Florian Pronold (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Florian Pronold
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt in der Sozietät Paluka Sobola & Partner, Regensburg
Wahlkreis
Rottal-Inn
Landeslistenplatz
7, über Liste eingezogen, Bayern
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(...) Ich teile Ihre Auffassung, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf Aufklärung hat, wie viele Steuergelder in die Hypo Real Estate geflossen sind und welche Bürgschaften sie erhalten hat. Diesem Recht auf Information tragen Parlament und Regierung Rechnung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Florian Pronold
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Frage zum Thema Finanzen
04.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

mit dem sog. Bürgerentlastungsgesetz reagiert die Politik auf die verfassungswidrige Nichtabsetzbarkeit von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen.
In der öffentlichen Diskussion rühmen Sie sich ob der 9,3 Mrd. Entlastung für die Bürger, verschweigen aber gleichzeitig, dass im Gegenzug andere Vorsorgeaufwendungen wie Haftpflicht, Unfall, Todesfall und Berufsunfähigkeit nicht mehr steuerlich anerkannt werden sollen.

www.focus.de

Für mich ist das Trickserei der übelsten Art.

Ich frage Sie daher:

1.Sind für Sie die private Haftpflicht und die Vorsorge gegen Berufsunfähigkeit kein existenzieller Grundbedarf mehr?

2.Sehen Sie nicht die Gefahr, dass die Beseitigung der einen verfassungswidrigen Regelung durch die Schaffung einer neuen verfassungswidrigen Lösung erkauft wird?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
1Empfehlung
30.06.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen, das Bürgerentlastungsgesetz betrifft, die ich gerne beantworte.

Vorneweg: Nur weil ich nicht jedesmal auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts hinweise - es hat sich ja mittlerweile herumgesprochen, dass es dieses gab! - verschweige ich nichts: denn es kann nicht verschwiegen werden, was alle wissen.

Hauptpunkt des Bürgerentlastungsgesetzes ist die volle steuerliche Abziehbarkeit der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für einen Basisversicherungsschutz. Rund 16,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger werden um insgesamt 9,5 Milliarden Euro dauerhaft entlastet. Auf Initiative der SPD wird auch die steuerliche Berücksichtigung anderer Versicherungsbeiträge verbessert. Steuerpflichtige, deren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge unter 1.900 Euro bzw. 2.800 Euro liegen, können in Höhe der Differenz zu den Höchstbeträgen auch andere Versicherungsbeiträge steuerlich abziehen. Diese von der SPD durchgesetzte Regelung begünstigt insbesondere Gering- und Durchschnittsverdiener.

Eine Verfassungswidrigkeit kann ich hier nicht erkennen!

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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Frage zum Thema Senioren
23.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,
Sie wollen die Rente mit 67 wieder abschaffen. Sind Sie der Meinung, dass in einer schrumpfenden Bevölkerung wie wir sie in Deutschland erleben, und bei einer gleichzeitigen stetigen Zunahme der Lebenszeit es volkswirtschaftlich vertretbar ist, die Lebensarbeitszeit nicht anzupassen? Weniger Beitragszahler müssen mehr Senioren finanzieren, die zudem immer länger ihre Rente beziehen. Sind Sie nicht der Meinung, dass es möglich sein sollte, individuelle Modelle zu entwickeln, anstatt eine für alle gültige starre Regelung zu treffen, unabhängig vom Gesundheitszustand oder Finanzstatus?
Ich selber bin 37 Jahre alt und habe einen Schreibtischjob. Selbstverständlich wäre es nett, früh in Rente zu gehen. Ist aber nicht machbar. Warum wollen Sie entgegen jeder ökonomischen Vernunft diese Notwendigkeit wieder zurücknehmen? Wie bereits angedeutet: sollte die SPD nicht lieber intelligente und flexible Modelle entwickeln? Damit würde sie ihrer Verantwortung gegenüber den Sozialsystemen gerecht.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
1Empfehlung
03.07.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Anfrage zum Thema Rente, die ich gerne beantworte.

Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden, dass angesichts zunehmender Lebenserwartung und künftig sinkendem Erwerbspersonenpotentials das Renteneintrittsalter erhöht wird. Die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters ist nicht notwendigerweise eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit. Diese heutige Generationen steigen deutlich später ins Erwerbsleben ein als Menschen, die vor 40 Jahren zu arbeiten begannen. Trotz späteren Renteneintritts ist die Lebensarbeitszeit oft kürzer als bei den Leuten, die mit 65 in Rente gehen können.

