Florian Pronold (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Florian Pronold
Geburtstag
28.12.1972
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Deggendorf
Wahlkreis
Rottal-Inn
Ergebnis
17,5%
Landeslistenplatz
1, Bayern
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(...) Ich halte eine grundsätzlich unterschiedliche Behandlung der Fahrtauglichkeit zwischen Cannabiskonsumenten und Alkoholkonsumenten für nicht hinnehmbar. Ein wissenschaftlich fundierter THC-Grenzwerte für den Straßenverkehr ist deshalb wünschenswert. Leider gibt es bislang immer noch wenige wissenschaftlich valide Untersuchungsmethoden darüber, ob die Fahrtauglichkeit bei THC-Gehalt im Blut tatsächlich beeinträchtigt ist oder nicht. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
18.01.2013
Von:

Hallo!

Ich arbeite als Berufsbetreuerin und wie auch meine Kollegen hoffte ich auf die Umsatzsteuerbefreiung. Gestern wurde das Gesetzt gekippt. Was können wir Betreuer machen um doch noch an die Umsatzsteuerbefreiung zu kommen? Wir kämpfen schon so lange. Da wir die Pauschalierung uns ohnehin schwer zu schaffen macht, kommt dieser Schlag, dass das Gesetzt gekippt wurde um so schlimmer. Wir haben nicht mehr genügend Zeit um uns vernünftig um unsere Kienten zu kümmern. Ich hoffe sie können uns weiterhelfen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Florian Pronold
1Empfehlung
23.01.2013
Florian Pronold
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. CDU/CSU und FDP haben in der letzten Woche das Vermittlungsergebnis zum Jahressteuergesetz 2013 abgelehnt. Dies ist bedauerlich, weil damit zahlreiche wichtige steuerpolitische und steuertechnische Vereinbarungen - dazu gehört auch die von Ihnen angesprochene Umsatzsteuerbefreiung für Berufsbetreuer - nicht in Kraft treten können. Das Gesetz ist allerdings noch nicht endgültig gescheitert, der Vermittlungsausschuss kann in derselben Sache noch einmal durch den Bundestag (oder den Bundesrat) angerufen werden. Da alle Beteiligten ein großes Interesse daran haben, die wichtigen und zwischen den Parteien unstrittigen steuerrechtlichen Vereinbarungen umzusetzen, bin ich zuversichtlich, dass es ein weiteres Verfahren vor dem Vermittlungsausschuss mit einem positiven Ergebnis geben wird.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
SPD-Bundestagsabgeordneter
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
18.04.2013
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Pronold,

ich versuche herauszufinden, ob die SPD eine in Bund und Land (BaWü) einheitliche volkswirtschaftlich weitsichtige Haltung zum Projekt Stuttgart 21 einnimmt. In einer PE am 5.3. haben Sie Herrn Dr. Ramsauer vorgeworfen, er verschleudere Volksvermögen und er habe den AR der Bahn zu einer falschen Entscheidung gedrängt. Das liest sich so, als sähen auch Sie dieses Projekt in seinen ausufernden Kosten als nicht mehr kontrollierbar an. Es steht zu befürchten, dass die Bahn, die immernoch bei Teilabschnitten in der Planfeststellung ist, für weitere Milliarden Finanziers braucht. Dabei ist es ziemlich unerheblich, von welchem Haushalt sie dann bezahlt werden. Ein volkswirtschaftlich unrentierliches Projekt muss in jedem Fall so früh wie möglich gestoppt werden.

Zudem steht der eigentliche Nutzen mehr als in Frage, da die Bahn immer den direkten Leistungsvergleich mit dem bestehenden Kopfbahnhof abgelehnt hat. Man sucht nämlich vergeblich in Europa einen Durchgangsbahnhof, der mit 8 Gleisen mehr leisten kann als eine Kopfbahnhof mit 16 Gleisen. Die Bahn behauptete aber immer, der geplante Durchgangsbahnhof könne 50% bis 100% mehr leisten.

Wie Sie wissen will die Landes-SPD in BaWü unbedingt an diesem Projekt. festhalten; nur lehnt sie mit den Grünen in der Regierung weitere Beteiligung an den jetzt unzweifelhaften 2Mrd.€ Mehrkosten und auch an gewissen weiteren Mehrkosten ab.

Fragen:
Welche Gesamtposition vertritt die SPD im Bund und im Land?

Muss dieses unwirtschaftliche Projekt nicht sofort abgebrochen werden?

Ist es nicht unseriös von der Bahn in einer zweifelhaften Momentaufnahme, die Ausstiegskosten höher als die Mehrkosten zu rechnen, um dann durch weiteres Faktenschaffen gerade einen dringend notwendigen Ausstieg weiter zu erschweren?

