Dr. Peter Ramsauer (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Peter Ramsauer
© DBT/Udo Giessen
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Diplom Kaufmann, Müllermeister
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Traunstein
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Hier liegen viel mehr grundlegende Schwächen im Controlling und im Risiko-Management der Kreditinstitute vor. Die Aufsicht über den Finanzsektor obliegt nicht der Politik, sondern einer unabhängigen Aufsichtsbehörde, die aber auch nicht in das operative Geschäft der Banken eingreifen kann. Führende Bankvorstände haben die Fehleinschätzungen mittlerweile eingeräumt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
18.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,

ich nehme an, dass Ihnen diese Website:

www.agrar-fischerei-zahlungen.de

über die vorgeschriebene Veröffentlichung der Agarsubventionen sehr gut bekannt ist. Bayern hatte ja vergeblich versucht, diese Zahlen möglichst nicht oder wenigstens spät zu veröffentlichen. Man nannte Datenschutzgründe.

Ich habe mir erlaubt, Zahlenmuster in die diversen Eingabefelder der o.a.Tabelle einzugeben und bin erstaunt, wie leicht es für Manche ist, abertausende, ja millionen von EURO zu bekommen.

Worin liegt die gesellschaftliche Leistung?

Wieviel Prozent der Gelder erreichen die kleinen Betriebe?

MfG

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
3Empfehlungen
01.09.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben eine Frage an Herrn Dr. Ramsauer gestellt, die ich als zuständige Wahlkreisabgeordnete gerne beantworten möchte.

EU-Agrar-Subventionen sind für Deutschland genauso wichtig, wie für alle anderen europäischen Länder. Gerade in Deutschland arbeiten die Landwirte nach höchsten Standards bei Tier- und Umweltschutz - höher als in den meisten anderen Ländern in der Welt. Dafür erhalten sie von der EU einen Ausgleich. Wer nachhaltig wirtschaftet und zudem die Kulturlandschaft erhält, wird zu Recht unterstützt.

Entwicklung im Bereich Klimaschutz, Wassermanagement, Biodiversität und erneuerbare Energien sollen künftig aber stärker berücksichtigt werden. Auch plant die EU, dass kleinere Betriebe mehr bekommen und bei größeren gekürzt werden soll. Ab 2012 sollen landwirtschaftliche Betriebe, die jährlich mehr als 5.000 Euro an EU-Direktzahlungen erhalten, um 13 Prozent weniger aus diesem Topf erhalten.

Darüber hinaus sind für größere Betriebe stärkere, gestaffelte Kürzungen der Direktzahlungen vorgesehen: Bei EU-Beihilfen von mehr als 100.000 Euro im Jahr ist eine Reduktion von 16 Prozent vorgesehen. Bei Beträgen von bis zu 300.000 Euro beträgt die Kürzung 19 Prozent und bei noch höhere Förderungen 22 Prozent.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Raab, MdB
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Frage zum Thema Wirtschaft
30.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

in den letzten Tagen ist das Endlager Gorleben in den Medien sehr intensiv diskutiert worden. Ersparen Sie mir daher einen erschöpfende Quellennachweis dazu (das würde den verfügbaren Platz für Anfragen an Sie sprengen); mit Sicherheit sind Sie dazu viel besser informiert als ich.

U.a. wurde auch Bayern aufgefordert, nach einem Endlager auf eigenem Territorium zu suchen. Es ist bekannt, dass sich in Berchtesgaden ebenfalls ein still gelegtes Salzbergwerk befindet. Dazu meine Frage :

  • Ist es geplant, das ehemalige Salzbergwerk Berchtesgaden daraufhin zu untersuchen ?
  • Falls es sich als geeignet erweisen sollte, wie wäre Ihre Stellungnahme dazu ?
  • Falls es sich als geeignet erweisen sollte, ergäbe sich sicher auch die Möglichkeit, im Raum Berchtesgaden eine Wiederaufbereitungsanlage wie in La Hague oder Sellafield zu bauen, eine einmalige Chance für den ostbayrischen Arbeitsmarkt (das war ja einstens schon von F.-J. Strauss für Wackersdorff geplant und ist leider gescheitert). Würden Sie eine solche neue Initiative unterstützen ?
  • Langfristig ergäbe sich zusätzlich die Möglichkeit, hier in Ostbayern waffenfähiges Plutonium zu produzieren.
Auch das wäre eine einmalige Chance, zum einen für den HighTech-Standort Bayern und natürlich auch für den ostbayrischen Arbeitsmarkt.
Würden Sie sich dafür einsetzen, diese einmalige Chance auch zu nutzen ?