Eine Anhebung macht aber nur dann Sinn, wenn die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch eine Chance auf eine Beschäftigung bis dahin auf dem Arbeitsmarkt haben. Ansonsten verkommt diese Regelung zu einem Rentenkürzungsprogramm. Bei der Rente mit 67 hat der Gesetzgeber explizit eine Überprüfung bzgl. älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorgesehen. Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Entwicklung, die sich zwangsläufig auch auf den Arbeitsmarkt niederschlagen wird (die erweiterte Kurzarbeiterregelung ist keine dauerhafte Einrichtung), halte ich eine solche Überprüfung für geboten.

Die Aufgliederung der deutschen Sozialsysteme nach unterschiedlichen Formen der Erwerbstätigkeit wirft an verschiedenen Stellen Probleme auf. Generell halte ich deshalb eine Ausweitung der gesetzlichen Systeme vor allem bei Gesundheits- und Altersvorsorge für sinnvoll. Die zunehmende Zahl unterversicherter Selbstständiger ist ebenfalls ein Argument für eine solche Ausweitung. Ich halte die Fortentwicklung der Rentenversicherung in eine Versicherung aller Erwerbstätigen deshalb für sinnvoll. Es gibt kein besseres Rentensystem als eine solidarische Umlagefinanzierung. Die interessengeleitete Propaganda gegen das Umlagesystem der gesetzlichen Rente hat sich in der öffentlichen Debatte jedoch leider weitgehend durchgesetzt. Der Kampf für den Erhalt und Ausbau der gesetzlichen Rente wird deshalb schwer und langwierig werden. Wir müssen ihn dennoch aufnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Pronold
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Frage zum Thema Senioren
25.06.2009
Von:

Rente mit 67
Argumente wie längere Lebenszeit u, der demographische Wandel sind dorch dürftige Argumente die von Lobbyisten den Mandatsträgern gebetsmühlenhaft vorgetragen wurden. Das Problem ist doch viel tiefgreifender und müsste differenzierter
betrachtet werden. Der tiefgreifende Wandel der Berufswelt und der Erwebsbiographien lässt nur einen Schluss zu: flexibles Eintrittsalter mit einer steuerfinanzierten Grundrente plus private Zusatzrente. Der Schnellschuss von MEGASTAR Münte löst das Rentenproblem auf keinen Fall ist sogar kontraproduktiv . Besser wär´s er geht selber in Rente.Wie stehen Sie zur steuerfinanzierten Grundrente?

mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
1Empfehlung
17.07.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema steuerfinanzierte Grundrente, zu der ich gerne Stellung nehme.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass eine Heraufsetzung des Renteneintrittsalters nicht notwendigerweise eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist. Die heutigen Generationen steigen deutlich später ins Erwerbsleben ein als Menschen, die vor 40 Jahren zu arbeiten begannen. Trotz späteren Renteneintritts ist die Lebensarbeitszeit oft kürzer als bei den Leuten, die mit 65 in Rente gehen können.

Ihren Vorschlag, eine steuerfinanzierte Grundrente plus privater Zusatzrente einzuführen, teile ich nicht. Meiner Auffassung nach gibt es zur umlagefinanzierten gesetzlichen Rente, ergänzt um die betriebliche und private Altersvorsorge, keine bessere Alternative. Die Aufgliederung der deutschen Sozialsysteme nach unterschiedlichen Formen der Erwerbstätigkeit wirft an verschiedenen Stellen Probleme auf. Generell halte ich deshalb eine Ausweitung der gesetzlichen Systeme vor allem bei Gesundheits- und Altersvorsorge für sinnvoll. Die zunehmende Zahl unterversicherter Selbstständiger ist ebenfalls ein Argument für eine solche Ausweitung. Ich halte die Fortentwicklung der Rentenversicherung in eine Versicherung aller Erwerbstätigen deshalb für sinnvoll. Es gibt kein besseres Rentensystem als eine solidarische Umlagefinanzierung. Den individuellen Bedürfnissen der Menschen beim Übergang zwischen Erwerbs- und Ruhestandsphase wollen wir Sozialdemokraten besser entsprechen und wir wollen dafür sorgen, dass sie vor Altersarmut geschützt werden. Klar ist: Die Renten müssen auch in Zukunft die Gegenleistung für die während der Erwerbstätigkeit gezahlten Beiträge bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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Frage zum Thema Internetsperren
30.06.2009
Von:

Lieber Herr Pronold,

nach der Verabschiedung des Internet-Zugangs-Erschwerungs-Gesetz,
einige Fragen:

1. Frage: Ist Ihnen bewusst, dass es nun weitere gut Hunderttausend Wähler gibt,
für die die SPD nicht mehr wählbar ist.
Als Beschäftigter eines IT-Unternehmens und leicht aktives SPD-Mitglied
kann ich Ihnen mitteilen, dass eine Wahlwerbung am Arbeitsplatz für die SPD
nun ziemlich zwecklos geworden ist. ("technische Inkompetenz")
Für welchen Vorteil hat die SPD diese Mitbürger und Wähler durch das eilige
Durchziehen des Gesetgebungsverfahren brüskiert ?
Die CDU/CSU blockiert doch auch dauernd vernünftige Vorschläge der SPD,
hätte man da hier nich auch mal "Nein, erst nach genügender öffentlicher Diskussion"
sagen können?

