Dr. Wolfgang Schäuble (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Dr. Wolfgang Schäuble
Jahrgang
1942
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Bundesminister des Innern
Wohnort
-
Wahlkreis
Offenburg , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
47,2%
Landeslistenplatz
1, Baden-Württemberg
Eine nicht ordnungsgemäß verwahrte Waffe kann eine große Gefahr für jeden von uns darstellen, wie uns nicht zuletzt der furchtbare Amoklauf von Winnenden gezeigt hat. Daher wird durch die Neufassung des § 36 Absatz 3 Satz 2 Waffengesetz (WaffG) der zuständigen Behörde die Möglichkeit eingeräumt, verdachtsunabhängig die sorgfältige Aufbewahrung von erlaubnispflichtigen Schusswaffen, Munition oder verbotenen Waffen überprüfen zu können. (...)
 
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Frage zum Thema Finanzpolitik
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schäuble!
Mit welchen konkreten Maßnahmen würden sie dafür Sorge tragen, dass die Kosten der Bankenrettung von den Verursachern (Banken, Investmentbanken, Zweckgesellschaften, Ratingagenturen etc.)erstattet und nicht der Allgemeinheit aufgelastet werden? Welche Gesetze/Verträge sind vorgesehen, dass die Unterstützungen zurückgezahlt werden; wie werden die reichen Kapitalbesitzer beteiligt, die vorher ja hohe Renditen eingesteckt haben. Oder planen sie eher eine Erhöhung der Mehrwertsteuer oder Kürzung der Ausgaben im Sozialbereich?
Worin liegen nach ihrer Meinung die Ursachen des Crashs.
Welche Maßnahmen haben sie ergriffen oder sich dafür eingesetzt - nach den akuten Notfallrettungen - um eine ähnliche Krise in der (nächsten) Zukunft zu vermeiden.
Freundliche Grüße
Antwort von Dr. Wolfgang Schäuble
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21.10.2009
Dr. Wolfgang Schäuble
Sehr geehrte Frau ,

die Unterstützung der Banken durch die Bundesregierung diente allein dem Zweck, einen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. Ein derartiger Zusammenbruch hätte schwerwiegende Folgen für unsere Volkswirtschaft gehabt. Im Rahmen der Konjunkturpakete wurden Maßnahmen getroffen, die das gegenseitige Vertrauen in der Finanzbranche wieder herstellte, welches für die Vergabe von Krediten unerlässlich ist. Dabei wurde fast ausschließlich auf Bürgschaften und Kredite gesetzt. Während die Bürgschaften nur zum Tragen kommen, falls ein Finanzinstitut zahlungsunfähig wird, müssen die Kredite zuzüglich eines marktgerechten Zinssatzes zurückgezahlt werden. Nicht zuletzt durch die sich verbessernde Wirtschaftslage steht zu erwarten, dass die Belastungen des Bundeshaushalts durch die Stützung der Banken gering ausfallen.

Um eine ähnliche Entwicklung in Zukunft zu verhindern, wollen wir zum einen die Bilanzierungs- und Bewertungsregeln ändern. Des Weiteren setzt sich die Bundesregierung mit Nachdruck dafür ein, auf internationaler Ebene gemeinsame Kriterien für die Bankenaufsicht zu etablieren, um Exzessen besser vorbeugen zu können.

Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer lehnt die Union ab. Auch in den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen mit der FDP ist eine Mehrwertsteuererhöhung kein Thema. Es wäre schädlich, in der Wirtschaftskrise Bürgern und Unternehmen neue Belastungen aufzuerlegen.

Zur Beantwortung Ihrer Frage nach den Ursachen der Krise möchte ich Sie auf einen Artikel von mir verweisen, der zu diesem Thema in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erschienen ist:

www.wolfgang-schaeuble.de

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schäuble
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Frage zum Thema Wirtschaft
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,

Thema Millionen-Boni von Bankern und Managern:

Auch bei Riesenverlusten werden hohe Boni und Abfindungen bezahlt. Bankmanager erhalten riesige Boni, obwohl ihre Institute riesige Verluste machen und mit Steuergeldern gerettet werden. Das ist für mich vollkommen unakzeptabel.

Ebenso unakzeptabel ist für mich aber auch eine gesetzliche Begrenzung von Vergütungen. Das würde dazu führen, dass gute Manager die Flucht antreten würden.

Ich habe mir also Gedanken über eine marktwirtschaftliche Lösung gemacht, die diese Boni nicht in den Himmel wachsen lässt.

Der klassische Unternehmer geht ins Risiko. Er kann Millionen mit seinem Unternehmen verdienen. Die Gewinne investiert er wieder. Ein weiterer großer Teil wandert in die Rücklagen und meist nur ein kleiner Teil wird privat entnommen. Der Unternehmer trägt außerdem die Verluste und er haftet mit seinem gesamten Firmenvermögen und in den meisten Fällen sogar darüber hinaus mit seinem Privatvermögen.

Der Manager hingegen, insbesondere der Bankmanager, trägt keine Verluste. Er geht nicht ins Risiko. Er investiert die Boni nicht wieder und er gibt sie auch nicht in die Rücklagen. Im Falle von Verlusten wird er mit Millionenabfindung gefeuert.

