Florian Pronold (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Florian Pronold
Jahrgang
1972
Berufliche Qualifikation
Jurist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Rechtsanwalt in der Sozietät Paluka Sobola & Partner, Regensburg
Wahlkreis
Rottal-Inn
Landeslistenplatz
7, über Liste eingezogen, Bayern
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(...) Hauptpunkt des Bürgerentlastungsgesetzes ist die volle steuerliche Abziehbarkeit der Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für einen Basisversicherungsschutz. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
25.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,
ich habe gerade Ihre Rede in der aktuellen Stunde des Bundestages gesehen.
Sie hat mir in ihrer Aggressivität keineswegs gefallen.
Das verstärkt bei mir den Eindruck, dass die Regierung etwas zu verbergen hat.
Daher meine Fragen: Wann hat Herr Minister Steinbrück von den Schwierigkeiten der HRE Kenntnis erlangt? Die Frage ist für mich relevant. Dabei geht es schließlich um Haftungsfragen. Jetzt haftet der Bürger. Möglicherweise hätte es aber eine Haftung der Mutter Hypo-Bank gegeben. Insofern ist die Frage schon von beachtlichem Interesse.
Warum tagt der Finanzausschuss geheim? Damit ist dem Parlament und damit dem Bürger, in dessen Auftrag zumindest ein Teil der Abgeordneten tätig wird, jegliche Kontrollmöglichkeit genommen. Und hier geht es um Milliardenbeträge, die der Gemeinschaft der Bürger aufgebürdet wird.
Warum wird über die Finanzmittel aus dem Rettungspaket ebenfalls unter Ausschluss des Parlaments entschieden (SoFFin)? Da gibt es nach meiner Information lediglich Informationspflichten über die getroffenen Entscheidungen.
Also warum halten Sie (die Regierung) alles vor den Bürgern geheim? Die Bürger haben gerade in dieser Krise ein Recht und ein starkes Bedürfnis auf Information!

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
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27.03.2009
Florian Pronold
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die die HRE betrifft.

Ich bitte um Ihr Verständnis, dass ich nicht für Herrn Steinbrück sprechen kann. Sofern Sie Fragen an den Bundesfinanzminster haben, bitte ich Sie, diese auch direkt an ihn zu richten.

Ich teile Ihre Auffassung, dass die Öffentlichkeit ein Recht auf Aufklärung hat, wie viele Steuergelder in die Hypo Real Estate geflossen sind und welche Bürgschaften sie erhalten hat. Diesem Recht auf Information tragen Parlament und Regierung Rechnung. Die Bundesregierung hat in den letzten Sitzungen des Finanzausschusses beispielsweise auf die Kleine Anfrage der FDP detailliert und in aller Ausführlichkeit zu allen angesprochenen Fragen Auskunft gegeben.

Das Parlament hat sich -im Interesse seiner Arbeitsfähigkeit - mit dem Beschluss über die Einrichtung des SoFFin dafür entschieden, nicht unmittelbar über die Stabilisierungshilfen sowie über Auflagen für Finanzunternehmen, die Leistungen des Fonds in Anspruch nehmen wollen, zu entscheiden. Dies wurde dem sog. Leitungsausschuss übertragen, der vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) beaufsichtigt wird. Eine vollständige Veröffentlichung der Arbeit des SoFFin ist nicht sinnvoll, da ja auch Geschäftsgeheimnisse der betroffenen Institute dort offen gelegt werden. Keine Bank würde sich unter den Rettungsschirm begeben, da dann die Konkurrenz vollständigen Einblick bekäme. Der Finanzmarkt kann dann aber nicht stabilisiert werden.

Wie Sie sicher erfahren haben, wollen die Oppositionsfraktionen zur Aufklärung der Vorgänge um die Schieflage der Hypo Real Estate und die staatliche Rettungsaktion die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses beantragen. Auch dies trägt dem Recht auf Information der Bürgerinnen und Bürger Rechnung, wenngleich ich keine aufsehen erregenden "Enthüllungen" erwarte, denn die für die Öffentlichkeit relevanten Fakten sind bekannt.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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Frage zum Thema Finanzen
01.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

die Ungereimtheiten bei der HRE liegen auf der Hand.
1. Frage:
Wieso bezeichnet die SPD den längst überfälligen Untersuchungsausschuss zum HRE-Desaster demnach als "politischen Schaukampf"?
2.Frage:
Wer sind die Empfänger bzw. Profiteure der über 100 Milliarden Euro Steuergelder, die bereit in die HRE gepumpt wurden?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
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21.04.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur HRE, die ich gerne beantworte.