2.Frage: Sehr viele Bürger haben durch die mit einigem Aufwand verbundene
Unterzeichnung der Online-Petition deutlich gemacht, dass das Gesetzt nicht in
deren (auch nicht in meinem) Namen erlassen wird.
Welche Teilnehmerzahl müsste eine Petition haben, dass Sie als Vetreter der
dadurch ausgedrückten Meinung des Volkes fühlen und danach handeln könnten?

3. Frage:
Was soll man sich selbst und anderen als Motivation sagen, um die SPD zu wählen?
Wenn man für den Mist ist, der von Seiten der CDU/CSU zugemutet wird, so
wird man gleich die CDU/CSU wählen.
Wenn man dagegen ist, muss man feststellen, dass die (meine) SPD-Abgeordneten
fast jeden solchen Mist disziplliniert durchwinken (sie wollen ja vertragstreu sein).
Sollte man da nicht gleich die Grünen oder die Linke wählen, da kann man sich
wenigstens darauf verlassen, dass deren Grundrichtung nicht nur bei Reden,
sondern auch bei den Abstimmungen im Parlament sichtbar ist.

4.Frage: Für meine argumentative Arbeit für die SPD im Wahlkampf hätte ich
gern ein Argument:
Bitte nennen Sie mir eine parlamentarische Entscheidung, bei der ersichtlich
wurde, dass Sie zum linkeren, fortschrittlicheren Teil der SPD gehören.

Freundschaft
Antwort von Florian Pronold
bisher keineEmpfehlungen
24.07.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Zugangserschwerungsgesetz, die ich
gerne beantworte.

ad1)
Das Verhalten der CDU/CSU ist für uns Sozialdemokraten weder vorbildlich noch Richtschnur und wir agieren auch nicht wie Kinder, die sich im Sandkasten gegenseitig die Sandkuchen zerstören. Nur weil die CDU/CSU häufig in die Blockadehaltung verfällt, ist das für uns kein Ansporn, es ihnen gleich zu tun. Eine solches Verhalten zeugt lediglich von einem gerüttelt Maß an Regierungsunfähigkeit.

Nachdem ein sehr schlechter Gesetzesentwurf aus dem Wirtschaftsministerium das Telemediengesetz ändern wollte, konnten wir uns als SPD mit allen inhaltlichen Kritikpunkten insofern voll durchsetzen, als dass es jetzt ausschließlich ein Spezialgesetz gibt, das in seinen Inhalten wesentlich geändert und dadurch außerordentlich verbessert wurde. Es läuft automatisch nach drei Jahren aus. Dass es so viele Verbesserungen geben konnte, ist auch der überaus großen öffentlich Kritik und dem damit verbundenen Druck zu verdanken. Ich glaube, dass ein Großteil der Wählerinnen und Wähler die von uns durchgesetzten Verbesserungen zu würdigen wissen.

Ad 2)
Auch wenn ich das Engagement vieler internet-Nutzerinnen und -Nutzer zu schätzen weiß, so bleibt doch die Tatsache zu beachten, dass Online-Petitionen für den Bundesgesetzgeber nicht bindend sind. Gleichwohl unterstütze ich den auch darin zum Ausdruck kommenden, wachsenden Wunsch nach einer direkten politischen Beteiligung auch auf Bundesebene. Eine entsprechende grundgesetzliche Ergänzung unserer parlamentarisch-repräsentativen Demokratie stärkt die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger für unser Gemeinwesen und wirkt einer Entpolitisierung entgegen.

Ad 3)
Es gibt gute Gründe, SPD zu wählen:

Wer will, dass unser Land die Lehren aus der Krise zieht und den
Aufbruch hin zu mehr Demokratie und neuer Gemeinsamkeit wagt, muss SPD
wählen.
Wer das Land zusammenführen und die Spaltung zwischen den Starken und
den Schwachen überwinden will, muss SPD wählen.
Wer Gute Arbeit will, menschenwürdig und zu fairen Löhnen, muss SPD wählen.
Wer starke Arbeitnehmerrechte will, funktionierenden Kündigungsschutz
und Mitbestimmung, muss SPD wählen.
Wer die Gleichberechtigung von Männern und Frauen praktisch durchsetzen
will, muss SPD wählen.
Wer Kinderarmut entschlossen bekämpfen und Alleinerziehende besser
unterstützen will, muss SPD wählen.
Wer eine verlässliche Altersvorsorge und die echte Teilhabe älterer
Menschen will, muss SPD wählen.
Wer will, dass die Lasten fair verteilt werden, muss SPD wählen.
Wer auch in Zukunft einen handlungsfähigen Sozialstaat will, muss SPD
wählen.
Wer keine neuen Atomkraftwerke will, muss SPD wählen.
Wer Steuerhinterziehung nicht für ein Kavaliersdelikt hält, muss SPD wählen.
Wer auch in Zukunft sozialdemokratische Politik will, muss SPD wählen.
Wer für internationale Abrüstung und eine konsequente Friedenspolitik
ist, muss SPD wählen.
Wer für globale Gerechtigkeit eintritt, muss SPD wählen.

