN sollte nicht nur Kritik an der gegenwärtigen Sicherheitspolitik kommen, sondern auch Konzepte vorgestellt werden. Das Grundgesetz schreibt die Verhältnismäßigkeit von Verwaltungsakten (geeignet, erforderlich und angemessen) vor. In der Gesetzgebung spielt das gegenwärtig kaum eine Rolle und Innenminister sind mit ihren Gesetzesinitiativen immer häufiger vor den Verfassungsgerichten. Vieles, was angeblich zur Terror- oder Kriminalitätsbekämpfung eingeführt werden soll, ist genau zu diesem Thema völlig ungeeignet, eignet sich aber zur Überwachung einer unzufriedenen Bevölkerung. Sicherheit und Bürgerrechte können im Einklang stehen und müssen dies laut Grundgesetz auch. Permanenten Versuchen das GG zu ändern (zum Beispiel Bundeswehreinsatz im Innern) will ich mit Kenntnissen aus der Praxis entgegen stehen.



Freundliche Grüße
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
30.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Tempel,

herzlichen Dank für Ihre ehrlichen Antworten. Ergänzend zu Frage 3 würde ich von Ihnen (Wahl selbstverständlich vorausgesetzt) gern wissen:
1.
Welche Maßnahmen könnte man von Ihnen als MdB erwarten, wenn der künftige Bundesinnenminister das "law and order"- Prinzip (unter dem Deckmantel der Terrorismusbekämpfung) ausweitet? Abgestellt wird bei meiner Frage auf die immer weiter gehende Aushöhlung des (ohnehin nur auf dem Papier bestehenden) Datenschutzes sowie auf Maßnahmen wie des Bundeswehreinsatzes (Tornados) in Heiligendamm?
2.
Wie beurteilen Sie die Tatsache, dass aus "Angst vor sozialen Unruhen" die LfV bzw. der Staatsschutz die Bevölkerung (z.B. bestimmte Stadtteile -soziale Brennpunkte- in Jena) unter Generalverdacht stellen (vgl. u.a. www.welt.de )?
3.
Ihre Einschätzung als Innenpolitiker der LINKE: wird es im Fall "sozialer Unruhen" (also eigentlich: dem Protest gegen wachsende Armut und auseinanderklaffender Lebensverhältnisse) ebenfalls eine "friedliche Lösung" (in der DDR fiel 1989 kein Schuss) geben? Oder wird die Polizei als Teil der Exekutive mit allen Mitteln (als ultima ratio auch der Schusswaffengebrauch im Rahmen der Polizeiaufgabengesetze) die "Gewähr der freiheitlich-demokratische Grundordnung" durchsetzen (da ja der Bundeswehreinsatz nach innen offen diskutiert wird)?

Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antworten auf diese sicher nicht unbrisanten Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Frank Tempel
4Empfehlungen
31.07.2009
Zu 1)
Für den Bürger ist es schwierig nachzuvollziehen, wenn solche Maßnahmen pauschal als Verletzung der Bürgerrechte abgelehnt werden. Ich würde das Potential eines Abgeordneten nutzen, argumentativ in- und außerhalb des Parlamentes zu antworten. Abgesehen davon, dass ein Tornadoeinsatz (Bundeswehr) sowieso GG - widrig war, ist er zum angegebenen Zweck der Aufklärung auch völlig ungeeignet. Das hätten Hubschrauber besser erledigen können und die stehen auch der Polizei zur Verfügung. Es ging also um Einschüchterung und Provokation. Es muss öffentlich diskutiert werden, dass solche Maßnahmen nicht wie versprochen die Sicherheit erhöhen, sondern sogar gefährden. Leider würden viele Bürger für eine gefühlte Sicherheit eine Einschränkung der Bürgerrechte in Kauf nehmen. Das gilt eben auch für den Datenschutz. Es kommt also darauf an die wahren Ziele zum einen zu entlarven, als auch die Verfehlung des offizielen Zweckes zu beweisen. dabei sollten mir meine Erfahrungen aus der Praxis helfen. Ein MdB hat dann auch die Verpflichtung für die Wahrung des GG vor dem Verfassungsgericht zu streiten.

