Oskar Lafontaine (DIE LINKE)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Oskar Lafontaine
Jahrgang
1943
Berufliche Qualifikation
Diplom Physiker
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Saarbrücken
Landeslistenplatz
1, Saarland
weitere Profile
(...) Die LINKE fordert die Anhebung der deutschen Ausgaben für Bildung und Forschung auf das Niveau des Durchschnitts der OECD-Staaten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
nicht beteiligt
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
NEIN
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
NEIN
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Oskar Lafontaine
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr MdB Oskar Lafontaine,

in aller Öffentlichkeit habe ich den vormaligen Justizminister von Sachsen und Kandidaten für das Präsidentenamt von Deutschland * Steffen Heitmann (CDU)* beschuldigt, dass er ein gefälschtes Gerichtsprotokoll (hier: Az.: ? C 245/91 Kreisgericht Riesa; 20.02.1992) für richtig beschieden haben soll.

Ich möchte Sie höflichst fragen, ob Sie sich dafür einsetzen wollen, dass aufgeklärt wird, ob meine sehr schwer wiegenden Anschuldigungen zu Recht oder zu Unrecht erhoben wurden?

Mit freundlichen Grüßen

@vodafone.de">@vodafone.de
Telefon: 0176 / 963 49 7 55
Antwort von Oskar Lafontaine
bisher keineEmpfehlungen
05.08.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

Oskar Lafontaine erhält viele Anfragen und hat mich gebeten Ihnen zu antworten.

Der von ihnen angesprochene Fall ist uns leider nicht bekannt, deshalb kann ich auch hier keine Aussagen dazu machen. Des Weiteren ist es nicht möglich, dass wir uns zu Verfahren äußern an denen wir nicht beteiligt sind bzw. waren. Ich bin mir sicher, dass Sie Verständnis dafür haben.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büroleiter des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales
04.05.2009
Von:
Max

Sehr geehrter Herr Lafontaine,
am 23.April 2009 nahmen Sie am Tagesschau-Videochat teil. Ich war wirklich erfreut das zu hören und brachte bereits eine WOche vorher mehrere Fragen zur Abstimmung ein von denen sich besonders eine großem Intresse bei den anderen Usern erfreute. Viele andere interessante Fragen wurden von anderen Usern gestellt deren Beantwortung ich freudig erwartete. Leider musste ich dann während des Live-Chats feststellen das besonders die Fragen welche viel Zustimmung erhielten und die interessantesten Themen anschnitten überhaupt nicht zur Sprache kamen. Statt dessen wurden Fragen aus der dritten und vierten Reihe genommen die, wie ihnen warscheinlich während des Chats auffiel, primär auf haltlose Kritik und das immergleiche "Ist nicht machbar"-, "SIe haben eh keine Chance"-und "SED-Kritik" -Gewäsch hinauslief.

Diese Sendung, und speziell die dümmliche Voreingenommenheit ihrer Interviewerin, war doch sehr enttäuschend. Aus diesem Grund möchte ich meine Frage auf diesem Wege an Sie richten. DIe Frage war folgende :

"Was halten Sie von der Möglichkeit die komplette Besteuerung auf die Mehrwertsteuer mit einem Freibetrag einzuführen? Einerseits würde es die Besteuerung erheblich vereinfachen und durch den Freibetrag auch die rechtmäßigen Bedenken der sozialen Gerechtigkeit ausräumen und anderseits würde dieser Freibetrag, bei angemessener Dimensionierung, zu einem bedingungslosem Grundeinkommen werden welches die lange nötige Trennung von Arbeit und Lohn endlich realisiert."

Dies war meine Frage für den Livechat. Sie hatte damals die höchste Anzahl an STimmen und ich hatte fest damit gerechnet das sie zur Sprache kommt.

MIt freundlichen Grüßen

Chris Maximilian
Antwort von Oskar Lafontaine
1Empfehlung
30.07.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

Oskar Lafontaine erhält viele Anfragen und hat mich gebeten Ihnen zu
antworten.

