Frank Schäffler (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Frank Schäffler
© www.frank-schaeffler.de / studio kohlmeier
Geburtstag
22.12.1968
Berufliche Qualifikation
Diplom-Betriebswirt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Bünde
Wahlkreis
Herford - Minden-Lübbecke II
Ergebnis
9,6%
Landeslistenplatz
11, Nordrhein-Westfalen
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(...) Die Kosten der Entscheidung werden von Griechenland getragen, daher steht den Griechen die autonome Entscheidung zu, ob sie zur Drachme zurückkehren wollen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
11.02.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schäffler,

für die Regierungskoalition scheint die einzige Möglichkeit für einen ausgeglichenen und nicht zu letzt schuldenfreien Haushalt Wachstum zu sein. Dafür werden ja immer noch mehr Schulden gemacht. Nun weiß jeder vernünftig denkende Mensch, dass selbst mit einem Wachstum wie momentan in China von fast 10% - was für Deutschland völlig utopisch ist - die Schulden schon aufgrund der hohen Zinsbelastung nicht mehr weg zubekommen sind.
Nun meine Fragen dazu an Sie:

1. Halten Sie es wirklich für realistsich, dass das auch von der Kanzlerin ständig proklamierte Wachstum die "große" Lösung für den Schuldenabbau ist und Deutschland auf diesem Weg auf absehbarer Zeit einen schuldenfreien Haushalt bekommen kann?
2. Wenn die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass es selbst in einer Wachstumsperiode im Prinzip nicht mal zu einem ausgeglichenen Haushalt in Deutschland kommt, wann, schätzen Sie, kommen die Finanzexperten der Koalition und ggf. der Europäischen Union auf neue Ideen?
3. Für wie realistisch halten Sie es, dass die Finanzexperten der Koalition und der Europäischen Union schon Ideen haben und in ihren Schubladen z.b. einen Plan für eine ggf. europaweite Währungsreform haben (siehe Deutschland 1923 und Argenitinien 1991)?

Mit Bitte um Antwort und freundl. Gruß

Antwort von Frank Schäffler
bisher keineEmpfehlungen
25.02.2010
Frank Schäffler
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Frage. Die christlich-liberale Koalition setzt die im Grundgesetz neu verankerte Schuldenbremse um. Das heißt, dass wir uns Schritt für Schritt dem Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushalts nähern. Dabei setzen wir nicht einseitig auf Wachstum, sondern werden auch Einsparmaßnahmen beschließen. Wachstum erleichtert den Ausgleich des Haushalts jedoch, da ein Prozent Wirtschaftswachstum auch das Steueraufkommen um ein Prozent steigen lässt. Daneben steigen auch die Einnahmen der Sozialversicherung.

Mit einer Konsolidierung des Bundeshaushalts leisten wir auch einen Beitrag zur Stabilisierung des Euro. Die derzeit diskutierten Hilfen für Griechenland sehe ich sehr kritisch, denn sie könnten gerade die Stabilität des Euro gefährden. Stattdessen sollten wir den Stabilitäts- und Wachstumspakt verschärfen, damit wir alle Euro-Länder zur Einhaltung der Kriterien zwingen können.

Freundliche Grüße

Frank Schäffler
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Frage zum Thema Finanzen
15.04.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schäffler,

ich bin auf einer Internetseite auf Ihren Namen gestoßen, die nicht gerade den EUDSSR-Medien zuzurechnen ist. Und ich habe mich wirklich gefreut, dass es doch noch vernünftige Menschen in der FDP und insbesondere im Bundestag gibt.

Ich bitte Sie, das Thema unseres staatlich monopolistischen Geldsystems im Bundestag wo es nur geht anzusprechen, und auf die daraus resultierenden Folgen hinzuweisen! Bitte haben Sie auch keine Scheu dieses Thema in den Mainstreammedien anzusprechen!

Die propagandistische Aussage, der Kapitalismus habe unser Finanzsystem ins wanken gebracht, braucht eine starke öffentliche Gegenstimme!

Nachdem ich in den letzten Wochen nun einige Artikel über Sie gelesen habe, kann ich zum Glück behaupten, dass mein Wahlkreuz bei "FDP" nicht ganz verloren war!

Mich würde wirklich interessieren, wie dieses Thema hinter den Kulissen, insbesondere auch in der FDP, diskutiert wird. Ihre Antwort erwarte ich auch gerne per Mail.

