Florian Pronold (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Florian Pronold
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt in der Sozietät Paluka Sobola & Partner, Regensburg
Wahlkreis
Rottal-Inn
Landeslistenplatz
7, über Liste eingezogen, Bayern
weitere Profile
(...) Ich teile Ihre Auffassung, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf Aufklärung hat, wie viele Steuergelder in die Hypo Real Estate geflossen sind und welche Bürgschaften sie erhalten hat. Diesem Recht auf Information tragen Parlament und Regierung Rechnung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Florian Pronold
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Rente mit 67
18.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold!
Bitte erklären Sie mir, wie die nächsten Generationen für die "Alten" die Rente erarbeiten soll, wenn sie keine Arbeit bekommen. Wenn ich keine Arbeit habe, habe ich kein Geld um eine Familie zu gründen,und damit einen Beitrag zur Rentensicherung zu geben. Die Alten, die schon 40 Jahre und mehr arbeiten, würden gerne für einen "Jüngeren" Platz machen, aber warum wird man dann noch mit einem prozentualem Abzug der wohlverdienten Rente bestraft. Ich selbst bin eine Berufstätige Hausfrau, Mutter und Oma, arbeite seit 40 Jahren in 2fach Schicht,und passe noch auf die Enkel auf während die Mama der beiden arbeiten geht (530 € im Monat ).

Mit freundlichem Gruss

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verbraucherschutz
27.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

haben Sie eine Erklärung, warum sich vor allem die CSU davor
scheut die BSE-Problematik öffentlich zu erörtern?

Völlig undurchsichtig verhält sich hierbei der derzeitige Bayr. Ministerpräsident Seehofer.

1994 fordert er noch www.spiegel.de

Zitat:

"Im März 1994 forderte Bundesgesundheitsminister Seehofer (CSU) in
Brüssel eine EU-weite Einfuhrsperre, um "das nicht zu verantwortende
Experiment am Menschen" zu beenden."

um nun seine Meinung zum BSE-Experiment am Menschen grundlegend zu ändern.

Fragen zur Kontamination von Rinderschlachtbetrieben mit BSE-Prionen wurden nicht beantwortet: www.abgeordnetenwatch.de

Seine Nachfolgerin im BMELV, Frau Aigner (CSU) scheint den Ernst der Lage auch noch nicht erkannt zu haben.

Zwar erhalte ich von ihr eine nichtssagende Standardantwort www.abgeordnetenwatch.de
auf meine Fragen, doch danach habe ich nie mehr etwas von ihr gehört!

Von unserem kürzlich unterbreiteten Vorschlag, die Öffentlichkeit in angemessener Form im Bayerischen Landtag zu unterrichten hält sie nichts! www.abgeordnetenwatch.de

Zitat:
"... Davon halte ich nichts.
Mit freundlichen Grüßen
Ilse Aigner MdB"

Dabei lässt ein aktuell erschienener Berichtes des PEI zur "Gesamtstrategie Blutversorgung angesichts vCJK" www.pei.de
"Der sekundäre Übertragungsweg durch Blut wäre weitgehend zu unterbinden,sobald ein geeigneter Screeningtest zur Verfügung stünde.Gegenwärtig ist kein solcher Test verfügbar oder absehbar."

nichts Gutes erahnen!

Sehen Sie in diesem Zusammenhang eine Möglichkeit diese Gesamtproblematik öffentlich auf parlamentarischer Ebene zu erörtern?

MfG

R.

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 6 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Soziales
21.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Mayer,

ich war seit Jahrzehnten SPD-Wähler. Die SPD hat sich viele Jahre für Gerechtigkeit und Ausgewogenheit in unserem Land eingesetzt. Derzeit sehe ich bei der SPD weder eine gerechte Umverteilung der Einkommens- und Vermögenshältnisse noch eine ausgewogene.

Warum werden die Kürzungen der Renten nicht 1:1 auf die Beamtenpensionen umgesetzt und damit diese Ungleichheit endlich abgeschafft? Warum können Beamte sich privat kranken versichern und sind dadurch Patienten 1. Klasse?

Wann denkt die SPD daran, eine Erwerbstätigenversicherung sowie eine Bürgerversicherung in diesem Land einzuführen, damit die SPD wieder wählbar ist für mich und für Viele andere?