Zu 2)
Das ist durchaus mit den oben angesprochenen Maßnahmen zur Einschränkung der Bürgerrechte zu sehen. Es ist ja nicht so, dass der regierenden Politik nicht klar ist, dass sie eine ungerechte Politik betreiben, und sie wissen auch, dass dies zu Unzufriedenheit führen wird. Da sozial Schwache von dieser Politik am schwersten betroffen sind, weiß man auch, wo dieser Widerstand am stärksten auftreten wird. Also versucht man seit Jahrzehnten den Boden für eine Überwachungsmentalität zu bereiten, in dem man entsprechende Gesetze als plausibel und unbedingt für die Sicherheit notwendig beschreibt. Gleichzeitig versucht man jeglichen Widerstand sofort in den Bereich einer Terrorgefahr zu schieben. Siehe die Durchsuchungen bei den Organisatoren des Protestes in Heiligendam. Hier hat ja später zum Glück das Verfassungsgericht noch einmal bestätigt, dass die Anwendung der sog. Antiterrorgesetze unrechtmäßig waren. Das wird aber weiter versucht werden. Man schürt die Angst vor den "sozialen Brennpunkten", den darauf folgenden Ausschreitungen und kriminellen Erscheinungen - und weckt beim sicherheitsbedürftigen Bürger die "Einsicht" dass hier natürlich besondere Maßnahmen erforderlich sind. Rein rechtlich kann man sagen, dass für Gefahren abwehrende Maßnahmen noch keine Straftaten vorliegen müssen. Es müssen Fakten vorliegen, die eine Gefahr begründen. Dieser Fakt ist, dass durch Verarmung immer größerer Bevölkerungsschichten ein Anstieg von Gewalt- und Eigentumskriminalität zu erwarten ist. Die Politik kann nun die Ursachen dieser "Brennpunkte" bekämpfen oder die entstandene Wirkung bearbeiten. Die heute regierenden entscheiden sich für das Zweite. Das man mit diesen kriminellen Auswüchsen auch gleichzeitig politischen Widerstand kontrollieren und krim inalisieren kann, wird nicht kommuniziert aber praktiziert werden. Etwas anderes anzunehmen währe naiv.

Zu 3)
Ich denke genau hier liegt der Grund für die langwirigen Versuche (Schäuble - Schily - Schäuble) das GG für einen Bundeswehreinsatz im Innern zu ändern. Die Polizei ist sehr nahe an der Bevölkerung und schwerer als kasernierte Truppen zu beeinflussen. Ich wahr erlich erschrocken, als im Rahmen der Proteste am Heiligendam Gummigeschosse ins Gespräch gebracht wurden. Es besteht jedenfalls die Gefahr, dass Proteste von Gewalt begleitet werden (aus Wut, aus Gewaltlust von Trittbrettfahrern - oder vieleicht initiert und provoziert), und diese Gewalt als Anlass genommen wird ,den gesamten Protest zu kriminalisieren. Zu Heiligendamm war viel über die Ausschreitungen in Rostock in den Medien zu lesen, aber wenig über die politischen Aussagen des Protestes. Das hat Methode. Ich kann leider nicht sagen, wie sich eine Polizei in Deutschland gegenüber einen medial "kriminalisie rten" Protest verhalten wird. Auf jeden Fall warne ich immer wieder davor, dass jeder Stein, der gegen Polizisten, Autos oder Schaufenster geworfen wird, denen hilft, die Protest difamieren und kriminalisieren wollen. Fakt ist, Ausschreitungen wie in Rostock, wo immer auch die Ursachen lagen, nutzen Schäuble und Co. in ihrer Argmentation - nicht dem Anliegen der Protestierenden.
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Frage zum Thema Landwirtschaft
11.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr

im Gentechnikgesetz der Bundesregierung wird die Imkerrei nicht berücksichtigt! Wie haben Sie vor dieses zu ändern?