Ad 1) Die Schieflage der Hypo Real Estate ist durch die allgemeine Finanzmarktkrise bedingt. Die Beantragung eines Untersuchungsausschusses zur HRE ist sachlich nicht notwendig, denn der Bundestag ist im Zusammenhang mit der HRE-Krise von der Bundesregierung ausreichend informiert worden. Meiner Einschätzung nach wird hier ein Wahlkampfmanöver durchgeführt. Es ist absehbar, dass der Ausschuss in der verbleibenden Zeit bis zur Bundestagswahl nicht zu einem Ergebnis kommen kann.

Ad 2)

Die HRE hat in den letzten Monaten bereits rund 82 Milliarden Euro an Garantien und weitere rund 20 Milliarden Euro an Kapital erhalten. Doch diese sehr umfangreiche Unterstützung seitens des SoFFin reicht noch immer nicht aus. Damit die HRE überlebt, benötigt sie weiteres Kapital. Bekommt die HRE nicht noch weitere finanzielle Mittel, werden die Aufsichtsbehörden nicht umhin kommen, die Bank zu schließen. Das bereits aufgebrachte Geld der Steuerzahler wäre damit verloren und das können wir nicht verantworten. Die eingesetzten Steuergelder müssen gesichert werden. Deshalb wollen wir die Verstaatlichung.
Die "Profiteure" sind zum einen die Bank, die eine Aktiengesellschaft ist, an der der Bund ja mit Eigenkapital nun schon beteiligt ist, und letztlich die Volkswirtschaft insgesamt. Bei den Gewährleistungen ist bis jetzt kein Geld geflossen - wie der Ausdruck "gepumpt" vielleicht suggerieren mag. Hier geht es beispielsweise um vertraglich gesicherte Garantien des Bundes/ des SoFFin für Schuldtitel, um Liquiditätsengpäse zu beheben. Die Garantien müssen im Übrigen auch vergütet werden. Näheres regelt die Verordnung zur Durchführung des Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetzes.
Es handelt sich somit nicht um ein bedingungsloses "Geld hineinpumpen", sondern um gezielte und abgesicherte Maßnahmen, die das Überleben des Instituts sichern.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold

Mitglied des Deutschen Bundestages
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Frage zum Thema Finanzen
20.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

die Geschäftspolitik der Bayerischen Landesbank hat dazu geführt, dass sich der Freistaat Bayern in ungeheurem Maß verschulden muss. Bayern hat für die Bank bereits neue Schulden in Höhe von 10 Mrd. Euro aufgenommen und darüber hinaus Garantien über rund 5 Mrd. Euro zugesichert. Es zeichnet sich ab, dass noch Generationen nach uns mit den Folgen dieser Katastrophe leben müssen.

Deshalb ist es mir als Bürger und Steuerzahler ein Anliegen, zu wissen, was die Rettung der Landesbank mittel- und langfristig kosten wird und wie die Politik in Bayern und im Bund sicherstellen möchte, dass eine finanzielle Katastrophe diesen Ausmaßes bei einer Landesbank nicht mehr passieren kann.

Konkret bitte ich Sie um die Beantwortung folgender Fragen:

- Der Freistaat gibt für die Rettungsaktion der Landesbank auf einen Schlag 20-mal mehr Geld aus, als mit den "schmerzlichen Einsparentscheidungen" Regierungserklärung von Ministerpräsident Dr. Stoiber im November 2003) in den Jahren 2000 bis 2004 eingespart werden konnte. Wie lässt sich das rechtfertigen?

  • Welche jährlichen Kosten, d.h. Zinsen und Gebühren, muss der Freistaat durch die Aufnahme von 10 Milliarden Euro Kredit tragen?

- Wie stellt die Politik auf Bundes- und Landesebene sicher, dass die Bayerische Landesbank künftig nicht mehr Verluste in Milliardenhöhe auftürmt?

- Braucht Bayern eine Landesbank?

