Elisabeth Jeggle (CDU)
Abgeordnete EU-Parlament 2009-2014
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Elisabeth Jeggle
Jahrgang
1947
Berufliche Qualifikation
Meisterin der städtischen, sowie der landwirtschaftlichen Hauswirtschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
4
(...) In unseren Augen stellt allerdings die Praxis des Personalrats, einigen wenigen Kinder von Beschäftigten im Endeffekt auf Kosten der Steuerzahler das Skifahren beizubringen, einen Affront dar, dem wir nachgehen werden. (...)
Parlamentarische Arbeit
Fragen an Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Umwelt
05.04.2011
Von:
-

Sehr geehrte Frau Jeggle,

das Töten von Strassentieren in Rumänien ist eine Schande für Rumänien, aber auch für die EU deren Mitglied Rumänien ist. Es scheint mir, als ob beim Erlassen der Regulative zwecks Verbesserung des Tierschutzes in EU, kein ernsthafter Willen bestand, die Anwendung dieser Dokumente im Alltag zu gewähren.
Wie kann man sonst erklären, dass das Prinzip über "Tiere als fühlende Wesen, wie in dem höchsten Dokument – dem Vertrag von Lissabon – steht, ignoriert wird? Sollte EU zu Massentötungen in Rumänien nicht reagieren, dann räumt sie ein, dieses Prinzip in Praxis nicht umsetzen zu können, obwohl die Umsetzung erforderlich ist.
Wie sollen wir die Entschließung des Europäischen Parlaments vom 5. Mai 2010 zur Bewertung und Beurteilung des Aktionsplans für Tierschutz 2006-2010 (2009/2202(INI) verstehen, durch welche in den der Gemeinschaft obliegenden Tierschutz sowohl Heim- und Straßentiere aufgenommen worden sind? Warum ignoriert man diese Dokumente deren Ausarbeitung Monate in Anspruch nahm? In diesem Fall, war es, meiner Meinung nach,eine Zeitverschwendung und Verschwendung vom Geld der Steuerzahler diese Dokumente ( in Bezug zum Tierschutz) zu verfassen.
Auch wenn die Prinzipien der EU nicht in Form eines Gesetzes gestaltet sind, so sind sie den nationalen Rechtssystemen der Länder übergeordnet, die eine Mitgliedschaft in die EU freiwillig eingegangen sind und die höchsten Postulate der Gemeinschaft akzeptiert haben. Sollte der Tierschutz der Zuständigkeit der Länder weiterhin unterliegen, so sind diese in ihrem Handeln nicht uneingeschränkt, sondern müssen die höchsten Postulate des internationalen Rechts beachten. Wenn diese Postulate stark gefährdet sind, wie jetzt in Rumänien, ist EU zum Handeln berechtigt und verpflichtet.

Warum handelt EU in entsprechender Weise nicht?

Mit freundlichen Grüssen
-
Antwort von Elisabeth Jeggle
1Empfehlung
14.04.2011
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrte Frau -,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage vom 6. April 2011. Ich kann Ihren Unmut gut verstehen, auch ich lehne das Töten von Stassentieren in Rumänien strikt ab. Aus diesem Grund habe ich mich als stellvertretende Vorsitzende der Intergruppe Tierschutz im Europäischen Parlament, gemeinsam mit Vier Pfoten und vielen Kolleginnen und Kollegen, mit einem Aufruf an die rumänischen Abgeordneten gewandt, um die bevorstehende Gesetzesänderung zu verhindern. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: www.vier-pfoten.eu

Bei der von Ihnen angesprochenen Entschließung des Europäischen Parlaments vom 5. Mai 2010 habe ich intensiv mitgearbeitet und mich dafür eingesetzt, dass auch verwilderte Tiere, sprich Straßentiere, explizit mit aufgenommen werden. Die Entschließung basierte auf einer Resolution zum Aktionsplan Tierschutz aus dem Jahre 2006, den ich als Parlamentsberichterstatterin betreut habe. Damals wurde ich teilweise dafür belächelt, dass ich neben landwirtschaftlichen Nutztieren und Versuchstieren auch andere Tiere, wie beispielsweise Heimtiere, mit in den Aktionsplan aufnehmen wollte. Seitdem hat sich viel getan, zumindest im Europäischen Parlament, und es gibt hier die klare Forderung, dass Tiere gemäß Artikel 13 des Vertrags von Lissabon als "fühlende Wesen" behandelt werden sollten. Darüber hinaus hat das Europäische Parlament die Entwicklung eines europäischen Tierschutzgesetzes gefordert. Allerdings ist der Widerstand einiger Mitgliedstaaten hier weiterhin groß und so gilt es stets an diesem "dicken Brett zu bohren" und nicht nachzulassen.

