Miriam Gruß (FDP)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Miriam Gruß
Jahrgang
1975
Berufliche Qualifikation
Diplom Politologin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Generalsekretärin der bayerischen FDP, Politikwissenschaftliche Doktorandin
Wahlkreis
Augsburg-Stadt
Landeslistenplatz
9, Bayern
weitere Profile
(...) Das Problem ist mir bekannt. Teilweise fehlt Geld für Schulbücher, für Anfahrten zur Schule oder eben für die Schulspeisung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
NEIN
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
nicht beteiligt
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Miriam Gruß
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Frage zum Thema Gesundheit
26.10.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Gruß,

Ihre Antwort vom 10.10. auf die Anfrage des Herrn Kretschmer von 27.8.2008 verstehe ich so, dass die FDP die Tabaklobby und Nikotindrogensüchtigen umtanzen wie das Goldene Kalb.

Mit "Eigenverantwortlichkeit, Freiwilligkeit und Selbstverpflichtung" waren jahrzehntelang fast alle Cafés, Restaurants und öffentlich zugänglichen Räume verqualmt. Rücksichtnahme?! Keine Spur!! Die etwa 3/4 nichtrauchende Bevölkerung hatten sich dem Diktat der rücksichtslosen Qualmer zu fügen oder zu Hause zu bleiben - so ihnen dies überhaupt möglich war!

"Gefährdete Personengruppen" sind nicht allein die "Kinder, Jugendliche[n], Kranke[n] und sozial Schwache[n], sonder ALLE Menschen, die dem Tabakrauch ausgesetzt sind! Sie sollten um die massive Schädlichkeit des Tabakqualms wissen!

Nicht nur "Einrichtungen für Kinder und Jugendliche, d.h. Kindertagesstätten, Schulen, etc." müssen rauchfrei werden, sondern sämtliche Aufenthaltsorte, an denen sich Menschen nach Art. 2 GG aufhalten!

"rauchfrei" ist kein Qualitätsmerkmal, sondern ein selbstverständlicher raum- und atemlufthygienischer Zustand! Und dafür zu sorgen ist Aufgabe der Politiker, wie z.B. Sie! Oder sind Ihnen die vielen tausend Nichtrauchertoten durch Einatmen anderer Leute Tabakrauch völlig gleichgültig?

"Selbstverpflichtungen wie die Zielvereinbarungen des DEHOGA (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband)", warum machen Sie diese Rolle rückwärts?

Rauchen ist kein "soziales Problem", sondern ein grundrechtliches nach Art. 2 GG (ganzer Art., nicht nur erster Halbsatz)!

Zum Thema "Eltern" und "Privatsphäre der Bürger": Art. 13 Abs. (2), (4) und (7) GG sind eine echt spannende Lektüre - und so lehrreich!

Wann setzen Sie sich für umfassenden Gesundheits- und Nichtraucherschutz auf dem Boden des Grundgesetzes ein unter Zugrundelegung des rangfolge-hoheitlichen Art. 2 GG?

Mit freundlichem Gruß



Quellen:
www.gesetze-im-internet.de
www.gesetze-im-internet.de

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Frage zum Thema Gesundheit
27.10.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Gruß,

vermutlich haben Sie viel zu tun. - Wann darf ich mit Ihrer Antwort auf meine Anfrage vom 18.8.2008 rechnen?

Mit freundlichem Gruß

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Frage zum Thema Soziales
28.10.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Gruß,

wie stehen Sie persönlich und Ihre Fraktion zur "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) ?
Wie viele Mitglieder Ihrer Fraktion sind Kuratoren oder Berater der INSM?
Wie viele Mitglieder Ihrer Fraktion sind Mitglieder im Förderverein der INSM?

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Frage zum Thema Familie
20.11.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Gruß,

stimmt es, dass man mit einer Kürzung des Kindergeldes um 4 Euro bei allen Kindern, Kindergarten und Kitaplätze kostenlos anbieten könnte? Wenn dem so ist, frage ich mich warum man das Kindergeld statt um 10 Euro nur um 6 Euro anhebt und Kinderbetreuung dafür kostenfrei macht.
In unserem Umfeld bleiben die meisten Frauen mit 2 Kindern zu Hause weil es sich wegen hoher Betreuungskosten gar nicht für die Mutter lohnt in Teilzeit arbeiten zu gehen. 2 Kinder in der Betreuung kosten rund 300-400 Euro im Monat- da haben doch die Eltern so gut wie nichts von der Kindergelderhöhung!! Eine Durchschnittsfamilie kann sich das gar nicht leisten.
Als eine Farce empfinde ich auch , dass man das Kindergeld erhöht und gleichzeitig die Befreiung von Zuzahlungen bei Medikamenten bei über 12 jährigen aufhebt. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Miriam Gruß
2Empfehlungen
09.12.2008
Miriam Gruß
Sehr geehrter Herr ,

bundesweit würde die Abschaffung der Elternbeiträge für die Kindertagesbetreuung etwa 3,2 Milliarden Euro jährlich kosten. Das Kindergeld stellt mit seinem Gesamtvolumen in Höhe von 34,9 Mrd. Euro einen wichtigen Baustein im Rahmen der Leistungen für Familien dar. Das Kindergeld wird zwar einkommensunabhängig gewährt, entfaltet aber dennoch bei nahezu 1,7 Mio. Kindern eine armutsreduzierende Wirkung. Unter dem Gesichtspunkt der Armutsvermeidung profitierten zu fast 90 % Kinder in Familien mit zwei und mehr Kindern vom Kindergeld. Seit 2002 wurde das Kindergeld allerdings nicht mehr verändert; es soll nun für die beiden ersten Kinder von derzeit 154 Euro auf jeweils 164 Euro, für das dritte auf 170 Euro sowie für vierte und weitere Kinder auf 195 Euro angehoben. Wie Sie zu Recht feststellen, führt dies aber nur zu einer geringen Entlastung der Familien. Die Liberalen fordern demgegenüber, in einem ersten Schritt zum 1.1.2009 das Kindergeld auf 170 Euro und im Zusammenhang mit einer großen Steuerreform das Kindergeld zum 1.1.2010 auf 200 Euro zu erhöhen (Antrag "Existenz von Kindern sichern -- Familien stärken", BT-Drs. 16/9433).