Ich möchte Sie bitten, die Fragen zeitnah zu beantworten. Es sind maßgeblich die bayerischen Bürger und Steuerzahler, die für die milliardenschweren Fehler bei der Bayerischen Landesbank einstehen müssen – daraus entsteht auch eine Pflicht für die gewählten bayerischen Volksvertreter im Bundestag, vollständig und rasch zu informieren.

Herzlichen Dank für die Mühe.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Florian Pronold
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06.05.2009
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Schreiben zur Bayerischen Landesbank, in dem Sie eine Reihe von konkreten Fragen stellen. Das Thema BayernLB beschäftigt sowohl die Bundespolitik als auch insbesondere die bayerische Landespolitik seit geraumer Zeit. Aus meiner Sicht stellt sich die Situation folgendermaßen dar:

1. Die BayernLB hat durch das Bayerische Landesbankgesetz einen klaren öffentlichen Auftrag. Nach dem Landesbankgesetz ist sie Staats- und Kommunalbank, Sparkassenzentralbank und sie unterstützt den Freistaat bei der Strukturpolitik. In der Realität hatte sich die BayernLB allerdings unter der Kontrolle eines Verwaltungsrates, der zur Hälfte mit Ministern der CSU-Staatsregierung besetzt war, ohne Kontrollmöglichkeit durch Oppositiuonsparteien im Bayerischen Landtag, über Jahre hinweg von diesem öffentlichen Auftrag immer weiter entfernt. Der Vorstand der BayernLB wollte mit Zustimmung des Verwaltungsrats in erster Linie eine internationale Geschäftsbank sein, die auf den wichtigen Finanzplätzen der Welt vertreten ist und sie wollte dort "das große Rad drehen".

2. Vor diesem Hintergrund hat die BayernLB seit den 90er Jahren, verstärkt ab dem Jahr 2000 in sogenannte ABS-Papiere (forderungsbesicherte Wertpapiere) investiert. Sie hatte ein Volumen von ABS-Papieren von weit über 30 Milliarden € in ihren Büchern. Diese Papiere sind folgendermaßen entstanden: US-amerikanische Hypothekenbanken haben ihre Forderungen gegenüber amerikanischen "Häuslebauern" verbrieft und an andere Institute weiterverkauft. Die amerikanischen Banken haben dabei Kredite an Schuldner vergeben, die in Deutschland nie und nimmer kreditwürdig wären. In Verbindung mit der Überhitzung und schließlich dem Zusammenbruch des US-Mobilienmarktes führte das dazu, dass diese Papiere dramatisch an Wert verloren bzw. überhaupt keinen Marktwert mehr haben.

3. Dieser Sachverhalt wurde vor allem durch den Untersuchungsausschuss zur BayernLB im Bayerischen Landtag, der auf Initiative der SPD-Fraktion eingerichtet wurde, ans Licht gebracht. Der Bericht zu diesem Untersuchungsausschuss, der im Juni 2008 vorgelegt wurde, belegt auch, dass die BayernLB es versäumt hat, sich rechtzeitig von den ABS-Papieren zu trennen, was noch bis Sommer 2007 möglich gewesen wäre. Absolut kritikwürdig, ja fast skandalös ist allerdings, dass der öffentliche Auftrag in der Geschäftspolitik der BayernLB so gut wie keine Rolle gespielt hat und die BayernLB ihr Engagement in den USA, das schließlich in die Katastrophe geführt hat, sogar noch offensiv verteidigt hat.

4. Dass eine Landesbank auf dem US-Immobilienmarkt nichts aber auch rein gar nichts verloren hat, belegt das betriebswirtschaftliche Desaster, das daraus resultiert. Für das Geschäftsjahr 2008 musste die BayernLB Verluste von 5 Milliarden Euro ausweisen. Das ist ohne Beispiel in der Geschichte der Bank. Der Vorstand der BayernLB ist nicht in der Lage eine Prognose für das Jahr 2009 zu geben, das liegt vor allem daran, dass die BayernLB nach wie vor Schrottpapiere mit einem Volumen von knapp unter 20 Milliarden Euro in den Büchern hat.