In Bezug auf die Straßentiere in Rumänien habe ich mich sowohl an meinen rumänische Kollegen als auch an die Europäische Kommission gewandt, die nun ein offizielles Statement zu dieser Thematik abgegeben hat, welches über den folgenden Link abrufbar ist: ec.europa.eu

Wie Sie sehen verbleibt der Tierschutz zum jetzigen Zeitpunkt in nationaler Zuständigkeit. Dies sollte uns alle aber nicht entmutigen, weiter für einen verbesserten Tierschutz in der Europäischen Union einzutreten und auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Als "Zeitverschwendung und Verschwendung vom Geld der Steuerzahler" würde ich unsere Arbeit daher bei weitem nicht definieren.

Sollten Sie Rückfragen haben, können Sie sich gerne direkt an mein Büro in Brüssel wenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Elisabeth Jeggle
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Frage zum Thema Gesundheit
08.06.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Jeggle,

ich verstehe im Ehec-Zusammenhang Ihre Einlassung zu Antibiotika und Massentierhaltung nicht: "Noch immer werden zu viele Antibiotika vorbeugend eingesetzt. Das ist kein Problem der intensiven Tierhaltung, denn dabei ist es egal, wie viele Tiere im Stall stehen ", werden Sie zitiert.

Bei wikipedia heißt es zum Thema Intensivtierhaltung es unter der Überschrift "Gesundheit in der Tierhaltung":
"Intensive Tierhaltung führt zu Selektion von Parasiten und Pathogenen, die schneller wachsen, früher infizieren und schließlich virulenter sind. In der Vergangenheit haben sich so bereits einige virulente Grippestämme gebildet. ... Moderne Haltungssysteme mit ganzjähriger Bestallung in spezialisierten Gebäuden und vollständige Versorgung mit Futtermitteln ohne Nahrungssuche werden an der Entwicklung neuer komplexer Erkrankungen verantwortlich gemacht. Es handelt sich um multifaktorielle Erkrankungen."

Unter der Überschrift "Antibiotikaresistenzen":

"Falls ein einzelnes Tier an einem bakteriellen Infekt erkrankt ist, werden in einer veterinärmedizinischen Behandlung dem ganzen Bestand Antibiotika verabreicht. Diese Anwendung (Metaphylaxe) lässt nur die wenigen (durch natürliche Mutation normalerweise vorhandenen) resistenten Erreger überleben. Diese können einen resistenten Stamm bilden, wenn sie nicht als Restinfektion durch die Immunreaktion des Tieres oder Menschen abgetötet werden. Eine erneute Behandlung mit dem gleichen Antibiotikum kann später wirkungslos sein. ... Antibiotika-resistente und zoonotische Salmonella-, Campylobacter- und Escherichia coli-Stämme werden mit steigender Häufigkeit in großen Geflügel- und Rinderproduktionsbetrieben nachgewiesen. ... Antibiotika-resistente Bakterien werden in großen Mengen über Gülle und Mistausbringung aus der Intensivtierhaltung direkt in der Umwelt freigesetzt. ... Neuere Studien belegen einen starken Anstieg multiresistenter Bakterien in der Umwelt."

Worauf gründet sich Ihre Aussage?
Antwort von Elisabeth Jeggle
1Empfehlung
09.06.2011
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrte Frau ,

zunächst darf ich mich bei Ihnen für Ihre Frage vom 08.06.2011 bedanken.

Sie nehmen darin wie folgt Bezug auf meine Aussage "Noch immer werden zu viele Antibiotika vorbeugend eingesetzt. Das ist kein Problem der intensiven Tierhaltung, denn dabei ist es egal, wie viele Tiere im Stall stehen".

Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie Sie einen Zusammenhang von Antibiotikaresistenzen einerseits und dem Auftreten von EHEC andererseits herstellen können. Bislang haben wir keinerlei sichere Erkenntnisse hinsichtlich möglicher Ursachen und Infektionswege.

Unabhängig von der Größe eines Betriebes ist immer die konkrete Haltungssituation vor Ort entscheidend. Hierzu haben wir klare und strenge Regeln aufgestellt. Antibiotika werden im Übrigen ebenso nach Maßgabe strenger Vorschriften nur dann im Einzelfall als ultima ratio eingesetzt, wenn kein anderer Weg mehr möglich erscheint. Im Übrigen gründe ich meine Aussage auf über 30 Jahre praktische Berufserfahrung als Bäuerin.

