Ekin Deligöz (GRÜNE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Ekin Deligöz
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Diplom Verwaltungswissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Neu-Ulm
Landeslistenplatz
5, über Liste eingezogen, Bayern
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(...) Leider wird Gewalt in Partnerschaften überwiegend von Männern gegenüber Frauen ausgeübt wird und eben nicht, wie in Ihrer Mail angedeutet, in gleichem Maße von Frauen wie von Männern. Mit ist die Verbesserung der Situation der von Gewalt betroffenen Frauen ein wichtiges politisches Anliegen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
JA
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
enthalten
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
NEIN
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
JA
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
JA
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
enthalten
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
enthalten
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
enthalten
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
JA
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
JA
28.11.2008
Haushalt 2009
nicht beteiligt
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
nicht beteiligt
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
12.11.2008
BKA-Gesetz
NEIN
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
NEIN
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
enthalten
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
NEIN
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
NEIN
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
nicht beteiligt
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
nicht beteiligt
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
nicht beteiligt
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
nicht beteiligt
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
nicht beteiligt
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
nicht beteiligt
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
NEIN
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
JA
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
NEIN
09.03.2007
Rente mit 67
NEIN
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
NEIN
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
NEIN
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
JA
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
NEIN
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
NEIN
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
enthalten
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
NEIN
Fragen an Ekin Deligöz
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Frage zum Thema Integration
16.10.2009
Von:

Frau Deligöz,

zu ihren Äusserungen gegenüber der türkischen Zeitung SABAH (abgedruckt in der akutellen Ausgabe des Migazins) zum Thema türkischstämmiger Migranten in Stadt- und Landesparlamenten hätte ich ein paar Fragen.

Zitat: "Wenn dieses Recht den Migranten nicht gegeben wird, werde man es sich nehmen. "
Frage: Meines Wissens muß man in Deutschland gewählt werden, um in Stadt- und Landesparlamenten mit agieren zu dürfen. Soll diese Tatsache für türkischstämmige Migranten ausgehebelt werden?

Zitat: "Die Zeit sei schon längst gekommen, dass diejenigen, die seit 50 Jahren teilweise mehr für das Land getan haben als die eigenen Bürger und es mehr als manch anderer verinnerlichen und lieben, nun auch gleichberechtigt in den jeweiligen Parlamenten vertreten werden."
Frage: Was genau bringt sie zu der These, daß türkischstämmige Migranten mehr für dieses Land getan haben, als "die eigenen Bürger".

Für die Beantwortung meiner Fragen danke ich ihnen im vorraus.

Mit freundlichem Gruß,

Antwort von Ekin Deligöz
bisher keineEmpfehlungen
16.10.2009
Ekin Deligöz
Sehr geehrter Herr ,

gerne möchte ich Ihre Frage beantworten.

Der Bericht auf den Sie sich beziehen, basiert auf einem in türkischer Sprache geschriebenen Kommentar, welcher in zusammengefasster Form in verschiedenen türkisch sprachigen Zeitungen veröffentlicht wurde. Auch findet sich auf der in der Presseschau der Homepage MIGAZIN eine knappe Widergabe eines solchen Berichts in deutscher Sprache. Dort wird aber eine Redewendung des Kommentares falsch - weil wörtlich und nicht sinngemäß übersetzt - wiedergegeben. Ich habe mittlerweile bei den Betreibern der Seite um eine entsprechende Richtigstellung gebeten. Tatsächlich gibt es im Türkischen die Redewendung ‚sich ein Recht nehmen‘. Sie hat aber eine völlig andere Konnotation als im Deutschen. Die sinnhafte und damit korrekte Übersetzung wäre: "sich mit ganzer Kraft einsetzen für". Und nur so ist auch mein Aussage gemeint, nämlich dass Migranten sich weiterhin politisch und gesellschaftlich für mehr Beteiligung stark machen sollen. Ich selber engagiere mich – so wie die gesamte Partei von Bündnis 90/Die Grünen und viele andere Organisationen auch – zum Beispiel für die Einführung eines kommunalen Wahlrechts für nicht EU-Bürger. Im Übrigen wäre es völlig absurd, sich den Anspruch auf demokratische Beteiligung unter anderem in Parlamenten wie auch immer an sich reißen zu wollen. So etwas entspräche auch weder meinen demokratischen noch rechtsstaatlichen Grundauffassungen. Und daran habe ich auch bisher in meiner gesamten politischen Arbeit keinen Zweifel aufkommen lassen.

Zu ihrer zweiten Frage. Ihre Frageformulierung unterstellt, ich hätte behauptet, "türkischstämmige Migranten" hätten sich grundsätzlich mehr für das Land eingesetzt, als der Rest der Bevölkerung. Nun haben Sie selber in Ihrem Schreiben den Bericht direkt zitiert. Dort ist explizit "teilweise mehr für das Land getan haben" ebenso wie "mehr als manch anderer" formuliert. Die These, türkischstämmige Migranten hätten mehr für das Land getan, ergibt sich somit weder aus dem Text, noch bin ich dieser Auffassung. Die Aussage, auf die ich hinaus wollte, ist eine andere – und eigentlich auch nicht so missverständlich.

In öffentlichen Debatten wird bisweilen unterstellt, Migranten fühlten sich pauschal nicht als Teil der Gesellschaft und würden sich mehrheitlich abkapseln. Solche Menschen gibt es in der Tat, und es gibt auch unter Migranten problematische gesellschaftliche Tendenzen. Gleichwohl gibt es etliche Migranten, die lange in Deutschland leben oder auch schon hier geboren sind, die sich mit dem Land identifizieren und es als Ihre Heimat betrachten. Und die als Teil der Gesellschaft, als Steuerzahler, Arbeitgeber und –nehmer, als Nachbar und Mitbürger sich engagieren und ihren Beitrag zu einem guten Zusammenleben leisten. Um das deutlich zu machen, habe ich ausgeführt, dass dieser engagierte Großteil in seinem Einsatz und auch in der Erfüllung seiner rechtsstaatlichen Pflichten nicht hinter dem vieler anderer Bürger – auch deutschstämmiger - zurück steht.

Mit freundlichen Grüßen

Ekin Deligöz
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