Dr. Guido Westerwelle (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Guido Westerwelle
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt
Wahlkreis
Bonn
Landeslistenplatz
1, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Wir können aber soziale Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft nur dann herstellen, wenn wir auch wirtschaftlich gut aufgestellt sind. Denn alles, was verteilt werden soll, muss vorher erwirtschaftet werden. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
nicht beteiligt
18.06.2009
Internetsperren
nicht beteiligt
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
enthalten
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
Fragen an Dr. Guido Westerwelle
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Frage zum Thema Finanzen
20.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

im Rahmen der allgemeinen Diskussion über Steuerbe- und -entlastung schleicht sich immer wieder das Thema CO2-Ausstoß abhängige Kfz-Steuer ein.
Vom Grundsatz her bin ich durchaus dafür, sogenannte Umweltsünder finanziell mehr zu belasten, viel zu oft wird das Auto unnötigerweise genutzt.
Doch das geplante Steuersystem ist in meinen Augen vollkommen kontraproduktiv! Ein Sportwagenfahrer stößt vielleicht 300g CO2 pro km aus, fährt jedoch nur 10000km im Jahr. Der "Sparer", mit 80g dagegen, hat eine jährliche km- Leistung von 50000. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit und vor allem der Umweltnutzen?
Davon einmal abgesehen, wird jeder Autofahrer zusätzlich an den Zapfsäulen "gemolken".

Ihre Gedanken zu diesem Thema interessieren mich in höchstem Maße,

mit besten Grüßen, .
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
1Empfehlung
12.06.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 20. Mai 2008 und Ihre Frage.

Steigende Öl- und Benzinpreise und die Mehrwehrsteuererhöhung aus dem vergangenen Jahr haben die Kassen der Bürger stark belastet. Ein Ende der Preisspirale ist nicht in Sicht. Fahren und Heizen, ob mit Öl, Strom oder Gas, darf kein Luxus werden. Deshalb habe ich gesagt, dass die Energiekosten der Brotpreis des 21. Jahrhunderts sind.

Die FDP wird sich im Bundestag massiv dafür einsetzen, dass es nicht zur Erhöhung der Kfz-Steuer kommt und dabei alle parlamentarischen Möglichkeiten nutzen. Nach ihren Ankündigungen zu Steuersenkungen erwarten wir, dass wir für unsere parlamentarischen Aktivitäten die volle Unterstützung der CSU finden. Die Koalition sollte endlich Steuerentlastungen in Angriff nehmen. Das ist angesichts der auf Rekordniveau gestiegenen Steuereinnahmen möglich.

Mit meiner Antwort übersende ich Ihnen den Link zum Beschluss des Münchner Bundesparteitages der FDP "Energiekosten senken – Mehr Netto für die Verbraucher!" und hoffe, dieses Dokument findet Ihr Interesse: 59.parteitag.fdp.de

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
20.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Westerwelle,

Sie schreiben:
..."Wir Liberale wollen ein einfacheres, niedrigeres und gerechteres Steuersystem mit einer spürbaren Entlastung für alle Bürgerinnen und Bürger durchsetzen. "...

Entlastung der in den letzten Jahren immer reicher gewordenen Reichen? Dem kann ich leider nicht mehr zustimmen. Selbst in mir als liberaler Weltmensch, fängt es in letzter Zeit immer mehr zu "brodeln" an. Mit der aktuellen Politik (Diätenerhöhung/Lobbyismus), kann ich mir vorstellen, werden weniger Libereale zu radikalen Systemgegnern mutieren.
Vermutlich werden die Linken mit Ihren Parolen viele zusätzliche Stimmen bekommen, da man denen am Ehesten ideelle Werte zutraut.

Was können wir Bürger gegen diesen Werteverfall tun?

Freundliche Grüße

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
bisher keineEmpfehlungen
05.06.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Nachricht vom 20. Mai 2008 habe ich erhalten. Ich danke für Ihre Frage.

Die Freien Demokraten und ich ganz persönlich kämpfen für eine spürbare Entlastung bei Steuern und Abgaben für alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Die FDP setzt sich dabei besonders für die Mitte in unserer Gesellschaft ein, die durch ihre Steuern und Abgaben unser demokratisches Gemeinwesen finanziert. Wir wollen, dass den Menschen mehr Netto von ihrem hart erarbeiteten Brutto bleibt, denn wir wissen: Die Netto-Frage ist die wahre soziale Frage – jedenfalls für diejenigen im Land, die den Karren ziehen. Ausführlich habe ich mich mit dem Kurs der FDP auch in meiner Rede auf dem Bundesparteitag der Freien Demokraten am 31. Mai und 1. Juni 2008 in München auseinandergesetzt. Unter www.guido-westerwelle.de können Sie diese Rede einsehen. Ich hoffe, sie findet Ihr Interesse.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
20.05.2008
Von:

Sehr geehter Herr Westerwelle,

Seinerzeit haben Sie und die FDP dafür gesorgt, dass die Studiengebühren an Universitäten und Fachhochschulen umgesetzt werden. 13% der Bevölkerung gelten schon als arm, weitere 13% würden es ohne Transferzahlungen nicht sein. Wenn junge Menschen aus einfacheren Verhältnissen studieren wollen, müssen sie Schulden im 5 stelligen Bereich allein für die Finanzierung der Studiengebühren in Kauf nehmen, sich mit 1-2 Nebenjobs das Leben finanzieren (während sie nebenher noch mind. 5-10 Praktika gemacht haben sollten) und studieren dann oft wesentlich länger oder schaffen es garnicht und bleiben auf den Schulden sitzen. Andere wissen garnicht wie sie da noch anfangen können zu studieren weil es auch an staatlichen Förderprogrammen massiv mangelt.

