Frank Schäffler (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Frank Schäffler
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Herford - Minden-Lübbecke II
Ergebnis
9,6%
Landeslistenplatz
11, Nordrhein-Westfalen
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(...) Ich lehne die Einführung eines gesetzlich festgelegten Mindestlohns entschieden ab, da dies zum Abbau von Arbeitsplätzen führen würde. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich in einzelnen Branchen höhere Gehälter nicht leisten, so dass sie bei Einführung eines Mindestlohnes Stellen streichen müssten. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
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Frank Schäffler hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Finanzpolitik
29.07.2009
Von:

Guten Tag Herr Schäffler,

in der Dienstwagenaffäre haben Sie den Rücktritt von Fr. Schmidt gefordert. Haben Sie denn im Vorfeld geprüft, ob das Verhalten von Fr. Schmidt gegen geltendes Recht verstösst bevor Sie solch eine Forderung aufstellen?? Wenn die private Nutzung des Wagens Bestandteil des Dienstvertrages von Fr. Schmidt ist, sehe ich daran nichts anstössiges. Ich meine Sie streichen doch auch die Diäten ein die Ihnen zustehen, oder?

Im übrigen glaube ich daß hier von Seiten der Opposition das Thema künstlich aufgebauscht wird, obwohl es doch angesichts der aktuellen Finanzkrise wesentlich wichtigere Themen gibt, bei der ich von Ihrer Partei konstruktive Vorschläge vermisse
Antwort von Frank Schäffler
3Empfehlungen
30.07.2009
Sehr geehrter Herr ,

bezüglich der Bewertung des Verhaltens von Frau Ministerin Schmidt kommt es meiner Meinung nach nicht allein auf eine formale Betrachtung der Vorschriften an. Ich werde von vielen Bürgern angesprochen, die sich darüber ärgern, dass für die kurze Fahrt vom Urlaubsort zu einer Info-Veranstaltung extra der Dienstwagen aus Deutschland nach Spanien gebracht werden musste. Ich verstehe vor allem den Ärger vieler Bürger über die Uneinsichtigkeit und die Ausflüchte der Ministerin. Für alle Politiker, die Steuergelder treuhänderisch für die Bürger verwalten, gilt der Grundsatz der Sparsamkeit, den man nicht einfach ignorieren kann. Hätte es die Info-Veranstaltung nicht gegeben, hätte die Ministerin ja auch die ganze Fahrt des Dienstwagens von Deutschland nach Spanien abrechnen müssen, dann wäre es wohl auch ihr aufgefallen, dass es günstigere Möglichkeiten gegeben hätte. Das Aufbauschen der ganzen Angelegenheit liegt nicht an der Opposition: Hätte Frau Schmidt ihren Fehler eingeräumt und sich entschuldigt, würde wohl schon niemand mehr darüber sprechen.

Sie schreiben, dass Sie konstruktive Vorschläge der Opposition angesichts der Finanzkrise vermissen. Wir vernehmen heute im Untersuchungsausschuss zur Schieflage der Hypo Real Estate die Spitzen der deutschen Bankenaufsicht. Dabei wird deutlich, dass wir unsere Bankenaufsicht grundlegend reformieren müssen. Den Vorschlag, die Bankenaufsicht zu stärken und künftig bei der Bundesbank anzusiedeln, haben wir bereits mehrfach gemacht.
Weitere Vorschläge wie beispielsweise unseren Beschluss "Liberale Antworten auf die Finanzkrise" finden Sie auf meiner Homepage www.frank-schaeffler.de .