Viele Grüße

M. I.
Antwort von Frank Schäffler
2Empfehlungen
26.05.2010
Frank Schäffler
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Unterstützung. Ich habe die Ursachen der Finanzkrise in meiner persönlichen Erklärung zum Euro-Stabilisierungsgesetz am letzten Freitag aus meiner Sicht dargelegt. Diese Erklärung sowie meine Veröffentlichungen und Veranstaltungshinweise zum Thema finden Sie auf meiner Homepage www.frank-schaeffler.de.

Freundliche Grüße

Frank Schäffler, MdB
Mitglied im Finanzausschuss
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Frage zum Thema Finanzen
07.05.2010
Von:

Ich habe nur eine kurze Frage: Warum waren Sie der Einzige, der in der FDP-Fraktion gegen das "Nothilfegesetz" für Griechenland gestimmt hat?
Antwort von Frank Schäffler
1Empfehlung
26.05.2010
Frank Schäffler
Sehr geehrter Herr ,

auch meinen Kollegen ist die Zustimmung zu dem Gesetz nicht leichtgefallen. Bei der Abstimmung zum Euro-Stabilisierungsgesetz haben auch Herr Knopek MdB und Herr Vizepräsident Dr. Solms MdB nicht zugestimmt. Warum ich Nein zu beiden Gesetzen gesagt habe, habe ich in persönlichen Erklärungen dargelegt, die Sie auf meiner Homepage finden. Die näheren Gründe meiner Kollegen für ihre Zustimmung erfahren Sie am besten von ihnen selbst. Einige haben ebenfalls Erklärungen zu ihrem Abstimmungsverhalten abgegeben.

Freundliche Grüße

Frank Schäffler, MdB
Mitglied im Finanzausschuss
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Frage zum Thema Finanzen
23.05.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schäffler,

vielen Dank für Ihren Mut gegen das Euro-Stabilisierungsgesetz zu stimmen:

www.frank-schaeffler.de

Wie lange werden Sie noch Mitglied im Finanzausschuss sein ?

Warum klagen Sie nicht vor dem Bundesverfassungsgericht gegen dieses Gesetz.

Sie schreiben u.a.:

"Zweitens wird durch diesen Rechtsbruch nicht der Euro gerettet, sondern zerstört."

Wann rechnen Sie mit einer völligen Zerstörung des Euros ? Und was kommt dann für Deutschland ?

Mit sehr besorgten Grüßen


Armer Rentner aus Halle(Saale)
Antwort von Frank Schäffler
2Empfehlungen
26.05.2010
Frank Schäffler
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Unterstützung. Ich werde weiterhin Mitglied im Finanzausschuss sein. Dort stehen viele Themen an, die die Koalition gemeinsam umsetzen will und die für unser Land sehr wichtig sind - wie beispielsweise die Reform der Bankenaufsicht.

Wenn wir den Euro retten wollen, müssen nun ehrgeizige Sparbeschlüsse in den einzelnen Mitgliedsländern der Eurozone gefasst und umgesetzt werden. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung in den nächsten Wochen entsprechende Vorschläge für Deutschland vorlegen wird.

Freundliche Grüße

Frank Schäffler, MdB
Mitglied im Finanzausschuss
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Frage zum Thema Finanzen
26.05.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Schäffler,

ich habe grade Ihre Erklärung zum Euro-Stabilisierungsgesetz gelesen und mich hat Ihre Erkenntnis über die Geldschöpfung der Geschäftsbanken aus dem Nichts beeindruckt.

Meine Fragen:
1) In wie weit haben Kollegen in Ihrer oder auch in anderen Fraktionen ähnliche Gedanken?
Oder sind sie mit Ihrer Erkenntnis im Bundestag ziemlich alleine?

2) Das Problem der Geldschöpfung aus dem Nichts ist meiner Meinung nur ein Teil das Problems unserer Geldordnung - ein anderer bezieht sich auf den Zinses-Zins- Effekt und die damit verbundene Konzentration von Geldkapital bei sehr wenigen - ein leistungsloses Einkommen für wenige auf Kosten der Allgemeinheit.
Auch dies steht für mich im Widerspruch zur Marktwirtschaft. Wie sehen Sie das?

Vielen Dank im Vorraus für die Beantwortung meiner Fragen,

mfG


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