Mit freundlichen Grüßen
Elisabeth Jeggle MdEP
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
31.07.2011
Von:

Guten Tag,
warum wird Öko-Landbau durch EU-Bestimmungen erschwert?
Die Tiere in der Massentierhaltung atmen hoch giftige, ätzende Güllegase ein, die ihre Lungen verätzen, warum ist das erlaubt?
Wenn in der industriellen Geflügelmast die toten Tiere zwischen den anderen liegen, können diese nicht entfernt werden, stimmt das?
Warum werden Schweine in Körperenge Käfige gesperrt, so dass, wenn sie liegen wollen, sie nicht einmal ihre Beine strecken können?
Was passiert mit ihnen, wenn sie nicht mehr aufstehen können, weil sie ihre Beine nicht mehr bewegen können?
Werden sie dann lebendig in die Kammer gebracht, wo die anderen toten Tiere liegen oder wartet man bis sie verdurstet sind?
Der Lebensmittelexport nimmt armen Ländern die Existenzgrundlagen, warum wird das mit Steuergeldern finanziert?
  • Aufgrund der niedrigeren komparativen Kosten hätten die Entwicklungsländer bei Agrarprodukten einen enormen Wettbewerbsvorteil (Bauernbund), Agrarsubventionen verhindern den Vorteil, warum lässt man ihnen diesen nicht?
  • Weggeworfenes Essen kann Hungernde sieben Mal sättigen (Waste:Uncovering the Food Scandal)
  • Weiger: Es herrscht bereits Überproduktion gemessen am Konsum hierzulande(..) Mit Unterstützung der Politik hat die Fleischindustrie eine fatale Exportfixierung entwickelt, um Wachstum zu generieren, koste es was es wolle
  • Erhebliche Tierschutz-Verstöße waren auch dem Agrarministerium bekannt (Lindemann)
  • 10 Prozent der Tiere verenden vor der Schlachtbank
  • 1,3 Hähne auf der Fläche eines DIN-A4-Blattes
  • Tiere, die nicht mehr laufen können, verhungern oder werden von ihren Artgenossen zerdrückt
  • Verletzte, deformierte und sterbende Puten auf matschigem Boden, dazwischen verwesende Tierkörper, Entzündete Fußballen bei fast allen Tieren, Knochenbrüche, geschwürartige Brusthaut-Entzündungen, Abzesse, Herz-Kreislaufproblemen
  • Zweifel, dass der Tierschutzplan tatsächlich Verbesserungen bringt,
Greenpeace, Provieh, Tagesspiegel, Süddeutsche, TAZ, DIE ZEIT
Antwort von Elisabeth Jeggle
1Empfehlung
29.08.2011
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Serienanfrage vom 1. August, die Sie auch anderen Kollegen von mir geschickt haben. Sie bemängeln einen unzureichenden Tierschutz in der Tierhaltung, welcher Ihrer Meinung nach mit der Massentierhaltung zusammenhängt. Die Tiergerechtheit einer Haltungsanlage lässt sich aber nicht pauschal anhand ihrer Größe bewerten.

Tierschutz setzt am einzelnen Tier an und ist unabhängig von der Zahl der Tiere in einem Betrieb zu sehen. Tierschutzrechtliche Vorschriften gelten daher in der Regel unabhängig von der Zahl der gehaltenen Tiere für alle landwirtschaftlichen sowie gewerblichen Tierhaltungen. Es gibt derzeit keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass es in großen Tierbeständen nicht möglich wäre, die Tierschutzvorschriften einzuhalten oder dass es grundsätzlich einen Zusammenhang zwischen der Bestandsgröße und der Tiergerechtheit einer Haltung gibt. Da der Vollzug der tierschutzrechtlichen Bestimmungen, damit also auch die Kontrolle der Tierhaltungen, aufgrund unserer föderalistischen Ordnung allein den zuständigen Behörden der Länder obliegt, haben diese mögliche Missstände abzustellen und ggf. zu ahnden.

Mit den Beschlüssen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik aus den Jahren 2003/2004 wurden die bis dahin als Flächen- oder Tierprämien (= gekoppelte Zahlungen) gewährten Direktzahlungen von der landwirtschaftlichen Produktion entkoppelt. Die Landwirte erhalten somit die Direktzahlungen unabhängig davon, was sie produzieren, d. h. die Zahlungen sind unabhängig von aktuellen Tierbestandszahlen.

