Ilse Aigner (CSU)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Ilse Aigner
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
07.12.1964
Berufliche Qualifikation
Elektrotechnikerin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wohnort
Feldkirchen-Westerham
Wahlkreis
Starnberg
Ergebnis
54,0%
Landeslistenplatz
4, Bayern
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(...) Die Verbraucher können also spätestens seit diesem Zeitpunkt auch ohne feste Packungsgrößen die Preise von Erzeugnissen fundiert beurteilen und miteinander vergleichen. Im europäischen Fertigpackungsrecht wird zudem weiterhin dafür gesorgt, dass die Verbraucher nicht durch Mogelpackungen irregeführt werden (Täuschungsverbot) und dass sie jederzeit erkennen können, wie viel die tatsächliche Füllmenge einer Packung beträgt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
24.01.2010
Von:

Sehr geehrte Fr. Aigner ,

Wie stehen Sie grundsätzlich zum Thema Volksentscheide auf Bundesebene? Und inwieweit ist Ihre persönliche Einstellung deckungsgleich mit Ihrer "Parteilinie"?

Mir ist durchaus klar, dass Volksentscheide kein Allheilmittel für die Demokratie sind und ja im konkreten Fall auch zu Problemen führen können. (Z.B. Minarette in der Schweiz)

Aber würde es in einer gefestigten Demokratie wie der unseren, aber mit sinkender Wahlbeteiligung und einer gewissen Politikverdrossenheit nicht dazu beitragen, dass sich die Bürger wieder etwas mehr für Demokratie und Politik interessieren und begeistern können?

In diesem Zusammenhang möchte ich Herrn Eifler zitieren: "Das Vertrauen ins Volk ist einer der Eckpfeiler der Demokratie", sagt Michael Efler, Vorstandssprecher von Mehr Demokratie.

In Meinungsumfragen äußern konstant zwischen 70 und 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, dass sie bei wichtigen Zukunftsfragen mitbestimmen wollen.

Wenn Sie grundsätzlich dagegen sind, hätte ich sehr gerne ein ausführliche Begründung von Ihnen für Ihre Haltung.

Wenn Sie grundsätzlich dafür sind, wann starten Sie eine entsprechende Gesetzesinitiative?"

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Ilse Aigner
3Empfehlungen
26.01.2010
Ilse Aigner
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Ich glaube nicht, dass die Einführung bundesweiter Volksentscheide der von Ihnen festgestellten Politikverdrossenheit entgegenwirken könnte. Das bestätigt mir die häufig geringe Wahlbeteiligung bei kommunalen Plebisziten jedes Mal aufs Neue. Und bitte bedenken Sie, dass es hier um zu regelende Sachverhalte geht, die häufig "nur" die Belange einer Gemeinde oder eines Kreises betreffen. Die Sachverhalte, über die im Falle von Plebisziten auf Bundesebene abgestimmt werden müsste, sind häufig ungleich komplizierter und können daher oftmals kaum auf einfache Ja/Nein-Fragestellungen herunter gebrochen werden. Hinzu kommt, dass ich nicht erkennen kann, wie sicher gestellt werden soll, dass rund 62 Mio. Wahlberechtigte in der Bundesrepublik in ausreichendem Maße mit Informationen über jede anstehende Entscheidung versorgt werden können, was in der Schweiz schon bei vergleichsweise geringen 5 Mio. Wahlberechtigten eine gewisse logistische Leistung ist. Und noch etwas gilt es zu bedenken: in einer entscheidenden Frage, nämlich die der Neuordnung des Bundesgebietes, müssen (Art. 29 GG) die Betroffenen ohnehin plebiszitär befragt werden. Da dies unter Rücksicht auf grundlegende Gegebenheiten der Menschen wie landsmannschaftliche Verbundenheit, kulturelle und geschichtliche Zusammenhänge sowie wirtschaftliche Zweckmäßigkeit zu erfolgen hat, sollte es m. E. auch auf der europäischen Ebene (obwohl EU und BRD völkerrechtlich verschiedene Gebilde sind) zu Plebisziten darüber kommen können, ob ein weiteres Land in die Gemeinschaft aufgenommen werden kann. Denn auch hier, für die Bürger der EU, werden im Falle des Beitritts eines neuen Staates u. U. solche grundlegenden Gegebenheiten berührt.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
25.01.2010
Von:

§1 des Grundgesetzes: Die Würde des Menschen ist unantastbar....