In Erwartung Ihrer Antwort und
mit herzlichen Grüssen
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
1Empfehlung
23.09.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zur Möglichkeit, in Berchtesgaden ein atomares Endlager zu errichten.

Hierzu kann ich Ihnen folgendes mitteilen: Es ist eine erwiesene Tatsache, dass das ehemalige Salzbergwerk Berchtesgaden auf Grund seiner geologischen Beschaffenheit für ein atomares Endlager absolut ungeeignet ist. Eine derartige Nutzung oder weitere diesbezügliche Forschungen sind daher ausgeschlossen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,

meine Frage bezüglich der Agrasubventionen:

Zitat:

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,

ich nehme an, dass Ihnen diese Website:

www.agrar-fischerei-zahlungen.de

über die vorgeschriebene Veröffentlichung der Agarsubventionen sehr gut bekannt ist. Bayern hatte ja vergeblich versucht, diese Zahlen möglichst nicht oder wenigstens spät zu veröffentlichen. Man nannte Datenschutzgründe.

Ich habe mir erlaubt, Zahlenmuster in die diversen Eingabefelder der o.a.Tabelle einzugeben und bin erstaunt, wie leicht es für Manche ist, abertausende, ja millionen von EURO zu bekommen.

Worin liegt die gesellschaftliche Leistung?

Wieviel Prozent der Gelder erreichen die kleinen Betriebe?

Zitat Ende

hatte ich nach dem altbewährten bayerischen Motto, man sollte besser gleich zum Schmied, als zum Schmiedel, solange ein "Eisen" noch heiß ist, gehen
an SIE PERSÖNLICH gestellt.


Frau Raab ließen Sie einen ganzen Satz "Heldentaten" Ihrer Partei antworten, welche ich sicherlich auch der lokalen CSU-Werbung hätte entnehmen können, aber meine o.a. Fragen sind NICHT beantwortet.

Nun aber habe ich ein erneutes Problem:

Wie findet der Informationssuchende in der o.a. Website: www.agrar-fischerei-zahlungen.de einfach und bequem die Suchtabelle:
www.agrar-fischerei-zahlungen.de ?

Man muss schon sehr genau hinsehen, um sie zu finden. Alleine der Buchstabe S in Suche klein geschrieben führt ins "Nirwana".

Habe ich diese Hürde geschafft, nachdem ich die Heldentaten der Agarwirtschaft lesen konnte,

gebe ich > 1 Million unter "Gesamt" ein findet ich mehr als 20 Seiten mit 11 Zeilen.
> 2 Mio. sind es immerhin noch 4 Seiten.
> 3 Mio. reicht 1 Seite nicht.
> 4 Mio. hört es immer noch nicht auf und es kommen wahre Spitzenreiter.

z.B:
Südzucker AG mit 34.393.164,49 EURO

Wie erklären Sie das einer steuerzahlenden Arbeiterfamilie, die Ihre Christlich-Soziale-Union wählen soll?
Was hat das Ganze noch mit Landwirtschaft zu tun?

MfG


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Frage zum Thema Arbeit
05.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,

sie werben damit, dass Arbeit sich lohnen muss.
Sie sind weiter gegen unnütze Subventionen.
Wieso befürwortet aber ihre Partei die Subventionierung von Billigjobs ?
Gerade ein Mindestlohn stoppt doch unmenschliche Dumpinglöhne und erinnert an den Leistungsgedanken !