In diesem Zusammenhang ist allerdings anzumerken, dass es auch vor der Entkopplung der Direktzahlungen keine gekoppelten Direktzahlungen für die Schweine- und Geflügelhaltung gab.

Die Gewährung dieser Zahlungen ist daran geknüpft, dass die Landwirte ihre Flächen in gutem landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand halten und bestimmte Grundanforderungen in den Bereichen Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze, Umwelt sowie Tierschutz beachten. Dabei müssen die Landwirte im Rahmen von systematischen und unangekündigten Kontrollen nachweisen, dass sie diese Verpflichtungen einhalten. Verstöße gegen diese Verpflichtungen werden ggf. strafrechtlich verfolgt und führen darüber hinaus bei den Direktzahlungen je nach Ausmaß, Dauer und Schwere des Verstoßes zu Kürzungen oder Ausschlüssen.

Als Parlamentsberichterstatterin für den Tierschutz Aktionsplan 2006-2010 liegt mir das Wohlergehen der Tiere sehr am Herzen. Den Aktionsplan der Gemeinschaft für den Schutz und das Wohlbefinden von Tieren 2006 - 2010 war ein wichtiger Schritt zu mehr Tierschutz in Europa. Er macht deutlich, dass Tierschutz ein wichtiges Ziel unserer Europäischen Union ist, die sich nicht nur als Wirtschafts-, sondern auch als Wertegemeinschaft und Vorbild in der globalisierten Welt sieht. Durch den Aktionsplan wird die frühzeitige Berücksichtigung von Tierschutzbelangen bei der Planung in den dafür relevanten Politikbereichen einfacher. Ich setze mich sich selbstverständlich dafür ein, dass der Aktionsplan fortgeschrieben wird. Die Europäische Kommission arbeitet derzeit an dem neuen Aktionsplan Tierschutz und wird diesen nach meinen Informationen im Dezember 2011 vorlegen.

In seiner Entschließung vom 5. Mai 2010 zur Bewertung und Beurteilung des Aktionsplans für Tierschutz 2006-2010 hat das Europäische Parlament bereits klare Forderungen an die Kommission gestellt, welche Vorstellungen das Parlament im Hinblick auf den künftigen Aktionsplan hat. Den angenommenen Text der Parlamentsstellungnahme finden Sie unter folgendem Link: www.europarl.europa.eu

Für eine gute Übersicht aller europäischen Verordnungen und Richtlinien zum Tierschutz sowie zukünftige Initiativen empfehlen ich Ihnen die folgende Website: ec.europa.eu

Wie Sie sehen, tut die Europäische Union eine ganze Menge, um den Tierschutz in Europa konsequent voranzubringen. Aber Tierschutz geht uns alle an und kann nicht alleine mit gesetzlichen Vorschriften vorangebracht werden. Gleichermaßen gilt es, hohe Tierschutznormen über die EU hinaus auch auf internationaler Ebene mit Nachdruck zu verfolgen.

Mit freundlichen Grüßen,

Elisabeth Jeggle
Mitglied des Europäischen Parlaments
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
03.09.2011
Von:

  • Schweine, die in der Massentierhaltung gehalten werden, stehen auf Betongitterböden, (Vollspalten), damit die Exkremente in die darunter liegende Güllegrube fallen. Die Tiere haben weder Auslauf nach draußen, noch Liegeflächen mit Stroh. Sie atmen Ammoniak-Dämpfe der Gülle ein. Die ammoniakhaltige Luft verätzt die Lunge der Tiere, so dass die Schweine vor der Schlachtung lungenkrank sind
  • Tiere leiden wegen der zu schnellen Gewichtszunahme beim Mästen unter Knochenschäden, Skelettdeformationen und Gelenkschäden
  • extremer Platzmangel und fehlende Hygiene
  • vorbeugender Antibiotikaeinsatz, zur Krankheitsvorbeugung und antibiotische Leistungsförderer
  • Futtermittel mit Schadstoffen und Gentechnik (Greenpeace)

  • Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass Rinder nach drei Wochen Heufütterung nur 20.000 Escherichia-coli-Keime in einem Gramm Kot hatten. Rinder, die gleichzeitig drei Wochen lang mit einer getreidelastigen Ration gefüttert worden waren, schieden allerdings mit einem Gramm Kot sechs Millionen Keime aus, die zudem sehr säureresistent waren. Nach Ansicht der Forscher lässt eine getreidereiche Fütterung den Säuregehalt im Verdauungstrakt der Wiederkäuer stark steigen, so dass vor allem säureresistente Ehec-Keime einen Überlebensvorteil haben. (FAZ)

