Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Dr. Wilhelm Priesmeier
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Tierarzt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Goslar - Northeim - Osterode
Landeslistenplatz
26, Niedersachsen
weitere Profile
(...) Wie bisher schon, können Polizei und Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur auf die Daten zugreifen, wenn dies zuvor durch einen richterlichen Beschluss erlaubt wurde. Darüber hinaus wurde aber der Grundrechtsschutz aller, die von verdeckten Ermittlungsmaßnahmen betroffen sind, verstärkt. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten

Veröffentlichungspflichtige Angaben

Entgeltliche Tätigkeiten neben dem Mandat

Tierarzt, niedergelassen, Dassel

Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts

Sparkasse Einbeck, Einbeck, Mitglied des Verwaltungsrates

Beteiligungen an Kapital- oder Personengesellschaften

Tierärztliche Apothekenabgabegesellschaft GbR, Dassel

Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Priesmeier - Steinmetz GbR, Dassel

Tierärztliche Praxis, Dassel

Erläuterungen
  • Grundlage für die Angabe der oben aufgeführten Nebentätigkeiten und Einkünften bilden die "Verhaltensregeln für Mitglieder des Deutschen Bundestags"
  • Einkünfte sind nur anzugeben, wenn diese im Monat den Betrag von 1000€ oder im Jahr den Betrag von 10.000€ für eine einzelne Tätigkeit übersteigen
  • Die Höhe der Einkünfte werden lediglich in Stufen angegeben: Stufe 1: 1000 - 3500€, Stufe 2: 3500 - 7000€ und Stufe 3: über 7000€
  • Quelle der Daten: www.bundestag.de
Fragen an Dr. Wilhelm Priesmeier
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
18.05.2009
Von:

Sehr geehrter Dr. Priesmeier,

ich begrüße ausdrücklich wirkungsvolle Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinder-Pornographie!

Nun habe ich allerdings einige Fragen zur aktuell geplanten Änderung des Telemediengesetzes.

Worauf stützt sich die Annahme, daß eine Beschränkung des Internet-Verkehrs (durch Sperrung von IP-Adressen etc.) die Anzahl der für Pornographie missbrauchten Kinder reduzieren wird? (Daran gibt es, wie Sie sicherlich wissen, erhebliche Zweifel.)

Wieviele IT-Experten haben im Bundestag schon zu diesem Thema gesprochen?

Wie wird sichergestellt, daß nicht weitere Internet-Adressen auf dem Index landen, die nichts mit Kinderpornographie zu tun haben.

Welche Kontrollinstanzen sollen für den geplanten Index eingerichtet werden?

Wie Sie sicherlich wissen, ist es relativ einfach, Standorte der Server aufzuspüren, von denen Kinderpornographie kommt; Sie wissen sicher auch, daß die meisten derartigen Server in Europa, USA, oder Australien stehen. Wieso werden nicht schon längst durch eine Polizeieinheit diese Server systematisch aufgespürt, abgeschaltet, und die Betreiber zur Verantwortung gezogen?

Wie stehen Sie als Abgeordneter meines Wahlkreises, und wie steht Ihre Partei zu diesen Fragen?


Mit freundlichen Grüßen,
Ihr .
Antwort von Dr. Wilhelm Priesmeier
6Empfehlungen
16.06.2009
Dr. Wilhelm Priesmeier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 18. Mai 2009, in dem Sie sich kritisch mit dem Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen auseinandersetzen.
Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist ein abscheuliches Vergehen. In den vergangenen Jahren haben wir deshalb das Herstellen, die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornographie lückenlos unter Strafe gestellt. Die Verbreitung von Kinderpornographie hat insbesondere im Internet in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Gleichzeitig ist eine Tendenz zu immer jüngeren Opfern festzustellen.
Der kommerziellen Verbreitung über das Internet darf nicht tatenlos zugesehen werden. Bereits nach heutiger Rechtslage werden Kinderpornographie-Seiten, die sich auf deutschen Servern befinden, von den Internprovidern heruntergenommen. Dieser direkte Zugriff ist im Ausland nicht möglich. Deshalb ist es notwendig, den Zugang zu entsprechenden kinderpornographischen Internetangeboten von Deutschland aus zu sperren.
Der SPD-Bundestagsfraktion war bereits zu Beginn dieser Diskussion voll bewusst, dass wir uns in einem Spannungsfeld zwischen dem notwendigen Kampf gegen Kinderpornographie im Internet und den hierdurch betroffenen Freiheitsrechten der Bürgerinnen und Bürger bewegen. Deshalb haben wir stets deutlich gemacht, dass wir für eine entsprechende Internetsperre eine gesetzliche Grundlage für erforderlich halten, um rechtsstaatlichen Grundsätzen genügen zu können. Wie Sie wissen, hat es ja vor kurzem vertragliche Vereinbarungen mit großen Internetprovidern gegeben, die jedoch rechtlichen Zweifeln unterliegen.
Mit dem nun vorliegenden Gesetzentwurf verfolgen wir das Ziel, den Zugang zu kinderpornographischen Inhalten zu erschweren. Uns ist bekannt, dass versierte Nutzer diese Sperrung technisch umgehen können. Es kommt uns aber entscheidend darauf an, die Hemmschwelle, die an dieser Stelle in den letzten Jahren deutlich gesunken ist, wieder signifikant zu erhöhen. Dem dient neben der Sperrung einzelner Seiten die Umleitung auf eine Stoppseite mit entsprechenden Informationen.
Die SPD-Bundestagsfraktion hat durchgesetzt, dass Ende Mai eine Anhörung des Wirtschaftsausschusses durchgeführt wurde. Der Gesetzentwurf wirft zahlreiche inhaltliche und rechtliche Fragen auf, die wir während der Anhörung erörtert haben.
Während der Sitzung haben wir auch die in Teilen der Internet-Community aufgeworfenen Kritikpunkte, die ihren Ausdruck in einer stark beachteten E-Petition gefunden haben, ausführlich besprochen.
Die SPD-Fraktion wirbt dafür, sowohl das Thema Kinderpornographie als auch das freie Internet mit der gebotenen Sensibilität zu behandeln. Der wichtige Kampf gegen Kinderpornographie im Internet und die Rechte der Internet-Nutzer müssen sich nicht ausschließen. Im weiteren Gesetzgebungsverfahren werden wir insbesondere prüfen, an welchen Stellen der Gesetzentwurf in datenschutzrechtlicher und verfahrensrechtlicher Hinsicht verbessert werden kann.
Eins ist allerdings klar: Weitere Schritte sind erforderlich, um Kinderpornographie effektiv zu bekämpfen. Die SPD-Fraktion hat dazu mit einem Anfang Mai beschlossenen 10-Punkte-Plan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung ein umfassendes Konzept mit weiteren konkreten Maßnahmen vorgelegt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wilhelm Priesmeier
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
24.06.2009
Von:

Unsere Gesellschaft steckt in einer Großen Krise.Die Menschen sind verunsichert.Sie brauchen soziale Visionen.
Was halten Sie in diesem Zusammenhang von der Idee des Grundein-
kommens für Jeden?
Außerdem müsste an unserem Wirtschafts-und Finanzsystem nicht
nur herumgedoktert werden, sondern es müsste über das System
überhaupt nachgedacht werden.
Viele, auch der Staat und Kommunen, werden immer ärmer, nur einige reicher. Das kann nicht richtig sein.!!
Antwort von Dr. Wilhelm Priesmeier
2Empfehlungen
21.08.2009
Dr. Wilhelm Priesmeier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE), auch unter dem Namen Bürgergeld bekannt.
Seit einigen Jahren hat die Diskussion darüber eine neue Dynamik bekommen.

Die einzelnen Modelle für ein Bürgergeld sind auf unterschiedlichen Begründungszusammenhängen aufgebaut. Alle Modelle für ein BGE haben jedoch die gemeinsame Annahme zur Grundlage, dass es in unserer Gesellschaft nicht mehr genügend Arbeit gibt, so dass die soziale Grundsicherung neu ausgerichtet werden muss. Wesentliches Element der meisten Ansätze ist die Bedingungslosigkeit der Grundleistung.
Die SPD lehnt eine solche Grundleistung ab. Arbeit bleibt für uns die Grundlage von Wohlstand und sozialer Sicherheit. Arbeit gibt es in der Gesellschaft genug, z.B. im sozialen Bereich. Sie muss organisiert und gerecht verteilt werden. Deswegen halten wir an der Forderung der Vollbeschäftigung fest. Wer sagt, es gäbe nicht mehr genug Arbeit, schiebt Menschen in die Perspektivlosigkeit ab und nimmt ihnen damit auch ihre Würde. Das Grundeinkommen wäre somit eine Stillhalteprämie.

Ein BGE entwertet die Leistung der arbeitenden Menschen und damit auch ihre Lebensleistung, weil – gerade im Bereich der Alterssicherung – die soziale Sicherung nicht mehr Ergebnis des eigenen Arbeitens ist. Ein BGE wäre such nicht finanzierbar. Je nach Berechnung und Modell müßte im krassesten Fall das gesamte BIP umverteilt werden.

Die SPD will Mindestlöhne statt staatliche Lohnsubvention. Menschen, die Arbeit haben und einen Lohn dafür bekommen, der die Existenz ausreichend sichert, brauchen kein staatliches Grundeinkommen.

Außerdem sind soziale Problemlagen heute vielschichtiger - Armut ist nicht nur auf materielle Armut reduzierbar und deshalb nicht ausschließlich über soziale Transfers zu bekämpfen. Der Sozialstaat besteht nicht nur aus sozialen Transferleistungen. Er stellt soziale Dienstleistungen wie z.B. Beratungen, Familienhilfen und Jugendeinrichtungen zur Verfügung. Fehlende Bildungschancen werden z.B. durch ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht bekämpft. Die Teilhabe am Erwerbsleben wird sogar erschwert – das bedingungslose Grundeinkommen wirkt ausgrenzend.

