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Sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,
derzeit zeichnen sich Entwicklungen ab, die Sie, soweit ich Ihre bisweilen uneindeutigen Äußerungen richtig deute, nicht gutheißen:
www.spiegel.de
Laut dieser Seite, worauf ich in Anlehnung an Herrn Nerz´ Frage hinweise, sind Sie aufgerufen, sich am 30.11. auf einem EU-Innen- und Justizministertreffen darüber zu äußern, ob die USA künftig ohne konkreten Verdacht und trotz u.a. verfassungsrechtlichen Bedenken deutscher Datenschutzexperten auf sensible Daten (u.a. Namen, Adressen, Ausweis- und Kontonummern) innereuropäischer Finanztransaktionen Zugriff haben soll. Mich irritiert, dass Ihr Ministerium dem Artikel zufolge eine diesbzgl. Anfrage noch nicht beantwortet hat, obwohl Sie es laut Zitat abgelehnt haben, dass "staatliche Stellen i.A. auf Überweisungsdaten...zugreifen können".
www.spiegel.de
Das hier genannte Zitat: "Wir wollen denen das Handwerk legen, die Menschen von Sterbehilfe überzeugen und sich dafür bezahlen lassen" lässt offen, ob Sie sich darin den Koalitionskompromiss als Ihre Lieblingslösung würdigen, der nur gewerbliche Sterbehilfe betrifft- zum Unmut der Unionsländer, die trotzdem alle Selbsttötungshilfsvereine mit einem Gesetz zu verfolgen planen, das ausgerechnet in Ihrem Ministerium zu entstehen hätte.
Ich möchte Sie um Auskunft darüber bitten, wie Sie aktuell zu diesen Themen stehen, wie weit Ihre Kompromissbereitschaft geht und wie Sie ggf. gegen diese überstrapazierende Entwürfe vorzugehen gedenken.
Mit freundlichen Grüßen