Ist sich die SPD bewusst, dass dieses Projekt von zehntausenden Menschen als exemplarisch für die systematische Verschwendung von Steuergeldern gesehen wird?

Mit freundlichen Grüßen
Uwe
Antwort von Florian Pronold
bisher keineEmpfehlungen
02.05.2013
Florian Pronold
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihr Frage.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG (DB AG) hat am 5. März 2013 beschlossen, "Stuttgart 21" weiterzubauen und den Finanzierungsrahmen um zwei Milliarden Euro auf rund 6,5 Milliarden Euro zu erhöhen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat im Vorfeld der Aufsichtsratsentscheidung klar Stellung bezogen: Eine Zustimmung im Aufsichtsrat wäre aus unserer Sicht nur verantwortbar gewesen, wenn zuvor unter anderem auf Grundlage einer transparenten Kostenkalkulation eine verbindliche Einigung mit den Projektpartnern, insbesondere dem Land Baden-Württemberg, über die Aufteilung der Mehrkosten, die z.B. durch den sogenannten Filderdialog entstanden sind, getroffen worden wäre. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wollte seiner Verantwortung nicht nachkommen. "Stuttgart 21" ist kein Projekt des Bedarfsplans des Bundes sondern ein eigenwirtschaftliches Projekt der DB AG. Darauf verweist der Bundesverkehrsminister, verschweigt jedoch, dass der Bund 100%iger Eigentümer des Unternehmens DB AG ist. Mitglieder der Bundesregierung im Aufsichtsrat sollen Verantwortung wahrnehmen und dafür Sorgen tragen, dass Schaden von der Bahn und vom Steuerzahler abgewendet wird. Statt zu einer Verhandlungslösung mit allen Projektpartnern beizutragen, spielt der Minister die Karte Populismus, indem er in der Presse verkündet, die DB AG könnte die Fahrpreise erhöhen, um "Stuttgart 21" zu bezahlen. Verantwortung sieht anders aus.

Die wirklichen Kosten sowohl eines Ausstiegs als auch des Weiterbaus vermag ich aufgrund der mir vorliegenden Informationen nicht zu beurteilen. Bisher sind die Ausstiegskosten des Projekts gegenüber dem Deutschen Bundestag lediglich vage mit voraussichtlich zwei Milliarden Euro beziffert worden. Minister Ramsauer hat dem Deutschen Bundestag keine eindeutige Kostenrechnung vorgelegt. Im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags betonte demgegenüber der für das Projekt zuständige Bahnvorstand, Dr. Volker Kefer, dass weitere Kostensteigerungen nicht ausgeschlossen werden könnten. Hier fehlt es an Transparenz sowohl gegenüber der Öffentlichkeit als auch gegenüber dem Deutschen Bundestag.

Die Forderung des Aufsichtsrates nach einem Projektausschuss ist auch das späte Eingeständnis des für die DB AG verantwortlichen Bundesverkehrsministers, dass er in den letzten drei Jahren der Entwicklung tatenlos zugeschaut hat. Die DB AG hat als Antwort auf Fragen der SPD-Bundestagsfraktion im Verkehrsausschuss darauf verwiesen, dass sie die Mitglieder des Aufsichtsrates in den letzten Jahren regelmäßig informiert habe. Hier stellt sich die Frage, warum der Aufsichtsrat dann nicht entsprechend gehandelt hat und erst jetzt einen Projektausschuss fordert.

Mit der Entscheidung des Aufsichtsrats der DB AG über den Weiterbau von "Stuttgart 21" sind Fakten geschaffen worden. Selbst der "Stuttgart 21"-Gegner und grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hat in einem "Spiegel"-Interview vom 18. März 2013 festgestellt: "Es gibt kein Zurück" mehr. Die Bundesregierung darf sich jetzt hier nicht aus der Affäre ziehen und alles bei der DB AG abwälzen. Als SPD-Bundestagsfraktion wollen wir sicherstellen, dass im weiteren Verlauf des Baus des Projektes eine völlige Transparenz gegenüber dem Parlament und der Öffentlichkeit sichergestellt wird. Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass vollständig über die derzeit und zukünftigen Berechnungen und Entscheidungsgrundlagen berichtet wird und die Kosten nicht weiter explodieren.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Pronold
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
09.05.2013
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Pronold,

Ich hatte Sie gefragt, welche Gesamtposition in Bund und Land die SPD zu Stuttgart21 vertritt.
www.abgeordnetenwatch.de

Statt einer Antwort haben Sie sich auf die Aussage von Herrn Kretschmann bezogen, der jetzt dieses Projekt für unumkehrbar hält. Herr Kretschmann ist durch den Koalitionsvertrag mit der SPD gebunden. Ihre Parteifreunde in Baden Württemberg sehen Stuttgart21 nur positiv; dringen allerdings auch darauf, dass das Land nicht an den Mehrkosten beteiligt wird.