Das ist unakzeptabel und muss geändert werden, jedoch ohne dass die Höhe der Boni begrenzt wird:

Die Manager müssen in der selben Höhe ins Risiko gehen, in der sie Boni erhalten wollen. Will also ein Manager im Laufe seines 5-Jahres-Vertrags die Chance auf bis zu 5 Mio Bonus, so muss er in diesem Vertrag ebenso bereit sein, bis zu 5 Mio ins Risiko zu gehen. Ist er dazu nicht bereit sondern nur maximal zu 1 Mio, so begrenzt er seinen Bonus ebenfalls auf 1 Mio. Der Manager begrenzt seine Boni selbst durch seine eigene Risikobereitschaft und er wird vor allem vorsichtiger bei den Risiken, die er eingeht. So werden diese Risiken zukünftig nicht mehr auf Aktionäre und Steuerzahler zukommen..

Wie stehen Sie dazu?

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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Schäuble,

mit Erstaunen habe ich bei sueddeutsche.de gelesen, dass die OSZE Wahlbeobachter zur Bundestagswahl schicken will www.sueddeutsche.de aufgrund der Nichtzulassung mehrerer kleiner Parteien durch den Bundeswahlausschuss. Daher frage ich, wie stehen Sie zu der Entscheidung des Bundeswahlausschusses die Parteien Freie Union, die Grauen und die Partei, nicht zur Wahl zuzulassen?
Desweiteren interessiert mich, ob Sie als Bundesminister des Innern planen den Bundeswahlleiter Roderich Egeler vor der Bundestagswahl von seinem Amt zu entbinden, um weitergehenden (Image-)Schaden von der Bundesrepublik Deutschland abzuwenden, da dem Artikel folgend Herr Egeler offensichtlich "erkennbar falsche Entscheidungen" getroffen hat.

Mit freundlichen Grüßen

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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
28.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schäuble,

wie stehen Sie zu der Tatsache, dass zur Bundestagswahl 2009 Wahlbeobachter des OSZE den demokratischen Verlauf der Bundestagswahl kontrollieren und bewerten werden?
Dies ist notwendig geworden da ja hier in Deutschland diverse Kleinparteien einfach nicht zur Wahl zugelassen worden sind.

Da unsere (meiner Meinung nach) gleichgeschalteten Medien sich hüten über dieses Thema zu berichten möchte ich gerne von Ihnen wissen was Sie als Kandidat der noch mitregierenden Partei CDU davon halten, das Wahlbeobachter (die eigentlich in ganz anderen Ländern konrollieren sollten) nun hier in Deutschland den planmäßigen Verlauf der Wahl beobachten?

Ist das nicht eigentlich eine Schande für Staat und Regierung?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Dr. Wolfgang Schäuble
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10.09.2009
Dr. Wolfgang Schäuble
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Vermutung, die Beobachtung der Bundestagswahl 2009 durch die OSZE sei dadurch veranlasst, dass eine Reihe von politischen Vereinigungen nicht als Parteien anerkannt bzw. einige Landeslistenvorschläge nicht zugelassen wurden, trifft nicht zu. Entsprechende Falschmeldungen, die nach einer Sitzung des Bundeswahlausschusses am 6. August 2009 zu vernehmen waren, wurden auch seitens der OSZE unverzüglich dementiert.

Die Bundesregierung hat nach der Bestimmung des Tages der Bundestagswahl durch den Bundespräsidenten die OSZE am 9. Januar 2009 über den Wahltermin unterrichtet und zu einer Wahlbeobachtung eingeladen, wie es den Vereinbarungen zwischen den Teilnehmerstaaten der OSZE entspricht. Vom 15. bis 17. Juli 2009 hielt sich eine sog. Bedarfsermittlungsmission der OSZE in Deutschland auf. Deren hier beigefügter Bericht vom 5. August 2009 ist unter www.osce.org veröffentlicht. Darin werden die Bedingungen für die Bundestagswahl sehr positiv bewertet und insbesondere das hohe Vertrauen in die Wahlorganisation und die breite Akzeptanz des Wahlsystems hervorgehoben. Eine Wahlbeobachtung wird mit der Begründung empfohlen, dass alle Gesprächspartner der Mission sich hierfür offen gezeigt hätten und die OSZE in Deutschland bisher keine umfassende Wahlbeobachtung durchgeführt habe.

Vom 13. September bis 1. Oktober 2009 wird ein fünfzehnköpfiges Expertenteam der OSZE die Bundestagswahl beobachten. Es handelt sich dabei um eine "Election Assessment Mission", die "niedrigste Stufe" einer Wahlbeobachtungsaktivität durch die OSZE, die üblicherweise in gefestigte Demokratien im OSZE-Raum entsandt wird. Solche Missionen hat die OSZE bereits u.a. in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Kanada, Niederlande, Schweiz, Spanien und USA durchgeführt. Die bevorstehende Wahlbeobachtung ist daher gewiss keine Schande für Deutschland.

Ich begrüße die OSZE-Wahlbeobachtung und habe veranlasst, dass sie in meinem
Verantwortungsbereich als Bundesinnenminister unterstützt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schäuble
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
29.08.2009
Von:

Was halten Sie von der Einführung eines konsumsteuerfinanzierten Bedingungslosen Grundeinkommen als ein Grundrecht für jeden Bürger? Sind Sie dafür oder dagegen? Das heißt : setzen Sie sich aktiv!!!! dafür ein?

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