Florian Prübusch (DIE GRÜNEN)
Kandidat Bremen 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Florian Prübusch
Jahrgang
1983
Berufliche Qualifikation
Studium, Politikwissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
Student
Wohnort
-
Stadtteil
Bremen-Neustadt , Stimmen (Wahlkreis): 664
Landeslistenplatz
18
Ich möchte, dass der Werdersee auch weiterhin ein Naherholungsgebiet für alle bleibt. Jedoch halte ich nicht viel von allgemeinen Verboten gegen alle, sondern mehr etwas von gemeinsamer Konfliktlösung mit allen Beteiligten. (...)
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Frage zum Thema Medien, Kultur und Sport
18.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Prübusch,

was wollen sie konkret für den Datenschutz in Bremen tun und was kann man grundsätzlich für Bremen ändern?

Ist das Internet ein rechtsfreierraum? Darf jeder im Inernet machen was er/sie möchte ohne dafür belangt zu werden? Braucht das Internet deshalb Regeln?

Wie stehen sie zum Zensus 2011? Was raten sie den BürgerInnen und Bürgern? Muss Bremen den Zensus durchführen?

Warum sollte ich sie wählen?
Antwort von Florian Prübusch
bisher keineEmpfehlungen
09.05.2011
Florian Prübusch
Liebe Frau ,

Datenschutz spielt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle. Unter dem Motto: "Meine Daten gehören mir!" möchte ich mich in der kommenden Legislatur dafür einsetzen, dass dieses Thema endlich eine größere Rolle auch in der Bremer Politik spielt. Da gilt es vor allem noch viel Aufklärungsarbeit zu betreiben. Datenschutz muss zu einem fundamentalen Bürgerrecht werden, was in allen Behörden und Unternehmen mitgedacht wird. Jeder muss selbst entscheiden können, wem er wann, wie und wo seine Daten gibt und was damit passiert.

Natürlich ist das Internet keine rechtsfreier Raum. Auch hier gelten Regeln und Gesetze. Jedoch darf man sich nicht einbilden, dass sich alle Regeln und Gesetze eins zu eins auf das Internet übertragen lassen. Wir müssen dort einen Weg finden, Menschen zu schützen und gleichzeitig aufpassen die bürgerlichen Freiheiten nicht einzuschränken. Das ist oft ein schmaler Grad auf dem man sich bewegt. Schließlich gab es auch viele, die in der Löschen-statt- Sperren-Debatte davon überzeugt waren, dass ein Löschen von Internetseiten nur sehr schwer umzusetzen ist. Mittlerweile ist erwiesen, dass es möglich ist.

Der Zensus 2011 muss von Bremen durchgeführt werden. Grundlage ist eine Vorgabe der EU, die alle Mitgliedsstaaten auffordert eine solche Volkszählung durchzuführen. Ich stehe diesem Zensus in soweit kritisch gegenüber, als das ich mir sorgen mache, dass die Daten am Ende nicht nur an der Stelle bleiben, wo sie gesammelt wurden. Da gilt es wachsam zu bleiben. Auch die Frage nach der Religionszugehörigkeit und einige Fragen an die Hauseigentümer halte ich für Fehl am Platze.
Da die Bürgerinnen und Bürger verpflichtet sind an dieser Befragung teilzunehmen und Auskunft zu geben und bitte ich alle, wenn die Zählung dann beendet ist, an dem Thema dran zu bleiben und die Politik aufzufordern für den Schutz der gesammelten Daten weiter einzutreten. Ich werde mich für den den Schutz der Daten stark machen.

Ich möchte mich für den Datenschutz, gegen Rechtsextremismus und für Gerechtigskeitsfragen in der Bürgerschaft einsetzen. Auch die Frage der politischen Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern möchte ich den Mittelpunkt stellen. Ein Stichwort ist dort "Politik von unten nach oben."
Ich würde mich freuen, wenn sie mich unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Prübusch
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Frage zum Thema Umwelt
20.04.2011
Von:
Ole

Hallo Herr Prübusch,

wie sehen Sie die Zukunft des Werdersees und der "Kleinen Weser"? Wird das Naherholungsgebiet in den nächsten Jahren endgültig zur Eventfläche oder sehen Sie eine Chance, diese innerstädtische Natur zu schützen?
Antwort von Florian Prübusch
bisher keineEmpfehlungen
09.05.2011
Florian Prübusch
Sehr geehrter Herr ,