Ich bin für mehr Selbstverantwortung, ohne Frage, aber wäre es nicht sinnvoller Wissen, Schulung und Bildung für alle zu fördern?

Gerade aus wirtschaftlicher Sicht müssten wir doch viel mehr tun um Deutschland mehr zum Wissens- und Forschungsstandort auszubauen. Ingenieure und Manager würden sich ebenfalls doch nicht dadurch von vornherein disqualifizieren, dass ihre Eltern nicht so viel verdienen wie andere.

Wie sehen sie ihre damalige Entscheidung aus heutiger Sicht? Sollte man ihrer Ansicht nach etwas ändern? Wenn ja, was? Sollte ihrer Meinung nach Bildungspolitik so liberal wie möglich betrieben werden ohne große Einmischung der Politik?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
04.06.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 21. Mai 2008 und Ihre Frage.

Die Freien Demokraten haben zur Verbesserung von Lehre und Forschung an den deutschen Universitäten ein Finanzierungsmodell mit drei Säulen vorgelegt. Wir wollen eine staatliche Grundfinanzierung als erste Säule, darüber hinaus Studienentgelte, die von den Universitäten selbst festgelegt werden, sowie Drittmittel und Vermögen als dritte Säule.

Für die Freien Demokraten und mich ganz persönlich ist klar: Niemand darf aus finanziellen Gründen am Studium gehindert werden, deshalb wollen wir "nachlaufende" Studiengebühren, deren Rückzahlung erst fällig wird, wenn der Absolvent ein jährliches Einkommen oberhalb einer festzulegenden Grenze verdient. Das ökonomische Risiko der nachlaufenden Entgelte sollen die Universitäten tragen: Durch verbesserte Lehre sollen sie sich selbst gegen den Ausfall ihrer Forderungen absichern.

Unter www.liberale.de können Sie unseren Beschluss einsehen. Ich hoffe, dieses Dokument findet Ihr Interesse.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihre Frage. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Frage zum Thema Familie
21.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

sind Sie der Meinung, dass zum Gegensteuern gegen die wachsende Armut in Deutschland eher die direkten oder die indirekten Steuern gesenkt werden sollten - oder würden Sie eine Senkung der Sozialversicherungsbeiträge favorisieren?

Zum Sozialversicherungsrecht eine Zusatzfrage: Denken Sie, dass die Sozialbeitragspflicht auf das Existenzminimum des Arbeitnehmers (und seiner Familie) noch zeitgemäß - oder vielleicht sogar verfassungswidrig ist?

Mit freundlichen Grüßen


Geschäftsführer UWP
Antwort von Dr. Guido Westerwelle
5Empfehlungen
17.06.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 21. Mai 2008 und Ihre Frage zur Belastung deutscher Familien.

Wir stellen fest: Die konjunkturelle Erholung erreicht die Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger in unserem Land nicht. Durch die Steuer- und Abgabenerhöhungen von Schwarz-Rot profitieren die meisten Menschen in unserem Land nicht vom derzeitigen Aufschwung. Am meisten sind davon die Familien negativ betroffen. Wir Freien Demokraten wollen das ändern. In unserem Netto-Konzept haben wir dargelegt, für welche Politik wir stehen, damit den Menschen mehr Netto von ihrem hart erarbeiteten Brutto bleibt. Die Netto-Frage ist die wahre soziale Frage dieser Zeit.

Unter 59.parteitag.fdp.de können Sie den Beschluss "Die gerechte Steuer: Einfach, niedrig und sozial. - Das Nettokonzept der FDP" einsehen. Es ist unser liberales Steuer- und Transfersystem aus einem Guss. Ich hoffe, dieses Dokument findet Ihr Interesse.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich setze auf Ihre Unterstützung für unseren liberalen Kurs. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
Bundesvorsitzender der FDP
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
21.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,

was ist Ihre persönliche Meinung zu einer möglichen Bundespräsidentin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger? Was spricht aus Ihrer Sicht für eine Eignung von Frau Leutheusser-Schnarrenberger für das entsprechende Amt?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Guido Westerwelle
2Empfehlungen
17.06.2008
Dr. Guido Westerwelle
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht vom 21. Mai 2008 und Ihre Frage.

Die Freien Demokraten und ich ganz persönlich begrüßen die Bereitschaft von Bundespräsident Köhler, für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Wir Liberale werden ihn unterstützen, das haben wir bereits einstimmig entschieden.

Dieser Bundespräsident tut Deutschland gut, weil er bürgernah ist, weil er unser Land im Ausland hervorragend repräsentiert, weil er etwas von Wirtschaft versteht und weil er die Bürgerrechte verteidigt. Wir werden daher weiter für seine Bestätigung im Amt werben.

Nochmals vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich setze auf Ihre Unterstützung für unseren Kurs. Ihnen persönlich alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Guido Westerwelle, MdB
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Ihre Frage an Dr. Guido Westerwelle
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