Frank Spieth (DIE LINKE)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Frank Spieth
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Technischer Zeichner
Ausgeübte Tätigkeit
Gewerkschaftssekretär DGB Landesvorsitzender Thüringen
Wohnort
-
Wahlkreis
Erfurt - Weimar - Weimarer Land II
Ergebnis
26,2%
Landeslistenplatz
4, Thüringen
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Frage zum Thema Bürgerrechte
13.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth,

wie ist Ihre Meinung zum Thema Entkriminalisierung von Cannabis?
Im letzten Jahr gab es ca. 160.000! Strafverfahren wegen des Besitzes von Cannabis. 3/4 waren geringe und geringste Mengen was die Strafverfolgungsbehörden nicht von Hausdurchsuchungen, Telefonüberwachungen und sonstigen Repressionen abhält. In diesem Land kann man als Volljähriger verantwortungsvoller Mensch unter dem Vorwand des "Gefahr im Vollzug" wegen 0,5 g Cannabis ohne richterlichen Beschluss in den "Genuss" eines Besuches der Polizei bekommen. So etwas ist einem Rechtsstaat nicht würdig.

Die jetzige Bundesdrogenbeauftragte Caspers-Merk polemisiert extrem gegen Cannabis (Genverändertes Cannabis mit 10 oder 20facher Wirkung und so ein Unsinn) macht aber auf ihrer Internetseite Werbung für Alkohol (Wein).

Werden Sie sich für die Entkriminalisierung von Cannabis und damit der rechtsstaatlich äußerst bedenklichen Verfolgung von Konsumenten einsetzen und wenn ja, wie?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Frank Spieth
1Empfehlung
16.09.2005
Sehr geehrter ,

das Thema Drogenbesitz und -kauf wird politisch oft nur unter strafrechtlichen Aspekten betrachtet, da eine Verbindung zu Sucht- und Suchtpotentialen gezogen wird. Weil Drogensucht aber ein soziales Problem ist, fordert Die Linkspartei.PDS, Drogenkonsum zu entkriminalisieren. Ich sehe aber ganz klar einen Unterschied zwischen Entkriminalisierung der Konsumenten und Legalisierung.
Notwendig sind Aufklärung, Information sowie konkrete Maßnahmen der Prävention und Hilfe, Cannabisprodukte sollen legal und an Personen über 16 Jahre frei verkäuflich in speziell dafür vorgesehenen "Shops" - nicht im Supermarkt - sein. Abgabestellen und Beipackzettel sollen über mögliche Risiken informieren.
Dies bremst die gesundheitliche und soziale Verelendung Betroffener und reduziert Beschaffungskriminalität. Drogensüchtige (die es in unserer Gesellschaft übrigens am häufigsten laut statistischen Angaben durch Alkoholkonsum gibt) brauchen mehr Therapieplätze und bessere medizinische und soziale Betreuung, die ihnen mit Ausbildungs-, Arbeitsplatz-, Wohnungsangeboten und unterstützenden sozialen Kontakten (z.B. betreute Wohnprojekte) Perspektiven bieten.
Für alle Drogen, darunter Alkohol, Tabak und andere Rauschmittel, wollen wir ein absolutes Werbeverbot. Die bisher übliche Desinformation über Rauschmittel muss durch öffentliche Informationskampagnen von Fachleuten und eine kontinuierliche Aufklärung besonders in den Schulen überwunden werden.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth
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Frage zum Thema Sicherheit
15.09.2005
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Spieth,

mich interessiert, was konkret Sie persönlich tun, um in den Bundestag drängende ehemalige Stasischergen ebenso abzublocken etwa wie die Neonazis.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr .
Antwort von Frank Spieth
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

ihre Anfragen haben immer den gleichen Tenor, deshalb habe ich auch keine Lust, dieses Spiel fortzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth
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Frage zum Thema Bildung
15.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth,

herzlichen Dank für die Beantwortung meiner Frage, an die ich aber gleich noch eine anschließen möchte.

Meines Wissens gibt es doch dazu ein Gesetz und auch klare Aussagen der SPD, die diese Auffassung meines Erachtens mal geteilt hat.
Was ist mit diesem Gesetz passiert? Und warum ist in den letzten Jahren die Ausbildungsplatzumlage nicht umgesetzt worden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Frank Spieth
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2005
Sehr geehrte Frau ,

das Gesetzgebungsverfahren wurde gestoppt, weil die Wirtschaftsverbände der Bundesregierung zugesagt hatten, ausreichend Ausbildungsplätze bereit zu stellen. In Praxis hat dies allerdings nicht geklappt. Tatsächlich verlieren wir Jahr für Jahr in der Gesamtbilanz betriebliche Ausbildungsplätze. Insofern müsste die SPD eigentlich die Umsetzung dieses Gesetzes auf den Weg bringen. Sie wird dies voraussichtlich nicht tun können, da sie mit den Konservativen in großer Koalition dafür keine Mehrheit hat.

Betrogen sind die Jugendlichen, die mit einer konsequenten Anwendung des
Umlagegesetzes eine Chance gehabt hätten, eine betriebliche Berufsausbildung
zu erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth
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Frage zum Thema Bildung
16.09.2005
Von:

Im Falle der "Machtübernahme" durch die CDU, welche ja die Abschaffung des Bafög zur Folge hätte.Welche Maßnahmen und welche Argumentationen setzen sie und ihre Partei als "Opposition" gegen diese von der CDU geplante Abschaffung?
Antwort von Frank Spieth
bisher keineEmpfehlungen
21.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

wir werden alles versuchen um die Einführung von Studiengebühren zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Spieth
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Frage zum Thema Sicherheit
16.09.2005
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Spieth,

es tut mir sehr leid, dass meine "Anfragen" aus Ihrer Sicht "immer den gleichen Tenor" haben. Dass sie diese jedoch als "Spiel" betrachten, irritiert mich - um es gelinde auszudrücken - ein wenig. Dabei habe ich mir beim Formulieren so viel Mühe gegeben …

Als anerkannte ehem. politisch Verfolgte (hier: C-Ausweis-Nr. 7135/3055 und Bescheinigung gem. § 10/4 Häftlingshilfegesetz) sind wir von u.g. Stasischergen verfolgt worden bis in die letzten Zimmerwinkel unserer Wohnungen. Von Leuten, die heute wieder auf der Matte stehen, um ihren Einzug in ein verfassungsgebendes Parlament zu bewirken. Leute, die an der Legislative mitwirken (wollen), um Gesetze zu beschließen, die wir (wieder!) zu befolgen haben. Was für eine Perversion!

Ich bitte Sie, ernsthaft darüber nachzudenken, ob Sie es bei dieser Ihrer beschämenden Antwort belassen wollen.

Vielen Dank und nochmals – Entschuldigung.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr .
Antwort von Frank Spieth
2Empfehlungen
19.09.2005
Sehr geehrter Herr Dr. ,

ich habe meinen Antworten an Sie nichts mehr hinzuzufügen.

Mit freundlichen Grüßen
Frank Spieth
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Ihre Frage an Frank Spieth
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