Die von Ihnen erwähnte Idee des Steuerfreibetrages wird von verschiedenen Autoren diskutiert. Jedoch werden durch diese Maßnahme nicht die Armen, sondern einzig allein die Vermögenden und Milliardäre entlastet. Denn gleichzeitig mit der Überweisung des Freibetrages, müssten normale Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Menschen, die auf das Grundeinkommen zur Existenzsicherung angewiesen sind, bei diesem Modell mit einer Mehrwertsteuer von 50 Prozent rechnen und dazu noch dramatische Steigerungen der Lebenshaltungskosten verkraften.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büroleiter des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales
05.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

Herr Ilja Seifert ist für Schwerbehinderte von äußerster Wichtigkeit. Herr Seifert ist selbst schwerbehindert und er daher für die vielen anderen Schwerbehinderte in der BRD sprechen und für sie in ihrem Anliegen eintreten könnte / kann!
Wäre es möglich, dafür Sorge zu tragen, dass die Rückkehr des Herrn Ilja Seifert in der nächsten Legislaturperiode in den Bundestag gesichert werden kann?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Oskar Lafontaine
bisher keineEmpfehlungen
30.07.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrte Frau ,

Oskar Lafontaine erhält viele Anfragen und hat mich gebeten Ihnen zu
antworten.

Herr Dr. Seifert ist Mitglied des Landesverbandes Sachsen und von diesem auch auf den Listenplatz vier gewählt worden. Ob dies zum Einzug in den Bundestag reicht, entscheiden Wählerinnen und Wähler in Sachsen.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büroleiter des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales
06.05.2009
Von:
Erb

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

ich möchte mich kurz vorstellen: Mein Name ist Erb, ich wohne in Ihrem Wahlkreis Saarlouis, ich bin 48 Jahre alt und durch das Medikament Contergan geschädigt.
Zur Zeit wird in den Gremien des Deutschen Bundestages über eine Änderung des Conterganstiftungsgesetzes beraten. Ich verfolge diese Beratungen seit einiger Zeit und habe festgestellt, dass sich Herr Dr. Seifert als behindertenpolitischer Sprecher ihrer Partei in hervorragender Weise für die Belange und Interessen nicht nur der Contergangeschädigten sondern aller Menschen mit Beeinträchtigung einsetzt. Er möchte erreichen, dass Nachteile, die durch eine Behinderung entstehen, durch gesetzliche Bestimmungen so ausgeglichen werden, dass behinderte Menschen ohne finanzielle Nachteile am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Wie ich hörte, wird auch in ihrer Partei zur Zeit über die Vergabe der Listenplätze diskutiert. Nun wird in einer demokratischen Partei selbstverständlich geheim darüber abgestimmt, ob ein Abgeordneter einer Partei auf einen "sicheren" Listenplatz kommt oder nicht; so ist es wohl auch unklar, ob Herr Dr, Seifert einen sicheren Listenplatz erhält oder nicht. Es wäre wirklich bedauerlich, wenn Herr Dr, Seifert in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr die Interessen von behinderten Menschen (zumal er selbst betroffen ist und so sehr glaubwürdig für die Interessen von behinderten Menschjen einstehen kann) im Bundestag vertreten kann.
Ich bitte Sie deshalb, Ihren Einfluss in Ihrer Partei geltend zu machen und dafür einzustehen, dass Herr Dr. Seifert einen sicheren Listenplatz erhält und auch in der nächsten Legislaturperiode als behindertenpolitischer Sprecher Ihrer Partei gute Arbeit im Interesse von behinderten Menschen leisten kann.

Ich würde mich freuen, wenn Sie Stellung zu meiner E-mail nehmen würden und mir mitteilen, ob Sie einen sicheren Listenplatz für Herrn Dr. Seifert befürworten.

Mit freundlichen Grüßen

Erb
Antwort von Oskar Lafontaine
2Empfehlungen
30.07.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr Erb,

Oskar Lafontaine erhält viele Anfragen und hat mich gebeten Ihnen zu antworten.

