Frank Spieth (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Frank Spieth
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Technischer Zeichner
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Erfurt - Weimar - Weimarer Land II
Landeslistenplatz
4, über Liste eingezogen, Thüringen
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(...) Zum einen berührt Ihre Frage die politische Entscheidungsebene. Seit Wochen wird in Erfurt darum gestritten, ob die wirtschaftliche Situation der KOWO den Ausschlag gibt, oder die soziale Situation der MieterInnen am Wiesenhügel im Vordergrund stehen solle.
Der Stadtrat hat am 29.10.07 mit den Stimmen von Linken, SPD und Teilen der CDU eindeutig entschieden, die Belange der BewohnerInnen in den Vordergrund zu stellen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.08.2007
Von:
Sar -

Sehr geehrter Herr Frank.

Ich und meine Schwester sind in Deutschland geboren und zur Zeit sind wir im Iran. Meine Frage ist, ob es eine Möglichkeit gibt, dass wir beide wieder nach Deutschland kommen. Ich habe überall hin geschrieben, aber leider keine Antwort bekommen. Die Deutsche sagen immer, dass wir ein Herz für Kinder haben, aber leider ist im gegen teil. Ich hoffe, dass Sie mir antworten.

Hochachtungsvoll
Sarvnaz
Antwort von Frank Spieth
13Empfehlungen
17.08.2007
Frank Spieth
Sehr geehrte Frau -,

danke für Ihre Frage. Ich bin kein ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet, aber auch wenn ich einer wäre, könnte ich Ihnen aufgrund der wenigen Angaben, die Sie machen, sicherlich keine Antwort geben, die Hand und Fuß hat. Ich empfehle Ihnen, sich an die Expertin der Fraktion DIE LINKE auf diesem Gebiet zu wenden, an Sevim Dagdelen. Sie können sie erreichen unter sevim.dagdelen@bundestag.de oder telefonisch unter +49 30 227 71352 und natürlich auch hier auf abgeordnetenwatch.de.

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen

Frank Spieth MdB
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
23.10.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth,
Ich verfolge seit geraumer Zeit die von ihnen verfassten Artikel zum Abriss Wiesenhügel und es ist ja auch so in Ordnung wie und was Sie da schreiben nur nutzen tut es uns allen hier nicht, denn es ist nirgends ersichtlich was aus uns hier wird. Ich will nicht von hier wegziehen und sehe auch nicht ein, das Feld freiwillig zu räumen denn die KOWO hat zu mir im Mai07 gesagt das hier zu 100% nicht abgerissen wird und nur daraufhin bin ich hier eingezogen. Meine Frage ist nun, wie wir uns wehren können und was für Möglichkeiten wir haben, uns rechtlich vertreten zu lassen (Anwalt).

Vielen Dank im voraus für ihre Antwort
Antwort von Frank Spieth
11Empfehlungen
02.11.2007
Frank Spieth
Sehr geehrte Frau ,

ich möchte Ihre Frage in zwei geteilt beantworten, ich bitte gleichzeitig um Verständnis, dass ich erst jetzt antworte, aber ich wollte die Entscheidung des Stadtrates noch mit einbeziehen.

Zum einen berührt Ihre Frage die politische Entscheidungsebene. Seit Wochen wird in Erfurt darum gestritten, ob die wirtschaftliche Situation der KOWO den Ausschlag gibt, oder die soziale Situation der MieterInnen am Wiesenhügel im Vordergrund stehen solle.
Der Stadtrat hat am 29.10.07 mit den Stimmen von Linken, SPD und Teilen der CDU eindeutig entschieden, die Belange der BewohnerInnen in den Vordergrund zu stellen. Das hat mich sehr gefreut, denn dies ist meine Position die jetzt von der Mehrheit des Stadtrats geteilt und wesentlich vom Protest der Bewohner des Wiesenhügel beeinflusst wurde.

Zum anderen geht es um Ihr persönliches Mietverhältnis zum Vermieter. Leider kenne ich Ihre Adresse nicht, so daß ich nicht weiß, ob Sie jetzt in einem Garantiegebiet leben oder leider zu den Betroffenen gehören, deren Wohnung abgerissen werden soll.