Die meisten 1 Euro Jobs sind meines Wissens nicht sozialversicherungspflichtig, wie wollen sie daher dies in Zukunft finanzieren ?
Sehen sie daher nicht einen Zusammenhang zwischen fallenden Löhnen und fallender Gerburten, die in der EU bei uns einmalig so ist ?
Es ist bekannt, dass Familien nur Nachwuchs machen, wenn sie sich abgesichert fühlen.

Ich stelle fest, dass die Regierung eine Rentengarantie gemacht hat, zudem eine Schuldenbremse und das die Unternehmer kaum Steuern zahlen !
Durch fehlenden Geburtenrate und immer mehr Billigjobs muss die Rentenkasse immer mehr durch den Staat gefüllt werden, der aber dank Schuldenbremse und weniger Steuereinnahmen sowie Rentengarantie bald keinen Handlungsspielraum hat, was wollen sie daher daran ändern ?

Es liegt mir viel daran, dass sie diese Frage beantworten, da ich einfach nicht verstehe, wieso hier der Leistungsgedanke untergraben wird, es wird so immer mehr feste Jobs geben, was auch fatal für diese Gesellschaft und den Bundeshaushalt sein wird.
Auch die Argumentation, dass wir wettbewerbsfähig sein müssen, verstehe ich nicht, denn fast alle anderen europäischen Länder, 20 an der Zahl haben einen Mindestlohn, wieso sind sie daher so entschieden dagegen ?

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
2Empfehlungen
09.09.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage zum Thema Mindestlohn.

Jeder soll mit seinem Lohn den eigenen Lebensunterhalt bestreiten können. Wer aber die Lohnfindung auf die staatliche Ebene umstellen will, gefährdet Arbeitsplätze. Wir hätten Verhältnisse, die nicht den Begebenheiten in den Regionen und Branchen entsprechen. Bestehende Tarifverträge würden verdrängt. Nach Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und des Münchener Ifo-Instituts würde ein einheitlicher, flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro pro Stunde über 600.000 Arbeitsplätze kosten, besonders viele davon in Ostdeutschland und im ländlichen Raum. Insbesondere Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose, die es ohnehin schwer haben auf den Arbeitsmarkt zurückzukehren oder den Einstieg zu finden, wären davon betroffen: In Frankreich hat die Einführung des Mindestlohns wesentlich zum Anstieg der Arbeitslosigkeit geringqualifizierter Jugendlicher beigetragen. In der Krise kommt es auf jeden Arbeitsplatz an!

Die CSU gibt eine Vertrauenserklärung für die Tarifvertragsparteien ab. Wir stärken die Tarifvertragsparteien, wir wollen sie nicht ersetzen. Es soll ihre Aufgabe bleiben, Niedriglöhne in Ordnung zu bringen. In der Krise kommt es auf jeden Arbeitsplatz an. Und für den Notfall kann die verbindliche Wirkung von Tarifverträgen über die Mitglieder der abschließenden Verbände hinaus auf die ganze Branche ausgedehnt werden. Es können in einzelnen Branchen unterste Tariflöhne durch die Aufnahme in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz sowohl für deutsche wie für ausländische Arbeitnehmer festgeschrieben werden, um Lohndumping wirksam zu verhindern.

Arbeitgeber und Gewerkschaften haben am 31. August 2009 im Tarifausschuss den Weg für neue Branchenmindestlöhne geebnet. Branchenweite Lohnuntergrenzen, die auch für nicht tarifgebundene Unternehmen der Branche gelten, wird es für Bergbau-Spezialarbeiten und für Großwäschereien geben. Die Zustimmung für die Entsorgungsbranche wurde signalisiert, aber vertagt, bis der Tarifvertrag im Bundesanzeiger veröffentlicht ist. Weiter wird es im Wach- und Sicherheitsgewerbe und in der Aus- und Weiterbildung Branchenmindestlöhne geben, wenn der Bundesarbeitsminister das Verfahren weiter führt und die Bundesregierung diese per Verordnung erlässt. Insgesamt 400.000 Arbeitnehmer erhalten mit den Beschlüssen einen neuen Branchenmindestlohn.