Herr Dr. Seifert ist Mitglied des Landesverbandes Sachsen und von diesem auch auf den Listenplatz vier gewählt worden. Ob dies zum Einzug in den Bundestag reicht, entscheiden Wählerinnen und Wähler in Sachsen.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büroleiter des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
07.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Lafontaine,

so sehr ich den Einsatz der Linken für Gerechtigkeit schätze, so sehr fällt mir auf, daß in bestimmten Bereichen die Hälfte des Wählerpotentials von der Linken wie von allen anderen Parteien ignoriert wird. Gerade hier wäre aber die Linke als Alternative gefragt.

Männer leben sechs Jahre kürzer als Frauen, obwohl das laut Klosterstudie keine biologische Ursache hat, sondern auf Faktoren wie härtere Arbeit etc. zurückzuführen ist. Dennoch bekommt das benachteiligte Geschlecht keinen Männergesundheitsbericht. Das ist m.E. klar grundgesetzwidrig.

Seit mindestens 1996 warnen Experten vor der systematischen Benachteiligung von Jungen im Schulsystem, inzwischen liegt dem Bildungsministerium die Studie "Bildungs(miss)erfolge von Jungen" vor: Jungen bekommen für die gleiche Leistung schlechtere Noten, und sie bekommen selbst bei gleichen Noten weniger Gymnasialempfehlungen. ( Werden die zwecks Mädchenförderung ausgegrenzten Jungen später wohl zu Leistungsträgern oder eher zu Sozialfällen? )

Es wird ursächlich das Fehlen männlicher Leitbilder im Kindergarten- und Grundschulbereich beklagt , aber bisher gibt es - untypisch für den öffentlichen Dienst - ausgerechnet in Grundschulen keine Quotierung, wo der Frauenanteil auf die 90 Prozent zuwächst.

Die Arbeitslosigkeit ist mehrheitlich männlich. Im April erhöhte sich die Arbeitslosigkeit bei Männern im Jahresvergleich um 12 %, während sie bei Frauen um über zwei Prozent zurückging. Spezifische Berufsförderprogramme gibt es aber nicht für Männer, nur für Frauen. Die Männerthematik läßt sich also kaum noch ignorieren


Meine Frage lautet nun: Wird sich, vor dem Hintergrund der seit 1968 doch sehr veränderten Benachteiligungslage, die Linke als womöglich einzige Partei in der nächsten Legislaturperiode aktiv und konkret für einen Männergesundheitsbericht und für Geschlechtergerechtigkeit auch für Männer einsetzen, ja oder nein? Und wenn ja, womit dürfen Männer rechnen?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Oskar Lafontaine
1Empfehlung
20.08.2009
Oskar Lafontaine
Sehr geehrter Herr ,

Oskar Lafontaine bedankt sich für Ihre Mail und hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Ihre Frage, ob sich DIE LINKE für Geschlechtergerechtigkeit auch für Männer einsetzen wird, kann ich uneingeschränkt bejahen. Allerdings entnehme ich Ihren Ausführungen, dass wir davon eine unterschiedliche Vorstellung von haben.

Wir teilen ihre Einschätzung nicht, dass Männer, wie sie schreiben "das benachteiligte Geschlecht" seien oder Jungen "zwecks Mädchenförderung" ausgegrenzt würden. Unser Ansatz wäre es nicht, Fördermaßnahmen für Mädchen, gegen Fördermaßnahmen für Jungen aufzurechnen. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist kein Null-Summenspiel! DIE LINKE streitet für eine Gesellschaft, die für Frauen und Männer gleichermaßen gerechter ist. Dazu gehört für uns, die Geschlechterverhältnisse in allen Politikbereichen systematisch zu berücksichtigen und alle Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Gleichstellung von Frauen und Männern zu überprüfen.

Was die Gesundheitsberichterstattung angeht ist hier meiner Einschätzung nach das Robert-Koch-Institut auf einem richtigen Weg. Langsam etabliert es sich dort als Standard, Daten für Männer und Frauen vergleichend auszuweisen und zu analysieren. Ein solches Vorgehen halten wir für zukunftsweisend. Ein isolierter Männergesundheitsbericht könnte hier nur vertiefend sinnvoll sein, um die Notwendigkeit einer stärkeren Berücksichtigung der gesundheitlichen Belange und Bedürfnisse von Männern zu unterstreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Schindel
Büroleiter des Vorsitzenden Oskar Lafontaine
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Oskar Lafontaine
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.