Sollten Sie zu den letzteren gehören, empfehle ich Ihnen, mit dem Mieterschutzbund Kontakt aufzunehmen. Abriss ist kein Kündigungsgrund und es gibt für Sie keinerlei Veranlassung, umgehend die Wohnung zu räumen. Die KOWO wurde in dem o.g. Stadtratsbeschluss ebenfalls verpflicht, ein an den Belangen der Mieter orientiertes Umzugsmanagement zu garantieren.

Sollten Sie weitere Fragen haben stehe ich Ihnen selbstverständlich auch über mein Bürgerbüro Telefon 0361/ 3469566 zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Spieth, MdB
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
05.11.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth

Vielen Dank für ihre Antwort vom 2.11.07. Ich gehöre leider mit zu den Wiesenhügelbewohnern, die vom Abriss betroffen sind (Oberer Wiesenhügel) und habe mich auch schon mit dem Mieterschutzbund in Verbindung gesetzt, was für mich und für viele andere aber keine Hilfe ist, denn wer hat 72.00€ Jahresbeitrag + 15.00€ Aufnahmegebühr, die ja sofort bezahlt werden müssen, das haben die wenigsten sofort zur Verfügung. Ich selbst habe eine Rechtsschutzversicherung nur all die anderen, die dieses nicht haben, und ebensowenig das Geld für den Mieterschutzbund, was machen diese Menschen denn? Meine Frage geht dahin, wer kann all denen helfen (kostenlos), die keine Mittel zur Verfügung haben. Ich bin auch schon am Überlegen, ob ich überhaupt bei der KOWO bleiben will, denn wenn ich jetzt hier weg muss und vieleicht in einem Jahr, wenn dann wieder mal entschieden wird abzureißen, soll ich denn dann wieder umziehen? nein! ich glaube das will ich nicht. Die KOWO wird mit ihrer Methode und ebenso der Stadtrat sich keine Freunde schaffen und viele Mieter werden der KOWO den Rücken zukehren.

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Frank Spieth
9Empfehlungen
12.11.2007
Frank Spieth
Sehr geehrte Frau ,

leider kann ich Ihnen erst jetzt angemessen auf Ihre Nachfrage antworten, da viele Dinge vorab geklärt und organisiert werden mussten, um eine entsprechende Hilfestellung für Ihre Situation bereitzustellen. Ich bedauere, dass sie vom Abriss am Oberen Wiesenhügel betroffen sind. Sie sind nicht die einzige Betroffene, die eine kostenlose Beratung benötigt. Da die Bürgerinitiative ihre MieterInnen auch jetzt nicht allein lassen will, bietet sie ab dem 20. November immer jeweils Dienstags ab 16.00 Uhr die Möglichkeit zu einem Informationsgespräch mit Frank Warnecke vom Mieterbund. Diese Treffen finden im Café am Wiesenhügel statt, dort können sich die Betroffenen kostenlos informieren.

Vorab kann ich Ihnen schon soviel sagen: Wenn Sie vom Abzug betroffen sind, so hat der Stadtrat der KOWO genaue Leitlinien für die Umzugsberatung mit auf den Weg gegeben. Neben der Vermeidung sozialer Härten werden Ihnen selbstverständlich alle Kosten ersetzt und vor allem haben Sie die Möglichkeit, am Wiesenhügel wohnen zu bleiben. Natürlich kann ich Ihre Verärgerung über das Verhalten der KOWO verstehen, allerdings versucht die KOWO nur das umzusetzen, was seitens der Stadtverwaltung und des Stadtrates vorgegeben wird. Ich bin mit Ihnen aber einer Meinung, dass die Art und Weise des Umgangs mit den Mietern seitens der KOWO gerade im Falle Wiesenhügel zu starker Kritik berechtigt. Allerdings ist jetzt klargestellt, wo saniert wird und wo abgerissen wird und die KOWO wird diese Vorgaben umsetzen. Letztendlich finde ich, dass der Kampf, den die Bürgerinitiative "Der Wiesenhügel muss leben" zusammen mit den BewohnerInnen des Hügels geführt hat, beispielhaft ist.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Spieth (MdB)
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.11.2007
Von:
Kay

Sehr geehrter Herr Spieth,

wie werden sie bei der Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung abstimmen?
Nehmen sie die großen Vorbehalte in der Bevölkerung dazu wahr? Kennen sie die Möglichkeiten des (un)absichtlichen Mißbrauchs der erhobenen Daten?

