Dr. Stephan Harbarth (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Dr. Stephan Harbarth
Jahrgang
1971
Berufliche Qualifikation
Dr. jur.
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt, Sozietät Schilling, Zutt & Anschütz
Wohnort
69242 Mühlhausen
Wahlkreis
Rhein-Neckar , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
42,3%
Landeslistenplatz
-, Baden-Württemberg
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(...) Ich persönlich bin etwas skeptisch, ob das Zugangserschwerungsgesetz die mit dem Gesetz verfolgten Ziele letztlich tatsächlich erreichen wird. Eine Ausweitung der Internetsperrlisten auf Urheberrechtsverstöße bzw. rechts- bzw. und linksextreme Seiten erschiene mir problematisch. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Dr. Stephan Harbarth hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
18.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Harbarth,

wieso sprechen Sie sich gegen Volksentscheide auf Bundesebene aus?

Die Erfahrungen auf Gemeinde- und Länderebene in Deutschland sind durchaus positiv. Mit der Annahme des Lissabonvertrages, den die CDU massiv unterstützt, wird es auch EU-Ebene die Möglichkeit von Volksentscheiden geben. Die Bundesebene ist dann die einzige politische Ebene ohne jegliche plebiszitäre Elemente.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Stephan Harbarth
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31.07.2009
Sehr geehrter Herr ,

plebiszitäre Elemente der Willensbildung haben aus meiner Sicht eine Reihe von Nachteilen gegenüber einem repräsentativen Modell. So erschweren sie häufig die in der Demokratie wichtige Suche nach Kompromissen und verengen politische Fragestellungen auf reine Ja- oder Nein-Ansätze.

Wären die Auswirkungen plebiszitärer Willensbildungsprozesse auf das demokratische Gemeinwesen so positiv, wie ihre Befürworter dies häufig annehmen, müsste die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am Willensbildungsprozess auf Gemeinde-, Länder- und EU-Ebene besser sein als auf Bundesebene. Das Gegenteil ist jedoch der Fall. Nirgendwo ist die Beteiligung der Menschen so hoch wie bei Bundestagswahlen. Auch dies zeigt, dass die Annahme, plebiszitäre Willensbildungsprozesse seien dem repräsentativen Modell überlegen, unrichtig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Harbarth
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
22.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Harbarth,

ich war Ende April diesen Jahres bei meinen Verwandten im südhessischen Odenwald zu Besuch, und habe auch viele Ausflüge mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unternommen, und war auch öfters mit der S-Bahn oder Regionalbahn zwischen Eberbach und Mannheim, und oft darüber hinaus, unterwegs.

Leider musste ich feststellen, dass die S-Bahn sehr oft auf freier Strecke Halt gemacht hat, was ich bei mir in Berlin oder Brandenburg nur gelegentlich erlebe. Z. B., wenn die S-Bahn kurz vor dem Hauptbahnhof in Mannheim doch noch Halt macht, und mann muss befürchten, dass man seinen Anschlusszug eventuell verpasst.

Es kann doch meiner Meinung nach nicht angehen, dass die S-Bahnen (oder auch Regionalbahnen) immer so oft kurz vor dem Eintreffen in den Bahnhof doch noch auf freier Strecke anhalten muss, und das oft für mehrere Minuten lang. Meiner Meinung nach sollten die S-Bahnzüge in den Bahnhof weiterrollen können, anstatt noch kurz vor dem Bahnhof anzuhalten. Im Hauptbahnhof können die Züge dann meinentwegen ein paar Minuten stehen bleiben, und doch nicht schon kurz vor dem Eintreffen in den Bahnhof.

Wie kann das immer soweit kommen, dass die Züge sehr oft kurz vor, oder auch kurz nach dem Bahnhof, v. a. Mannheim oder Heidelberg, auf freier Strecke Halt machen?

Und wie groß sind die Chancen auf Besserung der Lage, so dass die Züge nicht schon so oft auf freier Strecke halten müssen?

Ich würde mich sehr auf Ihre Antwort freuen!

Mit freundlichen Grüßen

aus Berlin
Antwort von Dr. Stephan Harbarth
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01.09.2009
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur

Sehr geehrter Herr Götz,

da Ihrer Email nicht zu entnehmen war, wo der Halt jeweils genau eingelegt wurde, lässt sich über die Ursachen nur spekulieren. Nicht auszuschließen ist, dass es sich um Stellen mit einspuriger Gleisführung handelte, an denen Gegenverkehr abzuwarten war. Gerne will ich die aufgeworfenen Fragen in einem Gespräch mit den Verantwortlichen der S-Bahn erörtern. Für diesen Zweck wäre es hilfreich, wenn Sie mir noch möglichst genaue Angaben zu den Orten und Uhrzeiten zukommen lassen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Harbarth
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Frage zum Thema Außenpolitik
23.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Harbarth,

in Umfragen spricht sich regelmäßig eine Mehrheit der Bundesbürger gegen eine Fortführung des Afghanistaneinsatzes der Bundeswehr aus. Wie ist Ihre Position dazu?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Dr. Stephan Harbarth
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21.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

im Rahmen des Afghanistan-Einsatzes ist regelmäßig zu prüfen, ob das damit verfolgte Ziel, Terrorangriffe, die in Afghanistan ihren Ausgangspunkt nehmen, zu verhindern und in Afghanistan eine selbsttragende Sicherheit zu schaffen, realistischerweise erreichbar ist oder nicht. Wenngleich es eine Reihe negativer Entwicklungen zu konstatieren gilt (z. B. im Bereich der Korruption), wurden etwa im Bildungsbereich und bei der Trinkwasserversorgung in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte erzielt.