Sehr geehrte Frau Aigner,

ich bin 23 Jhare alt, habe eine Ausbildung und arbeite derzeit als Verkäufer offiziell 40 Stunden (durch Räumungsarbeiten sind es mindestens 45 Wochenstunden) die Woche.

Mein Bruttogehalt beträgt 900 Euro. Durch die veränderte Steuerprogression bekomme ich im Januar 2010 20.- Euro weniger wie im Dezember 2009.

Durch die Krankenkasse (DAK) werde ich im Februar noch einmal mindestens 8.- Euro weniger Geld im Geldbeutel haben. Aufstocjken durch Hartz IV will ich nicht, weil es gegen meine Würde verstößt. Man würde mir auch nichts zahlen, da meine Mutter zuviel verdient und sie bis zu meinem 25.Lebensjahr durch die ARGE zur Zahlung des Aufstockens herangezogen wird.

Meine konkreten Fragen:

Ab wieviel Euro Stundenlohn ist nach Ihrer Auffassung die Würde des Menschen verletzt?

Was werden Sie konkret gegen Lohndumping unternehmen, damit die Würde des Menschen bei Unternehmen wie Car-Wash, Schlecker oder Lidl unterbunden wird?

Warum sind Sie gegen Mindestlöhne, wie es den Mindestlohn in 20 der 28 EU-Länder bereits gibt?

Glauben Sie wirklich, daß wir noch in einer Demokratie leben. Bewegen wir uns nicht in die Richtung Timokratie?

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Frage zum Thema Finanzen
26.01.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Aigner,

im Gegensatz zu vielen Mitdiskutanten habe ich ein Problem mit der jetzigen Förderung der Solarenergie. Nach Ankündigung der Reduzierung von Fördermitteln geht ein Schrei von den produzierenden Firmen aus: Arbeitsplatzabbau, Insolvenzen, Gewinnverlust wird angekündigt. Obwohl gerade in der "Freien Presse" am 5.1.2010 über das glänzende Abschneiden von "Solar World" im Jahr 2009 berichtet wurde, wird nun behauptet, bis 4000 Arbeitsplätze in Sachsen abzubauen, falls die Kürzungen durchgesetzt würden ...Für mich eine Erpressung!
Ich bin für die Nutzung der Sonnenwärme. Glaube aber, die Fördermittel sollten lieber in den Universitäten in der Grundlagenausbildung und Forschung eingesetzt werden.
Mit welchem Recht provitiert der Hauseigentümer für 20 Jahre, welcher auf Grund eines sehr guten Einkommens, sich seine Dächer mit Solarzellen zupflastern kann, von meinen 2-4 Cent, welche ich pro Kilowattstunde mehr zahlen muss wegen dieser Förderung der Einspeisung in den Energiekreislauf und von meinen Steuergeldern ??? Ich kann mir dies nicht leisten bzw. bin nicht davon überzeugt, dass ich als Bewohnerin im Vorerzgebirge kostengünstig und umweltfreundlich (und nur darum geht es) Strom mit Solarzellen erzeugen kann. Nicht reden will ich über die Herstellung von Solarzellen ( Energie und Materialien) und über die Entsorgung dieser Solarzellen.
Nun meine Frage an Sie: Warum werden Skeptiker dieser Förderpolitik nicht gehört?

Antwort von Ilse Aigner
4Empfehlungen
03.02.2010
Ilse Aigner
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Es gehört zu den Grundsätzen von CDU/CSU, dass die Entwicklung erneuerbarer Energien gefördert werden muss. Das ist der beste Beitrag zur Nachhaltigkeit, den wir späteren Generationen hinterlassen können. Daran besteht, wenn ich Sie richtig verstehe, auch bei Ihnen kein Zweifel.