Wie kann ein demokratischer Staat ernsthaft in Erwägung ziehen solch einen Schritt Richtung Überwachungsstaat zu machen?
Die kritischen und durchaus durchdachten Äußerungen hierzu (überall nachzulesen) sollten nicht ungehört bleiben.

Ich bitte sie darum, gegen diesen Gesetzentwurf zu stimmen.
Antwort von Frank Spieth
22Empfehlungen
09.11.2007
Frank Spieth
Sehr geehrter Herr !

Ich werde den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Telekommunikationsüberwachung selbstverständlich ablehnen, denn ich möchte nicht in einem Land leben, in dem die Sicherheitsorgane alle Kontaktdaten jeden Bürgers auf Vorrat speichern dürfen. In so fern nehme ich nicht nur die Vorbehalte in der Bevölkerung zu diesem Gesetzvorhaben der Bundesregierung war, sondern teile sie auch.

Als gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE. finde ich die Debatte darum vor allem in einem Punkt geradezu verlogen. Während man sich nämlich bei der elektronischen Gesundheitskarte bemüht, alle Risiken für die Datensicherheit der Patientinnen und Patienten auszuschließen, führt man diese Bemühungen mit dem Telekommunikationsüberwachungsgesetz ad absurdum. Denn Ärzte sollen, im Gegensatz zu Anwälten und Abgeordneten, nicht von der Überwachung ausgenommen werden. So können die Sicherheitsbehörden die Wartezimmer von Ärzten in Ruhe ausspionieren.

In diesem Sinne können Sie sich darauf verlassen, dass ich den Gesetzentwurf ablehnen werde.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Spieth, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
25.11.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Spieth,

Ich habe eine Frage zur Bürgerversicherung. Ihre Partei will diese Versicherung. Ich verstehe nicht, wie die Finanzierung aussehen soll. Es heißt immer, vom Lohn soll jeder dieselben Prozente zahlen. Aber wenn ich nur sehr wenig verdiene, ist es dann nicht immer noch ungerecht wenn ich 10% meines Lohnes zahle und ein Reicher auch 10% von seinem Einkommen?

Vielen Dank
Viele Grüße

Antwort von Frank Spieth
18Empfehlungen
30.11.2007
Frank Spieth
Sehr geehrter Herr ,

nach dem Modell der solidarischen Bürgerversicherung der Partei DIE LINKE. sollen alle Bürgerinnen und Bürger in der gesetzlichen Krankenversicherung zu einem Beitragssatz von 10 Prozent ihres Einkommens (einschließlich Zins- und Mieteinnahmen ) versichert werden. Dabei würden sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Rentnerinnen und Rentner 5 Prozent ihres Einkommens zahlen. Die restlichen 5 Prozent würde der Arbeitgeber bzw. die Rentenversicherung tragen. Die Finanzierung der Krankenversicherung zu einem Beitragssatz von 10 Prozent wäre dadurch möglich, dass Kapitaleinkünfte und hohe Einkommen dann genauso die Finanzierung des Gesundheitssystems mittragen würden, wie Arbeitseinkommen und geringe Einkommen. Wir finden, dass ein Beitragssatz von 10 Prozent eine deutliche Verbesserung gegenüber dem durchschnittlichen heutigen Beitragssatz von 14 Prozent darstellen würde. Auch würden nach unseren Berechnungen die Zuzahlungen für Medikamente und Arztbesuche und ähnliche Ungerechtigkeiten entfallen. Ich denke, dass dieses Modell sozial sehr ausgewogen und deutlich gerechter als das heutige Finanzierungssystem ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Frank Spieth
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Ihre Frage an Frank Spieth
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