Eike Hovermann (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Eike Hovermann
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Lehrer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Soest
Ergebnis
41,1%
Landeslistenplatz
3, Nordrhein-Westfalen
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Frage zum Thema Gesundheit
28.08.2005
Von:

Herr Hovermann,

befürworten Sie die derzeitige Cannabispolitik der Bundesregierung? Wie sehen Ihre Vorhaben auf diesem Gebiet aus? Streben Sie eine eher liberale Cannabispolitik an oder halten Sie die momentane Gesetzeslage für angemessen?
Halten Sie es für sinnvoll, den Cannabismarkt und somit auch die Konsumenten zu entkriminalisieren? Setzt die von Ihnen verfolgte Drogenpolitik auf Repression oder Prävention?

Mit freundlichem Gruß

S.
Antwort von Eike Hovermann
bisher keineEmpfehlungen
29.08.2005
Sehr geehrter Herr ,
ich hoffe, dass Sie verstehen, dass meine Antwort auf Ihre Frage so kurz vor der Wahl eher knapp ausfällt. Ich möchte Ihnen aber doch die wesentlichen Punkte beantworten: Das Thema "Freigabe von Cannabis" ja oder nein ist durchaus heikel. Viele Menschen haben mit dieser Droge Erfahrungen gemacht, ohne in eine gefährliche Drogenkarierre zu gelangen. Diese Menschen fühlen sich durch ein Verbot von Cannabis kriminalisiert, was niemand ersthaft wollen kann. Die Tatsache, dass der Besitz von Cannabis bis zu einer geringen Grenze straffrei ist, (im Gegensatz zum Handel mit Cannabis) ist bereits ein Zugeständis. Mit einer vollständigen Freigabe dieser Droge hätte ich aber persönlich Probleme. Zu groß scheinen mir die damit verbundenen Risiken für die Gesundheit gerade von Jugendlichen zu sein. Auch wenn der Anteil der Jugendlichen, die Kontakt mit Cannabis haben oder gehabt haben, von Jahr zu wächst, kann das Verbot dazu beitragen, die "Hürde" für den Zugang zu erhöhen, was m.E. durchaus angemessen ist.

Die Drogenpolitik der Bundesrepublik, die ich unterstütze, setzt sich - im Gegensatz - zur Vorgängerregierung - sehr für Prävention statt Strafe ein. Durch Verbote allein können diejenigen, die drogengefährdet oder bereits abhängig sind, nicht erreicht werden. Dies gilt vor allem natürlich für "harte Drogen" wie Heroin etc. Hier muß mit Aufklärung einerseits und Hilfsangeboten (z.B. Fixerstuben) andererseit reagiert werden, um einem Abgleiten ins kriminelle Milieu so gut wie es eben geht entgegenzusteuern. Große Sorgen mache ich mir persönlich um die Verbreitung der sog. neuen Designerdrogen, deren Gefährlichkeit in erschreckendem Maße - gerade von Jugendlichen - unterschätzt wird. Dabei gibt es genügend Studien, die belegen, welche schweren gesundheitlichen und psychischen Folgen der Konsum von Ecstasy etc. haben kann. In diesem Sinne bemüht sich die Bundesregierung um gezielte Aufklärung, dort, wo die Jugendlichen erreicht werden können, in Diskotheken beispielsweise oder Schulen.

Nun noch einmal zu Ihrer Frage in Bezug auf meine Einstellung zu Cannabis: Als Gesundheitspolitiker habe ich natürlich noch einen anderen Blickwinkel auf die Verwendungsmöglichkeiten von Cannabis, nämlich nicht als Rauschmittel, sondern als Heilmittel, welches unter strengen Auflagen durchaus geeignet ist, schwerkranken, in der Regel Krebspatienten, zu helfen. Dass ich dieses nicht aus wahltaktischen Überlegungen sage, können sie auf meiner Homepage überprüfen: Dort befindet sich ein entsprechender Artikel "Cannabis - Renaissance einer Heilpflanze" aus dem Jahre 2001 ( www.eike-hovermann.de ). Es würde mich freuen, wenn Sie dort weiteres zu Thema finden, dass Ihr Interesse und vielleicht auch Ihre Zustimmung findet!

