Eike Hovermann (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Eike Hovermann
Jahrgang
1946
Berufliche Qualifikation
Lehrer
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Soest
Landeslistenplatz
3, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Meine persönliche Kritik am GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) habe ich öffentlich vorgetragen und angekündigt, im Bundestag mit "Nein" zu stimmen. Die Gründe für meine Ablehnung können Sie auf meiner Homepage ( www.eike-hovermann.de ) unter der Rubrik Arbeitsbereiche nachlesen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
19.06.2009
Von:

Sehr gegehrter Herr Hovermann,

wie ich leider feststellen musste haben auch Sie dem umstrittenenen Gesetz zur Internetzensur (bzw zum vorgeschobenen Grund "Kinderpornographie") trotz Ihrer weiter oben dargestellten Zweifel zugestimmt. Als jemand, der in Lippstadt aufgewachsen ist und so regelmäßig mit Ihrem Namen und Ihrem Tun in Berührung kam, enttäuscht mich dies insbesondere bei Ihnen - bis zum gestrigen Tag gehörten Sie in meiner Wahrnehmung zu den Politikern, denen ich mein Vertrauen schenken konnte.

Mich persönlich würde interessieren, wie sie diese positive Haltung zur Zensur mir und den anderen 140.000 Unterzeichnern der Internetpetition gegenüber vertreten wollen? Noch mehr interessiert mich, wie sie dies gegenüber Ihren Wählern rechtfertigen, die in Ihnen einen Menschen sehen, der sich für Bürgerrechte stark machen sollte - und nun zustimmender Teil einer Regierung ist, die das Internet sukzessive zu einem bürgerrechtsfreien Raum machen wollen.

Mit enttäuschten Grüßen,

, Geburtsjahr 1970 und aktiver Wikipedia-Autor
Antwort von Eike Hovermann
2Empfehlungen
24.06.2009
Eike Hovermann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage vom 19.06.09, in der Sie mein Abstimmungsverhalten zum Gesetz zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen kritisieren.

Ich kann Ihren Unmut nicht nachvollziehen. Der SPD-Fraktion ging es nie darum ein – wie Sie es beschreiben – "umstrittenes Gesetz zur Internetzensur (bzw. zum vorgeschobenen Grund Kinderpornographie)" zu verabschieden.
Das wichtigste Ziel des Gesetzes war und ist es, die Verbreitung von Kinderpornographie im Internet zu bekämpfen, was ich weiterhin für ein unverzichtbares Anliegen erachte.

Mit dem nun beschlossenen Gesetz wurde der ursprüngliche Gesetzentwurf ganz wesentlich überarbeitet und verbessert, wobei die SPD-Bundestagsfraktion ihre wichtigsten Änderungsvorschläge in den Verhandlungen mit der Unionsfraktion durchsetzen konnte. In den laufenden Debatten dazu, gab es Ende Mai eine öffentliche Anhörung, in der auch die von Ihnen erwähnte Petition zur Sprache kam und Eingang in die Debatte fand.

Meiner Meinung handelt es sich hierbei nicht um ein Gesetz, das eine Internetzensur fördert.

Mit freundlichen Grüßen
Eike Hovermann, MdB
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Frage zum Thema Internetsperren
24.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hovermann,

bezugnehmend auf Ihre Antwort zu www.abgeordnetenwatch.de möchte ich Sie hiermit um zusätzliche Ausführungen zum im folgenden auszugsweise zitierten Punkt bitten:

"Der SPD-Fraktion ging es nie darum ein … Gesetz zur Internetzensur … zu verabschieden." – Sicherlich ist Ihnen "Gut gemeint ist nicht gut gemacht" schon länger bekannt, weshalb mich interessieren würde, wie Sie zur Einschätzung gelangt sind, es handle sich hier nicht nur um (vermeintlich) gute Absicht. Immerhin gab und gibt es aus (v.a. bezogen auf die dazugehörige Technologie) "internet-nahen Kreisen" einige, durchaus auch schwerwiegende, Hinweise zum und Einwände gegen das gewählte Vorgehen. Unter Anwendung der Prinzipien, die Sir A. C. Doyle seinem Sherlock Holmes zugeordnet hat ("denke, wie ein Verbrecher denkt") dürfte jedenfalls davon auszugehen sein, daß entsprechend "interessierte" Kreise so für nicht einmal 15 Minuten ausbremsen lassen, während sie gleichzeitig einen praktikablen Sichtschutz (vgl. Pispers, www.stoppt-zensur.de ) genießen dürfen.

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Frage zum Thema Finanzen
30.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Hovermann!
Ich beziehe mich auf den Spiegel-Artikel Nr. 31S.58" Rückkehr der Gier". Ich bin fassungslos, dass dieses Treiben wieder losgeht!
Was gedenkt die Bundesregierung zu tun, um diesem Treiben ein Ende zu setzen?
Mit freundlichem Gruß

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Ihre Frage an Eike Hovermann
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