Freundliche Grüße

Schäffler, MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
15.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schäffler,

als potentieller Wähler in Ihrem Wahlkreis war ich gestern erschrocken, wie bockig sich ein Herr Westerwelle (oder Herr Trittin für die Grünen) im Fernsehen hinstellt und offenbar immer noch nicht begriffen hat, dass die schönen geordneten Zeiten von schwarz-gelb oder rot-grün vorbei sind. Wieso haben Politiker noch nicht verstanden, dass die Wähler nunmal ein Votum abgeben und die Parteien dadurch beauftragt werden, etwas sinnvolles damit anzustellen? Wenn sich die politische Landschaft verändert, wenn neue Parteien hinzukommen und ehemals "Kleine" an Gewicht gewinnen, erwarte ich als Wähler von meinem Abgeordenten und seiner Partei die Flexibilität, die auch von mir erwartet wird, wenn es z. B. um meinen Arbeitsplatz geht.
Derzeit habe ich das Gefühl, dass es in erster Linie um persönliche Eitelkeiten geht und erst dann um unser Land und seine derzeit verunsicherten Menschen. Ich bin überzeugt, dass eine solche Handlungsweise wie gestern im "kleinen TV-Duell" nicht dazu führt, dass mehr Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Wer seine Wähler nicht ernst nimmt, sollte besser gleich einpacken und einem fähigen und willigen Volksvertreter (denn nur das sind unser Politiker) den Vortritt lassen.

Da Sie der FDP-Kandidat für meinen Wahlkreis sind, würde mich Ihre Meinung interessieren, sind SIE so flexibel, um ggf. auch für eine "Ampel-Koalition" zu stimmen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!
Antwort von Frank Schäffler
2Empfehlungen
17.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

meine Erfahrungen im Finanzausschuss des Bundestages in dieser Wahlperiode haben mir sehr deutlich gemacht, dass es keine Ampelkoalition geben kann. SPD und Grüne wollen immer noch mehr Regulierung, noch höhere Steuern und insgesamt noch mehr Staat. Die FDP könnte in solch einer Koalition nichts bewegen. Wenn Sie die Wahlprogramme zur Hand nehmen, sehen Sie, dass sich unsere Positionen klar widersprechen. Wir wollen eine Steuersenkung, die SPD und die Grünen wollen Steuererhöhungen. Die Wähler müssen sich entscheiden: für eine Koalition aus FDP und CDU/CSU oder eine rot-rot-grüne Koalition. Wenn es rechnerisch für schwarz-gelb nicht reicht, wird es - ggf. nach einer kurzen schwarz-roten Koalition - zu rot-rot-grün im Bund kommen.

Freundliche Grüße

Frank Schäffler
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Frage zum Thema Arbeit
23.09.2009
Von:

Warum wird nicht ein Mindestlohn gesetzlich festgelegt, wo doch mein Schornsteinfeger, mein Apotheker oder der Rechtsanwalt - um nur 3 Berufe zu nennen - auf garantierte Einkommen bzw. Gebühren bauen können. Wenn der RA durch seine sog. Brago oder der Apotheker durch festgeschriebene Preise ein gesichertes Einkommen beziehen, müßte sich doch auch ein gerechter Lohn für alle durchsetzen lassen, um von regulärer Arbeit leben zu können

m.f.G.

A.
Antwort von Frank Schäffler
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.
Ich lehne die Einführung eines gesetzlich festgelegten Mindestlohns entschieden ab, da dies zum Abbau von Arbeitsplätzen führen würde. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich in einzelnen Branchen höhere Gehälter nicht leisten, so dass sie bei Einführung eines Mindestlohnes Stellen streichen müssten. Der in Deutschland wichtige Niedriglohnsektor würde damit zusammenbrechen, Schwarzarbeit und Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland würden forciert werden.
Anstelle eines Mindestlohnes müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die die Aufnahme einer Beschäftigung gegenüber der alleinigen Inanspruchnahme staatlicher Transferleistungen attraktiver machen. Dazu werde ich mich zusammen mit meiner Fraktion für die Einführung des Bürgergeldes stark machen. Es wirkt aktivierend, da ein größerer Teil des Arbeitslohns als bisher anrechnungsfrei ist. Allen wird die Chance gegeben, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dadurch wird Armut besser verhindert, als durch staatlich verordnete Mindestlöhne.
Die von Ihnen angesprochenen Berufsgruppen bekommen ebenfalls keinen Mindestlohn, sondern können nur ihre Leistungen nach festen Sätzen abrechnen. Wenn aber ein Apotheker seine Kunden falsch berät, verliert er sie und damit auch sein Einkommen.

Freundliche Grüße

Frank Schäffler
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