Mit freundlichen Grüßen

Eike Hovermann, MdB
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Frage zum Thema Rente
06.09.2005
Von:
-

meine fragen beziehen sich auf das thema beamten-und politiker-pensionen !

wieviel b-pensionäre haben wir in der ges. republik??
wie hoch sind die aufwendungen (für alle p.) pro jahr ?? meine derzeitige information liegt bei 330 milliarden !! ist dies richtig ?? für alle rentner soll die summe bei nur 297 milliarden liegen!?
wenn dies stimmt,wäre es ein skandal !!!!!
die aktiven beamten sollen ordentlich bezahlt werden-keine frage.
der ruhestand aber sollte nicht vergoldet werden !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Antwort von Eike Hovermann
bisher keineEmpfehlungen
07.09.2005
Sehr geehrter Herr Kemper,

Vielen Dank für Ihre Email, in der Sie sich nach der gesamten Höhe der Beamtenpensionen in Deutschland erkundigen. Die von Ihnen genannte Zahl von 330 Milliarden Euro kann ich allerdings nicht bestätigen. Vielmehr beläuft sich der korrekte Betrag auf weniger als ein Zehntel: So betrug die gesamte Höhe der Beamtenpensionen im Jahr 2002 20,9 Milliarden Euro (wovon 2 Mrd. vom Bund, 16,1 Mrd. von den Ländern und 2,8 Mrd. von den Gemeinden getragen werden). Die Gesamtzahl der Bezieher von Beamtenpensionen beläuft sich dabei auf rund 750 000.

Für weiterführende Informationen möchte ich Ihnen den Dritten Versorgungsbericht der Bundesregierung empfehlen (BT-Drucksache 15/5821 - dip.bundestag.de ), in dem Sie auf alle weiteren Details nachlesen können.

In Ihrer Email äußern Sie darüber hinaus die allgemeine Besorgnis, dass die Beamtenschaft in der Altersversorgung gegenüber den übrigen Arbeitnehmern in besonderem Maße von Belastungen verschont bleibe. Dafür besteht jedoch m.E. kein Anlass. Denn: Rentenrechtliche Regelungen werden stets wirkungsgleich in das Beamtenversorgungsrecht übertragen. Durch das Gesetz zur Änderung des Beamtenversorgungsgesetzes von 1989, das Versorgungsreformgesetz von 1998, das Gesetz zur Neuordnung der Versorgungsabschläge von 2000 und das Versorgungsänderungsgesetz von 2001 wurden einschneidende Änderungen in der Altersversorgung der Beamten vorgenommen. Außerdem unterliegen Beamtenpensionen noch für eine lange Übergangszeit einer stärkeren Besteuerung als die Renten.

Mit freundlichen Grüßen

Eike Hovermann
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Frage zum Thema Rente
06.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Hovermann,

nach meinen Informationen hat das jetzige Alters-teilzeitgesetz noch eine Gültigkeit bis zum 31.12.2009. Wie wird Ihre Partei nach einem Wahlsieg im September 2005 mit diesem Altersteilzeitgesetz verfahren? Wird sie das Gesetz ändern/abschaffen oder wird sie es, um weiterhin Vertrauen bei den Bürgern zu haben, bis mindestens zum o. g. Datum bestehen lassen?

Mit freundlichen Grüßen

G.
Antwort von Eike Hovermann
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07.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

im Gegensatz zur CDU und zur FDP, die das Altersteilzeitgesetz zum Jahr 2006 abschaffen wollen, steht die SPD weiterhin dazu: Das Altersteilzeitgesetz soll seine Gültigkeit bis zum 31.12. 2009 behalten!

Mit freundlichen Grüßen

Eike Hovermann
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Frage zum Thema Umwelt
16.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Hovermann,

bisher ist es so, dass Busse die Ökosteuer bezahlen müssen und Flugzeuge von Kerosinsteuern befreit sind. Wäre es nicht sinnvoller, auf Kerosin eine Steuer zu erheben und den Bussen die Steuern auf Benzin zu entlassen? So würden Busfahrkarten billiger und Flugtickets teurer, was dementsprechend die Nutzung von Bus und Flugzeug verändert und besser für die Umwelt ist. Der Flugverkehr nimmt immer weiter zu und nach verschiedenen Studien trägt der Flugverkehr zu 9 % zur Erderwärmung bei.

Mit freundlichen Grüßen,


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