Mit freundlichen Grüßen

W.
Antwort von Florian Pronold
bisher keineEmpfehlungen
01.09.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Änderungen im Rentenrecht werden möglichst wirkungsgleich auf Bestimmungen zum Pensionsrecht übertragen. Jedoch gibt es Grenzen, da beide Systeme auf verschiedenen Voraussetzungen aufbauen. Mit dem Tarifabschluss für den Bund zum 1. Januar 2008 hat sich die Bundesbeamtenversorgung erhöht. Sie wird gemindert durch den Riesterfaktor, der für die Rentenversicherung zwei Jahre ausgesetzt ist.

Rente und Beamtenversorgung haben sich bisher durchaus vergleichbar entwickelt. Zuletzt wurde die Beamtenversorgung 2003 und 2004 erhöht. Gleichzeitig wurde ab 2004 die Jahressonderzahlung mehrmals gekürzt. Heute erhalten Versorgungsempfänger des Bundes noch 12,25 Monatsbezüge. Die Sonderzahlung selbst ist keine Bevorzugung gegenüber den Rentnern, weil auch in die Rentenberechnung alle beitragspflichtigen Einkommen einfließen. Dreizehnte Monatsgehälter sind damit anteilig in jeder monatlichen Altersrente enthalten Die aktiven Bundesbeamten erhielten von 2005 bis 2007 statt einer Besoldungserhöhung Einmalzahlungen von je 300 Euro. Diese wurden nicht auf Beamtenversorgungen erstreckt. Damit lag die Bundesbeamtenversorgung 2007 um ca. 2,14 Prozent unter 2002, die gesetzliche Rente hingegen um ca. 1,59 Prozent darüber. Die Steigerung der Bundesbeamtenversorgung in 2008 deckt überwiegend einen Nachholbedarf ab.

Es gibt gute Gründe, den häufig allgemein gemachten Vergleich von Renten und Pensionen -- auch in der Höhe -- in Frage zu stellen:
. Die Beamtenversorgung ist eine Vollversorgung, die nicht nur die Rente ersetzt, sondern auch die ganz oder teilweise arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung, die über die Hälfte der Rentner der alten Bundesländer erhalten. Dass die zusätzliche Altersversorgung als Säule in den neuen Bundesländern erst seit 1990 aufgebaut werden kann, spielt hier keine Rolle. Es geht nur um den Systemunterschied.
. Es gibt viele Personen, die nur kurz (versicherungspflichtig) gearbeitet haben und danach Hausfrau wurden oder selbstständig waren. Sie beziehen Kleinrenten. Beamte, bei denen eine solche Situation eintritt, scheiden aus dem Beamtenverhältnis aus und werden in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Deshalb gibt es keine Klein- und Kleinstpensionen. Hierdurch wird der Durchschnitt der Rentenhöhe gesenkt, der in der Beamtenversorgung gehoben.
. Innerhalb der Beamtenschaft überwiegen die Bezieher relativ höherer Arbeitseinkommen, was sich zwangsläufig auf die Höhe der durchschnittlichen Versorgung auswirkt. Im höheren und gehobenen Dienst sind ca. 75 Prozent der Beschäftigten verbeamtet. Im einfachen und mittleren Dienst jedoch nur ca. 30 Prozent.

Die private Krankenversicherung (PKV) für Beamte ist eine historisch gewachsene Sache, die man nicht mal eben so abschaffen kann. Wir haben die Möglichkeit zu wählen auch schon sehr erweitert, die PKV muss inzwischen auch einen Basistarif anbieten und kann Versicherte nicht mehr einfach ablehnen. Privat Versicherte werden - entgegen einer landläufig weit verbreiteten Ansicht - auch nicht sofort Versicherte erster Klasse, sondern haben maximal den Versicherungsschutz der im Sozialgesetzbuch (SGB) V vorgeschrieben ist. Für zusätzliche Leistungen muss auch zusätzlich gezahlt werden.