ich möchte, dass der Werdersee auch weiterhin ein Naherholungsgebiet für alle bleibt. Jedoch halte ich nicht viel von allgemeinen Verboten gegen alle, sondern mehr etwas von gemeinsamer Konfliktlösung mit allen Beteiligten.
Im Moment ist die Atmosphäre, aus zum Teil auch verständlichen Gründen, sehr aufgeladen. Um dies nicht weiter anzuheizen müssen sich alle Betroffenen austauschen und versuchen zu einem gemeinsamen Entschluss zu kommen, mit dem auch alle zufrieden sein können. Denn nur dann wird dieser Beschluss auch langfristig tragfähig sein und gesellschaftliche Akzeptanz finden. Der Beirat hat auf seiner letzte Sitzung einen Entschluss gefasst, der als Startsignal für weitere Beratungen gelten kann. Das Ausweisen bestimmter Flächen zum Grillen mit festen Grillplätzen, das Aufstellen von neuen Müllcontainern und auch die geplanten Verbesserungen bezüglich der sanitären Anlagen, werte ich als Schritt in die richtige Richtung. Damit ist die Sache aber noch lange nicht beendet. Man muss weiter beobachten, ob die getroffenen Maßnahmen zu Veränderungen führen und wenn nötig auch weiter nachbessern. Was man auf jeden Fall tun muss ist, weiter mit allen im Gespräch bleiben und auch das Gespräch suchen. Somit kann ich sie nur auffordern weiter an PolitkerInnen aus dem Beiratsgebiet heranzutreten, sowie auf den Beiratssitzungen ihre Meinung und auch ihre Beobachtungen weiter mitteilen. Nur so finden wir am Ende einen gemeinsamen Kompromiss, mit dem hoffentlich alle zufrieden sein können und den Werdersee als Erholungsgebiet für alle erhält und auch ohne Verbote auskommt.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Prübusch
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung
26.04.2011
Von:

Sehr geehrter Kandidat,

gerne würde ich erfahren:

1. Wie stehen sie zum Zensus 2011?

2. Sie nutzen soziale Netzwerke und sie wissen wie dort die Daten der NutzerInnen überwacht werden, auch wenn man die Einstellung "anpassen" kann findet trotzdem Überwachung statt. Wie verhält sich der Gegensatz soziale Netzwerke zu nutzen mit dem Datenschutz? Sollen junge Menschen es vermeiden Netzwerke zu nutzen da Datensicherheit nicht gegeben ist?

3. Wie müsste das Internet der Zukunft aussehen, was Datzensicherheit angeht?
Antwort von Florian Prübusch
bisher keineEmpfehlungen
16.05.2011
Florian Prübusch
Sehr geehrter Herr ,

ich glaube, dass man verlässliche Zahlen braucht um Politik für die Menschen zu machen. Ob man dafür den Zensus braucht, da bin ich mir noch nicht so sicher. Was man mit Sicherheit nicht braucht sind Fragen, die über die Vorgaben der Europäischen Union hinausgehen. Ich muss nicht wissen welcher Religion die Menschen angehören, geschweige denn, ob sie in ihrem Haus eine Dusche oder eine Badewanne benutzen. Was mich aber besonders stört ist, dass so viele externe Dienstleister mit dem Versand und ähnlichem betraut worden sind. All diese Daten die man dafür braucht gehören vorher und auch nicht nachher in die Hände von privaten Betrieben.
Wir Grüne werden jetzt und auch nach der Wahl sehr wachsam sein, was die gesammelten Daten betrifft. Nicht auszudenken was wäre, wenn die gesammelten Daten in die Hände von Privatleuten gelangen. Das wäre der Supergau was den Datenschutz angeht. Hier gilt es weiterhin eine Öffentlichkeit zu schaffen auch über die Befragungen hinaus. Ich weiß auch nicht warum diese Daten bis zu vier Jahre einer Person zuordnen können muss, auch hier wünsche ich mir eine andere Vorgehenweise. Dies sind nur einige kritische Punkte was den Zensus 2011 angeht.

Was das Nutzen von sozialen Netzwerken angeht, ist es mir wichtig diese nicht zu verteufeln, sondern dazu aufzurufen wachsam zu sein und jede AGB-Änderung zu verfolgen. Ich weiß das das oft schwierig ist, jedoch ist meine Wahrnehmung, das es bisher immer jemanden gab, der auf diese Änderungen aufmerksam gemacht hat. Ich glaube, das es wichtig ist zu vermitteln wo die Gefahren in sozialen Netzwerken liegen und aufzuklären welche Daten man preisgeben kann und welche nicht. Ich kann auch ohne Foto bei facebook sein.