Als Imker bin ich direkt vom Anbau dieser GVO-Pflanzen betroffen. Wer die Vorschriften der EU zur Koexistenz für streng hält und behauptet, diese würden garantieren, dass kein Nachbarfeld beeinträchtigt werden könnte, der irrt gewaltig. Tatsache ist, dass die EU den Mitgliedsstaaten zwar vorschreibt, Koexistenzmaßnahmen zu erlassen, aber keine Vorgaben macht, wie dies zu geschehen hat.

Von der EU in Auftrag gegebene Computermodelle zeigen, dass selbst beim Mais, der bei uns keine artverwandten Wildpflanzen hat, ab einem Marktanteil von ca. 30% Gen-Mais keine gentechnikfreie Produktion mehr möglich ist. Erhebungen in Bayern haben gezeigt, dass ein Anbau von Genmais auf weniger als 5% der Maisanbaufläche ausreichen würde, um die Produktion von gentechnikfreiem Honig unmöglich zu machen. Trotzdem gibt es in Deutschland keinerlei Schutzmaßnahmen für die Imkerei.

Eine Tatsache, die sogar der Bundesrat in einer Entschließung vom 30.11.2007 bemängelt hat.

Von strengen EU-Regeln, die eine Beeinträchtigung von Dritten garantiert ausschließen, kann also keine Rede sein, zumal Pflanzen wie MON-810 keine umfassende Lebensmittelzulassung haben. Und somit ist Honig, der durch diesen Anbau kontaminiert wird, nach geltendem EU-Recht ab der Nachweisgrenze nicht mehr verkehrsfähig.Dies hat bereits dazu geführt, dass kontaminierter Honig in der Müllverbrennungsanlage teuer entsorgt werden musste. Damit verlieren nicht nur die Imker ihre Existenzgrundlage, sondern Natur und Landwirtschaft müssen auf die Bestäubungsleistung der Bienen verzichten, wenn die Imker durch Gentechnikanbau in die Flucht geschlagen werden.

Als Imker, der sich durch den Anbau von Gentechnik in seiner beruflichen Existenz bedroht sieht, kann ich nicht erkennen, dass hier für eine friedliche Koexistenz gesorgt ist.
Mit freundlichen Grüßen

D.
Antwort von Frank Tempel
1Empfehlung
13.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

Diese Frage kann ich ihnen relativ kurz beantworten. Ich stehe auch in dieser Problematik in völliger Übereinstimmung mit den Wahlaussagen der LINKEN, welche den Anbau gentechnisch veränderter Produkte in der Landwirtschaft unseres Landes ablehnen. Nun bin ich sicher kein Gentechnikexperte und auch kein Imker, jedoch sind mir diesbezüglich die Risiken mindestens zu unbestimmt. Entscheidend ist für mich auch der wirtschaftliche Faktor. Hier soll ja nicht das Problem des Hungers in der Welt gelöst werden - das ginge anders - sonder der Anbau soll letztendlich profitträchtiger sein. Profitträchtig für die, die das entsprechende Monopol des Produktes und seiner Begleitprodukte haben. Somit sehe ich eine erhebliche Gefährdung einer ausgewogenen Landwirtschaft.

Die von ihnen angesprochenen Punkte sind mir zumindest bekannt, und ich vertraue durchaus denen, bei welchen ich in diesen Punkten Rat suche.
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
16.09.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Tempel,

Welche Möglichkeiten sehen Sie, die zunehmende Akzeptanz des neonazistischen Gedankengutes in der Gesellschaft besonders bei der Jugend einzudämmen und zurück zu drängen?
Welche Möglichkeiten und Aufgaben sehen Sie hier als zukünftiger Bundestagabgeordnete?
Wie wird die Förderung und Unterstützung von demokratischen, antinazistischen Initiativen in der BRD von Ihnen eingeschätzt?