Zudem ist ein Mindestlohn in der Pflegebranche möglich. Über diesen berät eine Kommission unter Mitarbeit der Kirchen. Kommt ein tariflicher Mindestlohn für die Pflegedienste zustande, werden es insgesamt gut 1,2 Millionen Arbeitnehmer sein, die einen neuen Branchenmindestlohn erhalten. Die von Bundeskanzlerin Merkel geführte Bundesregierung hatte bereits für das Gebäudereinigerhandwerk und die Postdienstleister tarifliche Mindestlöhne ermöglicht. In dieser Legislaturperiode wird damit unter dem Strich die Anzahl der Arbeitnehmer mit einem tariflich vereinbarten Mindestlohn um 2,3 Millionen auf über 3 Millionen Arbeitnehmer ansteigen.

Um soziale Verwerfungen in den Branchen zu verhindern, in denen keine Tarifverträge gelten oder Tarifverträge nur geringe Wirkungskraft entfalten, haben die Tarifvertragsparteien neben den Möglichkeiten, die das Arbeitnehmer-Entsendegesetz bietet, auch die Möglichkeit, über das Mindestarbeitsbedingungengesetz Lohnuntergrenzen festzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer MdB
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Frage zum Thema Soziales
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer.

Der von mir sehr geschätzte Journalist Fridolin M. Rüb (ehem. Chefredakteur des Landshuter Tagblatts- Straubinger Anzeiger) veröffentlichte unter der Überschrift "Gender-Eine lautlose Revolution" einen bemerkenswert politisch unkorrekten Leitartikel in der Landshuter Zeitung.
Er spricht darin von "Etikettenschwindel" zum Thema "Gleichstellung von Mann und Frau", sowie von "Dekonstruktion (sinngemäß Zerstörung) von Ehe,Familie,Vaterschaft,Mutterschaft,Erziehung,Sprache,Arbeit,Kultur,Religion". Er zitiert die Grüne Jugend welche ein Verbot der Ehe fordert um die "unsägliche Subventionierung der heterosexuellen Liebe" zu beenden.
Er spricht von "propagieren von Homosexualität und Lesbentum" schon im Kindesalter und unter staatlicher Regie durch die BZgA.
Sein Fazit: "Gender Mainstreaming bedeutet kompletten Umbau der Gesellschaft und Neuerfindung der Menschheit."
Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer, die "Neuerfindung der Menschheit" wird zwar von Zeit zu Zeit immer wieder neu versucht ( Hitler,Stalin,Mao) hat aber immer Berge von Toten hinterlassen.
Daß es mit der Gender Ideologie anders ausgehen wird ist eine Illusion. Die Menschen werden an seelischer Gebrochenheit und Entwurzelung zugrunde gehen. Weil Herr Rüb davon spricht, daß "viele Politiker sich täuschen oder die Gefahr bagatelisieren" stelle ich Ihnen nun die Frage:

Warum hat sich die bayrische schwarz-gelbe Regierung (ebenso wie elf andere Bundesländer darunter das rot-rote Berlin) diesem Gender -Wahnsinn verschrieben und besteht die Möglichkeit dieses unmenschliche Experiment schnellstens zu beenden?

Ein höflichst auf Ihre Antwort wartender

Straßberger
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
1Empfehlung
09.09.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

dass Männer und Frauen das Recht auf gleiche Chancen haben sollten, müsste unbestritten sein. Gerade auch unser Grundgesetz bringt dies in Artikel 3 klar zum Ausdruck: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." Wenn einzelne Gruppierungen aus diesem Gebot darüber hinausgehende und auch nach meiner Überzeugung abwegige Forderungen herleiten, so müssen sich diese zu Recht einer kritischen Debatte stellen. Auch nach nochmaliger Lektüre der Koalitionsvereinbarung zwischen meiner Partei und der FDP in Bayern kann ich im entsprechenden Kapitel keine Forderungen oder Vorhaben entdecken, die einer solchen Einschätzung entsprechen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer
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