Was das Internet der Zukunft betrifft, würde ich dort auch gerne den Grundsatz: "Meine Daten gehören mir!" durchsetzen. Das hätte zur Konsequenz, dass sich jeder gleichberechtigt im Netz bewegen kann, dafür brauchen wir auch weiterhin die Netzneutralität. Ich wünsche mir ein Internet indem ich Häkchen mache und nicht wegmache. Ich entscheide welche Daten ich freigebe und nicht andersherum. Ich wünsche mir, dass das Scoring und Profiling endlich ein Ende hat und jeder berechtigt ist beim Internetversandhandel auf Rechnung zu bezahlen, egal wo er wohnt.
Und ich wünsche mir ein Internet in dem Selbstverpfichtungen, die den Datenschutz betreffen, zu einem Werbeargument werden.
Ich hoffe ich konnte ihnen ihre Fragen beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Prübusch
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Frage zum Thema Arbeit
12.05.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Prübusch,
alle reden immer von Europa. Aber was haben wir eigentlich davon? Wir wollen Arbeitsplätze in Bremerhaven. Wenn die Entscheidungen in Brüssel getroffen werden, können Sie in Bremen doch eh nichts machen.
Vielen Dank
Antwort von Florian Prübusch
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18.05.2011
Florian Prübusch
Sehr geehrte Frau ,

auch ich rede immer wieder von Europa. Denn ich halte es für eine der wichtigsten Institutionen, die wir haben. Neben der Reisefreiheit und einer gemeinsamen Währung haben wir vor allem einen gemeinsamen Binnenmarkt durch die EU bekommen. Dieser sorgt dafür, dass in Bremerhaven jährlich viele Waren im Hafen umgeschlagen werden. Wie sie ja wissen, ist Deutschland auch deswegen Exportweltmeister, da wir viele Waren ins Europäische Ausland transportieren, davon profitiert auch Bremerhaven.
Des Weiteren wurden in der aktuellen Förderperiode mehr als 231 Millionen Euro nach Bremen und Bremerhaven verteilt. Alleine 5 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (EFS) gingen davon direkt nach Bremerhaven, um z.B. junge Leute aus- und weiterzubilden damit sie in der boomenden Windenergiebranche einen Arbeitsplatz bekommen. Auch sind viele Bremerhavener Projekte, wie z.b. das Center für Windenergie und Meerestechnik (CWMT) und die Gründung des Institut imare, aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung(EFRE) gefördert worden. Das hat Bremerhaven als Forschungsstandort noch attraktiver gemacht und auch Arbeitsplätze geschaffen. Auch sonst hat Bremerhaven sehr an Attraktivität gewonnen und somit dafür gesorgt, dass die Besucherzahlen deutlich gestiegen sind und dadurch auch neue Arbeitsplätze in der Tourismusbranche geschaffen wurden. Sollten sie sich noch genauer für die absoluten Zahlen interessieren, dann empfehle ich Ihnen folgende Seiten: www.efre-bremen.de und www.esf-bremen.de . Hier finden sie alle Projekte die durch den ESF und den EFRE in Bremen und Bremerhaven gefördert wurden und werden.
Wie sie sehen, profitieren Bremen und Bremerhaven sehr von der Europäischen Union und hätten wir sie nicht würde es uns in Zeiten der Wirtschaftskrise auch noch deutlich schlechter gehen. Natürlich haben Sie recht, wenn Sie behaupten, dass viele Gesetze mittlerweile in Brüssel beschlossen werden. Zum einen entscheiden dort aber auch 99 deutsche Abgeordnete mit und zum anderen sind diese Gesetze dann Vorgaben bei denen die Nationalstaaten auch immer noch einen Spielraum haben, wie sie diese in nationales Recht dann umsetzen.

Ich hoffe, ich konnte ihre Skepsis gegenüber Europa ein wenig verringern.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Prübusch
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
19.05.2011
Von:

Moin Herr Prübusch,
in Hamburg wurden jüngst detaillierte Pläne zur stärkeren Verankerung unserer Plattdeutschen Muttersprache im Lehrplan der Grundschüler vorgestellt. Leider sind wir da in Bremen noch nicht so weit, daher meine Frage an Sie: Was kann und muß in Bremen getan werden, um die Niederdeutsche Sprache zu pflegen und lebendig zu halten und wo sehen Sie insbesondere im Schulbereich Chancen und Möglichkeit einer Einbindung - oder lehnen Sie dieses Bekenntnis zur unserer regionalen Identität gar gänzlich ab?

Ik frei mi van jo to hören!
Antwort von Florian Prübusch
1Empfehlung
21.05.2011
Florian Prübusch
Sehr geehrter Herr ,

als jemand der einige Jahre auch in Ostfriesland gelebt hat, wünsche ich mir, dass die Plattdeutsche Sprache auch weiterhin Bestandteil unserer Norddeutschen Kultur bleibt. Darum würde ich mir wünschen, dass viele Kinder die Möglichkeit bekommen zum einen mit ihren Großeltern, aber auch durch freiwillige Arbeitsgemeinschaften oder auch Schul-und Klassenprojekte einen Zugang zum Plattdeutschen zu bekommen. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass ein Plattdeutscher Unterricht Bestandteil des Lehrplans werden sollte. Wie sie sehen, sind wir also gefragt immer wieder auf das Plattdeutsche in dieser Region aufmerksam zu machen und somit das Interesse der SchülerInnen zu gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Prübusch
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