MfG

Antwort von Frank Tempel
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

Erst einmal möchte ich ihnen danken, dass sie ein Thema ansprechen, das heute eben nicht ausreichend präsent ist. Ihre Fragen kann ich wie folgt beantworten.

1. Hier sehe ich zwei Schwerpunktfelder. Zu aller erst ist eine wesentlich stärkere Aufklärung besonders in den Bereichen Bildung und öffentlich rechtliche Medien notwendig. Da reicht es auch nicht einfach zu berichten, wie schlimm damals alles war. Gerade bei Jugendlichen ist dies in der Regel mit geringer Wirkung zu verzeichnen, wenn nicht gleichzeitig Parallelen zur Gegenwart gezogen werden. Vergleiche z. B. von Programmen und Strategien der NSDAP und der heutigen NPD weisen so deutliche Übereinstimmungen auf, dass sie auch für skeptische Zuhörer (z.B. Jugendliche) nicht von der Hand zu weisen sind.
Neben der Aufklärung ist es jedoch auch notwendig, die Demokratie als für den Jugendlichen akzeptable und wirkungsvolle Alternative zu unterstreichen. Das heißt in erster Linie eine Erweiterung der demokratischen Möglichkeiten für den Bürger. Er soll nicht nur wählen dürfen, sondern mit direkter Demokratie (auch auf Bundesebene) selbst Einfluss nehmen können.

2. Die Aufgabe würde ich in der Umsetzung meiner in Pkt. 1 genannten Auffassung sehen. Das beinhaltet natürlich auch die Zusammenarbeit mit außerparlamentarischen Initiativen.

3. Die Förderung und Unterstützung solcher Initiativen ist vorhanden, aber bei weiten nicht ausreichend. Das beweist schon allein ihre Fragestellung20in Pkt. 1. Hier ist ein noch stärkeres Zusammengehen aller demokratischen Kräfte notwendig. Auch hier muss mehr in die Bildung investiert werden.  Es ist aber gleichzeitig notwendig den Kampf dieser demokratischen Kräfte gegen rechtsnationale Tendenzen auf ein kulturvolles und ideenreiches Niveau zu stellen. Es muss in erster Linie das Ziel sein, unsichere Bürger von der demokratischen Idee zu überzeugen und diese auch zum Mitmachen zu bewegen.
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
18.09.2009
Von:

Sehr geehrte Herr Frank Tempel,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort, aber ich meine, stärkere Aufklärung besonders in den Bereichen Bildung und öffentlich rechtliche Medien, weiter die Förderung und Unterstützung von direkte Demokratie und antinazistischen Initiativen reicht nicht aus. Der Schwerpunkt jetzigen Wahlen ist die Soziale Frage.

An der de.wikipedia.org können Sie zum Beispiel folgendes lesen:
"1931, auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise, forderte die NSDAP staatliche Arbeitsbeschaffungsprogramme, um die Arbeiterschaft als NSDAP-Wähler anzuwerben. Die NSDAP betrachtete marxistische und kommunistische Gruppen innenpolitisch als Hauptgegner, so wie außenpolitisch der Bolschewismus der Hauptfeind war."

Zum LTW 2009 in Thüringen hat die NPD Massenweise ein Wahlplakat ,, Deutsche Arbeit zuerst für Deutsche", aufgehängt. An der Internetseite NPD Thüringen steht seit 28.08.2009 folgender Artikel. ,, Eine kommunistische Landesregierung verhindern! -- NPD wählen"! "Daher heißt es am kommenden Sonntag: Thüringens starke Rechte in den Landtag wählen! Damit unsere Heimat nicht zum Spielplatz der Multi-Kulti-Kommunisten verkommt!"

Zurzeit werden in der BRD die Verluste sozialisiert und Gewinne Privatisiert und das ist meiner Meinung nach, die Hauptursache für die Akzeptanz des neonazistischen Gedankengutes in der Gesellschaft.

Welche Meinung haben Sie bitte dazu und was werden Sie als BTA dagegen tun?

Mit freundlichen Grüßen
Stanislav Sedlacik

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