Ich stimme Ihnen zu, dass die Aufgliederung der deutschen Sozialsysteme, besonders der Rentenversicherung nach unterschiedlichen Formen der Erwerbstätigkeit an verschiedenen Stellen Probleme aufwirft. Generell halte ich deshalb eine Ausweitung der gesetzlichen Systeme vor allem bei Gesundheits- und Altersvorsorge für sinnvoll. Die zunehmende Zahl unterversicherter Selbstständiger ist ebenfalls ein Argument für eine solche Ausweitung. Ich halte - wie Sie - die Fortentwicklung der Rentenversicherung in eine Versicherung aller Erwerbstätigen für sinnvoll und notwendig. Allerdings ist mir bewusst, dass die Union mit der weiteren Privatisierung der Alterssicherung exakt das Gegenteil anstrebt. Es gibt meiner Meinung nach kein besseres Rentensystem als eine solidarische Umlagefinanzierung. Die interessengeleitete Propaganda gegen das Umlagesystem der gesetzlichen Rente hat sich in der öffentlichen Debatte jedoch leider weitgehend durchgesetzt. Der Kampf für den Erhalt und Ausbau der gesetzlichen Rente wird deshalb schwer und langwierig werden.

Eine Bürgersozialversicherung ist unser erklärtes Ziel und Bestandteil unseres Regierungsprogramms. Um es möglichst umfassend und bald umsetzen zu können, kämpfen wir für ausreichende Mehrheiten. Auch die Zeit der großen Koalition hat gezeigt, dass wir mit 34 % Wahlergebnis nicht 100 % sozialdemokratische Politik durchsetzen können.

Es würde mich außerordentlich freuen, wenn Sie sich aktiv und in der SPD für die Bürgerversicherung einsetzen würden.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Arbeit
18.09.2009
Von:

seit 26 märz 2009 ist das übereinkommen der vereinte nationen für menschen mit behinerung in deuschland verbindlich. im artikel 27 haben behinderte menschen das recht auf frei gewälte arbeit zu machen. wie sollen die behinderten arbeit kommen. gibt es ein programm wie denn menschen geholfen werden kann?
Antwort von Florian Pronold
bisher keineEmpfehlungen
21.09.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr Haertle,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Umsetzung des "Internationalen Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderung", zu der ich gerne Stellung nehme.
Seit dem 26. März 2009 gilt das von der Generalversammlung der Vereinten Nationen UNO in New York verabschiedete Internationale Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung, das nach der Bestätigung des Bundestages als Bundesrecht in der Bundesrepublik Deutschland gilt.

In unserem Regierungsprogramm von 2009-2013 finden Sie Antworten auf Ihre Frage nach unseren Plänen, wie wir Menschen mit Behinderungen Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen wollen (unter dem Punkt "Soziale Gesellschaft im Wandel" finden Sie einen Unterpunkt "Teilhabe und Einbeziehung von Menschen mit Behinderung").

Wir wollen, dass alle Menschen mit Behinderungen an unserer Gesellschaft gleichberechtigt aktiv teilhaben und einbezogen werden. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ist für uns Grund, die Reformen von Rehabilitation, Teilhabe und Gleichstellung konsequent fortzusetzen und das Antidiskriminierungsrecht auf europäischer und nationaler Ebene weiterzuentwickeln.
Wir wollen erreichen, dass möglichst alle Menschen mit Behinderungen so lernen, arbeiten, wohnen und leben können, wie sie es selbst möchten. Dafür brauchen wir ein Gesamtkonzept für Teilhabe und Einbeziehung behinderter, pflegebedürftiger und alter Menschen, das sich nicht auf Versorgung beschränkt, sondern an den Bürger- und Menschenrechten dieser gesellschaftlichen Gruppen orientiert.

Für die Umsetzung des Übereinkommens wollen wir einen nationalen Aktionsplan von 2010-2020 in Kraft setzen. Zuerst muss ein gemeinsames Leben und Lernen für alle von der Kita bis zur beruflichen Ausbildung und zum Studium ermöglicht werden. Gemeinsam mit den Ländern wollen wir eine gemeinsame Erziehung und Bildung erreichen. Parallel zu den Bemühungen der Länder im Vorschul- und Schulbereich, wird der Bund die integrative Berufsausbildung und Weiterbildung, die Übergänge von Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt weiter ausbauen und Sozialleistungen auf das Integrationsziel abstimmen.

Zu Ihrer Frage zur freien Wahl des Arbeitsplatzes: Wir haben im Regierungsprogramm beschlossen, dass wir die Pflicht zur Beschäftigung schwerbehinderter und mehrfachbehinderter Menschen besser durchzusetzen wollen, ein betriebliches Eingliederungsmanagement einfordern werden und dies soll durch alle Sozialleistungsträger besser unterstützt werden.

Mit diesen Maßnahmen wollen wir erreichen, dass mehr Menschen mit schwerer Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt realistische und dauerhafte Beschäftigungsperspektiven erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Florian Pronold
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.