Allerdings gehört es ebenso zu unseren Überzeugungen, dass die Förderung auch mit dem richtigen Augenmaß erfolgen muss. Das bedeutet: Überförderung kann nicht unsere Antwort sein, da sonst andere Bereiche unter Umständen nicht in ausreichendem Maße Förderung erfahren. Die Preise für Photovoltaikanlagen sind im Zeitraum 2005 bis heute um circa 40 Prozent gesunken. Gleichzeitig sind die Einspeisungsvergütungen nur um 17 Prozent zurückgegangen. Das führte zu teilweise üppigen Margen und einem unkontrollierten Zubau. Nur für 2009 erwarten wir einen Zubau von 3000 MW. Die EEG(Erneuerbare Energien Gesetz)-Umlage, die von allen Verbrauchern gezahlt werden muss, steigt voraussichtlich auf 8,2 Mrd. Euro. Würden wir die Vergütungssätze unverändert lassen, dann würden die deutschen Verbraucher in den nächsten 25 Jahren mit 77 Mrd. Euro zusätzlich belastet.

Wir müssen immer auf die Verhältnismäßigkeit bei der Förderung achten. Der hohe Finanzierungsanteil der Photovoltaik steht in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zum geringen Anteil des Solarstroms (nur 4,4 Prozent 2008) an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien insgesamt.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Umwelt
26.01.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Ministerin,
einem Arte Fernsehbericht vom Samstag ist zu entnehmen das 90% des Europäischen Atommülls illegal in Russland entsorgt werden. Ursprung La Hague. Teilweise wird dieser Müll oberirdisch und unabgeschirmt gelagert! Er wird dorthin ungesichert und undeklariert transportiert.
Die Italienische Mafia entsorgt Atommüll auch illegal auf einem Schiffswrack im Mittelmeer. Unter anderem ist die Italienische Mafia für die Einfuhr von 100 Tonnen Heroin im Jahr nach Europa und Russland zuständig. Es gibt in diesem Bereich eine rechtskräftige Verurteilung in Italien.
Sehr verehrte Frau Aigner, halten sie die Deutschen Atomkraftwerkie für sicher?
Mit freundlichen Grüßen, im Namen meiner an Krebs verstorbenen Angehörigen
Ihr
Antwort von Ilse Aigner
3Empfehlungen
03.02.2010
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die von Ihnen genannten Schilderungen aus dem Fernsehen kann ich leider nicht kommentieren, da ich den genauen Inhalt der fraglichen Sendung nicht kenne.

Was die Frage der Atomenergie in Deutschland insgesamt angeht, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass die Bundesrepublik erhebliche Mühen aufwendet, um erneuerbare Energien in Deutschland voranzubringen. Allerdings besteht für mich kein Zweifel, dass die Atomenergie nach wie vor zu einem ausgewogenen Energiemix gehört. Wir brauchen Kernenergie derzeit als Brückentechnologie. Sie sichert die Energieversorgung der Privathaushalte und der Industrie. Die deutschen Atomkraftwerke laufen dabei nach international hohen Sicherheitsstandards. Ohne die Versorgung aus diesem Bereich wäre unser Land auf Energieimporte in großem Ausmaß aus dem europäischen Ausland angewiesen, wo diese hohen Sicherheitsstandards mitunter nicht gewährleistet sind.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.01.2010
Von:

Sehr geehrte Fr.Aigner

Unsere frage an Sie betr.: Politiker im Aufsichtsrat

Sehr geehrte Fr, Aigner koennten Sie uns bitte mitteilen,wieviele ehemaligen und aktive Politiker Ihrer Partei im Aufsichtsrat von EOn und RWE sitzen?.

Auf eine nachricht von Ihnen wuerden Wir uns freuen.
Antwort von Ilse Aigner
2Empfehlungen
27.01.2010
Ilse Aigner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Das entzieht sich meiner Kenntnis.

Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB
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