5. Die Landesbank konnte das Jahr 2008 nur durch massive öffentliche Hilfe überleben. Das Volumen öffentlicher Gelder, mit denen die Landesbank bisher gestützt wird, beträgt 30 Milliarden Euro. Davon sind vom Freistaat Bayern 10 Milliarden Euro in Form von frischem Kapitel direkt an die Bank geflossen. Der Freistaat garantiert weiterhin für Risiken der Bank in Höhe von 5 Milliarden Euro; der Bund hat Garantie von 15 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

6. Angesichts der katastrophalen Schieflage sind sich nun auch der von der CSU-Staatsregierung geführte Verwaltungsrat und der Vorstand der Bank klar darüber geworden, dass die Bank nur mit einem soliden und nicht mit einer von Größenwahn geprägten Casinomentalität überleben kann. Das neue Geschäftsmodell, an dem die Bank nun intensiv arbeitet und das auch die EU in Brüssel einfordert, greift Kernforderungen der SPD-Landtagsfraktion auf und orientiert sich wieder verstärkt am öffentlichen Auftrag des bayerischen Landesbankgesetzes. Die Bank will kundenorientierter werden, sieht sich als Finanzierer des bayerischen Mittelstandes, will verstärkt mit den Sparkassen kooperieren und Risikogeschäfte auf internationalen Finanzmärkten künftig nicht mehr betreiben. Der eigentliche Skandal daran ist aber, dass erst Milliarden Verluste eingefahren werden mussten, die letztlich der Steuerzahler bezahlt bis Verwaltungsrat und Management der Bank bereit waren, massive Fehler einzugestehen und die Konsequenzen daraus zu ziehen.

7. Seit 2009 gibt es im Bayerischen Landtag eine "Kommission zur parlamentarischen Begleitung der Krisenbewältigung bei der BayernLB". Diese Kommission ist de facto ein zweiter Verwaltungsrat. Meine Kolleginnen und Kollegen der SPD-Landtagsfraktion setzen sich in dieser Kommission massiv dafür ein, dass die Fehler der Vergangenheit in der Zukunft ausgeschlossen werden und die Landesbank zu einer tragfähigen Geschäftspolitik zurückfindet.

Abschließend muss ich jedoch darauf hinweisen, dass die politische Verantwortung sowohl für das aktuelle Desaster der Landesbank als auch für die Zukunft die CSU-geführte Staatsregierung hat. Gemeinsame Einsicht kann sicher dazu führen, dass die Bank in Zukunft vernünftig arbeitet. In welcher Höhe die fehlerhaften Investments der Vergangenheit in Zukunft noch auf die Bilanzen der Bank und die öffentlichen Haushalte durchschlagen werden, kann nicht prognostiziert werden. Es ist aber zu befürchten, dass die bis jetzt eingefahrenen Verluste und das öffentliche Hilfspaket in Höhe von 30 Mrd. € leider noch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Die Verantwortung dafür tragen die, die in der Vergangenheit die Risiken bei der Landesbank angehäuft haben, der von der CSU-Staatsregierung geführte Verwaltungsrat und der Vorstand der Bank. Die SPD-Landtagsfraktion wird sich weiterhin um eine bessere Kontrolle und damit für eine solide und tragfähige Geschäftspolitik bei der BayernLB einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
Mitglied des Deutschen Bundestages
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Frage zum Thema Finanzen
22.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

ich beziehe mich auf die Sendung report München vom 20.04.2009.
Darin wurde berichtet, dass die amerikanische, in Berlin ansässige Rechtsanwaltssozietät Freshfields, Bruckhaus und Deringer, die Geschäftsbeziehungen sowohl zur Hypo-Vereinsbank wie auch zur Hypo Real Estate gehabt hat, das Finanzmarkstabilisierungsgesetz geschrieben hat.

Hierzu habe ich einige Fragen:

Ist die Meldung von report München zutreffend?

Wenn ja:
Halten Sie es nicht für bedenklich, dass Gesetze nicht von dem zuständigen Ministerium, sondern von einer Rechtsanwaltskanzlei entwickelt und geschrieben werden?

Wie stehen Sie dazu, dass das Ministerium, wenn es schon Sachverstand von außen mit einbeziehen muss, ausgerechnet eine Anwaltskanzlei einschaltet, die doch gewiss nicht als unabhängig (unparteiisch) gelten kann?