Die SPD tritt stattdessen dafür ein, die bestehende Grundsicherung weiter zu entwickeln, damit die Bürgerinnen und Bürger abgesichert sind, die existenzsichernde Unterstützung brauchen. Darüber hinaus entwickeln wir den Sozialstaat in seiner ganzen Breite weiter, damit er die Bürgerinnen und Bürger unterstützen kann, ihre Perspektiven und Chancen zu verwirklichen. Da das alles viel Geld kostet, hat die SPD in ihrem Regierungsprogramm klare Finanzierungsvorschläge gemacht mit höheren Steuern auf sehr hohe Einkommen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wilhelm Priesmeier
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
01.08.2009
Von:
-

Sehr geehrter Herr Priesmeier, lieber Wilhelm!

Zunächst Danke für die Beantwortung meiner Fragen aus dem Vorjahr. Hier nun eine Frage (aus eigentlich vielen und wichtigeren) was ist aus der großmundigen Versprechung auch von Frau Merkel geworden, das "platte Land" mit DSL auszustatten, zumal der Empfang über ISDN immer träger wird. Hier rührt sich offenbar nichts!

Erfolgreichen Wahlkampf wünscht Euch und Dir
-

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
17.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Priesmeier,

ich würde gern wissen wie sie zu dem geplanten Projekt "Massenziegenhaltung von 7000 Ziegen in der Heidmühle" stehen.
Als Tierarzt sind Sie sicherlich der Experte um dieses unglaubliche Vorhaben der Familie Petri-Feinkost zu stoppen.

Bitte setzen Sie sich dafür ein dass diese europaweite größte Massentierhaltung von Ziegen nicht realisiert wird.
Es ist schlimm genug dass sich Ihre politischen Kollegen Sander und Ehlen dafür gafür nicht zu schade sind.
Sie sollten wissen dass, wenn dieses Projekt genehmigt wird, einige Kleinkäsereien in der Region vor dem Ruin stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Wilhelm Priesmeier
2Empfehlungen
24.09.2009
Dr. Wilhelm Priesmeier
Sehr geehrter Herr ,

Vielen Dank für ihre E-Mail.
Ich setze mich für eine nachhaltige und standortangepasste Landbewirtschaftung ein.
Die geplante Ziegenhaltung in der Landesdomäne Heidbrink sehe ich kritisch. Ziegen sollten nach meiner Überzeugung genügend Auslauf erhalten. Dies fördert deren Konstitution und verbessert den Gesundheitsstatus, was am Ende auch dem Lebensmittel Ziegenmilch zugute kommt. Eine ganzjährige Stallhaltung von Milch-Ziegen, wie dies von dem Investor geplant wird, halte ich für bedenklich. Der Ständige Ausschuss des Europarates hat bereits 1992 in seiner "Europaratsempfehlung für das Halten von Ziegen" festgestellt, dass u. a. eine ganzjährige Stallhaltung und fehlende Klettermöglichkeiten mit einer artgerechten Ziegenhaltung unvereinbar sind.
Die geplante Großanlage zur Haltung von Ziegen soll nach dem Willen des Investors in einem bestehenden Landschaftsschutzgebiet errichtet werden. Der Kreistag von Holzminden wird darüber entscheiden müssen, ob dieser Status aufgehoben wird, um das Bauvorhaben realisieren zu können. Ohne dem Beschluss des Kreistages vorgreifen zu wollen, halte ich eine solche Standortwahl für grundsätzlich problematisch. Ähnliche Entscheidungen waren in der Vergangenheit der Bevölkerung nur schwer zu vermitteln. Ich setze mich dafür ein, dass Ziegen ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden
Ich plädiere dafür, dass das geplante Investitionsvorhaben entsprechend modifiziert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. vet. Wilhelm Priesmeier
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
19.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Priesmeier,

so kurz vor der Wahl zum Deutschen Bundestag mehren sich die Meldungen, dass Wirtschaftswissenschaftler für eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 25% plädieren. Nach deren Meinung ist sonst eine Verminderung der Staatsschulden nicht möglich.

Von solch einer drastischen Erhöhung wären insbesondere Geringverdiener, Rentner und dgl. besonders betroffen.

Würde es nicht ausreichen, Steuerprivilegien abzubauen und möglicherweise die Alkoholsteuer auf 25% heraufzusetzen. Nach meiner Auffassung würde insbesondere die Erhöhung der Alkoholsteuer dazu führen, dass Jugendlichen und Kindern der übermässige Genuss von Alkohol verleidet wird, damit auch das "Komasaufen" drastisch reduziert wird.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Wilhelm Priesmeier
1Empfehlung
25.09.2009
Dr. Wilhelm Priesmeier
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gestatten Sie mir, daß ich kurz und bündig antworte: Die SPD hat klar gesagt, wo sie Steuererhöhungen plant - die Mehrwertsteuer gehört nicht dazu.
Zur Suchtprävention bei Jugendlichen gehört für mich in erster Linie die Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken, eine engmaschige Kontrolle der Einhaltung des Jugendschutzes und eine Verbesserung der Selbstregulierung bei der Alkoholwerbung. Über den Preis allein werden Sie keinen Jugendlichen vom Alkohol- (oder auch Tabakgenuß) abhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wilhelm Priesmeier
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dr. Wilhelm Priesmeier
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.