Nun sind aber Mehrkosten von über 2 Mrd. da und wie Sie selbst schreiben, sind mit weiteren zu rechnen. Eines ist klar: dafür hat der Steuerzahler aufzukommen, der gleichzeitig auch Wähler ist.

Ich möchte nun von Ihnen Herr Pronold (der Sie der der SPD angehören, die in Baden Württemberg Regierungsverantwortung hat und im Bund diese anstrebt) wissen, in welchem Haushalt diese Mehrkosten zu Buche schlagen, und wo dann etwas gestrichen wird. weil Neuverschuldung dafür nicht drin sein kann.

Wenn es ein eigenwirtschaftliches Projekt der Bahn ist, und die Bahn die gesamten Mehrkosten übernimmt, verringert sich entsprechend der an den Bund abzuführende Gewinn.

Wenn der Bund einspringt, belastet dies direkt den Bundeshaushalt.
Wenn das Land einspringt, gilt das gleiche.

Wenn Herr Dr. Kefer sagt, er könne weitere Mehrkosten nicht ausschließen, dann werden auch diese direkt oder indirekt zu Buche schlagen. Es kann ja nun nicht sein, dass die Verantwortung für die Mehrkosten monatelang hin und hergeschoben wird, oder das Thema veschoben wird, bis ein Gericht entscheidet.

Bei den Finanzierungsverträgen zu S21 sind die Projektpartner verpflichtet, eine Kostenaufteilung zu finden, andernfalls ist das Projekt zu stoppen, dann fehlt nämlich schlicht das Geld. Ein Projektausstieg ist in jedem Fall in den Kosten begrenzbar, die Fortsetzung des Projektes garantiert Kostenerhöhungen.

Mit freundlichen Grüßen
Uwe
Antwort von Florian Pronold
4Empfehlungen
16.05.2013
Florian Pronold
Siehe Anlage

Mit freundlichen Grüßen

Helge Staude (Mitarbeiter)
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
16.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Pronold,

Herr Mannke hat Sie gefragt, welche Gesamtposition zu Stuttgart21 die SPD im Bund und im Land Baden-Württemberg vertritt:
www.abgeordnetenwatch.de

Statt zu antworten, haben Sie darauf verweisen lassen: www.abgeordnetenwatch.de

Dort fordern Sie: "Mitglieder der Bundesregierung im Aufsichtsrat sollen Verantwortung wahrnehmen und dafür Sorgen tragen, dass Schaden von der Bahn und vom Steuerzahler abgewendet wird."

Weiterhin schreiben Sie:
"Mit der Entscheidung des Aufsichtsrats der DB AG über den Weiterbau von "Stuttgart 21" sind Fakten geschaffen worden. Selbst ... Winfried Kretschmann hat ... festgestellt: "Es gibt kein Zurück" mehr. Die Bundesregierung darf ... nicht ... alles bei der DB AG abwälzen. ... Die Bundesregierung muss sicherstellen, dass vollständig über die derzeit und zukünftigen Berechnungen und Entscheidungsgrundlagen berichtet wird und die Kosten nicht weiter explodieren."

Gäbe es 2013 keine Bundestagswahl, wäre diese Antwort aus der Opposition akzeptabel.

Aber die SPD will an die Regierung - oder?
Wer an die Regierung gewählt werden will, sollte diese Fragen beantworten können:

Wie wird die Regierungspartei SPD Schaden von der Bahn und dem Steuerzahler abwenden und sicherstellen, dass die Kosten nicht weiter explodieren?
  • Wird die Wirtschaftlichkeit erneut geprüft?
  • Werden die dann wohl vorliegenden Ergebnisse des Bundesrechnungshofes entscheiden?

Wenn es tatsächlich "kein Zurück" mehr gäbe, beim Weiterbau von S21 aber auch nicht alles "bei der DB AG abgewälzt" werden soll – auf wen will die Regierungspartei SPD dann die Mehrkosten abwälzen?

Ist mit einer einheitlichen Haltung der SPD zu Stuttgart21 zu rechnen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Florian Pronold
2Empfehlungen
07.06.2013
Florian Pronold
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Meine Antwort an Herrn vom
02.05.2013 ist nach wie vor aktuell, es gibt nichts hinzuzufügen.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Pronold, MdB
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