Sollte die Meldung von report München zutreffen, frage ich mich, wer in diesem Land regiert.
Offenbar kommt es immer mehr in Mode, Gesetze von Außenstehenden (Lobbyisten und sonstigen sich berufen fühlenden Sachverständigen wie z.B. Rürup, Hartz etc., die vielleicht sachverständig aber sicher nicht ganz unabhängig sind) machen zu lassen.
Ich halte das für eine gefährliche Entwicklung.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
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11.05.2009
Florian Pronold
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zu einer Sendung von report München, das Finanzmarktstabilisierungsgesetz (FMSG) betreffend.

Es ist nicht Aufgabe von Bundestagsabgeordneten, die Qualität der Berichterstattung von einzelnen Medien zu überprüfen. Ich kann Ihnen daher keine Auskunft darüber geben, ob und wenn ja welche Berater zum FMSG herangezogen wurden, wie Ihren Angaben entsprechend, in der Sendung dargelegt. Ich leite Ihre Nachfrage an das Bundesministerium der Finanzen (BMF) mit der Bitte um Beantwortung weiter, da das BMF als Auftraggeber genannt wurde.

Nach meinem Dafürhalten ist es generell nicht verwerflich, wenn Berater hinzugezogen werden, denn letztlich entscheidet immer noch das Parlament darüber, welchen Inhalt ein Gesetz hat. Auch ist es Usus, im parlamentarischen Verfahren durch sogenannte Anhörungen verschiedene Sachverständige zu einem Gesetzesvorhaben zu hören und deren Empfehlungen/Ratschläge ggf. zu berücksichtigen. Insofern kann ich nichts prinzipiell Verwerfliches daran finden, externen Sachverstand anzufordern. Gleichwohl halte ich es für angebracht, für mehr Transparenz in Parlament und Regierung zu sorgen. Daher unterstütze ich die Transparenzinitiative von Michael Hartmann, MdB, die u.a. von der Bundesregierung einen jährlichen Bericht fordert, der Auskunft über Art und Umfang externer Berater in Ministerien gibt.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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Frage zum Thema Arbeit
28.04.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

mein Name ist und wohne in Berlin.

Sie sind ein sehr großes Vorbild für sehr viele jungen und alten Menschen , die auch mal erfolgreich werden wollen wie Sie.
Heutzutage brauchen wir Kinder Vorbilder für die Zukunft,meiner Meinung nach!
Ich finde auch, dass Sie eine nette Ausstrahlung haben und das ist was ein Politiker braucht!

Ich interessiere mich sehr für die Politik.
Wir werden von Tag zu Tag von etwas Besserem belehrt.

Denn Politiker wie Sie unterstützen uns dabei und machen unseren weg in die Zukunft einfacher und sicherer.
Den Weg natürlich müssen wir selber gehen.

Eine Frage möchte ich Ihnen noch sehr gerne stellen:
Macht Ihnen der Job sehr viel Spaß und
welche Vor- und Nachteile gibt es in Ihrem Beruf ?

Ich bedanke mich recht herzlich im Voraus und wünsche Ihnen noch alles Gute und viel Gesundheit, auch ihrer Familie.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
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11.05.2009
Florian Pronold
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre freundliche Anfrage und Ihr Interesse an meinem politischen Alltag. Sehr gerne beantworte ich Ihre Fragen.

Mitglied des Deutschen Bundestages zu sein hat wie wohl jeder Beruf, Licht- und Schattenseiten. Mir macht meine Arbeit als Politiker Spaß, weil ich viel mit Menschen zu tun habe und jeden Tag etwas Neues lerne. Gleichzeitig kann ich dadurch unser Gemeinwesen mitgestalten, mit dem Ziel, allen Bürgerinnen und Bürgern eine gerechte Teilhabe am Wohlstand und gleiche Startchancen zu ermöglichen.

Es ist für mich eine großartige Aufgabe, die mir sehr viel Freude bereitet. Allerdings ist der Zeitaufwand sehr hoch, so dass nur wenig Zeit für private Unternehmungen bleibt.

Ich danke Ihnen für Ihre guten Wünsche und hoffe, dass Ihr Interesse an Politik noch weiter wächst und lade Sie ein, sich auch aktiv einzumischen.

Mit den besten Grüßen

Florian Pronold
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