Hans Joachim Pohlmann (CDU / FDP)

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Frage zum Thema Gesundheit
31.07.2009
Von:

Sehr geehrter Hr. Pohlmann,

wie Sie sicherlich noch wissen, bin ich Sprecher der Interessengemeinschaft Lärmgeschädigter der A2 in Dortmund-Brechten.

Bereits im Januar auf dem Neujahrsempfang der CDU in Eving habe ich Ihnen unsere Problematik kurz beschrieben. Nachdem ich dann auf Ihrer "Rundreise" durch Eving/Brechten erneut die Möglichkeit hatte Sie auf unser Thema hinzuweisen, möchte ich jetzt diese Möglichkeit nutzen, um von Ihnen eine Stellungnahme zu bekommen. Dabei habe ich mich für den Bereich Gesundheit entschieden, weil unsere Gesundheit nachhaltig und fahrlässig durch den enormen Lärm und dessen Folgen gefährdet wird.
Aber die A2 hat nicht nur gesundheitliche Auswirkungen, sondern wirkt sich direkt auch auf den Wert unseres Eigentums und unsere Lebensqualität aus.

Landes- und Bundesverkehrsminister hören uns nicht angemessen zu bzw. nehmen uns nicht ernst. Nach einer ziemlich langen Trägheit der Dortmunder Politik hat man sich jetzt per Resolution im AUSW als Rat der Stadt Dortmund hinter uns und unsere Forderung gestellt.

Unsere Forderung ist so einfach wie logisch:
Ganz Brechten wurde lauter gemacht und jetzt muss man auch ganz Brechten wieder leiser machen. Dabei ist uns eine ganzheitliche und nachhaltige Lösung ohne Problemverschiebung wichtig. Offenporiger Asphalt könnte so eine Lösung sein.

Wie stehen Sie zu unserem Problem?

Die sehr fragwürdigen Lärmmessungen wurden mittlerweile durchgeführt und ergaben, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Mit diesem Ergebnis war zu rechnen, weil die Messungen unter völlig unrealistischen Bedingungen durchgeführt wurden. Um zu unserem guten Recht auf nachhaltigen Gesundheitsschutz zu kommen müssen wir politischen Druck auf das Land und den Bund ausüben.

Würden Sie uns als OB von Dortmund dabei unterstützen und wie würden Sie uns unterstützen?
Antwort von Hans Joachim Pohlmann
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05.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

zunächst kurze Entschuldigung, dass ich erst so spät antworte, aber ich habe ein paar Tage Auszeit genommen, um nach einem halben Jahr Wahlkampf auch noch den Rest zu überstehen.

Ihre Frage, ob ich Sie unterstütze beantworte ich klar mit ja! Sie weisen zu Recht darauf hin, dass der Rat sich hinter Brechten gestellt hat (auch das war ja schon ein längerer Prozeß). Leider zieht Straßen.NRW hier nicht so mit, wie das wünschenswert wäre. Über Ihre Kritik an den Lärmmessungen habe ich in der Zeitung gelesen. Die Stadt muss sich auf allen Ebenen - Politik und Verwaltung - für eine Lösung einsetzen. Ich habe die Problematik selbst vor Ort wahrgenommen; dabei waren die Bedingungen damals günstig und das sind sie bei weitem nicht immer. Ich werde persönlich Landesregierung und Straßen.NRW ansprechen. Das gute ist ja, dass es im nächsten Jahr ja auch noch die Landeswahl gibt! Da sollte es schon gelingen, etwas zu bewegen.

mfg

Pohlmann
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Frage zum Thema Finanzen
06.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pohlmann,

da die SPD ja ganz offensichtlich nicht in der Lage ist die horrenden Schulden der Stadt in den Griff zu bekommen und statt bestehende Schulden abzubauen (wie Herr Dr. Langemeyer es bei seinem Amtsantritt großspurig ankündigte), durch Leuchtturmprojekte nur noch weiter Schulden macht, würde ich gern von Ihnen wissen was Sie als Oberbürgermeister tun werden um der städtischen Schuldenmacherei endlich einen Riegel vorzuschieben.

Werden wir unter einem Oberbürgermeister Pohlmann künftig auf solch großartige Projekte wie dem Phoenix-See, dem Museum im U oder dem Fußball-Museum verzichten müssen und endlich zu unspektakulär langweiliger, realitätsnaher und bodenständiger Politik zurückkehren?

Wünsche Ihnen noch viel Erfolg im Wahlkampf und wenn ich jemandem zutraue die SPD-Dynastie hier endlich zu Fall zu bringen, dann Ihnen! ;-)