  • 70 Prozent des Eiweißfutters wird importiert – häufig wird dafür Regenwald abgeholzt
Immer mehr Milch wird aus Kraftfutter erzeugt statt – wie es ökologisch sinnvoll wäre durch Weidehaltung – auf Grünland (germanwatch)

Warum werden trotz diesen Erkenntnissen Tiere im Stall gehalten und nicht bewirtschaftete Länderflächen subventioniert?
Antwort von Elisabeth Jeggle
1Empfehlung
09.09.2011
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrte Frau ,

am 31. Juli haben Sie mir bereits eine Anfrage in Sachen (Massen-)Tierhaltung via Abgeordnetenwatch geschickt, die ich Ihnen am 29. August ausführlich beantwortet habe. Ihre unpersönliche Art der Fragestellung, die weder eine persönliche Anrede noch eine Signatur Ihrerseits beinhaltet und die Sie ein Form von "copy und paste" in gleicher Weise an meine Kollegen stellen, stimmt mich nachdenklich, ob ich meine Zeit für den mir sehr wichtigen Kontakt mit den Bürgern nicht effizienter gestalten kann. Um es Ihnen ganz klar zu sagen, hätten Sie mir Ihre Anfrage in dieser Form per E-Mail an mein Büro in Brüssel oder Weingarten geschickt, hätten Sie darauf keine Antwort bekommen.

Ich möchte Sie daher bitten bei künftigen Anfragen mir die Seriosität und Verbindlichkeit entgegenzubringen, die Sie auch von mir als Abgeordnete zu Recht erwarten können.

Mit freundlichen Grüßen,

Elisabeth Jeggle
Mitglied des Europäischen Parlaments
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Frage zum Thema Gesundheit
10.10.2011
Von:

Guten Tag Frau Jeggle,

1. wozu ist der vorbeugende Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung notwendig, wenn Ihrer Meinung nach die Tiere artgerecht leben?
2. Wie wollen Sie die kranken Menschen behandeln, wenn Antibiotika unwirksam geworden ist?
3. Warum wird die Tierkörperbeseitigung in der Massentierhaltung als Normalität angesehen, wenn Sie behaupten, der Tierschutz sei ausreichend?
4. Warum wird die Massentierhaltung mit Steuergeldern finanziert?

Quellen: Der massenhafte Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung führt dazu, dass jährlich mehr als eine halbe Million Menschen an multiresistenten Keimen erkranken.
www.ndr.de
Trotzt des hohen Antibiotikaeinsatzes verenden 10 Prozent der Tiere vor der Schlachtung. gruppen.greenpeace.de
.. wodurch die Tiere gezwungen sind, während der gesamten Mastdauer in ihrem eigenen Kot zu stehen.
www.freiheit-fuer-tiere.de
Die Tiere, die beim Schlachter ankommen haben verätzte Lungen, durch die Güllegase die sie einatmen und krankhaft veränderte Organe.
albert-schweitzer-stiftung.de
Allein die Tierkörperbeseitigung der Tierfabriken kostet 2 Millionen Euro Steuergelder jährlich, die Umstellung auf Ökolandbau kostet nur 150.000 Euro.
www.sabine-niels.de

Mit freundlichen Grüßen, im Namen der zig Millionen Kühe, Schweine und Geflügel, die in ihren Exkrementen und Güllegasen atmen, fressen, liegen und sterben.
Antwort von Elisabeth Jeggle
bisher keineEmpfehlungen
21.10.2011
Elisabeth Jeggle
Sehr geehrte Frau ,

wie Sie ja bereits aus früheren Antworten wissen, ist Tiergesundheit ein Thema, das auch mir sehr am Herzen liegt und für das ich mich hier im Europäischen Parlament immer wieder stark mache.

Im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung wurde am 12. Mai 2011 eine Resolution zu Antibiotiakresistenz verabschiedet. Momentan befindet sich eine weitere Resolution zu diesem Thema im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit auf dem Weg.

Ende diesen Jahres wird die Kommission einen Aktionsplan Tierschutz vorlegen in Zuge dessen wir erneut über die von Ihnen angesprochenen Themen diskutieren und Lösungen finden werden, die im Sinne der Menschen und der Tiergesundheit sind.

Mit freundlichen Grüßen,

Elisabeth Jeggle
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