Die Belastungen von Familien müssen aber ebenso im Steuerrecht berücksichtigt werden. Eine gerechte Steuer legt einen Schwerpunkt auf die Entlastung der Familien. Mit einem Grundfreibetrag von 8.000 Euro für Erwachsene und Kinder würden viele Familien keine Einkommensteuer mehr bezahlen. Dies bedeutet, dass Familien mehr Geld netto zur Verfügung stehen würde und dass Familien mehr Freiheit für die Gestaltung des Familienlebens hätten. Darüber hinaus sollen Kinderbetreuungskosten bis zu 12.000 Euro im Jahr steuerlich berücksichtigungsfähig sein und ein Freibetrag von 2.000 Euro für die letzten drei Monate der Schwangerschaft vorgesehen werden (vgl. Beschluss des 59. Ordentlichen Bundesparteitags der FDP, München, 2008, "Die gerechte Steuer: Einfach, niedrig und sozial").

Mit freundlichen Grüßen
Miriam Gruss
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
29.12.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Gruß,

die IHKn verzocken derzeit unsere Zwangsmitgliedsbeiträge. Nachzulesen auf www.fr-online.de oder www.hna.de
Gerne hätten wir diese Zwangsbeiträge in die Ausbildung unserer Jugendlichen und in unsere Betriebe gesteckt. Die Betriebe stellen sich jeden Tag der freien Wirtschaft. Die Kammern dagegen kassieren Zwangsbeiträge. Mit anvertrautem Geld würden wir nie zocken wie es die Kammern nun mit unseren Zwangsbeiträgen tut. Ein Saustall wie wir meinen!

Sehr geehrte Frau Gruß was ist den Ihre Meinung dazu?

Mit freundlichen Grüßen aus Aichach


Zwangsmitglied IHK Augsburg
Antwort von Miriam Gruß
4Empfehlungen
11.03.2009
Miriam Gruß
Sehr geehrter Herr ,

die Diskussion um die Pflichtmitgliedschaft bei den Industrie- und Handelskammern ist ein Dauerbrenner. Seit dem es die Pflichtmitgliedschaft gibt, regt sich Widerstand dagegen. Besondere Widerstandswellen sind immer dann zu beobachten, wenn sich der Eindruck verstärkt, dass die Dienste der Kammern einem selbst nicht zu Gute kommen oder schlimmer, gar nicht ersichtlich wird, welche Dienste die Kammern überhaupt erbringen. Weiterhin scheint der Kontakt zu und die Kommunikation mit den Mitgliedern von Kammerbezirk zu Kammerbezirk durchaus unterschiedlich ausgeprägt zu sein.

Für die FDP steht zudem fest: Die Kammern müssen sich vielfach grundlegend reformieren. Sie dürfen nicht mehr auf Feldern tätig sein, wo ein ausreichendes Angebot von Seiten privater Dienstleister zur Verfügung steht. Ebenso muss die Doppelarbeit zwischen Kammern und Behörden deutlich vermindert werden. Zeitraubende bürokratische Querverbindungen sind in Zukunft zu vermeiden. Insofern bleibt das gesamte deutsche Kammerwesen auf einem permanenten Reformprüfstand.

Allerdings kann die Selbstverwaltung der Wirtschaft derzeit nur im Rahmen einer Pflichtmitgliedschaft funktionieren. Sonst müssten Aufgaben, die den Kammern durch Gesetz und Verordnung zugewiesen sind, letztlich von der Staatsbürokratie erfüllt werden. Der Staat müsste aus öffentlichen Mitteln ein umfangreiches Leistungsspektrum bereit halten: Die Betreuung von 850.000 Auszubildenden, die Abnahme von jährlich 290.000 Zwischenprüfungen und 330.00 Abschlussprüfungen, die öffentliche Bestellung und Betreuung von etwa 7000 Sachverständigen und die Beantwortung von rund 110.000 Anfragen von Gerichten, Unternehmen und Privatpersonen nach geeigneten Sachverständigen, die Ausstellung von jährlich etwa 1,2 Millionen Exportdokumenten sowie die ca. 350.000 Existenzgründungsberatungen, die zurzeit von den IHK`n durchweg kostenlos erbracht werden. Daneben wäre fraglich, was mit den Einigungsstellen für Wettbewerbsstreitigkeiten bei den Kammern passieren würde. Dort werden immerhin 1.800 Fälle jährlich verhandelt und mit einer Erfolgsquote von rund 50 Prozent abgeschlossen. Auch gutachterliche Stellungnahmen zu Förderanträgen, zur Eintragungsfähigkeit im Handelsregister oder zur Bauleitplanung müssten anders organisiert werden.

Nach Einschätzung der FDP ist die staatliche Bereitstellung all dieser Leistungen keine Alternative. Vermutlich würden die gesamtwirtschaftlichen Kosten für diese Leistungsbereitstellung steigen. Insofern hält die FDP - unabhängig von der Notwendigkeit die Kammertätigkeiten auch kritisch zu begleiten - die Pflichtmitgliedschaft für nach wie vor erforderlich und sachgerecht.

Mit freundlichen Grüßen
Miriam Gruß
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Ihre Frage an Miriam Gruß
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