Viele Grüße
Antwort von Hans Joachim Pohlmann
bisher keineEmpfehlungen
10.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für die guten Wünsche - Aufmunterung kann man immer gebrauchen. In der Tat wären bei mir die Großprojekte anders ausgefallen, im Zweifel kleiner. Das Problem sind weniger die Projekte selbst, als die Unehrlichkeit mit Zahlen und Kosten. Warum schüttet man dem Bürger nicht reinen Wein ein, stellt beispielsweise das Do- U vor und sagt, dass es Unterhaltungskosten von ca. 5 Mio € p. a. verursachen wird (und nicht, wie anfangs erklärt 1,7 Mio €). Dann kann der Bürger diskutieren und letztlich entscheiden (die SPD sagt hier, dass das natürlich der Rat tut als gewählter Vertreter des Bürgers; ich werde mich hier um mehr direkte Demokratie bemühen).
Wir haben gut 3,5 Mrd € Schulden im Stadkonzern. Mehr als die Hälfte sind nicht auf echte Investitionen zurückzuführen, sondern auf Verbrauch - ihnen steht also kein Wert gegenüber. Über die Werthaltigkeit städtischer Gebäude oder Straßen kann man ausserdem streiten). Allein ca. 1 Mrd € davon sind sogenannte Kassenkredite, die nur der Liquidität dienen - als Dr. Langemeyer vor 10 Jahren antrat, lag diese Zahl bei Null! Dann wissen wir auch, wie viele der "Segnungen" finanziert worden sind. Wir brauchen so schnell wie möglich eine Konzernbilanz, um den Status zu ermitteln (Kassensturz) - dabei werden wir noch unser Wunder erleben. Ich werde prüfen, inwiefern in laufenden Projekten Risiken liegen (Phoenix-See) und zunächst einmal eine solide Planung erstellen. Dabei wird möglicherweise schon Arnsberg beteiligt, weil die Rücklagen vermutlich geringer sind, als bisher offenkundig. Ich werde danach zusammen mit dem neuen Rat eine Innenrevision der Kosten durchführen - für mich wird das die Nagelprobe sein, ob Dortmund so konsensfähig ist, wie immer getan wird. Wir werden sehen, wie weit man bereit ist für durchaus einschneidende Schritte ohne parteipolitische Brille. Es muss eine möglichst gerechte Lösung des finanziellen Problems herbeigeführt werden. Und schließlich werde ich alles tun, um die Haupteinnahmequelle der Stadt - die Gewerbesteuer - zu vergrößern. Arbeitsplätze schaffen hat oberste Priorität. Zusätzlich müssen wir - alle Kommunen - mit dem Land Gespräche führen und in absehbarer Zeit zu einer Finanzreform kommen, denn die Kommunen sind chronisch unterfinanziert seit sie immer mehr Lasten übernehmen. Man kann das alles schaffen, aber nicht indem man sich als eine Partei hinstellt und glaubt im Besitz des Steines der Weisen zu sein - das geht nur gemeinsam! Ihre Aussage: unspektakulär, realistisch, bodenständig kann ich nur unterschreiben. Statt das Geld in Leuchtturmprojekte zu investieren hätte man besser in Schulen, Kindergärten, Bildung, Sport, Infrastruktur investiert; und wenn man den Phoenix-See als Infrastrukturmaßnahme sieht, dann wäre es ein bißchen kleiner auch gegangen.

Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
22.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pohlmann,

Kinder sind unsere Zukunft und es mangelt an vielen Enden.

Ich finde es sehr traurig, dass viele Kinder auf die Versorgung von Hilsorganisationen angewiesen sind, was für die Kinder selbst, viele Probleme mit sich zieht.

Nicht umsonst hat unsere Stadt mit vielen Problemen/Ausschreitungen mit/von Jugendlichen zu tun, weil ihnen einfach die Perpektive für ihre Zukunft fehlt.

Wie stehen Sie zum Thema Kinderarmut und welche Lösungsvorschläge haben sie, um diesen Missständen in unserer Stadt entgegen zu wirken?

Mit Freundlichen Grüßen

A.
Antwort von Hans Joachim Pohlmann
bisher keineEmpfehlungen
25.08.2009
Sehr geehrte Frau ,

Kinderarmut ist in der Tat ein Problem und die von Ihnen geschilderten Folgen sind in vielen Bereichen der Stadt zu sehen. Das ganze ist ein sehr komplexes Thema, für das es sicher keinen "Königsweg" gibt. Für mich ist Kinderarmut vor allem Bildungsarmut und Arbeitslosigkeit (dazu kommen sicher noch weitere Gründe). Armut überwindet man nur durch Bildung, denn sie führt zu einer Ausbildung und diese zu Verdienst im Job. Ich bin daher für eine sehr frühe U3 Betreuung vor allem bei Migrantenkindern und Kinder sogenannter bildungsferner Schichten. Die Kinder müssen bei Einschulung schon gute Sprachkenntnisse haben. Daneben bedarf es einer finanziell und personell ausreichend ausgestatteter Kinder-und Jugendbetreuung, vor allem vor Ort, nicht am Schreibtisch. Den Jugendlichen, die jetzt bereits vor der Lebensperspektive "Hartz IV" stehen - das ist keine wirkliche PErspektive! - müssen immer wieder Angebote zur Berufsfindung gemacht werden. Ich bin zuversichtlich, dass sich die Lehrstellenlage mittelfristig deutlich verbessern wird, wenn die Demografie zu Knappheit bei den Jugendlichen führt. Dann werden auch die Perspektiven besser sein.

Mit freundlichen Grüßen

Pohlmann
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
24.08.2009
Von:
-

Sehr geehrter Herr Pohlmann,

1) Welche Bedeutung hätte für Sie als Oberbürgermeister der Verbraucherschutz in Dortmund?


2.) Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Verbraucherprobleme in Dortmund und was würden Sie als Oberbürgermeister zur Verbesserung des Verbraucherschutzes tun?

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