Ad 4)
Ihre Frage nach einzelnen parlamentarischen Abstimmungen als Beweis für eine Flügelzugehörigkeit ist nicht problemadäquat. Als Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion bin ich mit meinem Abstimmungsverhalten eingebunden in die Fraktionsdisziplin (auch der Koalitionsvertrag bindet die Abgeordneten in ihrem Abstimmungsverhalten)- mit Ausnahme von Gewissensentscheidungen.

Grundlage der Fraktionsdisziplin ist die Einsicht einer Notwendigkeit. Wenn ich heute in einer Minderheit bin und mich unterordne, gehe ich davon aus, dass, wenn ich bei der Mehrheit bin, sich dann auch die Minderheit hier unterordnet. Wenn jeder nur nach individuellen Überlegungen handeln würde und Mehrheitsentscheidungen nicht zählten, dann könnte man überhaupt keine Politik machen, weil es einfach nur Zufallsmehrheiten gäbe und dann habe ich es ja oft erlebt, dass eine Opposition nicht deshalb gegen ein Gesetz stimmt, weil sie es für falsch hält, sondern einfach um auszutesten, ob die Regierung eine Mehrheit hat. Und das ist natürlich ein Stückweit etwas, was die Menschen schwer nachvollziehen können. Ich glaube aber, dass es in der Politik einfach so ist wie im normalen Familienleben auch. Wenn z. B. eine Familie mit drei Kindern in den Urlaub fahren will, ist es nicht einfach, ein Ziel zu finden, mit dem alle 5 einverstanden sind und das dann auch noch bezahlbar ist. Zum Schluss gibt es dann eine Mehrheitsentscheidung. Dann gibt es die theoretische Möglichkeit, dass jeder für sich fährt, dann ist es aber kein Familienausflug mehr, oder dass man sich doch einigt und dass es somit ein Geben und Nehmen ist.

Im Grundgesetz ist normiert, dass jeder Abgeordnete nur seinem Gewissen unterworfen ist. Das Problem ist aber, dass Politik in Deutschland nur funktioniert, wenn es eine dauerhafte Regierungsmehrheit gibt, es gibt keine Zufallsmehrheiten. Darum steht nicht nur die konkrete inhaltliche Frage im Raum sondern, ob man für das nächste Projekt eine Mehrheit hat.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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Frage zum Thema Umwelt
13.07.2009
Von:

Wie stehen sie zu dem massiven Bau von Solarparks auf gutem Ackerland in Niederbayern. Jeden Tag kommen viele neue Anträge dazu, so dass meiner Meinung nach das noch zum Teil zauberhafte hügelige Landschaftsbild zerstört wird. Allein für Ruhstorf wurden jetzt 16 große Parks empfohlen. Ich bitte sie herzlichst um eine baldige Stellungsnahme.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
1Empfehlung
17.07.2009
Florian Pronold
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Wenn wir die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Kindeskinder erhalten wollen, müssen wir die negativen Folgen des Klimawandels vermeiden bzw. abmildern -- das ist für die SPD eines der wichtigsten Ziele des 21. Jahrhunderts. Wir streben für Deutschland eine C02-Minderung von über 40 Prozent bis 2020 an und setzen auf die Erneuerbaren Energien. Unter unserer Federführung wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geschaffen und weiterentwickelt, das 47 Länder der Welt mittlerweile übernommen haben. Die Bayerische SPD-Landesgruppe im Bundestag fordert, dass Bayern Zukunftsstandort für Photovoltaik, Geothermie, Biomasse bzw. Biogas, für Wind- und Wasserkraft wird. Dafür bietet Bayern beste Standortvorteile: 20 Prozent mehr Sonnenschein als im Bundesdurchschnitt, heißes Tiefenwasser aus Südbayern und Bioenergie aus der Land- und Forstwirtschaft. Die Errichtung von Solarparks auch in Niederbayern ist daher begrüßenswert, denn sie sind eine Investition in die Zukunft, in eine gesunde Zukunft der nachfolgenden Generationen.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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