Ohne militärische Begleitung wären diese Fortschritte bedauerlicherweise nicht möglich gewesen. Ich bin deshalb der Auffassung, dass der Afghanistan-Einsatz fortgesetzt werden sollte. Es ist indes immer wieder die vorgenannte Grundsatzfrage zu beantworten. Wenn sich die Erreichung der o.g. Ziele als unrealistisch herausstellen sollte, wäre der Einsatz aus meiner Sicht zu beenden.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan Harbarth
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
24.08.2009
Von:

Im Sternartikel "Das entmündigte Volk" vom 31.07. wird beschrieben: "Nur noch fünf Prozent der Deutschen glauben, dass sie Politik durch Wahlen maßgeblich mitbestimmen können." 1) Was könnte man tun, um die Menschen wieder mehr für die Politik zu interessieren? Wären direkte Volksentscheide für sie eine Ergänzung zu unserem deutschen Demokratieprinzip?

Am 8. September 2009 soll im Bundestag ein Gesetz verabschiedet werden, das den Lissabonner Vertrag rechtsverbindlich macht. Der Vertrag hat Folgen, welche die im Grundgesetz verankerten Grundwerte Demokratie und Freiheit nach Meinung vieler Experten einschränken oder gefährden und überträgt wichtige Kompetenzen auf die EU-Ebene.

So soll zum Beispiel über militärische Einsätze in Zukunft auf EU-Ebene entschieden werden. Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil bestätigt, dass über einen Militäreinsatz im Bundestag entschieden werden muss. Allerdings wird mit der Ausnahmeregelung bei "Gefahr im Verzug" dennoch eine Möglichkeit geschaffen, ohne Legitimierung des Bundestags die Bundeswehr einzusetzen.
2) Welche Stellung beziehen sie hierzu? Wie stehen Sie zu einem Einsatz der Bundeswehr im Inland?

Desweiteren wird oft vom Herkunftslandprinzip gesprochen, welches europaweit zumindest zunächst im Dienstleistungssektor in allen Staaten der EU eine Vermischung unterschiedlicher Rechtsformen und Bezahlung nach Herkunftsland zulassen könnte.
3) Haben Sie diesbezüglich Bedenken ob in Deutschland eine Schwächung der Gewerkschaften erfolgen würde und ob ökologische sowie Lebensmittelstandards wie sie in Deutschland bestehen weiterhin eingehalten werden?

Die Diskussion in den Medien über solch gravierende Themen zeigt, dass der Lissabonner Vertrag weitreichende Konsequenzen für die Bürger der EU hat.
4) Sehen sie weitere kritische Punkte im Vertrag und denken sie, dass dieser Vertrag positive Veränderungen in Deutschland hervorrufen könnte?

Danke für Ihre Antworten! Viele Grüße,
Thomas Strobel &
Antwort von Dr. Stephan Harbarth
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21.09.2009
Sehr geehrter Herr Strobl, sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen.

Die Begründung für meine kritische Haltung gegenüber plebiszitären Elementen der Willensbildung können Sie aus anderen Antworten auf dieser Seite entnehmen, daher möchte ich gleich auf Ihre zweite Frage eingehen: Die EU kann einen Mitgliedsstaat nicht zu einer Handlung zwingen, die gegen das eigene Grundgesetz verstößt. Daher ist auch die Behauptung, die EU könne uns zwingen gegen unser eigenes Grundgesetz zu verstoßen, einfach falsch! Wenn wir einen Einsatz der Bundeswehr im Inneren wollen, muss dies der nationale Gesetzgeber entscheiden.

Leider wurde, um auf Ihre dritte Frage einzugehen, das Herkunftslandprinzip aus der EU-Dienstleistungsrichtlinie gestrichen. Die Frage geht deshalb leider noch von einer älteren Grundlage aus, die sich bis heute allerdings geändert hat.

Ich sehe im Lissabonner Vertrag keinerlei kritische Punkte, die sich negativ auf die Entwicklung Deutschlands und ganz Europas auswirken könnten. Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland von einem starken Europa profitieren wird und glaube deshalb an zukünftige positive Veränderungen durch den Vertrag.

Mit freundlichen Grüßen,

Stephan Harbarth
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Frage zum Thema Arbeit
04.09.2009
Von:

Guten Tag, Herr Harbarth.
Ich würde gerne wissen, wie Sie und Ihre Partei zum Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" stehen. Gibt es Interesse, generell sich mit dem Thema näher zu befassen oder liegt das momentan (noch?) ausser Reichweite ?
Danke für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Müller
Antwort von Dr. Stephan Harbarth
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21.09.2009
Sehr geehrter Herr Müller,

ein "Bedingungsloses Grundeinkommen" sieht unser Wahlprogramm derzeit nicht vor. Für diejenigen Arbeitnehmer, deren Einkommen zu einem menschenwürdigen Leben nicht ausreicht, sehen wir staatliche Zuschüsse zur Erreichung eines Mindesteinkommens vor. Ich finde persönlich das Thema "Bedingungsloses Grundeinkommen" sehr interessant. Allerdings hat mich das Konzept bisher noch nicht vollauf überzeugt.

Mit freundlichen Grüßen

Stephan Harbarth
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